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Gütersloh

Elternteil fährt 9-Jähriger über den Fuß – Liebe Eltern von Grundschulkindern

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Schulweg - © Polizei NRW
Symbolfoto - © Polizei NRW

Update: Am heutigen Morgen konnte mit Hilfe von Lehrkräften der Grundschule am Pelikanweg der mutmaßlich „Fußüberfahrer“ ermittelt werden. Es handelt sich um einen 33-jährigen Vater aus Gütersloh, der seine beiden Kinder mit dem Auto zur Schule gebracht hat.

Gütersloh-Friedrichsdorf – Wir verstehen, dass Sie alles daran setzen, Ihre Kinder zu beschützen und es ihnen im Leben so leicht wie möglich zu machen. Allerdings haben wir keinerlei Verständnis dafür, wenn einige von Ihnen Ihr eigenes Kind beschützen, sich aber absolut rücksichtslos gegenüber anderen Kindern verhalten.

Sicher haben Sie gehört und sind von vielen Seiten darauf hingewiesen worden, dass es wichtig ist, dass Kinder das richtige Verhalten im Straßenverkehr lernen. Dazu gehört auch das Einüben des sichersten Weges zur Schule.

Das lernen Ihre Kinder aber nicht, wenn Sie sie direkt vor den Schulhof fahren und dann auch noch zum Eingang bringen.

Ihre Kinder sind dann sicher auf dem Schulgelände…. und die anderen Kinder, die alleine unterwegs sind?

Denen fahren Sie über den Fuß, weil Sie schnell weiter müssen.

Kein schlechter Scherz – genau dieser Sachverhalt hat sich am Mittwochmorgen (12.09.) vor der Grundschule in Gütersloh-Friedrichsdorf am Pelikanweg ereignet.

Ein Vater oder eine Mutter fuhr gegen 07.40 Uhr mit einem silberfarbenen Audi direkt vor den Schulhofbereich vor und begleitete zwei Kinder zum Eingang der Schule.

Als der Fahrer oder die Fahrerin dann zum Auto zurückeilte, fuhr er oder sie so schnell davon, dass er oder sie einem 9-jährigen Mädchen, das zusammen mit seiner Freundin auf dem Gehweg unterwegs war, über den Fuß fuhr. Das Kind wurde dabei leicht verletzt.

Gegen den Fahrer wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Unfallflucht eingeleitet.

Wir suchen Zeugen. Wer kann Angaben zu diesem Unfall machen? Wer kennt den Fahrer oder die Fahrerin des silberfarbenen Audis oder kann sonst Hinweise geben?

Angaben dazu nimmt die Polizei in Gütersloh unter der Telefonnummer 05241 869-0 entgegen.

Immer mehr Kinder werden in den letzten Jahren von ihren Eltern mit dem Auto zur Schule gebracht. Das führt häufig zu gefährlichen Verkehrssituationen vor den Schulen, beeinträchtigt die Entwicklung der Kinder und belastet die Umwelt.

Kinder sollten jedoch umfassend an den Straßenverkehr herangeführt werden, um sie zu stärken und ihnen zu ermöglichen, dass sie ihre Schulwege alleine, sicher und selbständig zurücklegen.

Der eigenständig gegangene Schulweg emöglicht den Kindern wertvolle persönliche Erlebnisse – nicht vorbestimmt durch die Erwachsenenwelt. Die Kinder werden durch ihre erweiterte Mobilität gestärkt. Sie erhalten Verantwortung für ihren eigenen Schulweg und die damit verbundene Zeit. Sie erleben selbstbestimmt ihre Umwelt, stärken ihren Orientierungssinn und können sich mit anderen Kindern austauschen.

Üben Sie daher mit Ihren Kindern den eigenständigen Weg zur Schule! Da Sie Ihre Kinder täglich erleben, ihre Stärken und Schwächen kennen, können Sie auf das Verhalten im Straßenverkehr besonders positiv einwirken.

Wählen Sie dabei den sichersten, nicht den kürzesten, Weg zur Schule.

An gefährlichen Stellen können Sie sich beispielsweise mit anderen Eltern absprechen und den Kindern abwechselnd Hilfestellung geben, wie etwa beim Überqueren befahrener Straßen.

Achten Sie bitte auf reflektierende Materialien an der Kleidung Ihrer Kinder und an Sportbeuteln und Schultornistern.

Schicken Sie die Kinder rechtzeitig los, Eile und Hektik auf dem Schulweg vermindern die Konzentration und erhöhen das Gefahrenpotenzial.

