Soziale Medien

Ratgeber

Riesen-Bärenklau früh bekämpfen

mm

Stand:

Auch die Jungpflanze des Riesenbärenklaus ist giftig. Deshalb ist Vorsicht geboten. Am wirkungsvollsten ist es, die Pflanze mit der Wurzel auszustechen. - © Landschaftsstation im Kreis Höxter
Auch die Jungpflanze des Riesenbärenklaus ist giftig. Deshalb ist Vorsicht geboten. Am wirkungsvollsten ist es, die Pflanze mit der Wurzel auszustechen. - © Landschaftsstation im Kreis Höxter

Weiße Blüten, ein dicker, grüner Stängel mit kleinen roten Flecken und dazu große, gezackte Blätter – so sieht der Riesenbärenklau aus, eine giftige und für den Menschen besonders gefährliche Pflanze. Ihr Saft kann bei Hautkontakt unter der Einwirkung von Sonnenlicht zu schweren Verbrennungen führen. Auch an den Ufern der heimischen Gewässer breitet sich dieser botanische „Eindringling“ aus.

Die Gefahr des Riesenbärenklaus, der wegen seiner Größe von bis zu vier Metern auch Herkulesstaude genannt wird, ist heimtückisch. Sein Pflanzensaft setzt den natürlichen Lichtschutzfaktor der menschlichen Haut herab. Unter Einfluss von Sonnenlicht entwickeln sich oft erst Stunden oder Tage nach dem Hautkontakt teils schmerzhafte Brandwunden und Blasen, die schlecht abheilen und bleibende Hautschäden verursachen können. Sind größere Hautpartien betroffen, ist eine ärztliche Behandlung erforderlich. Besonders gefährdet sind Kinder, die zwischen den großen Gewächsen spielen oder die Pflanzen wegen ihrer imposanten Blüten pflücken.

„Nicht nur die Gesundheitsgefahr ist ein Problem. Der Riesenbärenklau bedroht auch die heimische Pflanzenwelt“, erklärt Dr. Kathrin Weiß, Leiterin der Abteilung Umweltschutz und Abfallwirtschaft des Kreises Höxter. Seit 2014 bekämpft der Kreis Höxter schon den Eindringling. In den letzten Jahren wurde darüber hinaus die Landschaftsstation im Kreis Höxter beauftragt, die Bedrohung für heimische Arten in den Schutzgebieten einzudämmen.

Um Standorte der Herkulesstauden im gesamten Kreisgebiet zu erfassen und ihre weitere Ausbreitung zu verhindern, ruft der Kreis Höxter dazu auf, Bestände zu melden. „Bürgerinnen und Bürger sollten in Gärten oder auf Nutzflächen Ausschau nach dem Riesenbärenklau halten und aktiv dagegen vorgehen“, rät Dr. Weiß. Dabei ist jedoch Vorsicht geboten. Der Kreis Höxter gibt daher auch Tipps, wie die Pflanze am besten bekämpft wird, ohne sich selbst zu gefährden.

Der Riesenbärenklau sprießt zeitgleich mit dem Rhabarber. Momentan hat er eine Größe von bis zu 50 Zentimetern erreicht. Der Kreis Höxter empfiehlt, die Pflanze im April und Mai zu bekämpfen. Am wirkungsvollsten kann sie durch Absägen und Ausstechen der Wurzel beseitigt werden. Dabei muss der Wurzelstock ausgegraben und durchtrennt werden. Dies geschieht am besten noch vor der Blüte, spätestens aber, wenn die Samenbildung beginnt.

