Zwangspause bringt Terminplan nicht ins Wanken – Ministerin legt Grundstein
#PortaWestfalica (lwl) – Neues vom Kaiser: Die im Mai begonnenen Erd- und Bauarbeiten zu Füßen des Wilhelm-II-Monuments am Weserdurchbruch bei Minden können weiter gehen. Bagger und Planierraupen waren Ende Juni vorsichtshalber gestoppt worden, nachdem unterhalb der Baustelle vermutlich durch Starkregen gelockerte Felsbrocken den Steilhang herunter gerollt waren und dabei ein Nebengebäude am ehemaligen Denkmalstollen beschädigt hatten.
Der Termin für die Grundsteinlegung der neuen Ringterrasse ist durch die Zwangspause nicht gefährdet. LWL-Direktor Matthias Löb betont: „Das Kaiser-Wilhelm-Denkmal ist als national bedeutsames Kulturdenkmal anerkannt. Ich freue mich deshalb sehr, dass die Bundesbauministerin Barbara Hendricks ihre Teilnahme für den 15. September angekündigt hat. Das zeigt die herausgehobene Stellung der bekannten Landmarke weit über die Region hinaus.“ Die Grundsteinlegung steht auch im Zeichen des 120-jährigen Denkmaljubiläums gut einen Monat später.
Inzwischen hat die Bauherrin, die Westfälisch-Lippische Vemögensverwaltungsgesellschaft mbH (WLV) des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL), weitere instabile Steine zertrümmern und einen umlaufenden Steinfangzaun im felsigen Hang verankern lassen. Untere Kreis-Landschaftsbehörde und Forstämter stimmten zu, die Stadt Porta gab die vorübergehend stillgelegte Baustelle wieder frei. „Wir bleiben im Zeitplan. Kommenden Herbst starten die Rohbauarbeiten für die neue Ringterrasse mit Besucherzentrum und Gastronomie, Anfang 2018 soll die Einweihung des prominenten Ensembles sein“, so WLV-Prokurist Matthias Gundler. Die Reparatur des beschädigten Nebengebäudes sei angelaufen.
Hintergrund
Der Eigentümer Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) will das 1896 eingeweihte Kaiser-Wilhelm-Denkmal nachhaltig aufwerten. Am ostwestfälischen „Tor zu Westfalen“ baut die LWL-Tochter WLV neben einem Besucherzentrum mit Info-Angeboten zum Denkmal, seiner Historie und seinem Umfeld eine in die neue Ringterrasse integrierte Gastronomie. Als Baukosten sind rd. zwölf Millionen Euro veranschlagt. Fünfeinhalb Mio. davon steuert das Hendricks-Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit bei.