Soziale Medien

Ratgeber

Neues Jahr, neue Gesetze: Was sich für Verbraucher 2019 ändert

mm

Stand:

Familie - © Envato Elements
Symbolfoto - © Envato Elements

Wir haben für euch eine komplette Übersicht der anstehenden Gesetzes-Änderungen zusammengestellt. Die Liste wird fortlaufend aktualisiert

Bei Anmerkungen und Anregungen schreibt uns doch einfach ein E-Mail an info@kukon.net oder eine Nachricht via Facebook.

Inhalt

Arbeit und Steuern

Arbeit, Büro - © Envato Elements

Symbolfoto – © Envato Elements

Steuersätze: Einkommensgrenzen steigen.

Die Einkommensgrenzen für alle Steuersätze steigen im nächsten Jahr um 1,84 Prozent. Damit wird die Inflationsrate des Jahres 2018 quasi in den Steuertarif eingepreist. Mit dieser Verschiebung, die allen Steuerzahlern zugutekommt, soll der Effekt der sogenannten „kalten Progression“ ausgeglichen werden. Diese würde ansonsten bewirken, dass Lohn- und Gehaltssteigerungen in Verbindung mit der Inflation zumindest teilweise durch eine höhere Steuerbelastung aufgezehrt würden.

Der Grund- und Kinderfreibetrag erhöhen sich

Der Grundfreibetrag in der Einkommensteuer steigt 2019 für Ledige auf 9.168 Euro – das ist ein Plus von 168 Euro gegenüber 2018 (9.000 Euro). Verheirateten stehen 18.336 Euro zu, 336 Euro mehr als bisher. Der Grundfreibetrag bezeichnet den Betrag, bis zu dem das Einkommen Lediger oder gemeinsam veranlagter Ehepartner steuerfrei bleibt. Dieses Existenzminimum wird also steuerlich nicht angetastet. Damit haben Arbeitnehmer etwas mehr Geld, da der Fiskus ab Januar 2019 erst bei Einkommen über dem neuen Grundfreibetrag Steuern abzieht.

Im selben Umfang erhöhen sich die Beiträge, bis zu denen Steuerzahler Unterhalt für nahe Angehörige als außergewöhnliche Belastungen abziehen können. Maximal 9.168 Euro sind da ab 2019 drin.

Angehoben wird auch der steuerliche Kinderfreibetrag, der das Existenzminimum des Kindes sichert: Die Bundesregierung hat diesen für 2019 um 192 Euro auf 4.980 Euro (2018: 4.788 Euro) erhöht. Für Eltern bleibt dieser Betrag ihres Einkommens pro Kind und Jahr steuerfrei.

Das Finanzamt rechnet aus, ob das Existenzminimum des Kindes durch das Kindergeld bereits gedeckt ist oder ob der Kinderfreibetrag für die Eltern günstiger ist. In diesem Fall wird der Kinderfreibetrag dann automatisch im Einkommensteuerbescheid berücksichtigt und das Kindergeld quasi als Vorauszahlung betrachtet. Vor allem bei höheren Einkommen ist die Steuerersparnis durch den Kinderfreibetrag meist höher.

Freie Kost und Logis für Arbeitnehmer: Steuerlich relevante Werte steigen.

Spendiert der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer ein Essen, kann für den Fiskus ein steuerpflichtiger Arbeitslohn vorliegen. Maßgeblich sind die sogenannten Sachbezugswerte: Ab 1. Januar 2019 steigen die Monatswerte für die Verpflegung auf 251 Euro (bisher: 246 Euro). Damit sind ab 2019 für verbilligte oder unentgeltliche Mahlzeiten folgende Werte anzusetzen:

Frühstück
53 Euro monatlich
1,77 Euro kalendertäglich

Mittagessen
99 Euro monatlich
3,30 Euro kalendertäglich

Abendessen
99 Euro monatlich
3,30 Euro kalendertäglich

Die neuen Sachbezugswerte gelten ab dem ersten Abrechnungsmonat des Jahres 2019

Wie für die Verpflegung erhöhen sich auch die Werte für Unterkunft oder Miete. Der Sachbezugswert für freie Unterkunft beträgt 2019 bundeseinheitlich 231 Euro monatlich. Erhält ein Arbeitnehmer also durchgängig sowohl freie Unterkunft als auch freie Verpflegung, dann bedeutet dies fürs Finanzamt: Das monatliche Bruttoeinkommen, auf das Steuern und Sozialabgaben zu zahlen sind, erhöht sich auf 482 Euro (231 Euro + 251 Euro).

Steuererklärung: längere Fristen, weniger Belege.

Längere Fristen

Bereits am 1. Januar 2017 ist das neue Steuergesetz in Kraft getreten. Mehr Zeit, sich dem Fiskus zu erklären, bringt es aber erst für das Steuerjahr 2018. Wer seine Erklärung für das Jahr 2018 selbst macht, hat 2019 dann bis zum 31. Juli Zeit. Die ab 2019 um zwei Monate verlängerte Frist (bisher war der Stichtag Ende Mai) wird dauerhaft gelten.

Stellt ein Steuerberater oder ein Lohnsteuerhilfeverein alles für das Finanzamt zusammen, bleiben ebenfalls zwei Monate mehr Zeit. War der letzte Termin für die Erklärung 2017 dann noch der 31. Dezember 2018, kann die Steuererklärung für 2018 nun bis zum 29. Februar 2020 (Schaltjahr) abgegeben werden, wenn ein Berater dabei mitwirkt.

Weniger Belege

Mit der Steuererklärung für das Jahr 2018 müssen keine Belege eingereicht werden. Allerdings kann der Fiskus die Unterlagen anfordern, zum Beispiel Spendenquittungen oder vereinfachte Nachweise über Zuwendungen. Die Vorlage kann das Finanzamt bis zu einem Jahr nach Bekanntgabe des Bescheids verlangen. Solange müssen sämtliche Belege sorgfältig aufbewahrt werden.

Steuervorteil einfahren: Mit privat genutztem Elektro- und Hybrid-Firmenwagen

Arbeitnehmer, die den Firmenwagen privat nutzen, müssen monatlich ein Prozent des Listenpreises als geldwerten Vorteil versteuern. Wer künftig dienstlich wie privat mit Elektro und Hybridfahrzeugen unterwegs ist, kann von einem halbierten Satz von 0,5 Prozent profitieren. Die steuerliche Neuregelung gilt für Elektro- und Hybridfahrzeuge, die vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2021 angeschafft oder geleast werden. Hybridautos kombinieren einen E-Antrieb mit einem Verbrennungsmotor.

Minijobs: Wegen des höheren Mindestlohns können nur noch weniger Stunden gearbeitet werden.

Der neue Mindestlohn von 9,19 Euro pro Stunde gilt ab 1. Januar 2019 auch für Minijobber. Wer zurzeit weniger verdient, dessen Stundenlohn muss ab dem Jahreswechsel angepasst werden. Aber Achtung: Was zunächst ein Plus von 35 Cent gegenüber dem bisherigen Stundenlohn bringt, kann sich als Fallstrick erweisen. Denn weiterhin darf mit einer geringfügigen Beschäftigung nur ein Verdienst von höchstens 450 Euro monatlich erreicht werden. Ansonsten wird das Arbeitsverhältnis sozialversicherungspflichtig.

Beispiel: Arbeitet ein Minijobber bislang monatlich 50 Stunden für 8,84 Euro Stundenlohn, kommt er auf insgesamt 442 Euro Einkommen. Bei 9,19 Euro wären es ab Januar 459,50 Euro im Monat. In diesem Fall könnte die Arbeitszeit von 50 auf 48 Stunden reduziert werden. Dann würde der Beschäftigte 441,12 Euro verdienen und unter der MinijobVerdienstgrenze
bleiben.

Minijobs: Dauerhaftes Zeitfenster von 70 Arbeitstagen oder drei Monaten.

Als Minijobs gelten geringfügige Beschäftigungen, die regelmäßig mit nicht mehr als 450 Euro und maximal 5.400 Euro im Jahr entlohnt werden. Wird die Beschäftigung im Voraus auf 70 Arbeitstage oder drei Monate innerhalb eines Kalenderjahres begrenzt und wird sie nicht berufsmäßig ausgeübt, handelt es sich ebenfalls um einen Minijob. Diese Zeitgrenze galt seit 2015 bis Ende 2018 nur übergangsweise (bis dahin durften nur 50 Arbeitstage oder zwei Monate im Jahr in einem Minijob gearbeitet werden). Mit dem Qualifizierungschancengesetz wurde diese Zeitspanne nun zum 1. Januar 2019 dauerhaft auf 70 Arbeitstage oder drei Monate angehoben.

Innerhalb dieser Zeitfenster bleibt der Minijob vollständig beitragsfrei in der Arbeitslosenversicherung sowie in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung. Mit den nun dauerhaft verlängerten Zeitfenstern können vor allem Ferienjobber und Saisonkräfte planen.

Midijobs: Neue Obergrenze für günstigere Sozialabgaben

Geringverdiener in einem Midijob zahlen bis zu einer festgelegten Obergrenze verringerte Arbeitnehmerbeiträge: Dieser sogenannte Übergangsbereich (bisher als Gleitzone bezeichnet) wird ab 1. Juli 2019 von derzeit 850 Euro auf 1.300 Euro im Monat angehoben. In der Praxis bedeutet das: Wer derzeit 850 Euro verdient, muss die üblichen 20 Prozent Abgaben für versicherungspflichtige Arbeitnehmer einplanen. Mit der neuen Obergrenze werden es bei diesem Verdienst nur noch 18 Prozent sein. Erst ab einem monatlichen Arbeitsentgelt von 1.300 Euro sind dann die vollen Abgaben zu zahlen.

Auch in der Rentenversicherung gibt es für Midijobber Verbesserungen: Weil sie bisher Rentenbeiträge nur von einer fiktiven reduzierten beitragspflichtigen Einnahme zahlten, erwarben sie auch geringere Rentenleistungen. Ab Juli 2019 werden die Entgeltpunkte für Beitragszeiten aus einer Beschäftigung im Übergangsbereich immer aus dem tatsächlichen Arbeitsentgelt ermittelt – die geringere Beitragsbelastung führt nicht mehr zu geringeren Rentenleistungen. Dadurch erwerben Midijobber künftig die gleichen Rentenansprüche, als hätten sie den vollen Arbeitnehmeranteil in die Rentenversicherung eingezahlt.

Durch die Midijob-Regelung steigt die Abgabenlast für diese Geringverdiener nur schrittweise an – ansonsten würde die für sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer übliche Beitragsbelastung von etwa 20 Prozent des Arbeitsentgelts abrupt oberhalb der 450-EuroMinijob-Grenze einsetzen. Die Beitragsberechnung erfolgt nach einer aufwendigen Formel, die in den Entgeltabrechnungssystemen hinterlegt ist.

Job-Ticket: Auf Bus und Bahn ohne das Finanzamt abfahren.

Jobtickets sind künftig steuerfrei. Dafür hat der Gesetzgeber in der Neuregelung im Jahressteuergesetz ab Januar 2019 die Weichen gestellt – und will damit auch einen steuerlichen Anreiz für die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel schaffen.

Bekommen Beschäftigte vom Arbeitgeber eine kostenlose oder verbilligte Fahrkarte für Busse und Bahnen, muss die Kostenersparnis nicht mehr versteuert werden. Die steuerfreien Leistungen werden künftig aber auf die Entfernungspauschale angerechnet – sie mindern also den Betrag, den Arbeitnehmer bei der Steuererklärung als Entfernungspauschale abziehen können.

Die Steuerbefreiung gilt auch, wenn der Arbeitgeber nur mittelbar – etwa durch den Abschluss eines Rahmenabkommens – an dem Vorteil für die Mitarbeiter beteiligt ist.

Achtung: Das Job-Ticket ist nur dann steuerfrei, wenn der Arbeitnehmer es zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn erhält. Wer ein Job-Ticket in Form einer Entgeltumwandlung bekommt, profitiert nicht von dem neuen Steuervorteil.

Dienst-Fahrrad: Privat am Finanzamt vorbei in die Pedale treten.

Wer sein Dienstfahrrad auch privat nutzt, muss ab Januar 2019 den Gewinn nicht mehr mit dem Finanzamt teilen: Der sich grundsätzlich aus einer Überlassung ergebende geldwerte Vorteil ist nach den Regelungen im Jahressteuergesetz künftig steuerfrei. Das gilt sowohl für E-Bikes (mit Geschwindigkeiten bis zu 25 Stundenkilometern) als auch für Fahrräder, die allein durch Muskelkraft gefahren werden. Anders als beim kostenlosen oder verbilligten JobTicket wird bei der privaten Nutzung eines vom Arbeitgeber überlassenen Fahrrads die Entfernungspauschale in der Steuererklärung nicht angerechnet.

Achtung: Die neue Steuerbefreiung gilt nicht für die in der Praxis verbreiteten Modelle, das E-Bike-Leasing in Form einer Gehaltsumwandlung zu finanzieren.

Die ab Januar 2019 geltende Steuerbefreiung ist vorerst bis Ende 2021 befristet.

Langzeitarbeitslose: Programm für Wiedereinstieg in den Job.

Das „Teilhabechancengesetz“ erleichtert langzeitarbeitslosen Menschen ab 1. Januar 2019 den Wiedereinstieg ins Berufsleben. Arbeitgeber bekommen Geld vom Staat, wenn sie Langzeitarbeitslose einstellen, die von den Jobcentern vermittelt wurden.

Dabei sind verschiedene Instrumente vorgesehen. Wer älter als 25 Jahre ist, für mindestens sechs Jahre in den letzten sieben Jahren Arbeitslosengeld II bezogen hat und in dieser Zeit nicht oder nur kurzzeitig beschäftigt war, kann über das neue Instrument „Teilhabe am Arbeitsmarkt“ einen Lohnkostenzuschuss von 100 Prozent zum Mindestlohn erhalten. Wenn der Arbeitgeber tarifgebunden ist oder tariforientiert, dann wird das tatsächlich gezahlte Arbeitsentgelt berücksichtigt. Der 100-Prozent-Zuschuss gilt in den ersten beiden Jahren der Beschäftigung. In jedem weiteren Jahr wird dieser Zuschuss dann um zehn Prozentpunkte gekürzt. Die maximale Förderdauer beträgt dabei fünf Jahre. Zudem können während der Förderung erforderliche Qualifizierungen und Praktika bei anderen Arbeitgebern finanziert werden.

Bei Erwerbslosen mit Schwerbehinderung reichen fünf Jahre Leistungsbezug aus, auch Arbeitslose, die in einer Bedarfsgemeinschaft mit mindestens einem minderjährigen Kind leben, können bereits nach fünf Jahren Leistungsbezug gefördert werden.

Für Hartz IV-Bezieher, die seit mindestens zwei Jahren arbeitslos sind, wird es einen neuen Lohnkostenzuschuss geben. Mit dem Instrument „Eingliederung von Langzeitarbeitslosen“ soll auch für diese Personengruppe sozialversicherungspflichtige Beschäftigung gefördert werden. Dabei gibt es im ersten Jahr einen Lohnkostenzuschuss in Höhe von 75 Prozent, im zweiten Jahr von 50 Prozent des gezahlten Lohnes. Vorgesehen ist außerdem eine Nachbeschäftigungspflicht des Arbeitgebers in den ersten sechs Monaten nach Ende der Förderung.

Die Jobcenter wählen die Kunden aus, die sich für die jeweiligen Maßnahmen eignen, und entscheiden über die Zuweisung.

Diese Maßnahmen des staatlich geförderten Arbeitsmarkts sind bis Ende 2024 befristet. Für das Programm will die Bundesregierung vier Milliarden Euro aufwenden.

Brückenteilzeit: Rückkehrrecht nach befristeter Teilzeit.

Ab dem 1. Januar 2019 haben Arbeitnehmer einen Anspruch auf befristete Teilzeit: Das neue Recht auf „Brückenteilzeit“ wurde im Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG) verankert. Arbeitnehmer haben künftig die Möglichkeit, ihre Arbeitszeit für einen bestimmten Zeitraum zu reduzieren, um dann wieder zur ursprünglich vereinbarten zurückzukehren. Derzeit existiert lediglich ein Anspruch auf unbegrenzte Teilzeitarbeit – ohne ein entsprechendes Rückkehrrecht.

Wer länger als sechs Monate in einem Unternehmen beschäftigt ist, kann seine Arbeitszeit ab Januar für einen Zeitraum von mindestens einem, höchstens jedoch für fünf Jahre reduzieren. Der Anspruch ist unabhängig von Gründen wie Kindererziehung oder Weiterbildung. Allerdings: Nur Beschäftigte in Betrieben mit mehr als 45 Arbeitnehmern können auf die befristete Teilzeitphase pochen.

Für Unternehmen mit 46 bis 200 Beschäftigten gibt es Zumutbarkeitsgrenzen. Sie können die zeitlich begrenzte Verringerung der Arbeitszeit ablehnen, wenn von 15 Arbeitnehmern bereits einer in befristeter Brückenteilzeit arbeitet. Auch aus betrieblichen Gründen darf ein Antrag auf befristete Teilzeit abgelehnt werden.

Der Antrag auf Brückenteilzeit ist – mindestens drei Monate im Voraus – beim Arbeitgeber in Textform zu stellen, zum Beispiel per E-Mail. Wer befristet in Teilzeit arbeiten will, muss sich vorher festlegen: Während der Brückenteilzeit ist keine weitere Verringerung, Erhöhung oder vorzeitige Rückkehr zur ursprünglich vertraglich vereinbarten Arbeitszeit möglich.