Haben Sie noch Fragen zum sicheren Verhalten im Straßenverkehr oder brauchen Sie sonst Tipps oder Unterstützung? Rufen Sie uns an, wir beraten Sie gerne, Telefon 05241 869-0!

Rückfragen von Medienvertretern bitte an:

Polizei Gütersloh
Pressestelle Polizei Gütersloh
Telefon: 05241 869 0
E-Mail: pressestelle.guetersloh@polizei.nrw.de
Internet: https://guetersloh.polizei.nrw/
Twitter: https://twitter.com/polizei_nw_gt
Facebook: https://www.facebook.com/polizei.nrw.gt/

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Gütersloh

Neubau der Feuerwache – Diebe auf frischer Tat ertappt

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Maschendrahtzaun
Symbolfoto - © Pixabay

Gütersloh – Am frühen Sonntagmorgen (21.07., 00.40 Uhr) meldeten Zeugen verdächtige Personen auf der Baustelle der Feuerwache an der Friedrich-Ebert Straße. Anschließend beobachteten sie, dass die Personen mit einem Transporter in Richtung Moltkestraße davon fuhren. Durch die Polizei konnte der Transporter, besetzt mit zwei Personen, auf der Moltkestraße angehalten werden. Beide Männer waren merkbar alkoholisiert. Auf der Ladefläche befanden sich unter anderem einige Kabel. Dabei handelte es sich um Diebesgut von der Baustelle.

Am Tatort konnte festgestellt werden, dass durch die Täter ein Bauzaun an der Zufahrt zur Vennstraße geöffnet wurde.

Dem Fahrer, ein 40-jähriger Mann aus Bad Salzuflen, wurde aufgrund der Trunkenheitsfahrt eine Blutprobe entnommen. Bei dem Beifahrer handelte es sich um einen 31-jährigen Polen.

Da die Eigentumsverhältnisse des Transporters und der sich darin befindliche, diverse Werkzeuge vor Ort nicht abschließend geklärt werden konnten, wurde der Transporter samt Inhalt sichergestellt.

Fahrer und Beifahrer wurden zur Identitätsfeststellung vorläufig festgenommen. Anschließend wurden sie entlassen.

Ein Ermittlungsverfahren wurde eingeleitet.

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Gütersloh

Flurbereinigung Brockhagen – Daten der neu geordneten Grundstücke jetzt wieder beim Katasteramt des Kreises Gütersloh

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Flurbereinigung Brockhagen
Das Flurbereinigungsgebiet Brockhagen erstreckte sich über weite Teile der Gemeindegebiete von Halle (Westf.) und Steinhagen. - © Kreis Gütersloh

Gütersloh / Steinhagen / Halle (Westf.). Mehr als 5.000 Hektar Fläche sind im Verfahren der Flurbereinigung Brockhagen neu geordnet worden. Die Flurbereinigung ist ein Bodenordnungsverfahren, welches die Bezirksregierung Detmold auf Teilgebieten der Stadt Halle (Westf.) und der Gemeinde Steinhagen durchgeführt hat. Seitdem die Neuordnung 2012 in Kraft trat, war die Bezirksregierung Ansprechpartner für Grundstückseigentümer und alle weiteren Nutzer. Seit Anfang Juli liegt diese Aufgabe nun wieder beim Kreis Gütersloh, der damit für alle Anliegen des Liegenschaftskatasters zuständig ist.

„Ein Ziel der Flurbereinigung war es, den ländlichen Raum neu zu strukturieren und dadurch die Produktions- und Arbeitsbedingungen durch Zusammenlegung des stark zersplitterten Grundbesitzes zu größeren, gut geformten Wirtschaftseinheiten zu verbessern“, erklärt Carsten Tannhäuser, Leiter der Abteilung Geoinformation, Kataster und Vermessung beim Kreis Gütersloh. „Die Flächen wurden zu größeren Wirtschaftseinheiten zusammengelegt, große Bereiche konnten für Naturschutzflächen ausgewiesen werden. Weiterhin wurde eine Neuvermessung zur Herstellung eines neuen Liegenschaftskatasters durchgeführt.“ Dafür fanden zum Beispiel Flächentausche und Zusammenfassungen statt. So sind aus rund 6.000 Flurstücken etwa 4.000 geworden. Zudem wurden 3.000 Rechte bearbeitet, davon 1.400 Wegerechte. Beteiligt daran waren knapp 1.250 Grundstückseigentümer und zahlreiche Nebenbeteiligte. Insgesamt handelt es sich bei dem bereinigten Gebiet um eine Fläche von 56 Quadratkilometern, was etwas mehr als fünf Prozent der gesamten Kreisfläche sind. In NRW gibt es kein größeres Flurbereinigungsgebiet.

