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Bad Lippspringe

Grundschulkinder erleben erstmalig den Straßenverkehr

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Schüler aus Bad Lippspringe bei der Fahrradprüfung
Die Schülerinnen und Schüler der Evangelischen Grundschule um Lehrer Matthias Vinke (4.v.l.) trainierten zusammen mit dem Verkehrssicherheitsberater Rainer Hoberg (M.) und Markus Rose (8.v.r.) von der Kreispolizeibehörde Paderborn das sichere Fahrradfahren im Straßenverkehr. - © Polizei Paderborn

Kreis Paderborn – 22 Schulkinder, brav hintereinander aufgestellt. Niemand tanzt aus der Reihe. Ein Anblick, der auch für vierte Klassen einer Grundschule nicht üblich ist. Und trotzdem erleben ihn die Verkehrssicherheitsberater und die Beamten der Bezirksdienste der Kreispolizeibehörde Paderborn immer wieder, wenn sie mit ihrem Radfahrtraining in den Grundschulen im Kreisgebiet vorbeischauen. So wie nun an der Evangelischen Grundschule in Bad Lippspringe.

„Das Radfahrtraining ist bewusst auf die vierten Klassen ausgelegt“, sagt Polizeihauptkommissar Rainer Hoberg. „Die Kinder sind neun bis zehn Jahre alt. Sie stehen also vor dem Wechsel auf die weiterführende Schule. Viele von ihnen müssen erstmalig als eigenständige Verkehrsteilnehmer im Straßenverkehr mitfahren und nutzen für den Schulweg hin und zurück oft das Fahrrad.“ Das Alter ist aber auch die Übergangsphase, zwischen der Pflicht den Gehweg benutzen zu müssen und der Möglichkeit, auf der Straße fahren zu dürfen. Bis zum achten Lebensjahr müssen Kinder auf dem Gehweg fahren. Bis zum zehnten Lebensjahr können sie auf die Straße, ab zehn Jahren dürfen sie es. „Es ist wichtig, dass die Kinder spätestens jetzt die Regeln im Straßenverkehr kennen lernen, damit sie sich behaupten und als Verkehrsteilnehmer durchsetzen können. Dazu müssen sie wissen, dass sie aufgrund ihrer Körpergröße von anderen Verkehrsteilnehmern schlecht wahrgenommen werden. Es geht darum, sie zu sensibilisieren und zu schützen. Das ist unser Ziel“, sagt Hoberg, der die Schulung in Bad Lippspringe gemeinsam mit Polizeioberkommissar Markus Rose, Bezirksdienstbeamter der Polizei in der Badestadt, durchführt.

Das Radfahrtraining gliedert sich in einen theoretischen und in einen praktischen Teil. In der Theorie geht es unter anderem um die Verkehrsschilder. Die Vermittlung wird durch die Schulen übernommen, den praktischen Part übernimmt die Polizei. „Wir lassen die Kinder in der Wirklichkeit des fließenden Verkehrs fahren. Nur so können sie es üben“, betont Hoberg. Am Ende des mehrwöchigen Radfahrtrainings stehen eine theoretische Prüfung in Form eines Fragebogens und eine praktische Prüfung, bei der die Kinder auf einer Rundstrecke durch die Stadt verschiedene Verkehrsregeln beachten müssen. Wer sie bestanden hat, erhält einen Fahrradführerschein.

An insgesamt 66 Grundschulen sind die Verkehrssicherheitsberater der Polizei zusammen mit den jeweiligen Bezirksdienstbeamten unterwegs. Dabei trainieren sie jährlich rund 3.000 Kinder. „Es gibt auch praktische Tipps von uns für die Eltern. Helle Kleidung ist wichtig, damit die Kinder gesehen werden. Dazu sollten sie einen Fahrradhelm tragen. Die Eltern können ihren Kindern helfen, wenn sie die Strecke zur Schule vorab gemeinsam mit ihren Kindern abfahren und ihnen die Verkehrsregeln verantwortungsbewusst vorleben. Auch nach dem Radfahrtraining ist das gemeinsame Üben weiterhin wichtig“, sagt Hoberg.

Bei den Schülerinnen und Schülern der Evangelischen Grundschule hat das Radfahrtraining auf jeden Fall Wirkung gezeigt. „Ich weiß nun viel besser, was ich im Straßenverkehr machen muss, weil ich die Verkehrsschilder kenne“, sagt die zehnjährige Julika. Ihre Freundin Inessa ergänzt, dass sie nun weiß, wie „ich mich an einer Kreuzung zu verhalten habe.“ Klar ist, dass auch an dieser Grundschule „alle gerne Fahrrad fahren.“ Jetzt hoffentlich ein Stück sicherer.

Die Sicherheit von Zweiradfahrern im Straßenverkehr ist Teil des Behördenschwerpunktes #PassAuf!, mit dem die Kreispolizeibehörde Paderborn seit Anfang des Jahres Verkehrsunfälle und deren Folgen bekämpft. Speziell zum Thema Zweirad wird es vom 3. bis zum 7. Juni eine kreisweite Aktionswoche geben.

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Bad Lippspringe

Nach tödlichem Verkehrsunfall: Fahrer eines Kastenwagens als möglichen Zeugen gesucht

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Frau am Steuer
Symbolfoto - © Envato Elements

Bad Lippspringe – Die Ursache des tödlichen Verkehrsunfalls, der sich in der Nacht von Montag auf Dienstag auf der L 937 zwischen Schlangen und Benhausen ereignet hatte, ist weiterhin unklar. Die Ermittlungen der Kreispolizeibehörde Paderborn dauern an. Gleichzeitig bittet die Polizei den Fahrer eines Kastenwagens, der gegen 00.45 Uhr möglicherweise auf der Landstraße aus Fahrtrichtung Schlangen kommend unterwegs war, sich als Zeuge über die Telefonnummer 05251/3060 zu melden.