Die Pflanzenreste können nach dem Abtrocknen kompostiert werden, die Blütenköpfe müssen jedoch in einer Plastiktüte über den Hausmüll entsorgt werden, damit die Samen nicht nachreifen.
Nur die Blüten abzuschneiden, hilft nicht“, so Dr. Weiß. „Denn der Riesenbärenklau kann sich schnell erholen und weitere Blüten nachbilden. Kommt eine Pflanze erst zum Blühen, werden an die 100.000 Samen im Umfeld verteilt. Diese Samen sind bis zu 10 Jahre lang keimfähig, so dass betroffene Flächen über viele Jahre bekämpft und kontrolliert werden müssen.“ Deshalb sollte mehrmals im Jahr überprüft werden, dass keine neuen Triebe aus dem Boden kommen. Vor dem Einsatz von Pflanzenvernichtungsmitteln warnt der Kreis Höxter. „Außerhalb landwirtschaftlicher Nutzflächen, in Gewässernähe und im privaten Bereich ist ihr Einsatz verboten“, so die Abteilungsleiterin.

Bei der Bekämpfung der Pflanzen sind dichte Kleidung, Handschuhe und Schutzbrille erforderlich. Hautkontakt mit den giftigen Pflanzensäften sollte unbedingt vermieden werden. Sollte es doch dazu kommen, muss die betroffene Stelle schnellstmöglich mit Wasser abgespült und vor Sonne geschützt werden. Zudem sollte man sich nicht zu lange in größeren Beständen aufhalten, da die Ausdünstungen der Pflanzen zu Schwindel, Kopfschmerzen und Unwohlsein führen können.

Wer Fragen zur Bekämpfung des Riesenbärenklaus hat oder Pflanzenstandorte melden möchte, wendet sich an den Kreis Höxter, Telefon: 05271 / 965-4213.

Riesen-Bärenklau aus dem Kaukasus

Ursprünglich stammt der Riesenbärenklau aus dem Kaukasus. Im 19. Jahrhundert wurde er als Zierpflanze für Gärten in Deutschland eingeführt. Seither breitet er sich rasant aus, vorzugsweise in Gewässernähe. Eine einzige Pflanze kann bis zu 100.000 Samen produzieren. So entwickeln sich aus wenigen Stauden in kurzer Zeit flächendeckende Bestände, die heimische Pflanzen verdrängen und somit die heimische Artenvielfalt massiv bedrohen.

Weiterlesen
Kommentieren

Diskutieren Sie mit

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ratgeber

Strom, Kohle oder Gas – womit am besten grillen?

mm

Stand:

Zusammengestellt durch:

B.Tyce
Grillen
Symbolfoto - © Envato Elements

Nun ist wieder die Zeit der Grillpartys und für viele ist der Duft von frisch Gegrilltem ein fester Bestandteil des Sommers. Kein Wunder, gibt es doch eine Riesenauswahl an leckeren Grillrezepten für jeden Geschmack. Die Lust am Essen und an der raffinierten Zubereitung wächst stetig. Doch welcher Grill ist für wen geeignet, welche Vor- und Nachteile hat das Grillen mit Strom, Kohle oder Gas?

Der Elektrogrill

Der Vorteil beim Elektrogrill ist seine Geschwindigkeit: Stecker in die Steckdose, ein paar Minuten Aufwärmzeit abwarten und schon kann es losgehen. Grillen mit Strom kann man überall, wo eine Steckdose ist- also auf Balkon, Terrasse oder auch in der Wohnung. Da es beim Elektrogrill kein offenes Feuer gibt, fehlt auch die Rauchentwicklung, so kann man ihn ganzjährig auch spontan in den eigenen vier Wänden einsetzen. Zudem entfallen die gesundheitlichen Risiken durch die Rauchentwicklung. Dies sehen die einen als Vorteil- für viele Grillfans gehört jedoch gerade das offene Feuer zum Grillen dazu. Für sie ist das Grillen mit Strom „kein richtiges Grillen“. Dies ist Ansichtssache. Fakt ist, dass ein Elektrogrill rasch und unkompliziert einzusetzen ist und dass keine gesundheitliche Gefährdung entsteht, man dabei aber leider auf einen Stromanschluss angewiesen ist.

