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Lahmes Internet? Wie Kundenrechte nicht auf der Kriechspur bleiben

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Frustrierte Frau sitz vor ihrem Laptop
Symbolfoto - © Envato Elements

Der Stream bricht während der Fußball-Übertragung dauernd ab. Beim Download des neuen Programms kriecht der Fortschrittsbalken nur mühsam voran. Und beim Hochladen von Dokumenten für die Steuererklärung wird wegen Zeitüberschreitung die Annahme verweigert. Das Internet in vielen Haushalten lahmt – wie Beschwerden bei der Verbraucherzentrale NRW zeigen. „Weil Internetanbieter oft mit hohen ‚bis zu‘-Bandbreiten werben, ist der Frust groß, wenn angepriesene Highspeed-Verbindungen als lahme Enten stranden. Aber nur, wenn die tatsächliche Internetgeschwindigkeit erheblich, regelmäßig wiederkehrend oder dauerhaft von der vereinbarten abweicht, kann der Kunde den Vertrag kündigen“, kennen die Verbraucherschützer die Messlatte der Bundesnetzagentur, der Aufsichtsbehörde für die Telekommunikationsanbieter. Die Verbraucherzentrale NRW gibt Hilfestellungen für den Speed-Test, um Kundenrechte durchzusetzen:

  • Fehlerquellen ausschließen: Nicht immer liegt es an der Leitung. Denn auch veraltete Treiber der Netzwerkkarte, schlechter WLAN-Empfang, zu viele Cookies im Browser, falsche Router-Einstellungen, ungeeignete Kabel oder Antivirenprogramme können die Geschwindigkeit bremsen. Manchmal hilft auch der alte Trick, den Internetrouter kurz aus- und wieder anzuschalten.
  • Welche Geschwindigkeit zusteht: Im Produktinformationsblatt müssen Anbieter angeben, welches Download- und Upload-Tempo Kunden beim Internetdienst normalerweise erwarten können. Auf diese Unterlage muss der Verbraucher vor Vertragsschluss unter anderem hingewiesen werden; meist steht sie auch auf den Internetseiten des Anbieters zur Verfügung. Die im Produktinformationsblatt genannten Richtwerte sind Messlatte, ob die vereinbarte Geschwindigkeit tatsächlich beim Kunden ankommt.
  • Richtig messen: Die Bundesnetzagentur bietet auf der Webseite www.breitbandmessung.de ein Messtool, um die Surfgeschwindigkeit zu überprüfen. Postleitzahl, Name des Anbieters und der gebuchte Tarif sowie die im Produktinformationsblatt angegebene maximale Datenübertragungsrate sind dabei der Schlüssel, um die aktuellen Übertragungsraten beim Down- und Upload sekundenschnell aufdie Probe zu stellen. Am Ende gibt’s ein detailliertes Protokoll, das alle relevanten Daten festhält und Abweichungen von den Maximalwerten dokumentiert. Als Ausdruck oder Bildschirmfoto sollten die Messergebnisse gesichert werden. Die Bundesnetzagentur empfiehlt 20 Messungen an zwei unterschiedlichen Tagen in gleichem Umfang (mindestens zehn Messungen pro Tag), um dauerhafte Minderleistungen nachweisen zu können. Wichtig: Der Computer muss mit einem Netzwerkkabel an den Router angeschlossen sein, um die Internetverbindung korrekt zu messen.
  • Abweichungen mit Folgen: Weicht die tatsächliche Internetgeschwindigkeit erheblich, kontinuierlich oder regelmäßig wiederkehrend von der vereinbarten ab, wird die vertraglich zugesicherte Leistung nicht erfüllt. Dafür benennt die Bundesnetzagentur drei Voraussetzungen: Wenn nicht an mindestens zwei Messtagen jeweils mindestens einmal 90 Prozent der vertraglich vereinbarten maximalen Geschwindigkeit erreicht werden, die normalerweise zur Verfügung stehende Geschwindigkeit nicht in 90 Prozent der Messungen erzielt oder die vereinbarte Mindestgeschwindigkeit an mindestens zwei Messtagen jeweils unterschritten wird, kann der Kunde vom Anbieter Abhilfe verlangen.
  • Auf Abhilfe pochen: Ist die Internetleitung nachweislich schlechter als vertraglich zugesichert, sollte der Kunde sein Telekommunikationsunternehmen schriftlich über das Problem informieren und eine angemessene Frist zur Abhilfe setzen. Zwei Wochen reichen normalerweise aus. Bleibt die Geschwindigkeit weiterhin hinter der vereinbarten zurück oder ist es dem Anbieter technisch am Wohnort gar nicht möglich, die vertraglich vereinbarten Leistungen dauerhaft zu erbringen, kann der Vertrag außerordentlich gekündigt werden
  • Tarifwechsel als Ausweg: Bietet der Anbieter auch günstigere Tarife an, die von vornherein nur die gemessene niedrigere Geschwindigkeit bieten, sollten Verbraucher einen entsprechenden Tarifwechsel bzw. eine Vertragsanpassung verlangen. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass die Mindestvertragslaufzeit von 24 Monaten nicht wieder von vorne beginnt und keine Kosten für den Wechsel anfallen. Darüber hinaus sollten sich Kunden informieren, ob andere Anbieter am Standort Internetdienste anbieten und gegebenenfalls dorthin wechseln.