Bisher sieht das Teilzeitrecht lediglich den Anspruch auf unbegrenzte Teilzeitarbeit vor – verbunden mit dem Risiko, dauerhaft in Teilzeit bleiben zu müssen. Vor allem Frauen stecken oft in der „Teilzeitfalle“. Die Neuregelung gilt deshalb auch für Beschäftigte, die bisher unbefristet in Teilzeit arbeiten und ihre Arbeitszeit aufstocken wollen. Der Arbeitgeber muss künftig beweisen, dass er keinen entsprechenden freien Arbeitsplatz hat. Oder dass die oder der Teilzeitbeschäftigte nicht gleich geeignet ist wie andere Bewerber.

Qualifizierung: Mehr Förderung für mehr Arbeitnehmer

Um Arbeitnehmer fit für die zunehmende Digitalisierung der Arbeitswelt zu machen, hat der Gesetzgeber eine verbesserte Förderung auf den Weg gebracht: Das Qualifizierungschancengesetz sieht ab 1. Januar 2019 vor, dass sich Beschäftigte, die vom digitalen Strukturwandel betroffen sind – auch unabhängig von Qualifikation, Lebensalter und Betriebsgröße – grundsätzlich weiterbilden können. Der Ausbau der Förderung richtet sich auch an diejenigen, die eine Weiterbildung in einem Engpassberuf anstreben, das heißt in Berufen, in denen Fachkräfte fehlen.

Hierzu wurden die Förderleistungen verbessert: Es werden nicht nur Weiterbildungskosten (anteilig) übernommen, sondern die Bundesanstalt für Arbeit gewährt auch mehr Zuschüsse zum Arbeitsentgelt. Beides ist grundsätzlich an eine Kofinanzierung durch den Arbeitgeber gebunden und in der Höhe abhängig von der Unternehmensgröße.

Bei Kleinstunternehmen mit bis zu zehn Beschäftigten werden 100 Prozent der Weiterbildungskosten und 75 Prozent des Arbeitsentgelts, bei mittleren Unternehmen mit mehr als 10 und bis zu 250 Beschäftigten werden Weiterbildungskosten und Arbeitsentgelt jeweils hälftig von der Bundesagentur für Arbeit übernommen.

Bei Großunternehmen mit mehr als 250 Beschäftigen sind es während der Weiterbildungsmaßnahmen 25 Prozent der Weiterbildungskosten und des Arbeitsentgelts, die die Arbeitsagentur dazu schießt.

Einkommen und Abgaben

Einkommen - © Envato Elements

Symbolfoto – © Envato Elements

Renten: Durchschnittsrentner erhält rund 45 Euro mehr

Gute Nachrichten für die rund 21 Millionen Rentnerinnen und Rentner in Deutschland: Ab dem 1. Juli 2019 sollen die Renten im Westen um 3,18 und im Osten um 3,91 Prozent steigen. So steht es im Entwurf des Rentenversicherungsberichts 2018 der Bundesregierung. Die Anpassung gilt für alle Altersrenten, für Erwerbsminderungs- und Hinterbliebenenrenten, für gesetzliche Unfallrenten sowie für die Renten der Landwirte aus der landwirtschaftlichen Rentenkasse.

Eine monatliche Rente von 1.000 Euro, die nur auf Westbeiträgen beruht, würde sich nach den aktuellen Zahlen um 31,80 Euro erhöhen, eine gleich hohe Rente mit Ostbeiträgen um 39,10 Euro.

Der sogenannte Eckrentner mit 45 Jahren Beitragszeit würde monatlich rund 45 Euro mehr an Rente bekommen.

Die Rentenanpassung 2019 entscheidet sich endgültig wieder im nächsten Frühjahr, wenn die genauen Zahlen der Lohnstatistik vorliegen. Die gute Konjunktur mit gestiegenen Löhnen und die erfreuliche Beschäftigungslage sind Grund für die positive Entwicklung der Rentenfinanzen.

Renten: Nächster Schritt für Anpassung von Ost und West

Ab 1. Juli 2019 wird der nächste Schritt gemacht, um den Rentenwert Ost an den im Westen geltenden Rentenwert anzugleichen. Von derzeit 95,8 Prozent steigt der Ost-Rentenwert dann auf 96,5 Prozent des Westwerts.

Jeweils zum 1. Juli der Folgejahre wird er dann um jeweils 0,7 Prozentpunkte angepasst, bis 2024 die Rente in allen Bundesländern einheitlich berechnet wird. So sieht es das Rentenüberleitungs-Abschlussgesetz vor, das zum 1. Juli 2018 den ersten Schritt zur Anpassung eingeläutet hatte.

Im Gegenzug soll die jetzige höhere Bewertung der Löhne für die Rentenberechnung im Osten – ebenfalls in sieben Schritten – abgesenkt werden. Mit dieser höheren Bewertung wird derzeit bei der Berechnung der Renten ein Ausgleich dafür geschaffen, dass die Ostlöhne im Schnitt niedriger sind.

Der aktuelle Rentenwert bestimmt, wie viel monatliche Rente Versicherte erhalten, wenn sie für ein Kalenderjahr Beiträge aufgrund des Durchschnittseinkommens zahlen. Das heißt: Der aktuelle Rentenwert ist der in Euro ausgedrückte Wert eines Entgeltpunktes in der gesetzlichen Rentenversicherung, zurzeit sind das 32,03 Euro (2019: voraussichtlich 33,04 Euro) im Westen und 30,69 Euro (2019: voraussichtlich 31,88 Euro) im Osten. Um die Rentner regelmäßig an der Lohnentwicklung in Deutschland zu beteiligen, wird der aktuelle Rentenwert zum 1. Juli eines jeden Jahres entsprechend angepasst.

Da die Durchschnittseinkommen im Osten bislang unter denen im Westen liegen, gibt es derzeit noch den aktuellen Rentenwert (Ost), der gemäß der Lohnentwicklung in Ostdeutschland angepasst wird.

Mütterrente II: Mit mehr Rente punkten – auch Väter

Über mehr Rente freuen können sich Mütter, deren Kinder vor dem 1. Januar 1992 geboren sind: statt bisher 2 Entgeltpunkte werden ihnen 2,5 Entgeltpunkte gutgeschrieben. So will es das von der Bundesregierung beschlossene Rentenpaket mit der Mütterrente II. Die neuen Regelungen treten zum 1. Januar 2019 in Kraft.

In Westdeutschland entspricht ein Rentenpunkt aktuell 32,03 Euro (2019 voraussichtlich 33,04 Euro), in Ostdeutschland sind es 30,69 Euro (2019 voraussichtlich 31,88 Euro). Eine Mutter mit einem vor 1992 geborenen Kind bekommt damit künftig jeden Monat 16,02 Euro (2019: voraussichtlich 16,52 Euro) mehr Rente im Westen und 15,35 Euro (2019: voraussichtlich 15,94 Euro) mehr im Osten. Bei einer Mutter mit drei vor 1992 geborenen Kindern wären es monatlich 48,05 Euro (West) beziehungsweise 46,04 Euro mehr (Ost) Rente.

Achtung bei der Umsetzung: Wer ab 1. Januar 2019 neu in Rente geht, bekommt die verbesserte Leistung pro Kind gleich mit ausgezahlt. Wer bereits Rente bezieht, wird von der
Mütterrente II erst im Laufe der ersten Jahreshälfte 2019 was im Portemonnaie spüren. Denn die Auszahlung wird von der Deutschen Rentenversicherung in diesem Zeitraum umgesetzt – ab Januar zustehende Rentenerhöhungen werden nachgezahlt.

Rentenansprüche für die Kindererziehung erwirbt der Elternteil, der ein Kind überwiegend erzogen hat. Haben mehrere Elternteile das Kind gemeinsam erzogen, wird die Erziehungszeit einem Elternteil zugeordnet. Die Elternteile legen übereinstimmend fest, wer die Erziehungszeit angerechnet bekommen soll. Es ist auch möglich, die Erziehungszeiten untereinander aufzuteilen. Von der „Mütterrente II“ können also auch Väter profitieren.

Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung: Wie jedes Jahr müssen auch 2019 von mehr Einkommen Beiträge gezahlt werden.

Kranken- und Pflegeversicherung

Zum 1. Januar 2019 werden ‒ wie jedes Jahr ‒ die sogenannten Beitragsbemessungsgrenzen angehoben: Die bundeseinheitliche Grenze in der Kranken- und Pflegeversicherung steigt von 4.425 Euro auf 4.537,50 Euro im Monat. Das bedeutet: Für diese 112,50 Euro mehr an Verdienst werden nun noch Beiträge für die Kranken- und Pflegekasse erhoben. Erst das gesamte Einkommen oberhalb von 54.450 Euro bleibt beitragsfrei. Der Höchstbetrag zur gesetzlichen Krankenversicherung (nur Arbeitnehmeranteil – ohne Zusatzbeitrag) steigt dadurch auf 331,24 Euro im Monat an (bisher: 323,05 Euro).

Bundesweit klettert die Versicherungspflichtgrenze von 59.400 Euro auf 60.750 Euro im Jahr – bis zu diesem Einkommen müssen sich Arbeitnehmer bei der gesetzlichen Krankenkasse versichern. Der Wechsel in die private Krankenversicherung wird 2019 erst ab einem Monatseinkommen von 5.062,50 Euro möglich sein. 2018 reichte bereits ein Bruttogehalt von 4.950 Euro im Monat aus

Renten- und Arbeitslosenversicherung

Die monatliche Beitragsbemessungsgrenze West steigt ab Januar 2019 von 6.500 Euro auf 6.700 Euro (80.400 Euro jährlich). Das Pendant Ost liegt bei 6.150 Euro im Monat (2018: 5.800 Euro); jährlich sind das 73.800 Euro. Bis zu diesen Einkommensgrenzen müssen Arbeitnehmer im nächsten Jahr Beiträge zur Renten- und Arbeitslosenversicherung bezahlen.

In der knappschaftlichen Rentenversicherung werden die Grenzen für die Beitragsbemessung im nächsten Jahr bei 8.200 Euro im Monat (West), also 98.400 Euro jährlich, und für die östlichen Bundesländer bei 7.600 Euro pro Monat (91.200 Euro im Jahr) liegen.

Gesetzliche Krankenversicherung: Arbeitgeber und Arbeitnehmer teilen sich künftig Zusatzbeitrag.

Während Arbeitgeber und Arbeitnehmer den allgemeinen Beitrag zur Krankenversicherung (14,6 Prozent des Bruttolohns) jeweils zur Hälfte tragen, schultern Arbeitnehmer den kassenindividuellen Zusatzbeitrag (durchschnittlich 1,0 Prozent) bis jetzt allein: Ab 1. Januar 2019 wird auch hier das paritätische Prinzip (wieder) Einzug halten und der Zusatzbeitrag zu gleichen Teilen von Arbeitnehmern und Arbeitgebern bzw. von Rentnern und der Rentenversicherung getragen. Dadurch zahlen Arbeitnehmer mit einem Einkommen von 3.000 Euro monatlich etwa 15 Euro weniger, Rentner mit einer gesetzlichen Rente von 1.200 Euro rund 6 Euro monatlich weniger.

Gesetzliche Krankenversicherung: Durchschnittlicher Zusatzbeitrag sinkt leicht.

Für den geteilten Zusatzbeitrag müssen Arbeitgeber und Arbeitnehmer ein bisschen weniger als 2018 kalkulieren: Der durchschnittliche Höhe des Zusatzbeitrags sinkt minimal von bisher 1,0 auf 0,9 Prozent. Die tatsächliche Höhe des Zusatzbeitrags legt jede Kasse abhängig von ihrer finanziellen Situation selbst fest.

Der durchschnittliche Zusatzbeitrag wird jährlich für das gesamte folgende Kalenderjahr vom Bundesministerium für Gesundheit festgelegt. Basis hierfür sind die Ergebnisse des zuständigen Schätzerkreises aus Experten des Bundesgesundheitsministeriums, des Bundesversicherungsamtes und des Spitzenverbands der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV), der die finanziellen Rahmenbedingungen der GKV abschätzt.

Gesetzliche Krankenversicherung: Niedrigere Mindestbeiträge für Selbstständige.

Gute Nachrichten für Geringverdiener unter den Selbstständigen: Mit dem Versichertenentlastungsgesetz verringert sich der Mindestbeitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung ab dem 1. Januar 2019 auf rund 171 Euro im Monat. Denn ab dem Jahreswechsel sinkt die sogenannte Mindestbemessungsgrundlage auf 1.038,33 Euro im Monat. Bisher haben Krankenkassen bei Kleinselbstständigen, unabhängig vom tatsächlichen Verdienst, ein fiktives Monatseinkommen von 2.284 Euro angesetzt – was dann einen Monatsbeitrag von etwa 340 Euro ausmachte, den diese allein schultern mussten. Denn einen Arbeitgeber zum Teilen gab es ja nicht. Viele Existenzgründer, Einmannbetriebe oder andere Solo-Selbstständige wie Taxiunternehmer oder Kiosk-Besitzer konnten solch hohe Beiträge angesichts der schmalen Einkünfte nicht aufbringen. Mit der Halbierung des Monatsbeitrags hat der Gesetzgeber für rund 200.000 Kleinselbstständige hier nun Entlastung geschafft.

Mit dem GKV-Versichertenentlastungsgesetz wurde für Selbstständige die gleiche Mindestgrenze bei der Beitragsbemessung wie für alle anderen freiwillig Versicherten, zum Beispiel Rentner und Studierende, angelegt.

Seit Januar 2018 setzt die Krankenkasse die Höhe des Beitrags für freiwillig versicherte Selbstständige auf Grundlage des jüngsten Einkommensteuerbescheids für ein Jahr vorläufig fest. Hierbei müssen die Krankenkassen ab Januar 2019 die neue Mindestbemessungsgrundlage automatisch beachten. Liegt das Einkommen noch unter 1.038,33 Euro, ist ab Januar 2019 auch nur der neue Mindestbeitrag zu zahlen. Liegt der Steuerbescheid für das entsprechende Jahr vor, wird der Beitrag von der Krankenkasse nachträglich korrigiert. Wer mehr verdient als angenommen, muss nachzahlen. Bei geringerem Verdienst als kalkuliert werden zu viel gezahlte Beträge zurückgezahlt. Es kann auch freiwillig der Höchstbeitrag bezahlt werden, um nicht Gefahr zu laufen, nachzahlen zu müssen. Bei Existenzgründern wird zur vorläufigen Beitragsbemessung der zu erwartende Gewinn geschätzt oder auf eine betriebswirtschaftliche Auswertung zurückgegriffen. Die Beiträge werden dann zunächst vorläufig festgesetzt. Sobald der erste Einkommensteuerbescheid vorliegt, erfolgt die endgültige Festlegung.

Arbeitslosenversicherung: Beitrag sinkt auf 2,5 Prozent.

Entlastung steht den Beitragszahlern zur Arbeitslosenversicherung im neuen Jahr ins Haus: Der Arbeitslosenversicherungsbeitrag wird zum 1. Januar 2019 von 3 Prozent auf 2,5 Prozent des Bruttoeinkommens gesenkt. Allerdings: Besserverdienende müssen wegen der gestiegenen Beitragsbemessungsgrenzen von mehr Einkommen Beiträge in die Arbeitslosenversicherung zahlen.

Durch eine Gesetzesänderung wurde der Beitragssatz zur Arbeitslosenversicherung dauerhaft um 0,4 Prozentpunkte gesenkt. Per Verordnung wurde eine weitere Senkung um zusätzliche 0,1 Prozentpunkte bis Ende 2022 befristet.

Den Beitrag zur Arbeitslosenversicherung tragen Arbeitnehmer und Arbeitgeber je zur Hälfte, ab dem Jahreswechsel sind das 1,25 Prozent bis zur Beitragsbemessungsgrenze (6.700 Euro monatlich bzw. 80.400 Euro jährlich in West, 6.150 Euro monatlich bzw. 73.800 Euro jährlich Ost).

Pflegeversicherung: Höhere Beiträge.

Durch das Pflegeversicherungs-Beitragssatzanpassungsgesetz steigt der Beitragssatz der sozialen Pflegeversicherung zum 1. Januar 2019 um 0,5 Prozentpunkte. Der Pflegeversicherungsbeitrag liegt dann bei 3,05 Prozent des Bruttoeinkommens. Davon tragen Arbeitnehmer und Arbeitgeber jeweils die Hälfte (1,525 Prozent bis zur Beitragsbemessungsgrenze, die 2019 bundeseinheitlich bei 54.450 Euro liegt). Beitragszahler ohne Kinder müssen durch den Kinderlosenzuschlag (0,25 Prozent) künftig den hälftigen Anteil von 3,3 Prozent zahlen. In Sachsen unterscheidet sich die Beitragsverteilung für die Pflegeversicherung auf Arbeitgeber und Arbeitnehmer: Die Arbeitnehmer zahlen in Sachsen mit 2,025 Prozent einen höheren Anteil als die Arbeitgeber (1,025 Prozent).

Mindestlohn: 9,19 Euro ab 2019 Pflicht

Der gesetzliche Mindestlohn steigt ab 1. Januar 2019 von derzeit 8,84 Euro auf 9,19 Euro pro Stunde. Und auch die nächste Erhöhung ist schon in Sicht: In einer zweiten Stufe folgt im Jahr 2020 eine Anhebung auf 9,35 Euro.