AngebotBestseller Nr. 1
George Foreman 22460-56 Stand- & Tischgrill 2-in-1, Universal-Grill für Innen- und Außennutzung, Ø 44,5cm, außenliegendes Thermometer, 2400 Watt, schwarz
  • Elektrogrill für die Innennutzung und Außennutzung - kann als Standgrill und Tischgrill umgebaut werden
  • Außenliegendes Thermometer zum Verfolgen der Gartemperatur, fünf Temperatureinstellungen
  • Universal Grill mit extra großer Grillfläche (Durchmesser 44,5 cm) - für bis zu 15 Portionen
  • Speziell abgewinkelte herausnehmbarer Grillplatte mit hochwertiger Antihaftbeschichtung - zum besseren Abfließen von Fett und Öl
  • Der Elektro Grill mit seinem gewölbten Deckel mit Cool-Touch-Griff kann auf Balkon, Terrasse, im Garten und in der Küche verwendet werden
AngebotBestseller Nr. 2
Steba VG200 BBQ Tischgrill mit Glasdeckel
  • Große Grillfläche 40 x 29 cm
  • Alu-Druckguß-Grillplatte mit Grillmuster
  • Stufenlose Temperaturregelung
  • Leichte Reinigung durch antihaftbeschichtete Grillplatte
  • Verschluß am Glasdeckelhandgriff
AngebotBestseller Nr. 3

Der Gasgrill

Auch der Gasgrill kann in kurzer Zeit aufgeheizt werden- er ist fast so schnell wie sein Kollege an der Steckdose. Die Temperatur lässt sich beim Gasgrill besser und rascher regulieren als beim Elektrogrill- es ist derselbe Unterschied wie beim Kochen am Herd. Zudem ist man mit einem Gasgrill mobil- transportiert werden müssen nur der Grill und die Gasflasche. Wobei das „nur“ hier relativ ist, denn Gasgrills sind oft sehr groß. Es gibt zwar mittlerweile auch kleinere Modelle, doch nur die größeren lassen bei einem echten Grillfan das Herz höher schlagen. Außerdem kann man die größeren Gasgrill meist schließen, wodurch das Gegrillte schneller gart. Ein Vorteil beim Grillen mit Gas ist auch der gesundheitliche Aspekt: da es keinen Ruß gibt, können sich auch keine Rußpartikel am Grillgut festsetzen wie beim Holzkohlegrill. Nachteil dieser Variante: ist die Gasflasche leer, kann das Grillvergnügen ein plötzliches Ende haben.

Bestseller Nr. 1
Enders Urban Trolley Gasgrill
  • Mobiler Gasgrill der Extraklasse! Das Multitalent zum Grillen, Kochen und Backen.
  • Robuste, großvolumige Garhaube mit Thermometer aus formstabilem langlebigem Aluguss.
  • Große Grillfläche. Piezozündung. Abnehmbare Seitenablagen mit integriertem Tragegriff.
  • Optional erhältlichem Kartuschenhalter mit Umrüst-Set
  • Farbe: schwarz, Gewicht: 13,2 kg, Grillrost (LxB): 48 x 32 cm, Maße offen (LxHxT): 94 x 34 x 42 cm, Leistung: 2 x 2,2 kW, Anschluss: 50 mbar, Kochstellen: 2 Kochstellen
Bestseller Nr. 3
Weber Gasgrill Q1000, Titan, Tischgrill, Balkon-Grill, Camping-Grill, Freiluftküchen, Aluguss-Gehäuse
  • Deckel und Gehäuse aus stabilem Aluguss: hohe Lebensdauer
  • 2-geteilter, porzellanemaillierter Guss-Grillrost mit integrierter Aromaschiene
  • Glasfaserverstärkter Nylonrahmen: langlebig, hitze- und wetterbeständig
  • Herausnehmbare Fettauffangschale: für problemlose Entsorgung von herabtropfendem Fett
  • Stufenlos regelbares Brennerventil: für optimale Temperaturregelung