Mehr Informationen unter: www.verbraucherzentrale.nrw/breitband

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Bei Schadensvorsorge aufs richtige Pferd setzen – Haftpflichtversicherung für Haustiere

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Hund - © Pixabay
Symbolfoto - © Pixabay

„Der will doch nur spielen!“ – Und ehe sich der Halter versieht, hat Charly zugebissen: Wer haftet dann für die zerrissene Hose und die Bisswunde am Bein? „Es kommt darauf an, um was für ein Tier es sich handelt. Wer einen Hund hat, Pferde oder exotische Tiere hält, braucht eine separate Tierhalterhaftpflichtversicherung. Die private Haftpflicht kommt nur für Schäden auf, die Kleintiere anrichten – etwa Katzen, Kaninchen und Kanarienvögel“, erklärt die Verbraucherzentrale NRW. Wichtig ist, parallel zur Anschaffung eines Haustiers zu prüfen, welche Versicherung für angerichtete Schäden des zusätzlichen Hausgenossen aufkommt. Die Verbraucherzentrale NRW macht klar, in welchen Fällen eine Haftpflichtversicherung für Tiere einspringt und wann hingegen die private Haftpflichtpolice tierische Schäden ausgleicht:

  • Extra-Haftpflichtversicherung für „große“ Tiere: Verletzen Hunde oder Pferde eine unbeteiligte Person oder verursachen Sach- und Vermögensschäden, haftet der Halter in unbegrenzter Höhe – ganz gleich, ob ihn ein Verschulden trifft oder nicht. Die Privathaftpflicht greift hier nicht: Darin sind größere und wildere Tiere – wie Hund, Ziege oder Pferd – oder exotische Exemplare – etwa Papageien, Eidechsen oder Schlangen – nicht mitversichert. Halter von solchen besonderen Exemplaren brauchen auch eine gesonderte Haftpflichtversicherung zum Schutz bei unabsehbaren Schäden. In einigen Bundesländern – Berlin, Hamburg, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen – ist die Tierhalterhaftpflicht für Hunde mittlerweile Pflicht. In Nordrhein-Westfalen muss nur für große Hunde ab 40 Zentimeter Widerristhöhe oder einem Gewicht von 20 Kilogramm eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen werden. Eine Pferdehaftpflichtversicherung für Halter ist hingegen bislang in keinem Bundesland verbindlich.
  • Private Haftpflichtversicherung gilt auch für Kleintiere: Zahme Haustiere und kleine tierische Hausgenossen schlüpfen mit unter den Schutzschirm der privaten Haftpflichtversicherung, die jeder Haushalt abgeschlossen haben sollte. Dazu zählen Katzen, Kaninchen, Hamster, Vögel und sogar Bienen. Versichert sind in der Regel Tierhalter und Tierhüter gleichermaßen.
  • Kosten: Eine Hundehaftpflichtpolice gibt‘s schon ab circa 50 Euro im Jahr. Für einen soliden Pferdehaftpflichtschutz müssen Halter jährlich 100 Euro oder mehr berappen. Bei der privaten Haftpflichtversicherung hilft nur ein Vergleich von Umfang und Preis von mehreren Angeboten unterschiedlicher Versicherungsunternehmen. Achtung: Die Versicherungssumme sollte fünf Millionen Euro nicht unterschreiten.
  • Wichtige Prüfkriterien bei Policen: Unabdingbar vor einem Abschluss ist immer der genaue Blick der Halter in den vorliegenden Vertrag mit den darin aufgeführten Versicherungsbedingungen. Wichtige Aspekte beim Abschluss einer Hundehaftpflichtversicherung sind etwa vom Tier verursachte Schäden in einer Mietwohnung, Absicherung beim Verstoß gegen Halterpflichten, etwa wenn ein nicht an der Leine geführter Hund ein Missgeschick anrichtet, unkontrolliertes Decken von Hündinnen oder die Absicherung bei einem Auslandsaufenthalt. Auch bei der Police für Pferdehalter sollten der Verstoß von Halterpflichten, der Schutz für Pferdehüter, die Regulierung von Flur- und Deckschäden sowie eine Mitversicherung von Dritten, falls sie das versicherte Pferd führen oder reiten, im Vertrag enthalten sein. Denn überlässt ein Halter einer anderen Person sein Pferd, haftet der Besitzer, wenn das Tier zum Beispiel einen Passanten verletzt.