Bei dem Verkehrsunfall auf der L 937 verunglückte in der Nacht von Montag auf Dienstag die 20-jährige Fahrerin eines Hyundais tödlich. Sie war mit ihrem Auto aus Schlangen kommend kurz vor dem Dedinghauser Weg von der Fahrbahn abgekommen und gegen einen Baum geprallt. Das Fahrzeug blieb schließlich auf einem angrenzenden Feld auf der Fahrerseite liegen.

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Bad Lippspringe

Kleiner Waldbrand in der Gartenschau Bad Lippspringe

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Feuerwehr - © Pixabay
Symbolfoto - © Pixabay

Einsatzkräfte hatten die Flammen im Dünental schnell unter Kontrolle

Am heutigen Montagmittag hat es auf dem Gelände der Gartenschau Bad Lippspringe gebrannt. Eine kleine Rasenfläche an der Brücke im Dünental hatte aus bisher ungeklärter Ursache Feuer gefangen.

Da die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Bad Lippspringe schnell vor Ort waren, konnte der Brand glücklicherweise schon nach kurzer Zeit gelöscht werden. Zu größeren Schäden ist es abgesehen von der verbrannten Rasenfläche nicht gekommen. Aufgrund des Feuers und der damit zusammenhängenden Löscharbeiten wurde das Gartenschau-Gelände zwischenzeitlich evakuiert und für ca. eine Stunde geschlossen. Nachdem die Feuerwehr ihren Einsatz beendet hatte, haben die Gartenschau-Verantwortlichen das Gelände wieder für Besucher geöffnet.

Auch wenn die Ursache für das Feuer bisher nicht bekannt ist, nimmt Gartenschau-Geschäftsführerin Rehana Rühmann den Zwischenfall zum Anlass, alle Besucher um besondere Vorsicht und Mithilfe bitten: „Aufgrund der hohen Temperaturen jenseits der 30 Grad-Marke in den letzten Tagen sind einige Rasenflächen und Pflanzen in der Gartenschau extrem trocken. Wir möchten deshalb die Besucher dazu anhalten, alles zu unterlassen, was den Ausbruch eines Feuers begünstigen könnte. Dazu gehört zum Beispiel das Rauchen im Wald, das Wegwerfen von Zigarettenresten oder Glasabfällen“, so Rühmann.

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Bad Lippspringe

Sechs Radfahrende bei Verkehrsunfällen verletzt

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Angelehntes Fahrrad
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Kreis Paderborn – Bei Verkehrsunfällen mit Radfahrenden sind am Mittwoch und Donnerstag fünf Frauen und ein Mann verletzt worden.

Am Mittwoch fuhr eine 57-jährige Elektrofahrradfahrerin gegen 11.40 Uhr in Bad Lippspringe auf der Petersstraße verbotswidrig entgegen der Fahrrichtung durch die Einbahnstraße. An der Einmündung Friedrichstraße missachtete sie die Vorfahrt einer von rechts kommenden 49-Jährigen, die auch ein Elektrorad nutzte und ihrerseits nach links in die Petersstraße einbog. Beide versuchten, eine Kollision zu verhindern, prallten aber mit den Vorderrädern sowie ihren ungeschützten Köpfen aneinander. Beide zogen sich leichte Verletzungen zu. Die 57-jährige Verletzte wurde mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus nach Paderborn gebracht.

In Paderborn fuhr ein 31-jähriger Radfahrer gegen 15.30 Uhr auf der Pontanusstraße in Richtung Riemekestraße. Kurz vor der Einmündung Riemekestraße bremste vor ihm eine 22-jährige VW Polo Fahrerin. Der Radler fuhr auf und stürzte. Er verletzte sich leicht und kam zur ambulanten Behandlung in eine Klinik.

In der Nacht zu Donnerstag fuhr ein 67-jähriger Radfahrer gegen 02.15 Uhr in Paderborn an der Benhauser Straße von einem Grundstück über den Gehweg auf die Straße. Am Bordstein stürzte der Mann und verletzte sich leicht. Der Rettungsdienst brachte den Verletzten ins Krankenhaus.

Am Donnerstagnachmittag waren drei Frauen zwischen Paderborn-Sennelager und Hövelhof auf Radtour. Gegen 15.25 Uhr fuhren sie auf der Salvatorstraße in Richtung Hövelhof. Eine 62-jährige Elektroradfahrerin geriet mit ihrem Vorderrad gegen das Hinterrad der vor ihr fahrenden 49-jährigen Radlerin. Die 62-Jährige stürzte und zog sich leichte Verletzungen am Kopf zu. Ein Rettungswagen wurde eingesetzt, um die Verletzte in ein Paderborner Hospital zu bringen.

Etwas später, gegen 16.40 Uhr, verunglückte eine 52-jährige Radfahrerin bei Paderborn-Sande Am Brockhof. Die Frau war in Richtung Elsen unterwegs und kam nach links vom Radweg ab. Sie stürzte in den etwa zwei Meter tiefen Graben und verletzte sich leicht. Zur ambulanten Behandlung musste die Verletzte ins Krankenhaus.

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