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Delbrück

Mit Holz arbeiten – 18 Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule Delbrück arbeiten in der MINT-AG mit Holz

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Zu Besuch in der MINT-AG der Gesamtschule Delbrück: Dr. Burghard Lehmann (Osthushenrich-Stiftung, links), Petra Münstermann (Bildungs- und Integrationszentrum Kreis Paderborn, 2. von links), Theresia Diekmann-Brusche (Schulleiterin der Gesamtschule Delbrück, 3. von links), Uwe Schoop (zdi-Zentrum FIT.Paderborn, rechts), Hubert Sprick (Werklehrer). - © Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Kreis Paderborn, Anna-Sophie Schindler

Kreis Paderborn (krpb). Jan legt eine Holzlatte auf die elektrische Säge, richtet das Sägeblatt genau an der Kante aus und sägt entlang der gezeichneten Bleichstiftlinie einen Winkel von 45 Grad. „Ich habe das Holz auf Gehrung geschnitten“, erklärt der 13-Jährige. Gehrung bedeutet, dass zwei Hölzer in einem bestimmten Winkel miteinander verbunden werden. Die geschnittenen Hölzer leimt der Schüler in einem 90 Grad Winkel zusammen. Ein Rahmen ist entstanden. Sinn und Zweck der Gehrung ist es, die Stabilität zu erhöhen. „Durch die 45 Grad Winkel bekommen wir eine größere Kontaktfläche der Hölzer“, erklärt Hubert Sprick.

Sprick ist Werklehrer im Ruhestand und für die MINT-AG noch einmal an die Gesamtschule Delbrück zurückgekehrt. MINT ist die Abkürzung für die Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Seit dem Schuljahr 2013/2014 gibt es an verschiedenen Schulen im Kreis Paderborn diese AGs (siehe Hintergrund). Das Ziel: Schülerinnen und Schülern Ausbildungsberufe dieser Bereiche nahe zu bringen.

„Gerade Mädchen sind sehr skeptisch, wenn es um MINT-Berufe geht – oftmals unbegründet“, weiß Petra Münstermann vom Bildungs- und Integrationszentrum (BIZ) des Kreises Paderborn, das die AGs ins Leben gerufen hat. Mit den MINT-AGs haben alle Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, verschiedene Berufe kennenzulernen und selbst auszuprobieren. „Dabei entdecken sie dann meist ihre Stärken und Interessen und können sich nach der Schule bewusst für einen Beruf entscheiden.“ Die Form der AG eigene sich dabei gut, um die Berufsorientierung direkt in den Schullalltag zu integriert.

An der Gesamtschule Delbrück wird die MINT-AG in der achten Jahrgangsstufe neben AGs wie Spanisch und Sport angeboten. „Das Interesse war so groß, dass wir gleich zwei AGs einrichten mussten“, sagt Schulleiterin Theresia Diekmann-Brusche.

Ein Schuljahr lang läuft die MINT-AG. Jeden Dienstag kommen die 18 Schülerinnen und Schüler zu Lehrer Sprick in den Werkraum. In den ersten Wochen lernten sie die Grundlagen. Dazu gehört der sichere Umgang mit der Bohrmaschine, der Tellerschleifmaschine, der Dekupiersäge und der Gehrungssäge.

Dann ging es an die ersten praktischen Arbeiten: Kleine Spiele. Ein Beispiel ist das T-Puzzel. Verschiedene Formen werden ausgesägt und ergeben zusammengesetzt den Buchstaben T. „Bei diesen ersten Arbeiten geht es darum, die Werkzeuge und die Arbeitsschritte kennenzulernen“, sagt Sprick.

Im zweiten Halbjahr wird es ernst für die Schülerinnen und Schüler: Sie dürfen selbst die Trennwände für ihre Mensa bauen. Diese ist groß und noch etwas laut. Raumteiler aus Holz sollen die Geräusche dämpfen.

Inspiration sammelten sie bei einem Spaziergang durch die Stadt. „In einer Pizzeria haben wir einen Raumteiler gesehen, bei dem auf Holzplatten Anfeuerholz aus dem Supermarkt geklebt ist“, erzählt ein Schüler. Daraus ist die Idee entstanden, Elemente mit verschiedenen Holzmustern zu gestalten.