Bereits seit dem 1. Januar 2018 gilt der gesetzliche Mindestlohn ausnahmslos in allen Branchen. Bis auf wenige Sonderfälle gilt das Lohn-Minimum somit für alle volljährigen Arbeitnehmer in Deutschland, also etwa auch für Rentner, Minijobber oder Saisonarbeiter. Ausnahmen gelten jedoch beispielsweise für Langzeitarbeitslose in den ersten sechs Monaten, nachdem sie wieder arbeiten. Auch Auszubildende sowie alle, die verpflichtend ein Praktikum oder ein Praktikum unter drei Monaten leisten, haben keinen Anspruch auf den Mindestlohn.

Bei branchenspezifisch in Tarifverträgen festgelegten Mindestlöhnen können sich die Beschäftigten in einigen Gewerken gleich zu Beginn oder im Laufe des Jahres über eine
Anhebung freuen:

Branchenspezifische Mindestlöhne (in Euro pro Stunde)

wdt_IDBrancheAktuell (West / Ost)Neu (West / Ost)Termin (West / Ost)
1Elektrohandwerk10,9511,4001/2019
12Plegekräfte10,55/10,0511,05/10,5501/2019
13Dachdeckerhandwerk12,9013,2001/2019
14Aus- und Weiterbildung15,2615,7201/2019
15Leiharbeit/Zeitarbeit9,49/9,279,79/9,4904/01/2019
16Baugewerbe (Fachwerker)14,95/14,8015,20/15,0503/2019
17Maler/Lackierer (Geselle)13,30/12,4013,30/12,9505/2019
18Gebäudereiniger (Innen/Unterhalt)10,30/9,5510,56/10,0501/2019
19Gebäudereiniger (Glas/Fassade)13,55/12,1813,82/12,8301/2019

Kindergeld: Ab Juli 10 Euro im Monat mehr pro Kind.

Eltern können sich ab dem 1. Juli 2019 auf ein Plus beim Kindergeld freuen. 10 Euro gibt es dann monatlich für jedes Kind mehr. Fürs erste Kind sind das dann 204 statt bisher 194 Euro.

Alte und neue Kindergeldbeträge zeigt die Übersicht:

wdt_IDKindbis 30.06.2019ab 01.07.2019
1Erstes Kind€ 194€ 204
12Zweites Kind€ 194€ 204
13Drittes Kind€ 200€ 210
14jedes weitere Kind€ 225€ 235

Bereits ab Januar 2019 erhöht sich der Kinderfreibetrag, den Eltern anstelle des Kindergelds erhalten: von bisher 4.788 Euro auf 4.980 Euro pro Kind (mit Betreuungsfreibetrag sind das statt 7.428 Euro in 2019 dann 7.620 Euro).

Höhere Regelsätze: bei Sozialhilfe und Arbeitslosengeld II.

Wer Sozialhilfe oder Arbeitslosengeld II bezieht, bekommt im neuen Jahr mehr Geld: Ab 1. Januar 2019 erhalten Alleinstehende monatlich 8 Euro mehr – 424 Euro statt bislang 416 Euro. Wie sich die Höhe der Grundsicherung für die sechs Regelbedarfsstufen von 2018 zu 2019 verändert, zeigt die folgende Übersicht:

wdt_IDBezieherRegelbedarfsstufe
1alleinstehend / alleinerziehend1 = 424 Euro (plus 8 Euro)
12Paare je Partner / Bedarfsgemeinschaften1 = 382 Euro (plus 7 Euro)
13erwachsene Behinderte in stationären Einrichtungen2 = 339 Euro (plus 7 Euro)
14nicht-erwerbstätige Erwachsene unter 25 Jahren im Haushalt der Eltern3 = 339 Euro (plus 7 Euro)
15Jugendliche von 14 bis unter 17 Jahren4 = 322 Euro (plus 6 Euro)
16Kinder von 6 bis unter 13 Jahren5 = 302 Euro (plus 6 Euro)
17Kinder von 0 bis 5 Jahren6 = 245 Euro (plus 5 Euro)

Der Regelsatz wird anhand der Entwicklung von Löhnen und Preisen jährlich fortgeschrieben. Die Anpassung liegt nicht im Ermessen der Bundesregierung, sondern folgt einer gesetzlichen Vorgabe. Dabei werden die Lohnentwicklung mit 30 Prozent und die Preisentwicklung mit 70 Prozent berücksichtigt. Die Anpassung erfolgt jeweils zu Beginn eines Jahres. Zuletzt war der Satz im Januar 2018 angehoben worden.

Unterhalt: mehr Geld für Trennungskinder.

Getrennt lebende Väter und Mütter müssen ihren Kindern mehr zahlen. Ab 1. Januar 2019 beträgt der Mindestunterhalt für Kinder bis zur Vollendung des sechsten Lebensjahres 354 Euro (2018: 348 Euro) monatlich. Sieben- bis Zwölfjährige haben Anspruch auf sieben Euro mehr (406 Euro statt 399 Euro). Für die Altersgruppe ab dem 13. Lebensjahr bis zur Volljährigkeit wird der monatliche Mindestunterhalt auf 476 Euro (2018: 467 Euro) festgelegt. Der Mindestbedarf eines volljährigen Kindes bleibt unverändert: Er beträgt wie 2018 weiterhin 527 Euro.

Der Mindestunterhalt gilt für Unterhaltspflichtige mit einem Nettoeinkommen bis 1.900 Euro. Durch die Erhöhung des Mindestunterhalts steigen auch die Bedarfssätze bei höherem Einkommen: um jeweils 5 Prozent in den Einkommensgruppen 2 bis 5 sowie um je 8 Prozent in der 6. bis 10. Einkommensgruppe der Düsseldorfer Tabelle.

Auf den Bedarf des Kindes ist das Kindergeld anzurechnen: bei minderjährigen Kindern zur Hälfte, bei Volljährigen komplett. Das Kindergeld beträgt ab 1. Juli 2019 für ein erstes und zweites Kind 204 Euro (derzeit: 194 Euro), für ein drittes 210 Euro (derzeit 200 Euro) und für das vierte und jedes weitere Kind 235 Euro (derzeit: 225 Euro).

Der Betrag, über den ein Unterhaltsschuldner 2019 in der ersten Einkommensgruppe (bis 1.900 Euro) unangetastet verfügen kann, ändert sich nicht: Für Erwerbstätige bleibt er bei 1.080 Euro; für die, die keinem Erwerb nachgehen, sind es weiterhin 880 Euro. In der zweiten Einkommensgruppe liegt der Selbstbehalt wie bisher bei 1.300 Euro.

Dabei ist vorausgesetzt, dass das bis zu 21 Jahre alte Kind im Haushalt von Vater oder Mutter lebt und eine allgemeine Schulbildung anstrebt.

Erhält ein Kind während der Ausbildung eine Vergütung, wird sie auf den Unterhalt angerechnet. Allerdings darf das Kind von seiner Vergütung einen Betrag für den sogenannten ausbildungsbedingten Mehrbedarf abziehen. Dieser Betrag liegt 2019 wie bisher bei 100 Euro.

Der Unterhaltsbedarf basiert auf Leitlinien der Düsseldorfer Tabelle. Diese wird seit 1962 vom Oberlandesgericht Düsseldorf gemeinsam mit anderen Oberlandesgerichten herausgegeben, um bundesweit einheitliche Unterhaltsansprüche zu gewährleisten. Sie stellt zwar nur eine unverbindliche Richtlinie dar – dient jedoch in der Rechtspraxis gemeinhin als Grundlage, um Ansprüche auf Unterhalt zu berechnen.

Erwerbsminderung: Neurentner punkten mit Zuschlag.

Wer ab 1. Januar 2019 wegen einer Erwerbsminderung in Rente geht, kann sich über mehr Geld als bisherige Erwerbsminderungsrentner freuen. Denn die so genannten Zurechnungszeiten werden auf einen Schlag um 3 Jahre und 5 Kalendermonate angehoben. Mit der Zurechnungszeit bekommt der Versicherte Rentenpunkte als beitragsfreie Zeiten für durchschnittliche Verdienstzeiten angerechnet – obwohl er in der Zurechnungszeit selbst etwa wegen Krankheit keine eigenen Beiträge zur Rente gezahlt hat.

Bei der Berechnung der Erwerbsminderungsrente wurde bisher als Grundlage angenommen, dass der Antragsteller bis zu einem Alter von 62 und 3 Monaten gearbeitet hätte. Mit der Neuregelung sind das nun 65 Jahre und 8 Kalendermonate, die als fiktiver Zeitraum für die Einzahlung in die Rentenkasse angesetzt werden. Die Zurechnungszeit wird mit dem Durchschnittswert der bis zum Eintritt der Erwerbsminderung zurückgelegten Versicherungszeiten bewertet und steigert so die Rente. Experten haben ausgerechnet, dass ein Durchschnittsverdiener mit der verlängerten Zurechnungszeit ab 2019 pro Monat rund 98 Euro mehr Erwerbsminderungsrente erhält als nach dem bisherigen Modus.

Zuzahlung bei Rezepten: Höhere Freibeträge deckeln individuelle Belastungsgrenze.

Höhere Freibeträge schonen ab 1. Januar 2019 den Geldbeutel bei den üblichen Zuzahlungen zu Rezepten und therapeutischen Behandlungen. Von den jährlichen Bruttoeinnahmen können dann für den im gemeinsamen Haushalt lebenden Ehepartner oder eingetragenen Lebenspartner 5.607 Euro (bisher: 5.481 Euro) abgezogen werden. Der Kinderfreibetrag wird von bisher 7.428 Euro auf 7.620 Euro für jedes Kind angehoben.

Für ein Ehepaar mit zwei Kindern und einem Gesamteinkommen von 60.000 Euro brutto im Jahr 2019 bedeutet das ein zu berücksichtigendes Familieneinkommen von 39.153 (Freibetrag Ehepartner von 5.607 Euro und zwei Kinder von 15.240 Euro). Die Belastungsgrenze in Höhe von 2 Prozent liegt dann bei 783,06 Euro. Oberhalb dieses Betrags müssen keine Zuzahlungen mehr geleistet werden. In 2018 waren bei der Familie 39.663 Euro Einkommen zu berücksichtigen, die Belastungsgrenze lag bei 793,26 Euro.

Für all jene, die Hilfe zum Lebensunterhalt (Sozialhilfe), Arbeitslosengeld II oder Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung beziehen, steigt die Belastungsgrenze von derzeit 99,84 Euro jedoch auf 101,76 Euro pro Jahr. Als Familien-Bruttoeinkommen wird hierbei nur der Regelsatz des Haushaltsvorstandes gezählt. Weil dieser mit der Anhebung der Hartz IV-Sätze zum 1. Januar 2019 von 416 Euro auf 424 Euro monatlich steigt (5.088 Euro statt bisher 4.992 Euro pro Jahr), erhöht sich auch die Belastungsgrenze, bis zu der Zuzahlungen zu leisten sind. Für chronisch Kranke liegt sie bei 50,88 Euro (in 2018: 49,92 Euro).

Versicherte der gesetzlichen Krankenversicherung müssen seit 2004 Zuzahlungen zu ärztlichen Verordnungen leisten (ausgenommen sind Kinder und Jugendliche bis zum 18. Lebensjahr). Dabei hat der Gesetzgeber allerdings eine Belastungsgrenze von 2 Prozent der jährlichen Bruttoeinnahmen als Deckel festgelegt (bei chronisch Kranken: 1 Prozent). Wird dieses Limit überschritten, ist der Versicherte von weiteren Zuzahlungen befreit – allerdings nur, wenn er das auch beantragt.

Geld, Versicherungen, Telekommunikation

Lind mit Smartphone und Kopfhörern auf dem Rücksitz

Symbolfoto – © Envato Elements

Betriebliche Altersvorsorge: Neuer Pflicht-Zuschuss der Arbeitgeber.

Wenn Beschäftigte für die spätere Betriebsrente eigenes Geld sparen (die sogenannte Entgeltumwandlung), müssen sie auf diesen Gehaltsteil bis zu einem Höchstbetrag keine Steuern und Sozialversicherungsbeiträge zahlen. Auch das Unternehmen spart in der Ansparphase bei der Entgeltumwandlung seinen Arbeitgeberanteil – für Kranken-, Pflege-, Arbeitslosen- und Rentenversicherung sind das zurzeit 19,38 Prozent.

Im Gegenzug müssen Arbeitnehmer die ausgezahlte Betriebsrente später versteuern, und gesetzlich Krankenversicherte müssen zudem auf die Rente sowohl den Arbeitnehmer- wie auch den Arbeitgeberbeitrag der Kranken- und Pflegeversicherung (zurzeit 18,8 Prozent) selbst zahlen. Arbeitgeber hingegen können die Ersparnis in der Ansparphase bisher einstreichen. Sie sind nicht verpflichtet, diese an die Arbeitnehmer weiterzugeben.

Das ändert sich ab dem 1. Januar 2019: 15 Prozent des umgewandelten Beitrags zur betrieblichen Altersvorsorge müssen die Firmen dann an die jeweilige Versorgungseinrichtung zahlen. Dies gilt für neue Entgeltumwandlungsvereinbarungen der Direktversicherung, Pensionskasse und Pensionsfonds. Ob diese 15 Prozent letztlich 1:1 im Vertrag des jeweiligen Arbeitnehmers landen, hängt von der konkreten Regelung im Tarifvertrag ab.

Eine Einschränkung bei der Zuschusspflicht gibt es allerdings: Beisteuern müssen Arbeitgeber diese 15 Prozent nur, falls die sozialversicherungspflichtige Beitragsbemessungsgrenze nicht überschritten wird. Diese beträgt im Jahr 2019 in der Krankenversicherung 4.537,50 Euro und in der Rentenversicherung (West) 6.700 Euro im Monat. Praktisch bedeutet das: Wenn Arbeitnehmer mehr als 6.700 Euro im Monat verdienen, spart der Arbeitgeber keine Sozialversicherungsbeiträge und muss folglich auch keinen Zuschuss zahlen.

Auch der Arbeitnehmer spart bei der Umwandlung von Entgelt oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze keine Sozialabgaben; er muss im Alter aber dennoch auf die Betriebsrente Arbeitnehmer- und Arbeitgeberanteil von Kranken- und Pflegeversicherung zahlen.

Wichtig: Für bereits bestehende Entgeltumwandlungsvereinbarungen wird der Arbeitgeberzuschuss von 15 Prozent des umgewandelten Beitrags erst ab dem 1. Januar 2022 verpflichtend.

Versicherungen: Mehr Klarheit bei Kundeninformation.

Beim Abschluss einer Haftpflicht-, Hausrat- oder Berufsunfähigkeitsversicherung wird ab Januar 2019 ein neues Informationsblatt Pflicht: Versicherer müssen den Kunden darin rechtzeitig vor der Unterschrift auf maximal drei Seiten über die Art der Versicherung, den Umfang der gedeckten Risiken, Prämien und deren Zahlungsweise sowie über Ausschlüsse informieren. Auch sind Laufzeit sowie Anfangs- und Enddatum des Vertrags anzugeben und die Pflichten des Kunden aufzuführen, um Schäden vom Versicherer erstattet zu bekommen.

Zudem hat die „EU-Durchführungsverordnung zur Festlegung eines Standardformats für das Informationsblatt zu Versicherungsprodukten“ den Versicherungsgesellschaften ab dem Jahreswechsel eine klare und nicht irreführende Sprache für die Produktinformationsblätter ins Aufgabenbuch geschrieben. Nicht vorbei kommen Vertreiber der Policen auch an der neuen Form: vorangestellte Bildsymbole wie grüne Häkchen oder ein rotes „X“ sollen dem Kunden an den entscheidenden Stellen deutlich erkennbar und einfach signalisieren, wo sich die wichtigsten Informationen des Versicherungsprodukts befinden.

Die neuen Vorgaben gelten für alle Sparten, die keine Versicherungsanlageprodukte sind.

Gesetzliche Krankenversicherung: Offen für Zeitsoldaten

Ab dem 1. Januar 2019 wird für ehemalige Zeitsoldatinnen und -soldaten ein einheitlicher Zugang zur gesetzlichen Krankenversicherung ermöglicht. Sie können sich dann dort freiwillig versichern. Außerdem erhalten sie nach Ende ihrer Dienstzeit einen Zuschuss zu den Krankenversicherungsbeiträgen, der anstelle der bisherigen Beihilfe geleistet wird.

Neu und sicherer: Mit den geänderten 100- und 200-Euro-Scheinen will die Europäische Zentralbank Gaunern beikommen.

Geldfälschern macht es die Europäische Zentralbank 2019 schwer(er): Die neuen und 100- und 200-Euro-Scheine werden ab dem 28. Mai 2019 ausgegeben. Komplett überarbeitet und mit neuen Sicherheitsmerkmalen ausgestattet machen sie die zweite Generation von Euro-Banknoten seit Einführung des gemeinsamen Bargelds 2002 komplett.

Bei beiden Scheinen kommt ein Porträt-Fenster als neues Sicherheitsmerkmal zum Einsatz, das bereits beim neuen Zwanziger und Fünfziger zu finden ist. Es erscheint, wenn der Schein gegen das Licht gehalten wird. Am oberen Ende des Hologramms ist dann beidseitig ein Porträt der mythologischen Gestalt Europa zu sehen. Der Wert des 100- oder 200er Scheins erscheint als Smaragd-Zahl: die ändert ihre Farbe, wenn man die Banknote etwas neigt.

Völlig neu beim Hunderter und Zweihunderter ist ein „Satelliten-Hologramm“, das sich rechts oben auf der Vorderseite befindet. Dort bewegen sich beim Neigen kleine Euro-Symbole um die Wertzahl.

Neben dem besseren Schutz vor Fälschungen bieten die Neuen auch einen praktischen Vorteil: Sie sind kleiner als ihre Vorgänger – und passen somit wieder besser ins Portemonnaie.

