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Lügde

Missbrauchsfälle in Lippe: Weitere Maßnahmen vor Ort

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Leitstelle - © Polizei
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Bielefeld / Lippe / Lügde – Zur Aufklärung des schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern schöpft die Polizei Bielefeld alle Möglichkeiten aus. Daher führte die Ermittlungskommission „Eichwald“ in der vergangenen Woche weitere Maßnahmen im Bereich der Tatorte auf dem Campingplatz in Lügde durch.

Die Tatorte auf dem Campingplatz waren bereits durch die Polizei Lippe gegen unbefugten Zutritt gesichert und versiegelt worden. Beamte der Ermittlungskommission des Polizeipräsidiums Bielefeld setzten am 19. und 20.02.2019 dort die Tatortarbeit fort. Dabei wurden Gegenstände aufgefunden, die nach dem aktuellen Stand der Ermittlungen ebenfalls als Beweismittel in Betracht kommen. Um weitere Spurensuche und Spurensicherung im Bereich der teils vermüllten und chaotischen Tatorte betreiben zu können, wurden die Bereiche mit Gittern abgesperrt und eine Bestreifung eingerichtet. Dies ermöglicht den Ermittlern eine intensive, sehr kleinteilige Untersuchung der Tatorte, um Beweismittelverluste zu verhindern. Um Gegenstände zwischenlagern zu können, werden im abgesperrten Bereich Container aufgestellt.

Ein bereits durch die Polizei Lippe sichergestellter PKW eines Beschuldigten wurde abgeschleppt, um diesen ebenfalls einer weiteren intensiven Spurensuche und Spurensicherung beim Polizeipräsidium Bielefeld zu unterziehen.

Sämtliche IT-Asservate, die der Ermittlungskommission „Eichwald“ vorliegen, befinden sich im Original beim PP Bielefeld. Zur Auswertung – auch dezentral in den übrigen Polizeipräsidien – werden Sicherungskopien genutzt.

Mittlerweile wird gegen sieben Beschuldigte ermittelt.

Gegen drei Beschuldigte wird bekanntermaßen wegen des dringenden Tatverdachts des sexuellen Missbrauchs von Kindern ermittelt. Sie befinden sich in Untersuchungshaft.

Gegen einen weiteren Beschuldigten wird aufgrund eines Hinweises auf mögliche Datenmanipulationen wegen des Tatverdachts der Strafvereitelung ermittelt.

Gegen zwei weitere Beschuldigte wird aufgrund möglicher Unterstützungsleistungen wegen des Tatverdachts der Beihilfe zum sexuellen Missbrauch von Kindern ermittelt.

Durch die IT-Auswertungen hat sich gegen einen siebten minderjährigen Beschuldigten der Verdacht des Besitzes kinderpornografischer Schriften ergeben. Die Beschuldigten vier bis sieben befinden sich auf freiem Fuß. Die zugrunde liegenden Sachverhalte werden weiter aufgehellt und die Ermittlungen dazu fortgeführt.

Die Ermittlungen gegen Polizeibeamte und gegen Mitarbeiter von Jugendämtern werden nicht innerhalb der Ermittlungskommission „Eichwald“ bearbeitet, sondern in einer gesonderten, fünfköpfigen Ermittlungskommission „Rad“ unter Leitung von EKHK Karsten Lagmöller. Bekanntlich wird derzeit gegen zwei Polizeibeamte wegen des Verdachts der Strafvereitelung im Amt ermittelt.

Weiteren Hinweisen auf Verbindungen zwischen Beschuldigten und Polizeibeamten wurde akribisch nachgegangen, Polizeibeamte wurden dazu vernommen und es fanden Befragungen auf dem Campingplatz statt. Die Ermittlungskommission „Rad“ hat nach den bisherigen Erkenntnissen keine Belege dafür, dass Polizeibeamte in die Taten involviert waren oder diese geduldet haben. Auch Mutmaßungen rund um gemeinsame Vereinsaktivitäten von Beschuldigten und Polizeibeamten haben sich bislang nicht bestätigt.

Die Zahl der identifizierten Opfer hat sich nicht verändert. Bislang sind 31 minderjährige Opfer identifiziert, darunter 27 Mädchen und vier Jungen.

Die Ermittlungskommission „Eichwald“ besteht mittlerweile aus 60 Ermittlern. Eine weitere personelle Aufstockung wird nicht ausgeschlossen.

Die Ermittlungskommission „Eichwald“ hat weiterhin hohes Interesse daran, dass sich Zeugen melden. Das Hinweistelefon ist weiterhin unter Tel. 0521/545-4215 zu erreichen.