Rat und Hilfe, wann eine Haftpflichtversicherung bei Tierhaltung sinnvoll ist, bieten die Versicherungsberater der Verbraucherzentrale NRW in Detmold, Lemgoer Str.5, 32756 Detmold nach Terminvereinbarung unter Telefonnummer 05231 70159-01 www.verbraucherzentrale.nrw/versicherungsberatung. Per Verbrauchertelefon geht’s auch – und zwar donnerstags zwischen 10 und 13 Uhr unter der Rufnummer 0900-1-89 79 67 für 1,86 Euro pro Minute aus dem deutschen Festnetz. Mobilfunkpreise variieren.

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Social Media Trends 2019 – hierauf sollten Unternehmen achten!

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Social Media - © Envato Elements
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Der Bereich „Social Media Marketing“ gehört im Jahr 2019 für viele Unternehmen zum absoluten „Marketing-Alltag“. In Zeiten, in denen Facebook, Instagram, Snapchat, Pinterest und Co. die Freizeit der meisten Menschen dominieren, kann man es sich als Unternehmen eigentlich schon gar nicht mehr erlauben, auf diesen Plattformen, samt seinem Angebot, nicht oder nur spärlich präsent zu sein.

Dabei erfordern die sozialen Medien ständige Aufmerksamkeit hinsichtlich der Änderungen, die auf den Plattformen selbst geschehen. Algorithmen werden geändert, Updates werden gefahren und die einzelnen Plattformen werden über neue Features verändert. Hieraus entstehen für jedes Jahr sog. „Social Media Trends“, die zeigen, in welche Richtung das „Social Media Jahr 2019“ gehen könnte. Findet und folgt man als Unternehmen den relevanten Trends, die zum eigenen Unternehmen am besten passen, hat man seine Chance, im Jahr 2019 noch mehr Leute mit dem eigenen Angebot zu erreichen, um ein Vielfaches erhöht. Die Social Media Trends 2019 zu verfolgen, einzelne Taktiken zu studieren und die eigene Strategie zu verändern, kann sich für Unternehmen also in jedem Fall lohnen!

Status quo – die Welt der sozialen Medien entwickelt sich stets dynamisch!

Kaum ein Bereich im Marketing hat sich in den letzten Jahren so dynamisch verändert, wie der des Social Media Marketings. Selbst Unternehmen, die regelmäßig in verschiedenen sozialen Medien posten, müssen die eigenen Prozesse und Gedankengänge hinsichtlich der eigenen Social Media Präsenzen regelmäßig umstellen und optimieren. Ohne eine auf das eigene Unternehmen zugeschnittene Social Media Strategie, macht das „dabei sein“ für die meisten Unternehmen, Stand heute, keinen wirklichen Sinn. Außerdem sollte man stets einen Blick auf die neuesten Entwicklungen und Trends innerhalb der sozialen Medien selbst haben! Auch die Social Media Trends 2019 sollte man daher genau im Blick haben und neben den im Beitrag vorgestellten Trends immer ein Auge auf neue Strategien haben, die zum eigenen Unternehmen passen.

Story Funktion wird immer wichtiger

Wer die sozialen Medien selbst im privaten nutzt hat gemerkt, dass die Story Funktion immer – egal auf welchem Kanal – populärer wird. Egal, ob Instagram, Facebook, Snapchat oder gar WhatsApp. Immer mehr Privatpersonen und Unternehmen teilen die Updates aus ihrem Alltag via Story.