Zwischen Anfang 2012 und Juni 2019 war der Kreis für Katasterauskünfte in diesem Bereich in Halle (Westf.) und Steinhagen nicht zuständig. Ende 2017 wurde der Kreis Gütersloh beauftragt, das Liegenschaftskataster zu berichtigen. Im Ergebnis, nach rund 18 Monaten Arbeit mit zwei Personen, hat die Abteilung Geoinformation, Kataster und Vermessung die Daten der Bezirksregierung übernommen. „Katasterauskünfte, die zum Beispiel Gemeinden, Architekten oder Vermessungsbüros als Planungsgrundlage nutzen, können damit beim Kreis eingeholt werden“, erklärt Tannhäuser. Er ergänzt: „Das Liegenschaftskataster des gesamten Kreises wird nun vollumfänglich bei uns geführt.“

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Gütersloh

Kooperationsvereinbarung tritt in Kraft – Durch Nutria und Bisam verursachte Schäden sollen deutlich verringert werden

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Nutria Schäden
Schäden an einer Uferböschung verursacht durch Bautätigkeit von Nutria in Isselhorst (Gütersloh) am Krulsbach - © Andreas Westermeyer

Gütersloh. Auch im Kreis Gütersloh nehmen sogenannte invasive Arten spürbar zu. Sie stellen immer stärker eine Bedrohung für die heimische Fauna und Flora dar. Vor allem Nutria (Myocastor coypus) und Bisam (Ondatra zibethicus) verursachen durch ihre Bautätigkeit erhebliche Schäden an Ufern, Dämmen und erzeugen Fraßschäden in landwirtschaftlichen Kulturen sowie Natur- und Landschaftsschutzgebieten. Um dem entgegenzuwirken, sollen jetzt die Bestände von Nutria und Bisam reduziert werden. Eine entsprechende Vereinbarung tritt zum 1. August in Kraft. Sie sieht unter anderem Prämien für jeden erlegten Bisam und Nutria vor.

Betroffen sind der Aufwuchs vieler landwirtschaftlicher Kulturpflanzen wie Weizen oder Mais, aber auch artengeschützte Pflanzen wie der Rohrkolben. Auch die Teichmuscheln sind durch die zunehmende Population von Nutria und Bisam bedroht. In vielen landschaftsgeschützten Grün- und Weideflächen, von denen es im Kreis Gütersloh einige gibt, entsteht gerade in Gewässernähe durch die Bau- und Unterhöhlungsaktivitäten die Gefahr, dass sich Weidevieh durch Einbrechen in den nicht mehr standsicheren Untergrund mitunter schwer verletzen.

Vertreter der Kommunen, Fachbehörden des Kreises, der Landwirtschaft und der Kreisjägerschaft haben sich seit dem vergangenen Jahr deshalb intensiv mit der Frage befasst, wie die Bestände von Nutria und Bisam wirksam reguliert werden können. Gemeinsam erarbeiteten sie ein Konzept, das auch der europarechtlichen Verpflichtung Rechnung trägt, intensive Maßnahmen gegen die Ausbreitung invasiver gebietsfremder Arten zu unternehmen.

Ergebnis der Prüfung ist eine Vereinbarung, die am 1. August in Kraft tritt und zunächst für eine Laufzeit von drei Jahren gilt. Die Vereinbarung gilt in allen Städten und Gemeinden des Kreises Gütersloh und sieht vor, dass die Regulierung durch die Kommunen oder in Absprache mit diesen von den Wasser- und Bodenverbänden bestellten Fängern, von den Jagdausübungsberechtigten, den Jagdaufsehern sowie den Jagdhelfern durchgeführt wird. Es wird eine einheitliche Prämie für jeden im Kreisgebiet erlegten Nutria oder Bisam gezahlt.

Die Fänger und Jäger sind dabei strikt angehalten, konkrete Rahmenbedingungen des Tier-, Natur- und Artenschutzes sowie des Jagdrechtes zu beachten, zu denen der Kreis Gütersloh zwei Merkblätter für Fänger und Jäger erstellt hat. Die Merkblätter finden sich im Internet unter www.kreis-guetersloh.de (Ordnung/Jagd- und Fischereiwesen).

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