Natürlich bleiben die alten 100- und 200er-Scheine weiterhin gültig, sie werden von den Notenbanken der Länder nach und nach ausgetauscht.

Fünfer, Zehner, Zwanziger und Fünfziger haben schon den Relaunch für mehr Sicherheit vor Fälschungen durchlaufen und sind bereits in den überarbeiteten Versionen in Umlauf. Der 500-Euro-Schein wird nicht mehr neu aufgelegt.

Onlinebanking: iTAN-Liste vor dem Aus.

Mit einer Transaktionsnummer eine Überweisung oder einen Dauerauftrag am heimischen PC freizugeben – damit wird bis Herbst 2019 Schluss sein. Die per Post verschickten klassischen Papierlisten mit durchnummerierten TANs dürfen nicht mehr eingesetzt werden. Die Zweite Europäische Zahlungsdiensterichtlinie schreibt zunächst vor, dass Kunden mithilfe von zwei Faktoren nachweisen müssen, dass sie tatsächlich die Person sind, die zur Ausführung der Bankgeschäfte berechtigt ist. Dazu muss bei elektronischen Zahlungsvorgängen noch ein dynamischer Authentifizierungscode generiert werden. Dies kann über das iTAN-Verfahren technisch nicht dargestellt werden. Nach einer 18-monatigen Umsetzungsfrist für die Banken bedeutet das nach dem 14. September 2019 das Aus für die
iTAN-Liste.

TAN-Listen auf Papier zu verschicken, damit Bankkunden mit diesen Transaktionsnummern beim Onlinebanking Überweisungen freischalten können – von diesem unsicheren Verfahren hat sich eine Reihe von Banken schon länger verabschiedet. Und sie haben Bankgeschäfte via Computer oder Smartphone auf modernere Authentifizierungsverfahren (etwa TANGenerator, Foto-TAN, mobile-TAN) umgestellt, um das Risiko eines Missbrauchs beim Onlinebanking zu minimieren.

Die Authentifizierung des Kunden muss über zwei Faktoren erfolgen, die durch Wissen (z.B. PIN), Besitz (z.B. Smartphone) oder Inhärenz (z.B. Fingerabdruck) vermittelt werden, um mehr Sicherheit bei Überweisungen oder anderen Transaktionen zu bieten.

Bei Kleinstüberweisungen können Ausnahmen gelten

In einer Durchführungsverordnung zur Zahlungsdiensterichtlinie sind Ausnahmen geregelt, bei denen Banken von einer starken Kundenauthentifizierung absehen können.

Wenn bei einem elektronischen Zahlungsvorgang der Betrag nicht über 30 Euro hinausgeht und

  • entweder die früheren elektronischen Fernzahlungsvorgänge, die seit der letzten starken Kundenauthentifizierung ausgelöst wurden, zusammengenommen nicht über 100 Euro hinausgehen,
  • oder der Kunde nacheinander nicht mehr als fünf einzelne elektronische Fernzahlungsvorgänge seit der letzten starken Authentifizierung ausgelöst hat

können beim Onlinebanking nur die Anmeldedaten (d.h. Kategorie Wissen) verwendet werden. Die TAN, die z.B. per Telefon oder Kartenleser mitgeteilt wird (d.h. Kategorie Besitz), ist technisch nicht mehr zwingend notwendig.

Einige Banken bieten ihren Kunden bei Kleinstüberweisungen mit Beträgen von bis zu 30 Euro daher in diesen Ausnahmefällen eine Überweisung ohne TAN an.

Ein Verzicht auf die starke Kundenauthentifizierung führt nach Ansicht der Verbraucherzentrale NRW jedoch auch dazu, dass die Bank bei Transaktionen ohne TAN-Eingabe allein für mögliche Schäden haften muss und vom Kunden keinen Ersatz verlangen kann. Denn gesetzlich ist eine (Mit-)Haftung des Kunden ausgeschlossen, wenn keine starke Authentifizierung verlangt wurde. Der Bankkunde ist dann von jeglicher Haftung befreit – sofern er den Schaden nicht vorsätzlich herbeiführt.

Telefonieren: EU verpasst Preisen einen Deckel.

Während die Roaminggebühren fürs Telefonieren, SMS schreiben und mobile Surfen im EU-Ausland bereits seit dem 15. Juni 2017 abgeschafft sind, werden für Gespräche aus den Heimatnetzen ins Ausland weiterhin satte Aufschläge verlangt. Die EU wird hierfür voraussichtlich ab 15. Mai 2019 Preisobergrenzen festlegen: Gleich, ob Gespräche vom Handy oder Festnetz in einen anderen EU-Staat geführt werden, darf eine Gesprächsminute maximal 19 Cent kosten. Für SMS innerhalb der EU dürfen dann höchstens 6 Cent pro Textnachricht berechnet werden.

Die Neuregelungen sind Teil eines Rechtsrahmens, mit dem die EU-Länder den Netzausbau voranbringen wollen. Das Europäische Parlament hat den neuen Vorschriften bereits zugestimmt, formal muss der Rat der EU noch grünes Licht geben, damit die Preisobergrenzen zum 15. Mai 2019 in Kraft treten können.

Pflege, Gesundheit, Wohnen

Pflege - © Envato Elements

Symbolfoto – © Envato Elements

Pflege: Pflegepersonal-Stärkungsgesetz bringt zahlreiche Verbesserungen.

Den Personalengpass in der Pflege verringern und die Versorgungsqualität verbessern – so steht es im Programm des Pflegepersonal-Stärkungsgesetzes, das am 1. Januar 2019 in Kraft tritt. Kern des Sofortprogramms sind 13.000 neue Stellen, die in der stationären Altenpflege geschaffen werden sollen. Finanziert werden sie durch die Krankenkassen. Auch in den Kliniken wird künftig jede zusätzliche Stelle in der Pflege vollständig von den Krankenversicherungen refinanziert. Für Zusatzkosten wegen höherer Tarifabschlüsse kommen sie ebenfalls auf.

Außerdem schafft das Gesetz Anreize für mehr Ausbildungsplätze: Anders als bislang werden die Vergütungen von Auszubildenden in der Kinderkrankenpflege, der Krankenpflege und in der Krankenpflegehilfe im ersten Ausbildungsjahr ab 2019 vollständig von den Kassen übernommen.

Pflegebedürftige: Taxi zum Arzt künftig ohne Antrag.

Pflegebedürftige und Menschen mit Behinderungen, die in Pflegeheimen versorgt werden oder zu Hause wohnen, müssen oft regelmäßig ein Taxi nehmen, um zum Arzt zu kommen. Während die Fahrtkosten dafür bisher nur auf Antrag und nach vorheriger Genehmigung durch die Krankenkasse übernommen wurden, gibt es ab Januar 2019 dafür in vielen Fällen eine automatische Erlaubnis. Im Pflegepersonal-Stärkungsgesetz ist vorgesehen, dass die Taxikosten für den Arztbesuch grundsätzlich bei Pflegebedürftigen mit Pflegegrad 4 oder 5 übernommen werden. Die Regelung gilt auch bei Pflegegrad 3, wenn zusätzlich eine dauerhaft eingeschränkte Mobilität festgestellt wurde. Eingeschlossen sind ebenso Behinderte mit einer außergewöhnlichen Gebehinderung oder Blinde. Die Anträge auf Übernahme der Taxikosten wurden bisher in der Regel zwar von den Kassen genehmigt. Doch für Versicherte, Angehörige und auch für die Krankenkassen war das Verfahren mit viel Aufwand verbunden.

Pflegende Angehörige: Bei Kuren wird Pflegebedürftiger mit betreut

Weil pflegende Angehörige meist besonders stark belastet sind, benötigen sie häufig einen Reha-Aufenthalt in einer Klinik, um wieder Kraft zu tanken. Problematisch ist es dann zumeist, die weitere Pflege zu Hause während des Kuraufenthalts zu organisieren. Das Pflegepersonal-Stärkungsgesetz gibt ab Januar 2019 vor, dass kurende Angehörige ihre pflegebedürftigen Familienmitglieder in der gleichen Einrichtung betreuen lassen können.

Wenn sich das nicht realisieren lässt, muss die Krankenkasse mit der Pflegekasse die Versorgung des Pflegebedürftigen während des Kuraufenthalts absprechen und koordinieren. Das Gesetz sieht außerdem vor, dass pflegende Angehörige künftig eine stationäre Reha in Anspruch nehmen können, auch wenn rein medizinisch betrachtet eine ambulante Unterstützung ausreichen würde. Auch das soll die Organisation der Pflege erleichtern.

Pflegeheime: Mehr Personal je nach Größe der Einrichtung

Das Pflegepersonal-Stärkungsgesetz sieht außerdem vor, dass in den Pflegeheimen 13.000 zusätzliche Stellen geschaffen werden. Einrichtungen bis zu 40 Bewohner haben Anspruch auf eine halbe zusätzliche Stelle. Einrichtungen mit 41 bis 80 Bewohnern auf eine Stelle. Heime mit 81 bis 120 Bewohnern bekommen 1,5 und Häuser mit über 120 Bewohnern zwei zusätzliche Stellen. Ob diese allerdings zeitnah beziehungsweise überhaupt besetzt werden können und damit den Pflegebedürftigen zugutekommen, ist fraglich.

Pflegeheime: Neues System zur Qualitätsprüfung.

Der bisherige Pflege-TÜV, der die Qualität von Pflegeheimen in einer Gesamtnote bewertet, wird voraussichtlich ab November 2019 abgelöst: Mit einem neuen Verfahren wird dann gemessen und dargestellt, wie es um die Qualität in der vollstationären Altenpflege bestellt ist.

Die bisherigen Pflegenoten galten als unbrauchbar, weil sie die tatsächliche Situation in den Heimen beschönigten und sich Missstände kaum erkennen ließen.

Künftig muss nun jedes Heim zweimal im Jahr Indikatoren veröffentlichen, die über die Versorgung Aufschluss geben. Der Anteil an Pflegebedürftigen mit Druckgeschwüren, Stürze von Bewohnern oder wie häufig Gurte oder Bettenseitenteile angewandt werden, gehören beispielsweise zu den sogenannten qualitätsrelevanten Informationen. Darüber hinaus werden einmal jährlich durch den medizinischen Dienst der Krankenkasse Qualitätskontrollen vor Ort durchgeführt. Anhand einer Stichprobe von neun Bewohnern wird überprüft, wie es in der Praxis um die Qualität der Pflege bestellt ist.

Pflegenoten wie bisher wird es für die Einrichtungen nicht mehr geben. Die Qualitätsindikatoren der Pflegeheime werden künftig in einer Skala von „weit über“ bis „weit unter dem Durchschnitt“ veröffentlicht.

Pflegende Angehörige: Brücke für befristete Reduzierung der Arbeitszeit.

Für pflegende Angehörige wird es ab dem 1. Januar 2019 einfacher, ihre Arbeitszeit für einen begrenzten Zeitraum zu reduzieren. Nach dem Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG) gibt es auch für sie ein Recht auf Brückenteilzeit. Dabei wird sichergestellt, dass auch Arbeitnehmer, die wegen der Pflege von Angehörigen nur in Teilzeitarbeit gearbeitet haben, wieder zu ihrer ursprünglich vertraglich vereinbarten Arbeitszeit zurückkehren können.

Anspruch auf diese sogenannte Brückenteilzeit haben Arbeitnehmer in Betrieben mit mehr als 45 Mitarbeitern. Das Arbeitsverhältnis muss länger als sechs Monate bestanden haben. Die vertraglich vereinbarte Arbeitszeit (Vollzeit- oder Teilzeitarbeit) kann für einen im Voraus zu bestimmenden Zeitraum von einem Jahr bis fünf Jahre verringert werden.

Entlastungsbetrag: In NRW gibt’s Entlastung bei der Anbietersuche

Mit dem Entlastungsbetrag ist Anfang 2017 ein niederschwelliges Unterstützungsangebot für pflegende Angehörige und Pflegebedürftige entwickelt worden, das ab Pflegegrad 1 gewährt wird. Jeder Pflegebedürftige hat einen Anspruch auf 125 Euro im Monat. Mit dem Geld kann zum Beispiel Unterstützung bei der Organisation eines Hausnotrufgeräts finanziert werden. Auch kann es genutzt werden, um pflegende Angehörige durch Begleitdienste zu entlasten oder Betroffene zu unterstützen, wenn sie in Vereinen ihre sozialen Kontakte weiterführen oder ein Konzert besuchen wollen.

Häufig haben betroffene Pflegebedürftige jedoch das Problem, überhaupt ein entsprechendes Angebot zu finden, um diesen Anspruch auch nutzen zu können. Denn hierbei dürfen ausschließlich anerkannte Anbieter, in der Fachsprache „Leistungserbringer“, gewählt werden. Denn Anbieter müssen sich bisher viele Stunden qualifizieren lassen und komplizierte Anträge auf Anerkennung stellen.

Die „Verordnung über die Anerkennung von Angeboten zur Unterstützung im Alltag und Förderung der Weiterentwicklung der Versorgungsstruktur in Nordrhein Westfalen (Anerkennungs- und Förderungsverordnung – AnFöVO)“ sieht in NRW ab 1. Januar 2019 für Pflegebedürftige und deren Angehörige nun deutliche Erleichterungen vor: Die Anforderungen an die Qualifikation, um Dienste im Rahmen des Entlastungsbetrags anzubieten, werden für Ehrenamtliche und Nachbarschaftshilfen herabgesetzt. Damit soll die Suche nach Unterstützung leichter und der Zugang für Ehrenamtliche vereinfacht werden.

Bauen in NRW: Tür für barrierefreies Bauen geöffnet.

Für barrierefreies Bauen legt das Baurechtsmodernisierungsgesetz NRW (BauModG NRW) ab 1. Januar 2019 ein neues Fundament: Sowohl bei der Planung von Mehrfamilienhäusern als auch bei öffentlich zugänglichen Gebäuden und Anlagen gelten dann neue Vorgaben.

Öffentlich zugängliche Gebäude und Anlagen müssen nach dem BauModG NRW „im erforderlichen Umfang“ barrierefrei sein.

Anders als zunächst geplant sieht die neue Bauordnung keine Quote für Wohnungen vor, die für Nutzer von Elektrorollstühlen ausgelegt sind. Mit Großstädten wie Köln, Bonn und Münster sollen Zielvereinbarungen geschlossen werden, um ausreichenden Wohnraum für diese Gruppe sicherzustellen. In kleineren Kommunen und ländlichen Gemeinden wird diskutiert, wie der jeweilige Bedarf passgenau erfasst werden kann.

Die Landesbauordnung sieht weiterhin vor, dass jeder Aufzug in Wohngebäuden barrierefrei erreichbar sein muss – dies gilt für Gebäude mit mehr als vier Stockwerken. Außerdem ist künftig ein nachträglicher Einbau von Treppenliften leichter möglich.

Rauchmelder: In NRW kann Vermieter Wartung übernehmen.

Während der Wohnungseigentümer bislang nur für den Einbau von Rauchwarnmeldern verantwortlich war, kann er in NRW ab Januar 2019 auch die Pflicht zur Wartung der Geräte übernehmen. Durch eine Neuregelung im Baurechtsmodernisierungsgesetz können Vermieter diese etwa durch einen Hausmeister oder einen beauftragten Dienstleister durchführen lassen. Bislang sind Mieter in der Pflicht, die Rauchmelder regelmäßig auf ihre Funktionsfähigkeit zu prüfen. Ausnahmsweise durften Eigentümer das bislang nur, wenn sie die Prüfpflicht bereits vor dem 31. März 2013 übernommen hatten.

Die Verkehrssicherungspflicht schreibt Eigentümern vor, für den Schutz von Mietern und Besuchern zu sorgen und somit auch die Funktionssicherheit technischer Geräte zu gewährleisten. Heißt also, sie müssen Vorkehrungen treffen, damit Bewohner nicht durch vermeidbare Gefahren geschädigt werden. Wenn Mieter die vorgeschriebene Funktionsprüfung der Rauchmelder übernehmen, können Vermieter nicht sicherstellen, dass jeder dies überhaupt und dann auch ordnungsgemäß macht (oder auch überhaupt selbstständig vornehmen kann, wie zum Beispiel ältere oder bewegungseingeschränkte Personen). Hier räumt der Gesetzgeber Vermietern nun die Möglichkeit ein, Hausmeister oder Dienstleister mit der vorgeschriebenen Funktionsüberprüfung zu beauftragen.

Die Kosten für die Rauchmelder-Wartung können über die Betriebskosten auf die Mieter umgelegt werden.

Umwelt, Auto, Energie

Auto - © Envato Elements

Symbolfoto – © Envato Elements

Verpackungsgesetz: Hinweise am Regal lotsen zu Mehrweg – Pfand für mehr Getränke.

Das Verpackungsgesetz löst die bisherige Verpackungsverordnung zum 1. Januar 2019 ab. Mehrwegverpackungen besser zu kennzeichnen, Recyclingquoten zu steigern und auf Wiederverwertung von Verpackungsmaterial zu setzen – so die Zielsetzung. Verbraucherverbände kritisieren, dass die Vermeidung von Verpackungsabfällen in dem Gesetz zu kurz kommt.

Augenfällige Neuerung aus dem Verpackungsgesetz im Verbraucheralltag: Ab dem Jahreswechsel müssen Einzelhändler an den Regalen gut sichtbar kennzeichnen, ob der Kunde dort zur Einweg- oder Mehrwegflasche greift.

