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Paderborn

Stadt Paderborn erlässt Allgemeinverfügung gegen Treffen der Autotuning-Szene am Karfreitag und in der Nacht zu Samstag

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Autoreifen - © Pixabay

Die Stadt Paderborn erlässt von Karfreitag, 30. März, 00.00 Uhr, bis zum Samstag, 31. März, 06.00 Uhr, eine Allgemeinverfügung, die jegliche Treffen der Tuning-Szene verbietet. In dieser Zeit sind im gesamten Stadtgebiet, sowohl auf öffentlichen und privaten Flächen, keine Zusammenkünfte, egal ob mit oder ohne Fahrvorführungen, erlaubt.

Mitarbeiter der Stadt Paderborn und die Polizei kontrollieren, ob die Maßgaben des Verbotes eingehalten werden.

Rechtsgrundlage für die Verfügung ist das Feiertagsgesetz NRW, das unter anderem das außerordentliche Schutzbedürfnis dieses Tages herausstellt. Wegen der besonderen Bedeutung für die Ausübung der christlichen Religionsausübung ist gerade der Karfreitag als einer der am stärksten geschützten Feiertage überhaupt anzusehen, dessen ernster Charakter eine besondere Rücksichtnahme erfordert.

In den Jahren vor 2017 ist dieser Tag regelmäßig zum Teil von mehreren tausend Teilnehmern der Tuningszene genutzt worden, um sich in Paderborn zu treffen. 2016 waren es etwa 2.000 Fahrzeuge aus der Tuningszene, die sich am Karfreitag im Paderborner Stadtgebiet – und das trotz widriger Witterungsverhältnisse – aufgehalten haben. Der Zustrom von Tunern, die vielfach aus überregionalen Bereichen, zum Teil sogar bundesweit, nach Paderborn gefahren sind, hat dabei stetig zugenommen. Trotz der erlassenen Verbotsverfügung für den Karfreitag 2017 fanden sich bereits in den Morgenstunden wieder circa 300 getunte Fahrzeuge an den bekannten Treffpunkten ein. Nach Hinweis auf die Allgemeinverfügung verließen die Tuner in der Regel die jeweiligen Treffpunkte und entfernten sich aus dem Stadtgebiet; teilweise mussten auch Platzverweise erteilt werden. Dies bewirkte zudem, dass auch die noch auf der Anfahrt nach Paderborn befindlichen Tuner vielfach nicht mehr das Stadtgebiet aufsuchten. So traf sich in den Nachmittagsstunden ein Großteil der – auch überregionalen – Tuningszene (ca. 1000 Fahrzeuge) auf dem Rastplatz „Eringerfeld“ an der BAB 44. Mit dem Ablauf der Verbotsverfügung um Mitternacht suchten jedoch erneut rund 400 Tuningfahrzeug sowie etwa 100 Schaulustige den Bereich des Universitätsparkplatzes am Pohlweg auf. Die besonderen Geräuschentwicklungen zur Nachtzeit führten zu Störungen der Bevölkerung. Daher wird die Allgemeinverfügung in diesem Jahr bis Samstag, 06.00 Uhr, ausgeweitet.

Neben dem eigentlichen Treffen und der Zurschaustellung (Car-Posing) der technisch veränderten Fahrzeuge kommt es durch Teilnehmer immer wieder zu massiven Verkehrsbehinderungen, gefahrenträchtigen Fahrmanövern und extremen Ruhestörungen durch laute Motorengeräusche, quietschende Reifen und mitunter stundenlanges, unnützes Hin- und Herfahren im Stadtgebiet. Hinzu kommt die gesteigerte Gefahr, dass Zuschauer oder unbeteiligte Dritte bei Unfällen schwer verletzt werden und die Treffen für illegale Rennen genutzt werden. Beim sogenannten „Seasons End“ Anfang Oktober 2017 verunglückte ein Tuner beim Beschleunigen und Driften. Er prallte auf dem Südring gegen eine Ampel und zog sich selbst Verletzungen zu. Seine Beifahrerin und Unbeteiligte blieben glücklicherweise unverletzt. Die Beteiligung an illegalen Rennen, dazu zählen auch Beschleunigungsfahrten einzelner Fahrzeuge, ist seit Mitte Oktober 2017 von einer Ordnungswidrigkeit zur Straftat heraufgestuft worden. Bis zu zwei Jahren Freiheitsstrafe sind möglich – bei schweren Unfallfolgen bis zu zehn Jahre Gefängnis.
Die Zusammenkünfte so vieler Tuner in der Innenstadt führen schon seit langem zu zahlreichen Beschwerden von Anwohnern, die sich in ihrem Recht auf „Feiertagsruhe“ massiv gestört fühlen.