Der Holzkohlegrill

Das Grillen mit Holzkohle ist das, was viele wirklich unter Grillen verstehen: die Kohle knistert und flackert und man hat genügend Zeit, das Grillgut vorzubereiten, bis die Holzkohle glüht und mit der nötigen feinen grauen Aschestaubschicht überzogen ist. Dies kann schon mal eine Stunde dauern und ist daher nichts für Eilige, jedoch eine schöne Gelegenheit, sich nebenbei um seine Gäste zu kümmern. Nach dem Anheizen hält der Holzkohlegrill die Temperatur meist mühelos eine Stunde lang. Meist hat man auch rasch den Bogen raus, in welchen Zeitabständen Kohle nachgelegt werden muss, um die Grillzeit zu verlängern. Beim Grillen selbst ist Vorsicht geboten, denn es sollte kein Fett in die Glut tropfen. Dadurch können krebserregende Stoffe entstehen. Dies gilt ebenso für ein Zuviel an Marinade, das dann in die Glut tropft und dort verbrennt, bevor das Fleisch gar ist. Auch entstandene Rußpartikel sind gesundheitsschädlich und genau der gesundheitliche Aspekt ist der Nachteil bei dieser klassischen Grillvariante. Ansonsten ist das Grillen mit Holzkohle noch immer die Variante, die von Grillmeistern und -meisterinnen aufgrund der Atmosphäre und langsamen Zubereitung am meisten geliebt wird. Zudem bekommt man einen Holzkohlegrill schon sehr günstig und auch Holzkohle ist überall mühelos zu besorgen- sogar abends oder am Sonntag an der Tankstelle.

AngebotBestseller Nr. 1
Tepro Grillwagen Toronto Click Holzkohlegrill, Modell 2019, Anthrazit/Edelstahl
  • Innovatives Design ermöglicht einen einfachen und schnellen Aufbau in weniger als 30 Minuten
  • Größe der Grillfläche ist ca. 56 x 41,5 cm; Warmhaltefläche beträgt ca. 53,9 x 24,1 cm
  • Emaillierter Grillrost, Warmhalterost sowie Holzkohlenwanne, die ganz leicht mittels Kurbel höhenverstellbar ist.
  • Die Besonderheit der Grillfläche ist der herausnehmbare Grillrosteinsatz, welcher den Einsatz verschiedener Elemente ermöglicht.
  • Durch die Räder lässt er sich leicht bewegen und gut ausrichten. Dank der robusten Standbeinen steht der Wagen sicher an seinem Platz.
AngebotBestseller Nr. 2
TAINO Hero XL BBQ Smoker GRILLWAGEN Holzkohle Grill Grillkamin Standgrill Räucherofen Zubehör Gusseisen (Smoker)
  • TAINO HERO Smoker mit Temperaturanzeige und Rädern
  • beliebtes Modell - 2-teiliges porzellanbeschichtetes Grillrost / Rost per Kurbel höhenverstellbar
  • beide seitlichen Tische klappbar / inkl. Flaschenöffner - stabile Konstruktion - Kamin
  • Gewicht ca. 24 kg / Gesamtmaß: ca. 124 x 66 x 113,5 cm
  • Neu & Originalverpackt / sofort lieferbar
Bestseller Nr. 3
GrillChef Portago-Holzkohlegrill, schwarz
  • PortaGo Holzkohlegrill eignet sich mit nur 2,5 kg optimal für das mobile Grillen
  • Der verchromte Grillrost biete eine Grillfläche von 33 x 26 cm
  • Bequemer Aufbau ohne Werkzeug und platzsparender Transport
  • Einsteckbarer Windschutz mit Grillrosthöhenverstellung zur Temperatursteuerung
  • Emaillierte Feuerschüssel

Weiterlesen

Ratgeber

Biotonne fit für den Sommer, aber bitte Plastikfrei!

mm

Stand:

Zusammengestellt durch:

B.Tyce
Kompost
Symbolfoto - © Envato Elements

Nicht nur bei hohen Temperaturen, sondern auch bei gemäßigten Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit stellen sich sehr schnell Faulprozesse mit unliebsamen Gerüchen und „Besuch“ durch Fliegen und Maden in der Biotonne ein. Viele Menschen ekeln sich vor den kleinen, weißen in Scharen auftretenden Maden – sie sind aber nicht gesundheitsgefährdend.