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Lügde

Niese. Motorradfahrer verletzt sich schwer

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Rettungshubschrauber
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Lügde – Am Samstagnachmittag verletzte sich ein Motorradfahrer schwer, als er in einer Rechtskurve von der Fahrbahn abkam. Der 23-Jährige aus dem Auetal fuhr gegen 17 Uhr die Köterbergstraße in Richtung Falkenhagen herab. In einer Rechtskurve verlor er die Kontrolle über seine Kawasaki und fuhr über die Gegenfahrbahn und den angrenzenden Grünstreifen gegen eine Baumgruppe. Ein 20-jähriger Kradfahrer, der gemeinsam mit ihm unterwegs war, kümmerte sich um den Verletzten, bis die Rettungskräfte und die Polizei an der Unfallstelle eintrafen. Der 23-Jährige wurde mit schweren Verletzungen im Rettungshubschrauber ins Klinikum gebracht.

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Lügde

Feuerwehrmann angefahren

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Frau am Steuer
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Lügde – Am Samstagabend streuten Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr eine Ölspur im Schildweg ab. Dazu mussten die Kameraden die Straße sperren. Ein 37-jähriger Feuerwehrmann stand zu diesem Zweck am Kreisverkehr Schildweg / Waldstraße und hielt gegen 19:35 Uhr die 65-jährige Fahrerin eines silberfarbenen Mazdas an. Nach einem kurzen Gespräch wendete die Frau ihren Wagen. Dabei lud sie den 37-jährigen auf der Motorhaube des Mazdas auf und entfernte sich anschließend vom Unfallort. Der Führerschein der 65-Jährigen wurde beschlagnahmt. Das Verkehrskommissariat in Detmold bittet Zeugen des Vorfalls sich unter der Rufnummer 05231 / 6090 zu melden.

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Bielefeld

41 Opfer identifiziert – Veränderten Opferzahlen und Informationen zur Betreuung von Opfern

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Frau meldet sich bei einer Podiumsdiskussion
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Elfte gemeinsame Presseerklärung der Staatsanwaltschaft Detmold und der Polizei Bielefeld

Bielefeld / Lippe / Lügde – Die Staatsanwaltschaft Detmold und die Polizei Bielefeld haben mittlerweile 41 Opfer identifiziert und gehen noch 11 Verdachtsfällen nach. Ermittlungen führten dazu, dass aus einem der bislang 12 Verdachtsfälle ein Opferfall wurde. Darüber hinaus konnte ein Verdachtsfall ausgeräumt werden und ein neuer kam hinzu. Die Polizei Bielefeld führt umfangreiche Opferschutzmaßnahmen durch, darunter wurden bislang 45 Opferschutzgespräche geführt.

Das Ziel bei den polizeilichen Opferschutzmaßnahmen ist es, eine umfängliche verfahrensbegleitende Betreuung – insbesondere der betroffenen Opfer und deren Angehörigen – vor, während und nach den polizeilichen Vernehmungen zu gewährleisten. In allen Fällen werden entsprechende Erreichbarkeiten der Betreuungsbeamten bei den Opferfamilien hinterlassen, so dass fortwährend eine Kontaktaufnahme mit der Polizei möglich ist.

Die intensive Betreuung der Opferfamilien findet durch ausführliche Vorstellung der Opferschutzmaßnahmen, Aushändigung von Informationsmaterial und Vermittlung an Hilfsorganisationen statt. Die Sorgeberechtigten werden in diesem Rahmen über den Ablauf des Strafverfahrens, rechtliche Möglichkeiten der Nebenklage, Opferanwalt, Adhäsion und über die Stellung eines Antrags nach dem Opferentschädigungsgesetz informiert.

Die kindlichen Opfer werden nach individueller Auswahl und mit Einverständnis der Eltern durch qualifizierte Betreuung über die ärztlichen Beratungsstellen auf die Durchführung der polizeilichen Maßnahmen vorbereitet. Sie werden psychologisch stabilisiert, um beispielsweise eine Traumatisierung durch Vernehmungssituationen zu verhindern. Mit allen Opferfamilien wird mehrfach und eigenveranlasst Kontakt aufgenommen mit dem Ziel, dass diese entsprechende Angebote in Anspruch nehmen.

Darüber hinaus besteht eine fortlaufende Kooperation mit der Opferschutzbeauftragten des Landes NRW sowie den polizeilichen Betreuungsdienststellen in Niedersachsen.

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