Für Unternehmen heißt das, dass sie den Fokus in den nächsten Monaten selbst stärker auf den Bereich Story legen werden müssen. Hier ist die Aufmerksamkeit zurzeit schlichtweg am höchsten. Wer es schafft, über diesen Weg Inhalte zu produzieren, die die Story des eigenen Unternehmens entsprechend gut darstellen, der schafft Sympathie hinsichtlich des eigenen Angebots und erreicht auf den Kanälen die Menschen, die zur eigenen Zielgruppe zählen.

Social Media - © Envato Elements

Symbolfoto – © Envato Elements

Auch organische Beiträge brauchen ein „Ad-Budget“

Wer die Reichweite seiner organischen Beiträge für die letzten 12 Monate ausgewertet hat wird festgestellt haben, dass die Reichweite jener Post deutlich gesunken ist. Gerade Facebook hat mit seinen letzten Änderungen am Algorithmus dafür gesorgt, dass Unternehmen es aktuell schwerer denn je haben, im News-Feed der privaten Nutzer auf der Plattform zu erscheinen.

Dies bedeutet für Unternehmen, dass sie in Zukunft auch für die Beiträge ein Ad-Budget zur Verfügung stellen müssen, die sie eigentlich nicht bewerben wollten. Eine „Pflicht“, wird das natürlich nach wie vor nicht. Wer gewisse Beiträge nicht „Boosten“ möchte, der muss das auch in Zukunft nicht tun. Allerdings ist es fragwürdig, ob der Aufwand, der zur Produktion entsprechend hochwertigen Contents aufgebracht werden muss, tatsächlich im Verhältnis zu der Reichweite steht, die über „organisches Posten“ erzielt wird. Schließlich möchte man als Unternehmen ja, dass die eigene Zielgruppe die eigenen Inhalte auch sieht!

Das „direct Messaging“ zwischen Verbraucher und Unternehmen nimmt weiter zu

Die sozialen Medien haben aus Sicht der Verbraucher einen, elementar großen Vorteil: man kommt extrem schnell und unkompliziert ins Gespräch mit einem Unternehmen! Entweder, um positives Feedback zu äußern oder eben, um seinem Unmut freie Luft zu machen. Wie dem auch sei: Direktnachrichten werden bei dieser Kontaktaufnahme immer wichtiger! Denn für die Verbraucher ist es schlichtweg einfacher, die entsprechenden Unternehmen über WhatsApp oder den Facebook Messenger anzuschreiben.

Unternehmen, die auf dieses Bedürfnis der eigenen Kunden eingehen und in den Bereichen entsprechend „nachrüsten“, werden das Thema „Kundenbindung“ im Jahr 2019 entsprechend erfolgreich vorantreiben. Vorbei sind die Zeiten, in denen man als Verbraucher bei entsprechenden Fragen lange Briefe über den Postweg versenden muss. In den Zeiten von „Digital 4.0“ erwarten Kunden sowie potentielle Kunden, dass Unternehmen schnell und schnörkellos auf eigene Fragen reagieren. Unternehmen sollten sich hierauf einstellen und bspw. darüber nachdenken, sich mit „WhatsApp for Business“ entsprechend dieser Nachfrage seitens der Kunden einzustellen.

Auch die KMUs sind in den sozialen Medien angekommen

Selbst Unternehmen, die sich jahrelang gegen den Einsatz der sozialen Medien als Marketing-Instrument im eigenen Unternehmen gewehrt haben, stellen spätestens 2019 fest, dass auch das eigene Unternehmen, mit seinen entsprechenden Inhalten in die sozialen Medien ziehen sollte. Wirft man einen Blick auf die aktuellen Nutzerzahlen für den Bereich Social Media, erkennt man schnell wieso – es gibt mittlerweile keine Zielgruppe mehr, die man nicht in irgendeiner Form über die sozialen Medien erreichen kann! Unternehmen sollten die sozialen Medien also nicht als „Bedrohung“, sondern als echte Chance wahrnehmen! Im Vergleich zu teurer Fernsehwerbung hat man hier nämlich die Möglichkeit, auf kostengünstigere Weise mit der eigenen Zielgruppe in Interaktion zu treten und aufmerksam auf das eigene Team, die eigene Unternehmensphilosophie und natürlich das eigene Angebot zu machen.

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Was tun bei Geisterfahrern? – Einfache Regeln reduzieren die Gefahr

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Symbolfoto - © Envato Elements

Schalten Sie vor Fahrtantritt das Radio ein, damit Sie über das Verkehrsinformationssystem aktuelle Verkehrswarnungen der Polizei hören können.