Aber es muss gar nicht soweit kommen, wenn Sie diese praktischen Hinweise zum Umgang mit der Biotonne an heißen Tagen beherzigen:

  • Stellen Sie die Biotonne möglichst an einen schattigen, luftigen Standplatz auf, damit der Inhalt sich nicht aufheizen kann.
  • Fügen Sie möglichst grobes Material (z.B. Zweige) dazu, damit sich genügend Sauerstoff zwischen den Bioabfällen befindet. Geknülltes Zeitungspapier kann das Fehlen von grobem Material ersetzen und zusätzlich Feuchtigkeit aufsaugen.
  • Bevor Sie Rasenschnitt in die Biotonne geben, lassen sie diesen erst antrocknen. Dadurch vermeiden Sie Gärungsprozesse und Sickerwasser.
  • Wickeln Sie Lebensmittelreste (z.B. Fleisch- und Fischreste) in Zeitungspapier ein.
  • Halten Sie die den Vorsortierer und die Biotonne geschlossen, um die Eiablage von Fliegen zu vermeiden.
  • Halten Sie den Deckelrand möglichst sauber, damit er nicht zum bevorzugten Eiablageplatz wird.
  • Treten trotz aller vorbeugenden Maßnahmen Maden auf, hilft eine Handvoll Gesteinsmehl, das in Gartencentern oder Baumärkten erhältlich ist. Gesteinsmehl bindet Wasser und entzieht den Maden die lebensnotwendige Feuchtigkeit.
  • Papier statt Plastik. Legen Sie ihr Sammelgefäß in der Küche mit Zeitungspapier oder mit Papiertüten aus. Gerade im Sommer verhindern sie so, dass die Abfälle ins „Schwitzen“ geraten und unangenehm riechen.

Doch nicht nur deshalb hat Plastik nichts im Biomüll zu suchen. Plastiktüten verrotten nicht und können auch nicht vollständig aus dem fertigen Kompost entfernt werden. Die Tüten zerreißen bei der Kompostierung und werden beim Umschichten zu kleinen Plastikfetzen, die den Kompost verunreinigen. Enthält der Kompost kleinste Plastikteilchen, so gelangen diese auf unsere Äcker oder in unsere Gärten. Dort werden sie weiter zerrieben, es entsteht Mikroplastik, das in unsere Nahrungskette gelangt. Die Auswirkungen von Mikroplastik in der Umwelt und auf die Gesundheit sind noch weitgehend unbekannt.

Mehr zum Thema „Kein Plastik in die Biotonne“ und praktische Tipps rund um die Biotonne finden Sie auch unter www.wirfuerbio.de/kavg-mloder bei der KAVG unter der Service-Nummer 0571 6456 6277.

Sammeltüten, die als kompostierbar gekennzeichnet sind oder aus Bio-Kunststoff bestehen, sind keine Alternative für den Biomüll. Denn die kompostierbaren Plastik-Tüten zersetzen sich oft nicht in der angegebenen Zeit im Kompostwerk und können von den normalen Plastiktüten nicht unterschieden werden, sodass sie als Fremdstoffe aufwändig entfernt werden müssen. Selbiges gilt für Einweg-Geschirr und Verpackungen aus sogenanntem kompostierbarem „Bio“-Plastik.

Verpackungen oder auch Bioabfallsammeltüten aus „Bio“-Plastik sollten deshalb auf keinen Fall in die Biotonne oder auf den Kompost gegeben werden.

Noch Fragen?

Umweltberatung der Verbraucherzentrale, Portastr. 9, 32423 Minden, Tel.: (0571) 386379-05

Weiterlesen

Ratgeber

Praktisch und preiswert: Leitungswasser gibt´s frisch frei Haus

mm

Stand:

Zusammengestellt durch:

B.Tyce
Frau hält ein Glas Wasser
Symbolfoto - © Envato Elements

Es hat keine Lieferzeit und ist unschlagbar günstig. „Leitungswasser ist im Preis nicht zu toppen – fünf Liter gibt es schon für einen einzelnen Cent“, sagt die Leiterin der Beratungsstelle Detmold.
Trotzdem schleppen viele Menschen in Deutschland Tag für Tag Wasser nach Hause, meistens in Einwegplastikflaschen. Günstiges Flaschenwasser kostet etwa 13 Cent pro Liter – und ist damit ein Vielfaches teurer als das Wasser aus der Leitung. Manche Premium-Marken versprechen besondere Qualität, preisen ihr Wasser aus entlegenen Regionen der Welt an und verlangen schon mal 70 Cent und mehr pro Liter. Lohnt sich das?.