Unterstützung bekommen sie dabei von den Mitarbeitern eines ortsansässigen Schreinerbetriebs. Dort können die Schülerinnen und Schüler den Beruf dann noch genauer kennenlernen und Auszubildenden Fragen stellen. „Durch die aktive Einbindung der heimischen Unternehmen und der Hochschulen in OWL erfahren die Schülerinnen und Schüler, was sie in einem MINT-Beruf tatsächlich erwartet“, betont Uwe Schoop von zdi-Zentrum FIT.Paderborn, das das Projekt fördert. „Gerade diese Erfahrungen erhöhen nachweislich die Wahrscheinlichkeit, den richtigen Karriereweg anzustreben und auch in schwierigen Ausbildung- oder Studiensituationen durchzuhalten“, ergänzt Schoop.

Schon nach zwei Monaten AG sind sich die Schülerinnen und Schüler einig: Sie wollen nach der Schule einen handwerklichen Beruf lernen. „Den ganzen Tag im Büro vor dem PC sitzen ist nichts für mich“, sagt Louisa. In der 5. und 6. Klasse hat ihr der Technikunterricht bereits gut gefallen. Amela und Adela ist während der MINT-AG klar geworden, dass die Arbeit mit Holz gar nicht so schwer ist, wenn sie die Grundlagen sitzen. Eine andere Schülerin hat ihr Interesse für das Handwerk bereits vor der AG entdeckt, als sie zusammen mit ihrem Vater eine Holzbank für den Garten gebaut hat.

Die MINT-AGs ergänzen das Angebot an AGs in der Jahrgangsstufe acht an weiterführenden Schulen und stärken die MINT-Berufe – auch vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels. Die MINT-AGs finden in den Räumen der jeweiligen Schulen statt und werden in den Stundenplan der jeweiligen Schülerinnen und Schüler integriert. Aktuell gibt es die AGs an Friedrich-Spee Gesamtschule in Paderborn, der Gesamtschule Salzkotten, der Gesamtschule Büren und der Gesamtschule Delbrück.

Finanziert werden sie vom Kreis Paderborn, dem zdi-Zentrum FIT.Paderborn im Rahmen der zdi-BSO-MINT-Förderung und der Osthushenrich-Stiftung. „zdi“ steht für die Landesinitiative „Zukunft durch Innovation“. BSO steht für die vertiefte Berufs- und Studienorientierung. Kosten fallen dabei für den Lehrer und die Materialien an. Eine Schule allein könnte dieses Geld nicht aufbringen.

Seit dem Start des Projektes im Schuljahr 2013/2014 wurden 40 MINT-AGs eingerichtet – vier davon laufen im aktuellen Schuljahr. Pro Schulhalbjahr werden durchschnittlich zwischen 60 und 80 Schülerinnen und Schüler erreicht.

Eine Befragung im Schuljahr 2016/2017 zeigte, dass bei rund 68 Prozent der Schülerinnen und Schüler das Interesse an Naturwissenschaften und Technik gesteigert wurde. Rund 66 Prozent können sich vorstellen, eine Ausbildung in diesen Bereichen zu machen. Die Befragung wurde vom Bildungs- und Integrationszentrum durchgeführt. Befragt wurden 44 Schülerinnen und Schüler aus der Friedrich-Spee-Gesamtschule in Paderborn, der Mühlenkamp Schule Büren, Hauptschule in Bad Wünnenberg und der Georg Hauptschule in Paderborn.

Interessierte Schulen können sich bei Petra Münstermann vom Bildungs- und Integrationszentrum melden unter Tel.: 05251 308-4603 oder per E-Mail unter muenstermannp@kreis-paderborn.de. Münstermann geht aber auch aktiv auf Schulen zu und bietet ihnen das Projekt an.

Altenbeken

Zwei brennende LKW sorgen auf der Bundesstraße 64 für hohen Sachschaden

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Schwelbrand in der Mulde des Müllfahrzeugs - © Polizei Delbrück
Schwelbrand in der Mulde des Müllfahrzeugs - © Polizei Delbrück

