Bielefeld (bi) . Um Suizidprävention und den Umgang mit suizidalen Krisen an Schulen geht es in einer nichtöffentlichen Veranstaltung am Dienstag, 19. September, im Rathaus. Beim 2. Fachforum für Bielefelder Schulen stellen die Regionale Schulberatungsstelle (RSB) sowie das Büro für Integrierte Sozialplanung und Prävention der Stadt Bielefeld gemeinsam mit der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik des Klinikum Lippe GmbH einen neuen Handlungsleitfaden vor.
Für Mitarbeitende an Schulen sollen spezifische auf die Region abgestimmte Handlungsempfehlungen die Handlungssicherheit erhöhen. Suizidale Äußerungen von Schülerinnen und Schülern verunsichern sowohl Mitarbeitende an Schulen als auch Mitschülerinnen und Mitschüler. Kommt es zu einem Suizid einer Schülerin oder eines Schülers, kann dies das ganze Schulsystem in eine Krise stürzen. Außerhalb des Systems Schule greifen automatisch die Notfallpläne der Leitstellen von Polizei und Feuerwehr.
Neben der Herausgabe des Handlungsleitfadens gibt es einen Vortrag von Dr. Marc Vierhaus, Universität Bielefeld, zum Thema „Gut gewappnet für schwierige Momente – Kinder und Jugendliche im Umgang mit Stress und Emotionen stärken“.
„Wie kann Schule Resilienz, Stressbewältigung und Suizidprävention fördern?“ Antworten auf diese Frage werden in der anschließenden Podiumsdiskussion mit Gästen aus den Bereichen Schule, Forschung, psychiatrische und psychosoziale Versorgung gesucht.
Seit November 2014 beschäftigen sich zahlreiche Expertinnen und Experten der Bielefelder Schul- und Soziallandschaft, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Jugendhilfe und Beratungsstellen mit geeigneten und notwendigen Maßnahmen zum Umgang mit suizidalen Krisen.