„Wir empfehlen Wasser aus der Leitung zu trinken“, sagt Beratungsstellenleiterin Brigitte Dörhöfer. Das spart Nerven, Zeit und Geld und ist auch besser für die Umwelt – denn Wasser aus der Leitung kommt unverpackt. Die Umweltberatung gibt folgende Tipps:

  • Mineralien gibt´s auch aus der Leitung: Anders als der Name erwarten lässt, muss Mineralwasser keinen Mindestgehalt an Mineralstoffen haben. Vergleiche zeigen, dass einige Mineralwässer sogar weniger Mineralstoffe liefern als das Leitungswasser an vielen Orten. Der Gehalt an Mineralien ist abhängig davon, wo das Wasser gewonnen wird. Für Mineralwasser gilt: es stammt aus unterirdischen Wasservorkommen, muss natürlichen Ursprungs sein und direkt an der Quelle abgefüllt werden. Die Brunnenbetriebe dürfen es praktisch nicht mehr aufbereiten. Erlaubt ist nur, einige Stoffe wie Eisen zu entfernen oder Kohlensäure zusetzen. „Was Mineralwasser an Mineralien liefern kann kann, kann Leitungswasser in den meisten Regionen in Deutschland auch“, sagt die Beratungsstellenleiterin Dörhöfer. Wer sich ausgewogen ernährt, deckt seinen Mineralienbedarf ohnehin über das Essen ab. Auskunft über den Mineralgehalt des Leitungswassers geben die örtlichen Wasserversorger.
  • Leitungswasser wird gut geprüft: Für Wasser aus der Leitung gelten mehr Vorschriften als für Mineralwasser, etwa was Rückstände von Pestiziden oder Uran betrifft. Die Trinkwasserverordnung legt strenge Kriterien an und die Qualität des Leitungswassers wird in Deutschland gut überwacht. Für Mineral- und Leitungswasser gilt gleichermaßen: sie dürfen keine Krankheitserreger, Spuren von Schwermetallen oder andere gesundheitsschädigende Stoffe enthalten.
  • Leicht sparen statt schwer schleppen: Jeder Mensch in Deutschland kauft laut Statistik rund 150 Liter Mineral- oder Heilwasser. Das macht bei 13 Cent pro Liter im Jahr rund 20 Euro, für ein teureres Wasser sind es rund 105 Euro. Der Aufwand für die Zeit zum Einkaufen, die Transportkosten für den Weg nach Hause und die Abgabe des Leergutes sind hier nicht mitgerechnet. 150 Liter Leitungswasser dagegen kosten durchschnittlich 30 Cent im Jahr! Für eine Familie kommt da schon einiges an Ersparnissen zusammen.
  • Und unterwegs? Wasser to go muss nicht aus der Einwegflasche kommen. Eine eigene Flasche lässt sich an Trinkbrunnen oder auch an sogenannten Refillstationen. auffüllen. Restaurants, Läden oder Einrichtungen, die kostenlos Wasser abfüllen, sind an Aufkleber mit einem blauen Tropfen-Symbol zu erkennen. Auch die Beratungsstelle in Detmold, Lemgoer Str.5, 32756 Detmold lädt zum kostenlosen Nachfüllen ein. Unter www.refill-deutschland.de gibt es eine Übersicht für ganz Deutschland.

Mehr zum Thema TrinkWasser finden Sie unter www.verbraucherzentrale.nrw/leitungswasser. Hier gibt es Tipps zur Gesundheit und Rezepte, um Leitungswasser geschmacklich aufzupeppen.

Weiterlesen

Meistgelesen

X