Delbrück / Altenbeken – Gleich zwei brennende LKW haben am Mittwochnachmittag auf der Bundesstraße 64 in der Nähe von Altenbeken und zwischen Rietberg und Delbrück für hohe Sachschäden gesorgt. Gegen 13.50 Uhr hatte ein Stammholztransporter mit Anhänger die Bundesstraße aus Richtung Bad Driburg kommend befahren. Nachdem der LKW-Fahrer (33) Buke passiert hatte, hörte er einen lauten Knall und bemerkte Probleme bei der Fahrzeugelektronik und Rauchentwicklung im Motorraum. Er hielt sofort an und verließ unverletzt den LKW. Beim Eintreffen der Feuerwehr stand das Führerhaus in Vollbrand. Auch die Nadelholzstämme, die auf dem LKW geladen waren, wurden durch das Feuer in Brand gesetzt. Durch die Einsatzkräfte konnte ein Übergreifen der Flammen auf die Ladung des Anhängers verhindert werden. Die Bundesstraße musste in beiden Richtung komplett gesperrt und der Verkehr abgeleitet werden. Bei dem Unglück liefen etwa 20 Liter Motoröl auf die Bankette. Die Untere Wasserbehörde wurde informiert. Etwa ein Kubikmeter Erde musste ausgebaggert werden. Zudem muss geprüft werden, ob durch die enorme Hitzeentwicklung die Fahrbahn Schaden genommen hat. Der Sachschaden dürfte sich auf annähernd 200000 Euro belaufen. Nur eine Stunde später kam es auf der Bundesstraße 64 zu einem weiteren LKW-Brand. Der LKW, der etwa vier Tonnen gewerblichen Müll geladen hatte, war auf dem Weg von Westenholz in Richtung Delbrück, als der Fahrer (43) Rauchentwicklung in der Mulde bemerkte. Er hielt das Fahrzeug in Höhe Alter Postweg an und alarmierte die Feuerwehr. Bis zum Eintreffen der Rettungskräfte war es zu keiner offenen Flammenentwicklung gekommen, so dass zunächst versucht wurde, den Aufbau mit Löschwasser zu kühlen. Gegen 15.30 Uhr wurde der LKW auf ein etwa 300 Meter entferntes Betriebsgelände gefahren. Anschließend sollen Löcher in die Mulde geschnitten werden, um den Schwellbrand bekämpfen zu können. Die Bundesstraße war bis gegen 15.40 Uhr komplett gesperrt. Der Sachschaden bei diesem Fahrzeugbrand dürfte sich auf etwa 150000 Euro belaufen.

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Delbrück

Verkehrsunfall mit 2 verletzten Personen und hohem Sachschaden

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Beschädigter Ominibus - © Polizei Delbrück
Beschädigter Ominibus - © Polizei Delbrück

Delbrück, Lippstädter Str. / Bösendamm – Zwei leicht verletzte Personen sowie ein geschätzter Sachschaden von mehr als 35 000 EUR waren die Folgen eines Verkehrsunfalles am Samstagmorgen in Delbrück. Gegen 10:00 Uhr hatte ein 26jähriger LKW-Fahrer aus Delbrück mit seiner Mercedes Sattelzugmaschine an der Einmündung Lippstädter Straße/Bösendamm die Vorfahrt eines 66jährigen Omnibusfahrers aus Lippstadt, der in Richtung Delbrück fuhr, missachtet. Beide Fahrzeuge waren darauf miteinander kollidiert. Im Bus des Lippstädter Reiseunternehmens wurden durch den Aufprall zwei Personen leicht verletzt, die behandelt werden mussten. Der Reisebus war im Anschluss nicht mehr fahrbereit und wurde abgeschleppt.

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Delbrück

Dieseldiebe von Überwachungskamera gefilmt

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Zaun - © Pixabay
Symbolfoto - © Pixabay

33129 Delbrück – In der Nacht zum letzten Samstag (04.08.2018) zapften Diebe in Delbrück-Boke Dieselkraftstoff aus einem Bagger ab. Dabei sind die drei Täter von einer Überwachungskamera gefilmt worden.

Um 02:30 Uhr am Morgen begaben sich die Diebe auf den Außenlagerplatz einer Salzkottener Firma für Baggerarbeiten an der Ecke Hudeweg / Neue Reihe. Hier machten sie sich an zwei Baggern zu schaffen. Aus einem der Bagger zapften sie ca. 50 Liter Diesel ab. Bei dem Versuch, den zweiten Bagger anzuzapfen, entdeckten sie die Überwachungskamera und ließen von ihrem Vorhaben ab.

Auf der Videoaufzeichnung sind drei männliche Täter zu erkennen. Einer der Täter trug ein T-Shirt und eine Bermudashorts. Er hatte mitteleuropäisches Aussehen und trug einen Kurzhaarschnitt.

Zeugen, die in der Nacht zum letzten Samstag im Bereich des Tatortes verdächtige Beobachtungen gemacht haben oder sonst Hinweise auf die Täter geben können werden gebeten, sich mit der Polizei in Verbindung zu setzen, Tel. 05251-306-0. Neben der Polizei hat auch die geschädigte Firma Interesse an der Identifizierung der Täter und hat deshalb für deren Ergreifung eine Belohnung in Höhe von 200,00 EUR ausgesetzt.

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