Hintergrund: Seitdem 2003 Pfand auch auf Einwegflaschen eingeführt wurde, hat sich die ursprüngliche Idee des Pfandsystems, Verpackungen wieder zu verwenden statt wegzuwerfen, ins Gegenteil verkehrt: Es fällt immer mehr statt weniger Abfall durch Getränkeverpackungen an. Denn vielen Verbrauchern ist der Unterschied zwischen Einweg und Mehrwegpfand nicht bewusst. Vielfach gehen sie davon aus, auch mit dem Kauf von Kunststoffflaschen mit Einwegpfand etwas zur Abfallvermeidung beizutragen. Doch die 25-Cent-Enwegpfandflaschen werden nicht wieder befüllt, sondern türmen sich als Verpackungsmüll.

Damit Verbraucher Einweg- und Mehrwegflaschen fortan besser unterscheiden können, setzt der Gesetzgeber ab dem Jahreswechsel auf bessere Kennzeichnung. Discounter, Super- und Getränkemärkte, Betriebe der Lebensmittelbranche, die wie etwa Bäckereien Getränke mitverkaufen – sie alle müssen an Auslagen, Kühlschränken oder Regalen mit den Hinweisen „Einweg“ oder „Mehrweg“ den Weg zur umweltfreundlichen Variante klar ausweisen. Bislang kennzeichneten Hersteller dies freiwillig nur mit einem Hinweis auf der Produktverpackung.

Darüber hinaus müssen Verbraucher für mehr Produkte Pfand bezahlen: Waren bislang etwa Fruchtschorlen in Einwegverpackungen von der Bepfandung ausgenommen, wird ab Januar auch auf Frucht- und Gemüse-Nektare mit Kohlensäure und Mischgetränke mit einem Molke-Anteil von mindestens 50 Prozent ein Pfand von 25 Cent erhoben. Vanillemilch und einige Energydrinks werden also ab Januar bepfandet. Weiterhin kein Pfand wird auf Säfte und Wein fällig.

Wer verpackte Ware vertreibt oder befüllte Verpackungen in Umlauf bringt, muss dafür Sorge tragen, dass Verkaufs- und Umverpackungen korrekt entsorgt werden. Neu, dass hierbei nun auch Onlinehändler mit dem Verpackungsgesetz in die Pflicht genommen werden. Denn anders als bisher zählt jetzt auch Versandmaterial wie Umschläge, Klebeband und Füllmaterial als Verpackung. Unter den Oberbegriff Verkaufsverpackungen fallen zudem Serviceverpackungen, also etwa die Tüte in der Bäckerei oder der Pizzakarton.

Wie bereits im Rahmen der Verpackungsverordnung Pflicht, muss sich weiterhin jeder, der eine Verkaufsverpackung erstmalig mit Ware befüllt und an Endverbraucher vertreibt, durch ein sogenanntes „Lizenzentgelt“ am dualen System beteiligen. Dieses sammelt und sortiert den Verpackungsmüll und sorgt für das Recycling der Materialien. Außerdem schreibt das Verpackungsgesetz schrittweise höhere Recyclingquoten für die unterschiedlichen Verpackungsmaterialien fest.

Diesel-Autos: Fahrverbote in weiteren Städten.

65 Kommunen kämpfen mit zu hohen Stickstoffdioxid-Werten, für die unter anderem Diesel Autos und Lkw verantwortlich sind. Mit Fahrverborten für ältere Diesel-Fahrzeuge auf bestimmten Strecken soll die Belastung gesenkt werden. Bereits seit 31. Mai 2018 sind in Hamburg einzelne Straßen für Diesel der Abgasnorm 1 bis 5 gesperrt. Gleich zu Beginn und im Laufe des Jahres müssen sich Diesel-Fahrer in weiteren Städten in bestimmten Zonen auf Fahrverbote einstellen:

1. Januar 2019 – Fahrverbote in Stuttgart

Im gesamten Stadtgebiet von Stuttgart gilt zum Stichtag ein Fahrverbot für Diesel-Fahrzeuge mit Euro 4-Abgasnorm oder schlechter. Für Anwohner und Handwerksbetriebe gilt eine Übergangsfrist bis zum 1. April 2019. Nicht unter das Verbot fallen Taxis, Reisebusse, Oldtimer mit entsprechendem Kennzeichen sowie Einsatz- und Hilfsfahrzeuge. Das Bußgeld bei Verstößen beträgt 80 Euro.

1. Februar 2019 – Fahrverbote in Frankfurt

Innerhalb der derzeitigen Umweltzone gilt voraussichtlich ein Fahrverbot für Diesel-Autos mit der Abgasnorm Euro 4 oder schlechter. Das Fahrverbot gilt auch für Benziner mit Euro 1 und Euro 2. Ab 1. September 2019 wird das Diesel-Fahrverbot in der Umweltzone auf Fahrzeuge der Euro 5-Norm ausgedehnt.

1. April 2019 – Fahrverbote in Bonn

Auf zwei sehr belasteten Straßen (Reuterstraße und Belderberg) wird für Fahrzeuge mit Euro 1 bis 4 sowie Benziner der Klassen Euro 1 und 2 ein Fahrverbot gelten.

1. April 2019 – Fahrverbote in Köln

Für Fahrzeuge mit der Diesel-Abgasnorm Euro 1 bis 4 sowie Benziner der Klassen Euro 1 und 2 gilt dann ein Fahrverbot in der gesamten Umweltzone. Ab 1. September wird es auf Euro-5-Diesel ausgeweitet. Ausnahmeregelungen sind noch nicht bekannt.

1. Juni 2019 – Fahrverbote in Berlin

In Berlin werden wohl spätestens im Juni 2019 Fahrverbote für Fahrzeuge der Diesel-Abgasnorm 1 bis 5 verhängt. Betroffen sind elf Abschnitte auf insgesamt acht Straßen in der

Innenstadt, inklusive zentraler Hauptverkehrs- und Verbindungsstrecken in Mitte und Alt-Moabit, z.B. Leipziger Straße und Friedrichstraße. Außerdem muss das Land Berlin die Ausweitung der Fahrverbote auf 120 Straßenabschnitte (insgesamt 15 Kilometer) prüfen.

1. Juli 2019 – Fahrverbote in Essen

In der aktuellen grünen Umweltzone, die unter anderem einen Abschnitt der A 40 umfasst, wird ein Fahrverbot gelten. Ausnahmen sind für Gewerbetreibende vorgesehen.

1. Juli 2019 – Fahrverbote in Gelsenkirchen

Vom Verbot betroffen sind Fahrzeuge der Diesel-Abgasnorm Euro 1 bis 5. Die Fahrverbotszone umfasst die Kurt-Schumacher-Straße. Für Gewerbetreibende wird es
Ausnahmen geben.

1. September 2019 – Fahrverbote in Mainz

In Mainz drohen Fahrverbote für einzelne Straßen ab 1. September 2019, wenn der Grenzwert für Stickoxid in den ersten sechs Monaten 2019 nicht eingehalten wird. Betroffen wären Fahrzeuge der Euro-Norm 1 bis 5.

Elektroauto: Fahren mit Ton

Die lautlose E-Auto-Fahrt wird ab dem 1. Juli 2019 langsam ausgebremst: Nach der EU-Verordnung 540/2014 muss in neuen Typen von Hybridelektro- und reinen Elektrofahrzeugen ein akustisches Warnsignal (Acoustic Vehicle Alerting System, kurz AVAS) eingebaut sein. So soll die Sicherheit von Fußgängern, Sehbehinderten und Radfahrern erhöht werden. Das AVAS muss bis zu einem Tempo von 20 km/h und beim Rückwärtsfahren automatisch ertönen und einen Dauerschall erzeugen. Beim Neustart des Fahrzeugs muss das AVAS automatisch aktiviert sein. Hersteller können selbst entscheiden,
welcher Ton bei ihrem Fahrzeug die „Fahrmusik“ macht, allerdings muss das Warnsignal das gewohnte Motorengeräusch eines Benzin- oder Dieselmotors imitieren. Mitte 2021 wird die Ausstattung mit dem Warnsignal für alle neuen Hybrid- und Elektrofahrzeuge Pflicht.

Neuwagen: Realtest auf der Straße wird Pflicht.

Bereits seit 1. September 2018 werden Neuwagen nur noch zugelassen, wenn Emissionen und Verbrauch nach dem WLTP-Messverfahren (Worldwide harmonized Light-Duty Test Procedure) überprüft wurden. Hierzu gehört auch ein Prüfzyklus, der den realistischen Ausstoß und Verbrauch zum Beispiel durch Komponenten wie Tagfahrlicht, Klimaanlage oder eine Zuladung von 200 Kilogramm erfasst.

Ab 1. September 2019 gesellt sich für Neufahrzeuge, die den Hof des Händlers verlassen, ein Realtest auf der Straße hinzu: Der RDE-Test (Real Driving Emissions) stellt Schadstoffausstoß und Verbrauch im ganz normalen Verkehr in der Stadt, auf der Landstraße und Autobahn auf die Probe. Mithilfe eines tragbaren Emissions-Messsystems werden Schadstoffe wie Stickoxide (NOx) unter realistischen Bedingungen gemessen. Der RDE-Test ist derzeit nur vorgeschrieben für Modelle, die komplett neu auf den Markt kommen.

Autos mit WLTP-Zertifizierung erhalten die Abgasnorm Euro 6c. Wenn WLTP plus RDE-Test absolviert wurden, gibt’s Euro 6d-TEMP. Viele Hersteller machen mit ihren Modellen auch gleich noch den RDE-Test. Vorteil: Autos mit 6d-TEMP droht kein Fahrverbot.

Einheitliche EU-Kraftstoffkennzeichnung: Noch fährt Deutschland hinterher.

Eine EU-einheitliche Kraftstoffkennzeichnung soll Autofahrern bereits seit dem 12. Oktober 2018 den Griff zum richtigen Zapfhahn erleichtern – und Fehlbetankungen vermeiden. Im grenzenlosen Europa stoßen Autofahrer nämlich an Grenzen, weil spezielle nationale Bezeichnungen sich nicht immer eindeutig übersetzen lassen („gasolina“ meint in Spanien Benzin, „gasoil“ oder „gazole“ bezeichnet in Frankreich hingegen Diesel). Außerdem soll dank harmonisierter Kennzeichnung erkennbar sein, welche Kraftstoffe umweltfreundlich sind. Anders als etwa Österreich, Frankreich und Polen fährt Deutschland bei der Umsetzung der neuen Kraftstoffkennzeichnung derzeit jedoch noch hinterher. Einen Entwurf, um die Verordnung im Bundesimmissionsschutzgesetz entsprechend anzupassen, will das verantwortliche Bundesumweltministerium erst im Frühjahr 2019 vorlegen, sodass im Laufe des Jahres mit der Umsetzung zu rechnen ist. Merken können sich Autofahrer die neuen
Symbole an Zapfsäulen und Tankdeckeln aber schon.

Die neuen Etiketten werden in drei Gruppen eingeteilt:

  1. Benzinartige Kraftstoffe: Die neue einheitliche Form für benzinartige Kraftstoffe ist ein Kreis mit einem E und einer Zahl in der Mitte, die den prozentualen Anteil an Bioethanol darstellen sollen. Super 95 und Super Plus 98 wird zu E5, Super E10 wird zu E10 und Super-Ethanol E85 zu E85.

  2. Dieselartige Kraftstoffe: Sie haben rechteckige Symbole mit einem B und einer Zahl, die für den Anteil an Bio-Diesel steht. Das kann beispielsweise B7, B10 oder B100 sein. XTL steht für synthetischen Diesel und gibt an, dass er nicht aus Rohöl gewonnen wurde.

  3. Gasförmige Kraftstoffe: Sie bekommen ein rautenförmiges Symbol und den Buchstaben LPG für Autogas, LNG für Flüssig-Erdgas, CNG für Erdgas und H2 für Wasserstoff.

Die neuen Etiketten sich auch für neu hergestellte Fahrzeuge obligatorisch und werden auf den Tankdeckeln angebracht. Die Kennzeichnungen ersetzen weder bestehende Namen und Marken von Kraftstoffen noch Qualitäts-, Sicherheits- und Leistungsempfehlungen. Die einheitliche Kennzeichnung muss in allen 28 EU-Staaten sowie in den Ländern Island, Liechtenstein, Norwegen, Mazedonien, Serbien, der Schweiz und der Türkei umgesetzt werden.

Strom: Die Summe aus Abgaben, Umlagen und Steuern sinkt leicht

Die meisten Netzbetreiber verändern ihre Netznutzungsentgelte kaum – Westnetz, der größte Netzbetreiber in NRW, senkt die Entgelte.

Die EEG-Umlage sinkt 2019 das zweite Mal in Folge. Auch alle anderen Umlagen sinken – bis auf die neu eingeführte Offshore-Netzumlage. Diese lässt die mögliche Entlastung der Privathaushalte zusammenschrumpfen auf 0,14 Cent pro Kilowattstunde netto, was einen Durchschnittshaushalt um circa sechs Euro brutto pro Jahr entlastet.

Die Netzentgelte in NRW verändern sich in den meisten Netzgebieten kaum. Der größte Netzbetreiber Westnetz kann seine Netzentgelte, umgerechnet auf einen Durchschnittshaushalt, um rund fünf Euro netto pro Jahr senken. Einen deutlichen Anstieg gibt es hingegen im Netzgebiet von Westfalen Weser Netz. Das Unternehmen ist für den Netzbetrieb in einigen Kommunen im Nordosten und Osten von NRW zuständig. Die Erhöhung der Netzentgelte für einen Durchschnittshaushalt beträgt 45 Euro pro Jahr.

Die Beschaffungspreise für Stromanbieter sind 2018 deutlich gestiegen. Allerdings waren die Beschaffungspreise 2017 und 2016 sehr günstig. Stromanbieter mit einer klugen Beschaffungsstrategie sollten die gestiegenen Beschaffungspreise daher noch nicht an ihre Kunden weitergeben müssen – insbesondere in Regionen mit sinkenden Netzentgelten

Heizungen: Rote Karte für schlechte Effizienzlabel.

Beim Effizienzlabel für neue Heizungen entfallen am 26. September 2019 für reine Raumheizungsgeräte die schlechtesten Klassen E, F und G, während die Klasse A+++ hinzukommt. Folglich reicht die Skala dann von A+++ bis D.

Energieausweise: Aus für zehn Jahre alte Dokumente.

Da Energieausweise für Gebäude nur zehn Jahre gültig sind, werden immer mehr dieser Dokumente im Laufe des Jahres ihre Gültigkeit verlieren. Alle Ausweise mit Ausstellungsjahr 2008 sind zum 1. Januar 2019 bereits abgelaufen.

Weiterlesen
Kommentieren

Diskutieren Sie mit

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ratgeber

Riesen-Bärenklau früh bekämpfen

mm

Stand:

Zusammengestellt durch:

B.Tyce
Auch die Jungpflanze des Riesenbärenklaus ist giftig. Deshalb ist Vorsicht geboten. Am wirkungsvollsten ist es, die Pflanze mit der Wurzel auszustechen. - © Landschaftsstation im Kreis Höxter
Auch die Jungpflanze des Riesenbärenklaus ist giftig. Deshalb ist Vorsicht geboten. Am wirkungsvollsten ist es, die Pflanze mit der Wurzel auszustechen. - © Landschaftsstation im Kreis Höxter

Weiße Blüten, ein dicker, grüner Stängel mit kleinen roten Flecken und dazu große, gezackte Blätter – so sieht der Riesenbärenklau aus, eine giftige und für den Menschen besonders gefährliche Pflanze. Ihr Saft kann bei Hautkontakt unter der Einwirkung von Sonnenlicht zu schweren Verbrennungen führen. Auch an den Ufern der heimischen Gewässer breitet sich dieser botanische „Eindringling“ aus.

Die Gefahr des Riesenbärenklaus, der wegen seiner Größe von bis zu vier Metern auch Herkulesstaude genannt wird, ist heimtückisch. Sein Pflanzensaft setzt den natürlichen Lichtschutzfaktor der menschlichen Haut herab. Unter Einfluss von Sonnenlicht entwickeln sich oft erst Stunden oder Tage nach dem Hautkontakt teils schmerzhafte Brandwunden und Blasen, die schlecht abheilen und bleibende Hautschäden verursachen können. Sind größere Hautpartien betroffen, ist eine ärztliche Behandlung erforderlich. Besonders gefährdet sind Kinder, die zwischen den großen Gewächsen spielen oder die Pflanzen wegen ihrer imposanten Blüten pflücken.

„Nicht nur die Gesundheitsgefahr ist ein Problem. Der Riesenbärenklau bedroht auch die heimische Pflanzenwelt“, erklärt Dr. Kathrin Weiß, Leiterin der Abteilung Umweltschutz und Abfallwirtschaft des Kreises Höxter. Seit 2014 bekämpft der Kreis Höxter schon den Eindringling. In den letzten Jahren wurde darüber hinaus die Landschaftsstation im Kreis Höxter beauftragt, die Bedrohung für heimische Arten in den Schutzgebieten einzudämmen.

Um Standorte der Herkulesstauden im gesamten Kreisgebiet zu erfassen und ihre weitere Ausbreitung zu verhindern, ruft der Kreis Höxter dazu auf, Bestände zu melden. „Bürgerinnen und Bürger sollten in Gärten oder auf Nutzflächen Ausschau nach dem Riesenbärenklau halten und aktiv dagegen vorgehen“, rät Dr. Weiß. Dabei ist jedoch Vorsicht geboten. Der Kreis Höxter gibt daher auch Tipps, wie die Pflanze am besten bekämpft wird, ohne sich selbst zu gefährden.