  • Haben Sie von einem Geisterfahrer auf Ihrer Strecke erfahren,
    • drosseln Sie ihr Tempo und fahren Sie im Verkehrsfluss weiter.
    • Halten Sie Abstand zu vorausfahrenden Fahrzeugen und überholen Sie nicht.
    • Fahren Sie möglichst weit rechts auf dem rechten Fahrstreifen, aber nicht auf dem Seitenstreifen. Dieser muss für den Notfall zum Ausweichen frei bleiben.
    • Wenn Sie die Möglichkeit haben, verlassen Sie bei der nächsten Abfahrt die Autobahn oder fahren Sie auf den nächsten Parkplatz oder Rasthof.
    • Verfolgen Sie den Verkehrsfunk und warten Sie auf Entwarnung.
  • Kommt Ihnen der Geisterfahrer tatsächlich entgegen,
    • versuchen Sie auf keinen Fall, ihn auf eigene Faust aufzuhalten! Bringen Sie sich nicht in Gefahr und bleiben Sie stattdessen ruhig: Drosseln Sie deutlich das Tempo und machen Sie den Geisterfahrer durch „Lichthupe“ und Warnblinklicht auf sich aufmerksam.
    • Halten Sie Abstand zum Geisterfahrer und zu benachbarten Fahrzeugen.
    • Ist der Geisterfahrer vorbeigefahren, informieren Sie schnellstmöglich die Polizei über die Notrufnummer 110. Halten Sie dafür zum Beispiel auf dem nächsten Rastplatz. Melden Sie der Polizei möglichst genaue Informationen zu Streckenabschnitt, Fahrtrichtung und Fahrzeug des Geisterfahrers.

Was tun, wenn ich selbst zum Geisterfahrer werde?

Für die meisten Menschen ist es unvorstellbar, selbst zum Geisterfahrer zu werden. Es kann aber jeden treffen: Schlafmangel, erhöhter Stress, Dunkelheit oder ungünstige Witterungsbedingungen sind einige der Gründe, die dazu führen können, dass wir zum Beispiel Straßenschilder übersehen – und selbst zum Geisterfahrer werden.

Ich bin auf der falschen Fahrbahn unterwegs – das ist zu tun:

Bewahren Sie Ruhe und drosseln Sie die Geschwindigkeit. Warnen Sie den richtig fahrenden Verkehr mit „Lichthupe“ und Warnblinklicht. Versuchen Sie nicht zu wenden oder rückwärts zu fahren. Kreuzen Sie auf keinen Fall die Fahrbahn, sondern halten Sie am nächstgelegenen Fahrbahnrand: Befinden Sie sich links, kommen Sie so weit links wie möglich zum Stehen, gegebenenfalls auf dem Seiten- oder Grünstreifen links neben der Fahrbahn. Befinden Sie sich rechts, halten Sie möglichst weit rechts an der Schutzeinrichtung – aber so, dass die Beifahrertür noch aufgeht. Steigen Sie vorsichtig aus und begeben Sie sich hinter eine Schutzeinrichtung, zum Beispiel die Leitplanke. Tragen Sie dabei eine Warnweste und laufen Sie nicht über die Fahrbahn. Machen Sie, wenn möglich, den fließenden Verkehr auf Ihr Fahrzeug als Hindernis aufmerksam. Verständigen Sie so schnell wie möglich die Polizei über die Notrufnummer 110. Selbst wenn Sie Ihren Fehler schon in der Autobahnauffahrt bemerken, gilt: Halten Sie sofort am nächstgelegenen Fahrbahnrand, wenden Sie nicht und verhalten Sie sich so wie oben beschrieben.

So geraten Sie nicht auf die falsche Fahrbahn

Nur fit hinters Steuer: Fahren Sie niemals alkoholisiert und vermeiden Sie es, sich übermüdet, gestresst oder unter Zeitdruck hinters Steuer zu setzen.

Fahren Sie konzentriert und lassen Sie sich nicht ablenken. Achten Sie besonders beim Auffahren auf eine Autobahn stets genau auf die Beschilderung und Fahrbahnmarkierungen. Vertrauen Sie Ihrem Navigationsgerät niemals blind und installieren Sie regelmäßig Updates. Wenn Sie auf der Autobahn eine Ausfahrt verpasst haben, fahren Sie in gleicher Richtung bis zur nächsten Ausfahrt weiter. Niemals wenden oder rückwärts fahren!

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