Die Treffen, für die in der Vergangenheit im Wesentlichen über die sozialen Medien geworben wurde, haben Veranstaltungscharakter, ohne dass es allerdings einen verantwortlichen Veranstalter oder Organisatoren gibt. Sich daraus ergebene Pflichten (Erlaubnisse für die Sondernutzung von Straßen und Plätzen, sonstige Absprachen mit Stadt und Polizei, Sicherheitsbelange, Umweltschutz, etc.) wurden nicht wahrgenommen. Sollten sich Tuner trotz des Verbots in Paderborn treffen, müssen sie damit rechnen, dass ihre Identität festgestellt, Platzverweise erteilt und Ordnungswidrigkeitenanzeigen erstattet werden. Sollte dem Platzverweis nicht nachgekommen werden oder wird der Fahrzeugführer, trotz entsprechender Ansprache der Ordnungshüter, wiederholt im Stadtgebiet angetroffen, wird das Fahrzeug sichergestellt.

Um die Schutzbedürfnisse der Einwohner zu gewährleisten und die Vorgaben der Rechtsordnung durchzusetzen, wurde die Verfügung erlassen und bei Verstößen ein Einschreiten seitens der Verwaltung und der Polizei als erforderlich angesehen. Darüber hinaus kündigt die Polizei ein konsequentes Einschreiten bei allen Verkehrsverstößen an.

Die Stadt Paderborn und die Kreispolizeibehörde Paderborn betonen ausdrücklich, dass mit den Maßnahmen keine „Kriminalisierung“ der Szene erfolgen soll, sondern der Schutz von Anwohnern und die Einhaltung der Rechtsvorschriften im Vordergrund stehen. Es gilt der Appell erst gar nicht nach Paderborn anzureisen.

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Paderborn

Bau- / Drehstützen entwendet

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Baustelle - © Kukon, Bartosz Tyce
Symbolfoto - © Kukon, Bartosz Tyce

Paderborn – Unbekannte Täter haben in der Zeit zwischen Dienstagnachmittag und Mittwochmorgen Bau-/Drehstützen von einer Baustelle in Paderborn entwendet. Die dreißig Stützen hatten in einem Rohbau an der Nordstraße, Höhe Rolandsweg, hinter einem Bauzaun gestanden. Die Schadenshöhe beläuft sich auf rund 2000 Euro. Sachdienliche Hinweise erbittet die Polizei unter der Telefonnummer 05251-3060.

Rückfragen bitte an:

Der Landrat als
Kreispolizeibehörde Paderborn
– Presse- und Öffentlichkeitsarbeit –
Riemekestraße 60- 62
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Paderborn

Verkehrsunfälle auf der B1 Richtung Bad Lippspringe

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Der Autotransport endete mit Totalschäden und blockierte die B1 - © Polizei Paderborn
Der Autotransport endete mit Totalschäden und blockierte die B1 - © Polizei Paderborn

Paderborn – Zwei Verkehrsunfälle sorgten am Dienstagnachmittag für Staus auf der B1 und der Dubelohstraße.

Ein 18-jähriger Leichtkraftradfahrer fuhr gegen 15.25 Uhr von der Dubelohstraße in die Anschlussstelle zur B1 in Richtung Bad Lippspringe. In der nassen Auffahrt verlor er die Kontrolle und rutschte mit seinem Krad unter die Leitplanken. Er zog sich schwere Verletzungen zu und musste mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht werden.

Um 17.00 Uhr fuhr ein 70-jähriger Ford-Mondeo-Fahrer auf der B1 in Richtung Bad Lippspringe. Er zog mit seinem Kombi einen Autotransportanhänger, auf dem ein Skoda Fabia geladen war. Kurz nach der Anschlussstelle Diebesweg geriet das Gespann im Regen ins Schleudern. Der Ford kollidierte mit den Leitplanken und der Autotrailer riss ab und der geladene Skoda fiel vom Anhänger. Der führerlose Wagen rutschte auf dem Dach liegend auf die Sperrfläche am „zwei zu eins“- Übergang. An beiden Autos entstanden wirtschaftliche Totalschäden. Verletzt wurde niemand. Bis 18.45 Uhr musste die Polizei die B1 für die Bergungsarbeiten und Unfallaufnahme zeitweise sperren.

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Paderborn

Seniorin lebensgefährlich verletzt

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Auto, Seniorin - © Envato Elements
Symbolfoto - © Envato Elements

Paderborn – Ein Verkehrsunfall auf der Driburger Straße forderte am Dienstag zwei Verletzte. Gegen 12.55 Uhr fuhr eine 88-jährige Ford-Ka-Fahrerin auf der Driburger Straße stadtauswärts. An der Kreuzung Weißdornweg bog sie nach links ab. Dabei achtete sie nicht auf einen entgegenkommenden VW-Polo-Fahrer (28), der auf der Driburger Straße stadteinwärts unterwegs war. Die Autos kollidierten frontal. Im Ka zog sich die Fahrerin lebensgefährliche Verletzungen zu. Nach notärztlicher Versorgung wurde die 88-Jährige mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht. Der Polofahrer zog sich leichte Verletzungen zu. An den Autos entstanden Totalschäden.

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