Der Riesenbärenklau sprießt zeitgleich mit dem Rhabarber. Momentan hat er eine Größe von bis zu 50 Zentimetern erreicht. Der Kreis Höxter empfiehlt, die Pflanze im April und Mai zu bekämpfen. Am wirkungsvollsten kann sie durch Absägen und Ausstechen der Wurzel beseitigt werden. Dabei muss der Wurzelstock ausgegraben und durchtrennt werden. Dies geschieht am besten noch vor der Blüte, spätestens aber, wenn die Samenbildung beginnt.

Die Pflanzenreste können nach dem Abtrocknen kompostiert werden, die Blütenköpfe müssen jedoch in einer Plastiktüte über den Hausmüll entsorgt werden, damit die Samen nicht nachreifen.
Nur die Blüten abzuschneiden, hilft nicht“, so Dr. Weiß. „Denn der Riesenbärenklau kann sich schnell erholen und weitere Blüten nachbilden. Kommt eine Pflanze erst zum Blühen, werden an die 100.000 Samen im Umfeld verteilt. Diese Samen sind bis zu 10 Jahre lang keimfähig, so dass betroffene Flächen über viele Jahre bekämpft und kontrolliert werden müssen.“ Deshalb sollte mehrmals im Jahr überprüft werden, dass keine neuen Triebe aus dem Boden kommen. Vor dem Einsatz von Pflanzenvernichtungsmitteln warnt der Kreis Höxter. „Außerhalb landwirtschaftlicher Nutzflächen, in Gewässernähe und im privaten Bereich ist ihr Einsatz verboten“, so die Abteilungsleiterin.

Bei der Bekämpfung der Pflanzen sind dichte Kleidung, Handschuhe und Schutzbrille erforderlich. Hautkontakt mit den giftigen Pflanzensäften sollte unbedingt vermieden werden. Sollte es doch dazu kommen, muss die betroffene Stelle schnellstmöglich mit Wasser abgespült und vor Sonne geschützt werden. Zudem sollte man sich nicht zu lange in größeren Beständen aufhalten, da die Ausdünstungen der Pflanzen zu Schwindel, Kopfschmerzen und Unwohlsein führen können.

Wer Fragen zur Bekämpfung des Riesenbärenklaus hat oder Pflanzenstandorte melden möchte, wendet sich an den Kreis Höxter, Telefon: 05271 / 965-4213.

Riesen-Bärenklau aus dem Kaukasus

Ursprünglich stammt der Riesenbärenklau aus dem Kaukasus. Im 19. Jahrhundert wurde er als Zierpflanze für Gärten in Deutschland eingeführt. Seither breitet er sich rasant aus, vorzugsweise in Gewässernähe. Eine einzige Pflanze kann bis zu 100.000 Samen produzieren. So entwickeln sich aus wenigen Stauden in kurzer Zeit flächendeckende Bestände, die heimische Pflanzen verdrängen und somit die heimische Artenvielfalt massiv bedrohen.

Weiterlesen

Ratgeber

Solarstrom vom eigenen Dach bringt gute Rendite

mm

Stand:

Zusammengestellt durch:

B.Tyce
Solarstrom - © Envato Elements
Symbolfoto - © Envato Elements

Sichere Geldanlagen mit Renditen von 3,4 Prozent? Was in der heutigen Zinssituation nahezu traumhaft klingt, ist für Solarstromanlagen durchaus realistisch. Diesen Wert hat jetzt die Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin im Auftrag der Verbraucherzentrale NRW errechnet – für Anlagen mit 10 Kilowatt Nennleistung auf Einfamilienhäusern unter aktuellen
Rahmenbedingungen. Kommt ein E-Auto dazu, können es demnach sogar 4,7 Prozent werden. „Für Hausbesitzer lohnt es sich auch 2019, in Photovoltaik zu investieren und die Dachfläche dabei voll auszunutzen. Konto und Klima profitieren gleichermaßen“, fasst Michaela Prelle, Energieberaterin für die Verbraucherzentrale NRW zusammen. Folgende Tipps helfen dabei, mit eigenem Solarstrom das beste Ergebnis zu erzielen:

  • So groß wie möglich planen: Je größer, desto besser – diese einfache Regel gilt bei der Photovoltaik über weite Strecken. Und zwar nicht nur, weil größere Anlagen mehr fürs Klima tun als kleinere. Sondern auch, weil sie über die Laufzeit von 20 Jahren viel höhere Gewinne abwerfen. Sogar ein Schritt über die Grenze von 10 Kilowatt Nennleistung kann sich lohnen, obwohl dann eine ermäßigte EEG-Umlage auf selbst verbrauchten Strom anfällt. Der Schritt darf allerdings nicht zu klein ausfallen. Hier muss bei der Planung genau gerechnet werden.
  • Viel Strom direkt verbrauchen: Den größten finanziellen Vorteil bietet Strom vom Dach, wenn er direkt im Haus verbraucht wird. Dann spart er so viel Geld ein, wie dieselbe Menge Strom aus dem Netz kosten würde. Pro Kilowattstunde sind das durchschnittlich 26 Cent. Fließt eine Kilowattstunde dagegen ins allgemeine Netz, gibt es dafür nur rund 11 Cent Einspeisevergütung. Deshalb lautet die Devise: Strom möglichst dann verbrauchen, wenn die Sonne scheint! Wasch- und Spülmaschinen etwa sollten unter einem Solardach um die Mittagszeit laufen.
  • Batteriespeicher nicht als Renditebringer sehen: Batteriespeicher machen Solarstrom rund um die Uhr nutzbar. Dadurch kann mehr saubere Energie im Haus oder im E-Auto verbraucht werden. Doch die Sache hat einen Haken: Die zusätzlichen Einsparungen bei den Stromkosten werden realistisch betrachtet nicht ausreichen, um die Anschaffungskosten für den Batteriespeicher auszugleichen. Zumal mit Blick auf die Lebensdauer der Batterien nach 10 bis 15 Jahren wahrscheinlich ein Austausch des Speichers ansteht, also erneut investiert werden muss. Die Rendite einer Solarstromanlage ist mit Speicher deshalb schlechter als ohne. Unterm Strich kann nach 20 Jahren sogar ein Verlust stehen. Aus wirtschaftlicher Sicht ist ein Speicher deshalb trotz bereits deutlich gesunkener Anschaffungspreise immer noch nicht zu empfehlen. Die Batterien spielen aber für das Energiesystem der Zukunft eine wichtige Rolle. Wer heute mit einem Batteriespeicher vorangeht, investiert deshalb vor allem in das Gelingen der Energiewende.
  • Preisunterschiede kennen, Angebote vergleichen: Der Preis für eine Photovoltaikanlage samt Montage kann je nach Handwerksbetrieb sehr unter schiedlich ausfallen. Hier lohnt sich auf jeden Fall der Vergleich mehrerer Angebote. Denn wer überdurchschnittlich viel bezahlt, muss mit deutlich schlechteren Renditen rechnen. Hilfe bei der Prüfung von Angeboten gibt es bei der kostenlosen Energieberatung der Verbraucherzentrale in Minden.

Für Eigenheimbesitzer, die konkrete Berechnungen zu ihren Solarstrom-Investitionen haben möchten, bietet die Verbraucherzentrale eine Beratung zu Solarstrom an. Der 90-minütige Ortstermin kostet im Rahmen der landesweiten Kampagne „Sonne im Tank“ bis zum 31. Juli 2019 lediglich 30 statt der regulären 60 Euro. Terminvereinbarungen sind möglich unter 0211 / 33 996
555, und www.verbraucherzentrale.nrw/energieberatung.

Weiterlesen

Allgemein

Die gemütlichsten Osterfeuer in Ostwestfalen-Lippe

mm

Stand:

Zusammengestellt durch:

B.Tyce
Osterfeuer - © Pixabay
Symbolfoto - © Pixabay

Wir haben für euch die gemütlichsten Osterfeuer in Ostwestfalen-Lippe in Form einer interaktiven Liste zusammengestellt. Die Liste wird fortlaufend aktualisiert.

Welche Osterfeuer dürfen in unserer Zusammenstellung nicht fehlen? Bei Anmerkungen und Anregungen schreibt uns doch einfach ein E-Mail an info@kukon.net oder eine Nachricht via Facebook.

Bielefeld

Über das gesamte Stadtgebiet verteilt gibt es zum diesjährigen Osterfest wieder 24 genehmigte Osterfeuer. Sie haben eine lange Tradition, bedeuten aber auch durch die Rauch- und Qualmentwicklung eine erhebliche Luftverschmutzung. Deshalb hat der Rat der Stadt schon 2013 die Osterfeuer-Verordnung ergänzt.

Als Brennmaterialien dürfen ausschließlich Gehölzschnitte wie Hecken-, Strauch- und Baumschnitt, Schnittholz oder unbehandeltes Holz verwendet werden. Stroh darf nur in kleinen Mengen zum Anzünden des Osterfeuers genutzt werden. Nicht zulässig ist beschichtetes oder behandeltes Holz. Auch Staudenschnitt aus dem Garten oder Laub und Abfälle aller Art dürfen nicht in das Osterfeuer.

Umweltamt und Ordnungsamt bitten die Veranstalter, nur trockenes und schadstofffreies Brennmaterial zu verwenden und nicht mehr als die maximal erlaubten 100 Kubikmeter zu verbrennen. Das Abbrennen von privaten, nicht genehmigten Feuern ist nach der Osterfeuerverordnung verboten und wird geahndet.

Weitere

Eine Liste aller Osterfeuer in Bielefeld sortiert nach Stadtbezirken.

Brackwede

Osterfeuer in Brackwede

  • Osterfeuer Quelle, Hofgelände Meyer zu Bentrup, Sonntag ab 17:00 Uhr
  • Osterfeuer am Bockschatzhof, Freifläche hinter der Festwiese, Samstag ab 17:00 Uhr
  • Osterfeuer Brackwede, Gleisdreieck, Samstag ab 17:00 Uhr
  • Osterfeuer Ummeln, Ackerfläche südlich der Korbacher Straße, Sonntag ab 17:00 Uhr
Dornberg

Osterfeuer in Dornberg

  • Osterfeuer Hoberge-Uerentrup, Freifläche Feuerwehrgerätehaus, Samstag ab 18:00 Uhr
  • Osterfeuer Niederdornberg-Deppendorf, Freifläche Feuerwehrgerätehaus, Sonntag ab 18:00 Uhr
  • Osterfeuer Großdornberg, Feuerwehrgerätehaus, Sonntag ab 16:00 Uhr
  • Osterfeuer Babenhausen, Hof Möller, Samstag ab 18:00 Uhr
Gadderbaum

Osterfeuer in Gadderbaum

  • Osterfeuer Gadderbaum, Quellenhofweg , Sonntag ab 21:00 Uhr
Heepen

Osterfeuer in Heepen

  • Osterfeuer Oldentrup, Freifläche in der Kleingartenanlage, Samstag ab 18:00 Uhr
  • Osterfeuer Altenhagen, Zirkelstraße / Altenhagener Straße, Sonntag ab 17:00 Uhr
  • Osterfeuer Heepen, Feuerwehrgerätehaus, Samstag ab 19:00 Uhr
  • Osterfeuer Junge Union, Hofgelände Meyer zu Bentrup, Samstag ab 17:00 Uhr
Jöllenbeck

Osterfeuer in Jöllenbeck

  • Osterfeuer Vilsendorf, Feuerwehrgerätehaus, Samstag ab 19:00 Uhr
  • Osterfeuer Theesen, Im Teilholz, Sonntag ab 17:30 Uhr
  • Osterfeuer Schildesche, Obersee, Sonntag ab 16:00 Uhr
  • Osterfeuer Jöllenbeck, Feuerwehrgerätehaus, Sonntag ab 17:00 Uhr
Mitte

Osterfeuer in Sieker

  • Osterfeuer Sieker, Gelände der GAB, Samstag ab 17:00 Uhr
Schildesche

Osterfeuer in Schildesche

  • Osterfeuer Schildesche, Obersee, Sonntag ab 16:00 Uhr
Senne

Osterfeuer in Senne

  • Osterfeuer Reit- und Fahrclub e.V., Springplatz des BRFC, Samstag ab 18:00 Uhr
  • Osterfeuer Senne, Parkplatz Am Waldbad, Sonntag ab 17:00 Uhr
Sennestadt

Osterfeuer in Sennestadt

  • Osterfeuer Sennestadt, An der Maiwiese, Samstag ab 18:00 Uhr
  • Osterfeuer Eckardtsheim, Paracelsusweg / Verler Straße, Sonntag ab 18:00 Uhr
Stieghorst

Osterfeuer in Stieghorst

  • Osterfeuer Ubbedissen, Naturfreundehaus Ubbedissen, Samstag ab 15:00 Uhr
  • Osterfeuer Lämershagen, Feuerwehrgerätehaus, Sonntag ab 18:00 Uhr

Kreis Gütersloh

Gütersloh. Damit das Osterfeuer nicht zum warmen Abbruch für viele Tierbehausungen wird, erinnert die Abteilung Umwelt des Kreises Gütersloh an die Belange des Artenschutzes und des Abfallrechtes, die unbedingt zu berücksichtigen sind. Reisighaufen, besonders wenn sie schon länger liegen, sind beliebte Schlafverstecke für Kleinsäuger wie Mäuse und Igel. Wenn diese Haufen vor dem Anzünden nicht umgeschichtet werden, gibt man die Tiere, die dort Zuflucht und Unterschlupf gesucht haben, dem Feuer preis. Es ist auch gar nicht so unwahrscheinlich, dass Rotkehlchen an einem Wurzelstubben, der im Osterfeuer liegt, schon begonnen haben, ein Nest zu bauen. Wird der Haufen umgeschichtet, so kann wenigstens das Rotkehlchen fliehen.

Grundsätzlich sollen Osterfeuer so angelegt werden, dass nebenstehende Bäume durch Hitze oder Funkenflug nicht in Mitleidenschaft gezogen werden. Selbstverständlich sind Osterfeuer keine Sperrmüllverbrennungsanlagen. Größere Mengen Schlagabraum aus Nadelhölzern oder Gartenrodungen sind in der Kompostieranlage besser untergebracht. Alle Städte und Gemeinden im Kreis Gütersloh haben im Rahmen des Ortsrechts Anforderungen an das Abbrennen von Osterfeuern gestellt. Auskünfte geben die örtlichen Ordnungsämter.

Osterfeuer nur mit Tradition

Auch in diesem Jahr gilt: Im Stadtgebiet von Gütersloh werden ausschließlich Osterfeuer genehmigt, die Geschichte haben und die der Öffentlichkeit zugänglich sind.

36 sind es noch im gesamten Stadtgebiet, darunter als größere unter anderem das Osterfeuer des Schützenvereins Pavenstädt, das des Löschzugs Avenwedde in der Röhrheide, das der Hubertus-Schützen auf dem Hof Hagenlüke oder das auf dem Meierhof Rassfeld. Auf dem Festplatz an der Bruder-Konrad-Straße in Spexard veranstaltet der Heimatverein sein Osterfeuer, der Bürgerverein Sundern lädt zum traditionellen Osterfeuer an die Buschstraße ein.

Mitarbeiter des Ordnungsamtes nehmen die Feuer in Augenschein und achten dabei darauf, dass alle erforderlichen Abstände zu Gebäuden und Wegen eingehalten werden. Überprüft wird auch, ob – wie vorgeschrieben – nur Baum- und Strauchschnitt zum Abbrennen aufgeschichtet wird. Pflicht ist auch, einen Tag vor dem Abbrennen das Material nochmals komplett umzuschichten, um zu verhindern, dass Tiere, die im Holz Unterschlupf gesucht haben, zu Schaden kommen.

Weitere

Eine Liste aller Osterfeuer im Kreis Gütersloh sortiert nach Gemeinden.

Borgholzhausen

Osterfeuer in Borgholzhausen

  • Osterfeuer Borgholzhausen, Feuerwehrgerätehaus, Samstag ab 18:00 Uhr
Gütersloh

Osterfeuer in Gütersloh

  • Osterfeuer Isselhorst, Krullsweg
  • Osterfeuer Pavenstädt, Pavenstädter Weg / Gartenhof
  • Osterfeuer Avenwedde, Röhrheide
  • Osterfeuer Spexard, Festplatz Spexard
  • Osterfeuer Sundern, Buschtraße
  • Osterfeuer Blankenhagen, Nottenbrocksweg
  • Osterfeuer Avenwedde-Friedrichsdorf, Hof Hagenlüke
  • Osterfeuer Gütersloh, Berliner Straße
  • Weitere kleinere Osterfeuer: Fritz-Blank-Str.,Gestüt Ebbesloh, Am Röhrbach, Reithallenweg, Am Stellbrink, Haller Str., In der Worth, Reitschule Borkenhof, Brentanoweg, Pavenstädter Weg
Halle (Westf.)

Osterfeuer in Halle (Westf.)

