Bürgermeister will Initiative sicherer Hafen unterstützen

Herford – Bürgermeister Tim Kähler wird dem Rat in seiner nächsten Sitzung vorschlagen, dass sich die Stadt Herford an der Initiative „sicherer Hafen“ beteiligt und über die Zuweisungsquote hinaus weitere Flüchtlinge aus griechischen Auffanglagern aufnimmt.

„Mit Blick auf die katastrophalen Zustände im Flüchtlingslager auf der griechischen Insel Lesbos, sollte Herford alles dran setzen, um zu helfen“, sagt der Bürgermeister. „Das ist ein Gebot der Menschlichkeit.“

Mit der Beigeordneten für Bildung, Integration, Jugend und Soziales, Birgit Froese-Kindermann, hat der Bürgermeister bereits gesprochen und sich abgestimmt.

„Wir haben Kapazitäten frei“, so Bürgermeister Tim Kähler, „wie viel Flüchtlinge wir genau aufnehmen, müssen wir aber noch mit dem Bielefelder Oberbürgermeister Pit Clausen abstimmen.

Bielefeld Oberbürgermeister hatte Anfang des Jahres eine Erweiterung der Initiative „sicherer Hafen“ in NRW initiiert. Bis dahin bezog sich die in der Potsdamer Erklärung „sicherer Hafen“ zugesagte Unterstützung auf reine Hilfe aus Seenot. Jetzt soll nun auch den Menschen in den Flüchtlingslagern der Mittelmeeranrainerstaaten Hilfe zu Teil werden.

16 Städte aus NRW hatten daraufhin ihr Hilfsangebot ausgeweitet und sich der Initiative angeschlossen, um vor allem unbegleitete minderjährige Flüchtlinge aufzunehmen, die in griechischen Camps untergebracht sind.

„Als Mitglied im Vorstand der kommunalen Organisation aller europäischen

Sozialdemokraten werde ich mich dafür einsetzen, dass wir bei unserem nächsten Treffen Ende März in Brüssel weitere Städte für den „sicheren Hafen“ gewinnen können“, verspricht Herfords Bürgermeister.

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