  • Osterfeuer Hörste, Voßheide, Samstag ab 18:30 Uhr
  • Osterfeuer Hesseln, Sportplatz, Samstag ab 18:300 Uhr
  • Osterfeuer Kölkebeck, Feuerwehrgerätehaus, Samstag ab 18:00 Uhr
Harsewinkel

Osterfeuer in Harsewinkel

  • Osterfeuer Harsewinkel, Pfarrhaus St. Lucia, Samstag ab 19:30 Uhr
  • Osterfeuer Marienfeld, Sportplatz Kuhteich, Samstag ab 20:00 Uhr
  • Osterfeuer Greffen, Römerweg, Samstag ab 20:00 Uhr
Herzebrock-Clarholz

Osterfeuer in Herzebrock-Clarholz

  • Osterfeuer Heerde, Schützenplatz, Samstag ab 18:00 Uhr
Langenberg

Osterfeuer in Langenberg

Rheda-Wiedenbrück

Osterfeuer in Rheda-Wiedenbrück

  • Osterfeuer „Grüne Funken“, Hof Potthoff, Sonntag ab 19:00 Uhr
  • Weitere kleinere Ostefeuer: Am Frankenbrink / Theodor, Am Postdamm, Emser Landstraße, Hammersenstraße, Hubertushalle Batenhorst, Kernekampstraße, Lichtestraße, Neuenkirchener Landstraße, Nonenstraße, Pohlmannstraße, Röckinghauser Straße, Stromberger Straße, Varenseller Straße, Winkelstraße, Wösteweg
Rietberg

Osterfeuer in Rietberg

  • Osterfeuer Westerwiehe, Alter Germania Sportplatz, Sonntag ab 18:00 Uhr
  • Osterfeuer Bokel, Dorfplatz, Sonntag ab 18:30 Uhr
  • Osterfeuer Mastholte, Miniburg, Sonntag ab 18:30 Uhr
  • Osterfeuer Neuenkirchen, KJG, Sonntag ab Sonnenuntergang
  • Osterfeuer Varensell, Katholische Landjugend, Sonntag ab 17:00 Uhr
Schloss Holte-Stukenbrock

Osterfeuer in Schloss Holte-Stukenbrock

Steinhagen

Osterfeuer in Steinhagen

  • Osterfeuer Amshausen, Am Butterweg, Samstag ab 19:30 Uhr
  • Osterfeuer Brockhagen, Feuerwehrgerätehaus, Sonntag ab 17:00 Uhr
Verl

Osterfeuer in Verl

  • Osterfeuer Verl, Stiegenweg, Samstag ab 19:00 Uhr
  • Osterfeuer Kaunitz, Schützenhalle, Montag ab 18:30 Uhr
Versmold

Osterfeuer in Versmold

  • Osterfeuer Oesterweg, Hof Fiener, Samstag ab 17:30 Uhr
  • Osterfeuer Versmold, Alte Landwehr, Samstag ab 18:00 Uhr
  • Osterfeuer Bockhorst, Am Eschkamp, Samstag ab 19:00 Uhr
  • Osterfeuer Knetterhausen, Schießstand, Samstag ab 19:00 Uhr
Werther (Westf.)

Osterfeuer in Werther (Westf.)

  • Osterfeuer Häger, Hof Giesselmann, Samstag ab 18:00 Uhr
  • Osterfeuer Langenheide, Feuerwehrgerätehaus, Samstag ab 18:00 Uhr

Kreis Herford

Kreis Herford. Wie in jedem Jahr sieht man jetzt in der Landschaft wieder die großen Reisig- und Holzhaufen für die Osterfeuer liegen. Und dem alten germanischen Brauchtum des Frühlingsfeuers gemäß werden sie an Ostern angesteckt, um mit hellem Feuerschein über große Entfernungen weit sichtbar zu verbrennen und damit die Winterdämonen zu vertreiben und die hellere Jahreszeit – den Frühling – einzuleiten. Somit sind Osterfeuer ein altes Sinnbild der neu erwachten Natur.

„Dieses Jahr liegt Ostern sehr spät. Deshalb kann es sein, dass Zaunkönig, Rotkehlchen oder Heckenbraunelle den Haufen für das Osterfeuer schon für die Brut belegt haben. Oder der Igel, Spitzmäuse, oder ein Hase oder Kaninchen können bereits dort eingezogen sein.“, erklärt Hannelore Frick-Pohl von der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises Herford. Um diesen Einzug zu verhindern ist es sinnvoll, das Holz und die Zweige dünn und großflächig auszubreiten und erst kurz vor dem Abbrennen als Haufen aufzuschichten.

Wenn das Material übers Jahr angesammelt wird, siedeln sich holzzersetzenden Tiere an, diese locken wiederum Kriechtiere, Vögel und Säuger an, denen sie als Nahrung dienen. Einen besonderen Wert hat Totholz für die Insektenwelt. Viele Käfer und ihre Larven ernähren sich von zerfallenem Altholz, zahlreiche Hautflügler legen ihre Eier in von anderen Insekten vorgebohrten Holzgängen ab. Säugetiere und Reptilien finden in einem Reisighaufen einen optimalen Überwinterungsplatz und Unterschlupfmöglichkeiten.

Deshalb: Vor dem Abbrennen einen Haufen unbedingt umschichten, um den meisten Tieren die Möglichkeit zur Flucht geben.

Grundsätzlich sollten beim Osterfeuer einige Punkte beachtet werden

  • Osterfeuer dürfen nicht in Naturschutzgebieten abgebrannt werden. Dort ist das Feuermachen grundsätzlich verboten. Wer sich nicht dran hält, muss mit Bußgeldern rechnen.
  • Wann und wo Osterfeuer abgebrannt werden dürfen, klärt das Ordnungsamt der jeweiligen Stadt oder Gemeinde. Die jeweilige Stadt- oder Gemeindeverwaltung informiert auch über zulässige Größen und Auflagen, Sicherheitsabstände und zum Beispiel auch, ob die Feuerwehr informiert werden muss.
  • Auch wenn die Kommune Osterfeuer grundsätzlich erlaubt, bleibt dies in allen Naturschutzgebieten des Kreises Herford verboten.
  • Grundsätzlich dürfen nur Holz- und Reisigabfälle verbrannt werden, keine anderen Abfälle, vor allem kein behandeltes Holz. Denken Sie bitte auch daran, dass nach der neuen Abfallverordnung das Verbrennen von Pflanzenmaterialien grundsätzlich verboten ist, und zwar in allen Städten und Gemeinden des Kreises. Das Osterfeuer stellt als Brauchtumsfeuer eine Ausnahme dar.
  • Tiere wie Igel, Kröten, Vögel oder Insekten, überwintern im Reisig oder suchen dort kurzzeitig Unterschlupf. Um diese zu vertreiben, muss der Haufen vor dem Verbrennen umgeschichtet werden, damit die Tiere nicht mitverbrennen.
  • Vermeiden Sie Rauchbelästigung gegenüber Dritten. Lassen Sie das Feuer nicht unbeaufsichtigt, löschen Sie Feuer und Glut am Ende sorgfältig und benutzen Sie keine Brandbeschleuniger.
  • Zünden Sie bitte keine Feuer in Waldnähe an.

Weitere

Eine Liste aller Osterfeuer im Kreis Herford sortiert nach Gemeinden.

Bünde

Osterfeuer in Bünde

  • Osterfeuer Holsen, Parkplatz Am Sportplatz, Samstag ab 16:00 Uhr
  • Osterfeuer Hunnebrock, Grasweg an der Dorfstraße, Samstag ab 18:00 Uhr
  • Osterfeuer Muckum, Wiese des Bauern Gerhard Potthoff, Sonntag ab 17:00 Uhr
  • Osterfeuer Ahle, Karrenbruch / Urbanstraße, Sonntag ab 18:00 Uhr
  • Osterfeuer Spradow, Hof Wibbeler, Sonntag ab 18:00 Uhr
Enger

Osterfeuer in Enger

  • Osterfeuer Oldinghausen, Schützenheim, Samstag ab 19:00 Uhr
  • Osterfeuer Höke, Eierhof Höke, Sonntag ab 15:00 Uhr
  • Osterfeuer Enger, Schützenplatz, Sonntag ab 18:00 Uhr
  • Osterfeuer Nord, Familie Lange, Sonntag ab 18:00 Uhr
Herford

Osterfeuer in Herford

  • Osterfeuer am Bootshaus, Gelände des Herforder Kanu Klubs, Sonntag ab 18:00 Uhr
  • Osterfeuer Homberg, Vereinsheim, montag ab 17:00 Uhr
Hiddenhausen

Osterfeuer in Hiddenhausen

  • Osterfeuer Eilshausen, „Storck´s Wiese“, Samstag ab 16:00 Uhr
  • Osterfeuer Schweicheln, Sportplatz, Sonntag ab 18:00 Uhr
  • Osterfeuer Oetinghausen, Oetinghauser Alm, Sonntag ab 17:00 Uhr
  • Osterfeuer Lippinghausen, Hinter dem Bauhof, Sonntag ab 17:00 Uhr
Kirchlengern

Osterfeuer in Kirchlengern

  • Osterfeuer Klosterbauerschaft, Oberbauerschafter Straße, Samstag ab 16:00 Uhr
  • Osterfeuer SPD Kirchlengern, Grillhütte Südlengern, Samstag ab 16:00 Uhr
  • Osterfeuer VfL Klosterbauerschaft, Heenfeld, Samstag ab 18:00 Uhr
  • Osterfeuer Kirchlengern, Feuerwehrgerätehaus, Sonntag ab 17:00 Uhr
Löhne

Osterfeuer in Löhne

  • Osterfeuer Auszeit e.V., Stadtrandweg / Turlakweg, Samstag ab 17:00 Uhr
  • Osterfeuer Mennighüffen, Feuerwehrhaus, Samstag ab 17:00 Uhr
  • Osterfeuer Mennighüffen, Hofstelle Meier-Ellerbrock, Samstag ab 17:30 Uhr
  • Osterfeuer Obernbeck, Grundstück Kostede, Samstag ab 18:00 Uhr
  • Osterfeuer Gebrauchshundesportverein, Vereinsheim, Samstag ab 18:00 Uhr
  • Osterfeuer Mennighüffen, Alter Salzweg / Langenfohrn, Samstag ab 18:30 Uhr
  • Osterfeuer Löhne-Bahnhof, Wiese an der Schierholzstraße, Sonntag ab 17:00 Uhr
  • Osterfeuer Gohfeld-Wittel, Feuerwehrhaus, Sonntag ab 17:00 Uhr
  • Osterfeuer Mennighüffen, Gutshof Haus Beck, Sonntag ab 10:00 Uhr
Rödinghausen

Osterfeuer in Rödinghausen

  • Osterfeuer Gut Bökel, Samstag ab 17:00 Uhr
  • Osterfeuer Traditionsnachbarschaft, Meierhofstraße Samstag ab 17:00 Uhr
  • Osterfeuer Ferienhof Quest, Steinbrinkweg, Sonntag ab 17:00 Uhr
  • Osterfeuer Kirchengemeinde Westkilver, Feld an der Westkilverstraße, Sonntag ab 18:30 Uhr
Spenge

Osterfeuer in Spenge

  • Osterfeuer CDU Spenge, Hof Dingerdissen, Samstag ab 18:00 Uhr
  • Osterfeuer Bardüttingdorf, Feuerwehrgerätehaus, Samstag ab 18:00 Uhr
  • Osterfeuer Wallenbrück, Bürgertreff Wallenbrück, Sonntag ab 18:00 Uhr
  • Osterfeuer Lenzinghausen, Parkplatz am Bürgerbad, Sonntag ab 18:00 Uhr
  • Osterfeuer Hücker-Aschen, Dieckmanns Wiese, Sonntag ab 18:00 Uhr
Vlotho

Osterfeuer in Vlotho

  • Osterfeuer Uffeln, Feuerwehrgerätehaus, Donnerstag ab 18:30 Uhr
  • Osterfeuer Vlotho, Gerätehaus Steinbründorf, Samstag ab 18:00 Uhr
  • Osterfeuer Exter, Feuerwehrgerätehaus, Sonntag ab 18:00 Uhr

Kreis Höxter

Brauchtumsfeuer sind vor ihrer Durchführung bei der örtlichen Ordnungsbehörde anzuzeigen. Brauchtumsfeuer sind Feuer, deren Zweck nicht darauf gerichtet ist, pflanzliche Abfälle durch schlichtes Verbrennen zu beseitigen. Brauchtumsfeuer dienen der Brauchtumspflege und sind dadurch gekennzeichnet, dass eine in der Ortsgemeinschaft verankerte Glaubensgemeinschaft, Organisation oder ein Verein das Feuer unter dem Gesichtspunkt der Brauchtumspflege ausrichtet und es im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung für jedermann zugänglich ist. Hierzu gehören z.B. Osterfeuer oder Martinsfeuer.

Die Anzeige des Brauchtumsfeuers muss folgende Angaben enthalten:

  • Name und Anschrift der verantwortliche(n) Person(en), die das Brauchtumsfeuer durchführen möchte(n),
  • Alter der verantwortlichen Person(en), die das Brauchtumsfeuer beaufsichtigt/beaufsichtigen,
  • Beschreibung des Ortes, wo das Brauchtumsfeuer stattfinden soll,
  • Entfernung des Brauchtumsfeuers zu baulichen Anlagen und zu öffentlichen Verkehrsanlagen,
  • Höhe des zu verbrennenden, aufgeschichteten Pflanzenmaterials und
  • getroffene Vorkehrungen zur Gefahrenabwehr (z.B. Feuerlöscher, Mobiltelefon für Notruf).

Im Rahmen von Brauchtumsfeuern dürfen nur unbehandeltes Holz, Bau- und Strauchschnitt sowie sonstige Pflanzenreste verbrannt werden. Das Verbrennen von beschichtetem oder behandeltem Holz
(einschließlich behandelte Paletten, Schalbretter, usw.) und sonstigen Abfällen (z.B. Altreifen) ist verboten. Andere Stoffe, insbesondere Mineralöle, Mineralölprodukte oder andere Abfälle, dürfen weder zum Anzünden noch zur Unterhaltung des Feuers genutzt werden. Die Feuerstelle darf nur kurze Zeit vor dem Anzünden aufgeschichtet werden, damit Tiere hierin keinen Unterschlupf suchen können und dadurch vor dem Verbrennen geschützt werden.

Das Brauchtumsfeuer muss ständig von zwei Personen, davon eine über 18 Jahre alt, beaufsichtigt werden. Diese Personen dürfen den Verbrennungsplatz erst dann verlassen, wenn das Feuer und die Glut erloschen sind. Das Feuer darf bei starkem Wind nicht angezündet werden. Es ist bei aufkommendem starken Wind unverzüglich zu löschen.

Das Feuer muss folgende Mindestabstände einhalten:

  • 100 m von zum Aufenthalt von Menschen bestimmten Gebäuden
  • 25 m von sonstigen baulichen Anlagen
  • 50 m von öffentlichen Verkehrsflächen
  • 10 m von befestigten Wirtschaftswegen

Weitere

Eine Liste aller Osterfeuer im Kreis Höxter sortiert nach Gemeinden.

Bad Driburg

Osterfeuer in Bad Driburg

  • Osterfeuer Bad Driburg, Am Eggekrug, Sonntag ab 19:00 Uhr
Beverungen

Osterfeuer in Beverungen

Borgentreich

Osterfeuer in Borgentreich

Brakel

Osterfeuer in Brakel

Höxter

Osterfeuer in Höxter

Marienmünster

Osterfeuer in Marienmünster

Nieheim

Osterfeuer in Nieheim

Steinheim

Osterfeuer in Steinheim

Warburg

Osterfeuer in Warburg

Willebadessen

Osterfeuer in Willebadessen

Kreis Lippe

Weitere

Eine Liste aller Osterfeuer im Kreis Lippe sortiert nach Gemeinden.

Augustdorf

Osterfeuer in Augustdorf

  • Osterfeuer Schlingbruch, Schlingsbruch, Samstag ab 18:00 Uhr
  • Osterfeuer Bögerhof, Bögerhof, Sonntag ab Sonnenuntergang
Bad Salzuflen

Osterfeuer in Bad Salzuflen

  • Osterfeuer Wüsten, Sportplatz SV Wüsten, Samstag ab 17:00 Uhr
  • Osterfeuer Werk, Hof Busse, Samstag ab 18:00 Uhr
  • Osterfeuer Biemsen-Ahmsen, Feuerwehrgerätehaus, Sonntag ab 18:00 Uhr
  • Osterfeuer Ehrsen-Breden, Sonntag ab 18:00 Uhr
  • Osterfeuer Holzhausen, Am Jugendhaus, Sonntag ab 18:00 Uhr
  • Osterfeuer Lockhausen, Sportplatz, Sonntag ab 19:00 uhr
  • Osterfeuer Retzen, Festweise am Feuerwehrgerätehaus, Sonntag ab 18:00 Uhr
  • Osterfeuer Schötmar, Festplatz am Schützenhaus, Sonntag ab 17:30 Uhr
Barntrup

Osterfeuer in Barntrup

  • Osterfeuer Sonneborn, Hohler Weg, Samstag ab 20:00 Uhr
  • Osterfeuer Lebenshilfe, An den Wohnheimen „Paradiesmühle“, Samstag ab 18:00 Uhr
  • Osterfeuer Alverdissen, Feuerwache, Sonntag ab 18:00 Uhr
  • Osterfeuer Selbeck, Selbecker Grillhütte, Sonntag ab 18:00 Uhr
  • Osterfeuer Sommersell, Grillhütte, Sonntag ab 18:00 Uhr
Blomberg

Osterfeuer in Blomberg

  • Osterfeuer Brüntrup, Hof Niedermeier, Samstag ab Sonnenuntergang
  • Osterfeuer Donop, Glauters Feld, Samstag ab Sonnenuntergang
  • Osterfeuer Eschenbruch, Am Festplatz „Unter den Eichen“, Samstag ab Sonnenuntergang
  • Osterfeuer Mossenberg, Osterfeuerplatz, Samstag ab Sonnenuntergang
  • Osterfeuer Wellentrup, Dorfgemeinschaft, Samstag ab Sonnenuntergang
  • Osterfeuer Borkhausen, Rittergut Freismissen, Sonntag ab Sonnenuntergang
  • Osterfeuer Tintrup, Wiese am Sportplatz, Sonntag ab Sonnenuntergang
Detmold

Osterfeuer in Detmold

  • Osterfeuer Bentrup, Gretberg, Samstag ab Sonnenuntergang
  • Osterfeuer Heiligenkirchen, Grillplatz am Schling, Samstag ab 19:30 Uhr
  • Osterfeuer Herberhausen, Freizeitfläche am Schlingenbusch, Samstag ab Sonnenuntergang
  • Osterfeuer Hiddesen, Grillplatz Mufflonkamp, Samstag ab 17:00 Uhr
  • Osterfeuer Jerxen-Orbke, Grillplatz, Samstag ab 18:30 Uhr
  • Osterfeuer Meiersfeld, SV Meiersfeld, Samstag ab 18:00 Uhr
  • Osterfeuer Pivitsheide, gegenüber der Gaststätte Kohlpott, Samstag ab Sonnenuntergang
  • Osterfeuer Remmighausen, Reiterhof Betge, Samstag ab 18 Uhr
  • Osterfeuer Schönemark, Schönemarker Weg / Wildberger Straße, Samstag ab Sonnenuntergang
  • Osterräderlauf Brokhausen, Am Almberg, Sonntag ab 18:00 Uhr
  • Osterfeuer Klüt, Sportplatz, Sonntag ab Sonnenuntergang
  • Osterfeuer Nienhagen, Sünkelsweg, Sonntag ab 18:00 Uhr
  • Osterfeuer Liebhart’s Fachwerkdorf, Liebhart’s Fachwerkdorf, Sonntag ab 18:00 Uhr
  • Osterfeuer Vahlhausen, Austermanns Hof, Sonntag ab Sonnenuntergang
Dörentrup

Osterfeuer in Dörentrup

  • Osterfeuer Bega, Sportplatz, Samstag ab 18:00 Uhr
  • Osterfeuer Schwelentrup, Bergstadion, Samstag ab 18:30 Uhr
  • Osterfeuer Hillentrup, Sportplatz, Samstag ab 18:00 Uhr
  • Osterfeuer Wendlinghausen, Remise am Pferdekamp, Samstag ab 18:30 Uhr
  • Osterfeuer Humfeld, Feuerwehrhaus, Sonntag ab 19 Uhr
Extertal

Osterfeuer in Extertal

  • Osterfeuer Almena, Sportplatz, Samstag ab Sonnenuntergang
  • Osterfeuer Göstrup, Am Backhaus, Sonntag, 19:30 Uhr
  • Osterfeuer Silixen, Festplatz, Samstag, 17:00 Uhr
  • Osterfeuer Kükenbruch, Sportplatz, Sonntag, 18:00 Uhr
Horn-Bad Meinberg

Osterfeuer in Horn-Bad Meinberg

  • Osterfeuer Billerbeck, Auf der Haseloh, Samstag ab 19:30 Uhr
  • Osterfeuer Fromhausen, Am Bolzplatz, Samstag ab 19:30 Uhr
  • Osterfeuer Holzhausen, Grillhütte Holzhausen-Externsteine, Samstag ab Sonnenuntergang
  • Osterfeuer Leopoldstal, Steinmetzhütte, Samstag ab 18:00 Uhr
  • Osterfeuer Vahlhausen, Steinheimer Straße, Samstag ab 19:00 Uhr
  • Osterfeuer Belle, Oberer Westerkamp, Sonntag ab 18:00 Uhr
  • Osterfeuer Feldrom, Am Bolzplatz, Sonntag ab 18:00 Uhr
  • Osterfeuer Wehren, Wiese am Wällenweg, Sonntag ab 19:00 Uhr
Kalletal

Osterfeuer in Kalletal

  • Osterfeuer Asendof, Schusterberg, Samstag ab 19:00 Uhr
  • Osterfeuer Bavenhausen, Sportplatz, Sonntag ab Sonnenuntergang
  • Osterfeuer Bentorf-Hakemissen, Sportplatz, Samstag ab 18:00 Uhr
  • Osterfeuer Erder, Wendehammer, Samstag ab 17:00 Uhr
  • Osterfeuer Hohenhausen, Sportplatz, Samstag ab 18:00 Uhr
  • Osterfeuer Kalldorf, Feuerwehrgeräte, Samstag ab 18:00 Uhr
  • Osterfeuer Stemmen, Parkplatz des Kindergartens, Samstag ab 18:30 Uhr
  • Osterfeuer Stemmen, Sportplatz am Osterbrink, Samstag ab 18:00 Uhr
  • Osterfeuer Langenholzhausen, Feuerwehrgerätehaus, Samstag ab 17:00 Uhr
  • Osterfeuer Lüdenhausen, Feuerwehrhaus, Sonntag ab 19:00 Uhr
  • Osterfeuer Talle, Feuerwehrgerätehaus, Samstag ab 17:00 Uhr
  • Osterfeuer Westorf, Sportplatz, Samstag, 18:00 Uhr
Lage

Osterfeuer in Lage

  • Osterfeuer Ohrsen, Reitsportanlage Windhof, Donnerstag ab Sonnenuntergang
  • Osterfeuer Billinghausen, Sporthalle, Samstag ab 19:00 Uhr
  • Osterfeuer Heiden, Festwiese, Samstag ab 20:00 Uhr
  • Osterfeuer Ehrentrup, Wiese an der Dorfstraße, Samstag ab 18:00 Uhr
  • Osterfeuer Pottenhausen, Reinholdi-Platz, Samstag ab 19:00 Uhr
  • Osterfeuer Hagen, Ziegeleimuseum, Sonntag, 18:00 Uhr
  • Osterfeuer Hiddentrup, Grundstück auf der Hörster Egge, Sonntag ab Sonnenuntergang
  • Osterfeuer Hörste, Am Feuerwehrgerätehaus, Sonntag ab 19:00 Uhr
  • Osterfeuer Kachtenhausen, Sportplatz, Sonntag ab 18:30 Uhr
Lemgo

Osterfeuer in Lemgo

  • Osterfeuer Entrup, Sportplatz, Samstag, 19:30 Uhr
  • Osterfeuer Hörstmar, Sportplatz, Sonntag, 17:00 Uhr
  • Osterfeuer Lieme, hinter dem Gerätehaus, Samstag, 19:00 Uhr
  • Osterfeuer Lüerdissen, in der Burmäne, Samstag ab 17:30 Uhr
  • Osterfeuer Brüntorf, Stränger Weg, Sonntag ab 18:00 Uhr
  • Osterfeuer West, Sportplatz Westalm, Sonntag ab 17:00 Uhr
  • Osterfeuer Wahmbeck, Feuerwehrgerätehaus, Sonntag ab 15:30 Uhr
Leopoldshöhe

Osterfeuer in Leopoldshöhe

  • Osterfeuer Bexterhagen, Sportplatz, Samstag ab 18:30 Uhr
  • Osterfeuer Asemissen, Sportzentrum Greste, Sonntag ab 17:00 Uhr
  • Osterfeuer Am Heimathof, Heimatverein Leopoldshöhe, ab Sonntag ab 17:00 Uhr
Lügde

Osterfeuer in Lügde

  • Osterfeuer Elbrinxen, Sportplatz am Freibad, Samstag ab 17:00 Uhr
  • Osterräderlauf Lügde, Emmerauenpark, Sonntag ab 20:00 Uhr
  • Osterfeuer Henkenbrink, Sonntag ab 18:00 Uhr
  • Osterfeuer Hummersen, Unterm Osterhagen, Sonntag ab 18:00 Uhr
Oerlinghausen

Osterfeuer in Oerlinghausen

  • Osterfeuer Helpup, Lortzingstraße, Sonntag ab 19:00 Uhr
  • Osterfeuer Lipperreihe, Hellweg / Tunnelstraße, Sonntag ab 19:00 Uhr
  • Osterfeuer Am Tönsberg, Kumstonne, Sonntag ab 19:00 Uhr
Schieder-Schwalenberg

Osterfeuer in Schieder-Schwalenberg

  • Osterfeuer Brakelsiek, Sportplatz, Samstag ab 19:00 Uhr
  • Osterfeuer Lothe, Alte Schule, Samstag ab 18:00 Uhr
  • Osterfeuer Ruensiek, Ruensiek, Samstag ab 19:00 Uhr
  • Osterfeuer Wöbbel, Wiese am Hohlen Weg, Samstag ab 19:00 Uhr
  • Osterfeuer Glashütte, Wiese am Winterbergweg, Sonntag ab 19:00 Uhr
  • Osterfeuer Siekholz, Wiese am Schützenhaus, Samstag ab 19:00 Uhr
Schlangen

Osterfeuer in Schlangen

  • Osterfeuer Kohlstädt, Schützengelände, Samstag ab 18:00 Uhr
  • Osterfeuer Oesterholz-Haustenbeck, Osterfeuerplatz, Sonntag ab 17:00 Uhr

Kreis Minden-Lübbecke

Feuer zur Osterzeit können genehmigt werden, wenn sie eindeutig und zweifelsfrei der Brauchtumspflege dienen und im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung jedermann zugänglich sind.

Brauchtumsfeuer sind Feuer, deren Zweck nicht darauf ausgerichtet ist, pflanzliche Abfälle durch Verbrennen zu beseitigen.

Wegen möglicher Gefährdungen oder erheblicher Belästigungen der Nachbarschaft oder der Allgemeinheit sind aus immissionsrechtlichen und ordnungsrechtlichen Gründen folgende Mindestabstände unbedingt einzuhalten:

Der Verbrennungsort muss mindestens

  • 100 m von bewohnten Gebäuden, Wäldern, Mooren und Heiden
  • 50 m von öffentlichen Verkehrsflächen
  • 25 m von Hecken, Gebüschen, ähnlichen Anpflanzungen und sonstigen Gebäuden
  • 10 m von Wirtschaftswegen entfernt liegen. Sollten die genannten Mindestabstände nicht eingehalten werden, kann ein Osterfeuer untersagt werden.

Der Veranstalter ist vor Ort für die Einhaltung aller Sicherheitsvorschriften verantwortlich, insbesondere

  • darf der Verbrennungsort erst verlassen werden, wenn das Feuer vollständig erloschen und auch bei aufkommendem Wind ein Funkenflug ausgeschlossen ist. Gegebenenfalls ist eine Brandwache einzurichten.
  • sind alle erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen zu treffen, damit Personen insbesondere Kinder und auch der Straßenverkehr nicht gefährdet werden.

Es dürfen ausschließlich trockene pflanzliche Rückstände verbrannt werden. Das Verbrennen von Müll, Altreifen, Altöl, Benzin, Kunststoffen usw. ist gesetzlich verboten und ordnungswidrig, ggf. strafbar. Auch zum Anzünden dürfen nur Stroh, Reisig usw. verwendet werden.

Weitere

Eine Liste aller Osterfeuer im Kreis Minden-Lübbecke sortiert nach Gemeinden.

Bad Oeynhausen

Osterfeuer in Bad Oeynhausen

  • Osterfeuer Werste, Stüherstraße / Kirchbreite, ab 16:30 Uhr
  • Osterfeuer Lohe, Dembergs Hof
  • Osterfeuer Eidinghausen, Wöhrenerstr. / Im Meerbruch, ab 17:30 Uhr
Espelkamp

Osterfeuer in Espelkamp

  • Osterfeuer Espelkamp, Festplatz an der General-Bishop-Str., Sonntag ab 17:00 Uhr
  • Osterfeuer Frotheim, Auf Rohlfings Wiese
  • Osterfeuer Gestringen, Gerätehaus, Samstag ab 18:00 Uhr
Hille

Osterfeuer in Hille

  • Osterfeuer Hille, Ritterbruch, Sonntag ab 17:00 Uhr
  • Osterfeuer Eickhorst, am Gerätehaus, Sonntag ab 16:00 Uhr
  • Osterfeuer Unterlübbe, Sonntag ab 17:30 Uhr
Hüllhorst

Osterfeuer in Hüllhorst

  • Osterfeuer Holsen, Festplatz am Sportplatz, Samstag ab 18:00 Uhr
Lübbecke

Osterfeuer in Lübbecke

  • Osterfeuer Obermehnen, auf der Wiese am Herzog-Wittekind-Weg, Sonntag ab 18:00 Uhr
  • Osterfeuer Gehlenbeck, Sonntag ab 19:00 Uhr
  • Osterfeuer Stockhausen, Grönemeiers Wiese, Samstag ab 18:00 Uhr
Minden

Osterfeuer in Minden

  • Osterfeuer Biemke, Bergkirchener Straße 183, Samstag
  • Osterfeuer Bölhorst, Parkplatz DGH Bölhorst, Samstag
  • Osterfeuer Dankersen, In der Grümmersch / Gnadenbach, Samstag
  • Osterfeuer Dützen, Bürgerpark Dützen, Samstag
  • Osterfeuer Dützen, Wiesenstraße, Samstag
  • Osterfeuer Häverstädt, Alter Bahndamm, Samstag
  • Osterfeuer Häverstädt, Bergstraße 39, Samstag
  • Osterfeuer Königstor, Schumannstraße 23, Samstag
  • Osterfeuer Kutenhausen, Herrendienstweg, Samstag ab 18:15 Uhr
  • Osterfeuer Leteln, Ringkuhle, Samstag
  • Osterfeuer Minden, Friedrich-Wilhelm-Straße 89, Samstag
  • Osterfeuer Minden, Am Alten Weserhafen 16, Samstag
  • Osterfeuer Meißen, Meißener Bruch 7, Samstag
  • Osterfeuer Meißen, Alte Furth 25, Samstag ab 18:00 Uhr
  • Osterfeuer Stemmer, Bürgerzentrum Nord, Samstag
  • Osterfeuer Stemmer, Lannerweg / Schünenbusch, Samstag
  • Osterfeuer Haddenhausen, Sportplatz, Sonntag
  • Osterfeuer Hahlen, Sportplatz, Sonntag ab 18:15 Uhr
  • Osterfeuer Meißen, Sportplatz Alte Grundschule, Sonntag
  • Osterfeuer Minderheide, Am Scheibenstand 13, Sonntag ab 18:00 Uhr
  • Osterfeuer Päpinghausen, Schaffahrt, Sonntag
  • Osterfeuer Stemmer, Föhrthofweg 2, Samstag ab 18:00 Uhr
  • Osterfeuer Uphausen, hinter Landhaus Rohlfing, Sonntag
Petershagen

Osterfeuer in Petershagen

  • Osterfeuer Seelenfeld, an der Königsmühle, Sonntag ab 19:00 Uhr
  • Osterfeuer Eldagsen, auf der Wiese am Mühlenweg, Sonntag ab 19:00 Uhr
  • Osterfeuer Döhren, Schießstand, ab 18:30 Uhr
  • Osterfeuer Petershagen, am Feuerwehrgerätehaus
  • Osterfeuer Lahde, Festplatz, ab 18:00 Uhr
  • Osterfeuer Quetzen, Dorfplatz, ab 19:00 Uhr
Porta Westfalica

Osterfeuer in Porta Westfalica

  • Osterfeuer Hausberge, Sonntag ab 16:30 Uhr
  • Osterfeuer Kleinenbremen, Sportplatz Kleinenbremen, Sonntag ab 18:00 Uhr
  • Osterfeuer Eisberge, „Meiers Wiese“, Sonntag ab 16:30 Uhr
  • Osterfeuer Neesen, auf Horstmanns Wiese, Samstag ab 16:00 Uhr
  • Osterfeuer Lerbeck, Schulhof Gesamtschule, Samstag ab 18:00 Uhr
  • Osterfeuer Barkhausen, Osterfeldstraße, Samstag ab 18:00 Uhr
  • Osterfeuer Holtrup, Sportplatz, Samstag 17:00 Uhr
  • Osterfeuer Nammen, Schützenhaus, Samstag 18:00 Uhr
Preußisch Oldendorf

Osterfeuer in Preußisch Oldendorf

  • Osterfeuer Schröttinghausen, am Gerätehaus, Sonntag ab 19:00 Uhr
  • Osterfeuer Niedermehnen, Hof Osterwisch, Samstag ab 18:30 Uhr
  • Osterfeuer Bad Holzhausen, Backhaus, Samstag 19:00 Uhr
  • Osterfeuer Hedem, Hof Rahe, Samstag 18:00 Uhr
Rahden

Osterfeuer in Rahden

  • Osterfeuer Sielhorst, am Göpelhaus, Sonntag ab 20:00 Uhr
Stemwede

Osterfeuer in Stemwede

  • Osterfeuer Twiehausen, Alte Schule, Sonntag ab 19:00 Uhr

Kreis Paderborn

Weitere

Eine Liste aller Osterfeuer im Kreis Paderborn sortiert nach Gemeinden.

Altenbeken

Osterfeuer in Altenbeken

  • Osterfeuer Altenbeken, Feldmark, Sonntag ab 10:00 Uhr
Bad Lippspringe

Osterfeuer in Bad Lippspringe

Bad Wünnenberg

Osterfeuer in Bad Wünnenberg

Borchen

Osterfeuer in Borchen

Büren

Osterfeuer in Büren

Delbrück

Osterfeuer in Delbrück

Hövelhof

Osterfeuer in Hövelhof

Lichtenau

Osterfeuer in Lichtenau

Paderborn

Osterfeuer in Paderborn

  • Osterfeuer Paderborn, Sachsenweg, Sonntag ab 19:00 Uhr
Salzkotten

Osterfeuer in Salzkotten

  • Osterfeuer Scharmede, Geflügelzuchtanlage, Sonntag ab 19:00 Uhr

Weiterlesen

Meistgelesen

X