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Solarstrom vom eigenen Dach bringt gute Rendite

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Sichere Geldanlagen mit Renditen von 3,4 Prozent? Was in der heutigen Zinssituation nahezu traumhaft klingt, ist für Solarstromanlagen durchaus realistisch. Diesen Wert hat jetzt die Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin im Auftrag der Verbraucherzentrale NRW errechnet – für Anlagen mit 10 Kilowatt Nennleistung auf Einfamilienhäusern unter aktuellen
Rahmenbedingungen. Kommt ein E-Auto dazu, können es demnach sogar 4,7 Prozent werden. „Für Hausbesitzer lohnt es sich auch 2019, in Photovoltaik zu investieren und die Dachfläche dabei voll auszunutzen. Konto und Klima profitieren gleichermaßen“, fasst Michaela Prelle, Energieberaterin für die Verbraucherzentrale NRW zusammen. Folgende Tipps helfen dabei, mit eigenem Solarstrom das beste Ergebnis zu erzielen:

  • So groß wie möglich planen: Je größer, desto besser – diese einfache Regel gilt bei der Photovoltaik über weite Strecken. Und zwar nicht nur, weil größere Anlagen mehr fürs Klima tun als kleinere. Sondern auch, weil sie über die Laufzeit von 20 Jahren viel höhere Gewinne abwerfen. Sogar ein Schritt über die Grenze von 10 Kilowatt Nennleistung kann sich lohnen, obwohl dann eine ermäßigte EEG-Umlage auf selbst verbrauchten Strom anfällt. Der Schritt darf allerdings nicht zu klein ausfallen. Hier muss bei der Planung genau gerechnet werden.
  • Viel Strom direkt verbrauchen: Den größten finanziellen Vorteil bietet Strom vom Dach, wenn er direkt im Haus verbraucht wird. Dann spart er so viel Geld ein, wie dieselbe Menge Strom aus dem Netz kosten würde. Pro Kilowattstunde sind das durchschnittlich 26 Cent. Fließt eine Kilowattstunde dagegen ins allgemeine Netz, gibt es dafür nur rund 11 Cent Einspeisevergütung. Deshalb lautet die Devise: Strom möglichst dann verbrauchen, wenn die Sonne scheint! Wasch- und Spülmaschinen etwa sollten unter einem Solardach um die Mittagszeit laufen.
  • Batteriespeicher nicht als Renditebringer sehen: Batteriespeicher machen Solarstrom rund um die Uhr nutzbar. Dadurch kann mehr saubere Energie im Haus oder im E-Auto verbraucht werden. Doch die Sache hat einen Haken: Die zusätzlichen Einsparungen bei den Stromkosten werden realistisch betrachtet nicht ausreichen, um die Anschaffungskosten für den Batteriespeicher auszugleichen. Zumal mit Blick auf die Lebensdauer der Batterien nach 10 bis 15 Jahren wahrscheinlich ein Austausch des Speichers ansteht, also erneut investiert werden muss. Die Rendite einer Solarstromanlage ist mit Speicher deshalb schlechter als ohne. Unterm Strich kann nach 20 Jahren sogar ein Verlust stehen. Aus wirtschaftlicher Sicht ist ein Speicher deshalb trotz bereits deutlich gesunkener Anschaffungspreise immer noch nicht zu empfehlen. Die Batterien spielen aber für das Energiesystem der Zukunft eine wichtige Rolle. Wer heute mit einem Batteriespeicher vorangeht, investiert deshalb vor allem in das Gelingen der Energiewende.
  • Preisunterschiede kennen, Angebote vergleichen: Der Preis für eine Photovoltaikanlage samt Montage kann je nach Handwerksbetrieb sehr unter schiedlich ausfallen. Hier lohnt sich auf jeden Fall der Vergleich mehrerer Angebote. Denn wer überdurchschnittlich viel bezahlt, muss mit deutlich schlechteren Renditen rechnen. Hilfe bei der Prüfung von Angeboten gibt es bei der kostenlosen Energieberatung der Verbraucherzentrale in Minden.

Für Eigenheimbesitzer, die konkrete Berechnungen zu ihren Solarstrom-Investitionen haben möchten, bietet die Verbraucherzentrale eine Beratung zu Solarstrom an. Der 90-minütige Ortstermin kostet im Rahmen der landesweiten Kampagne „Sonne im Tank“ bis zum 31. Juli 2019 lediglich 30 statt der regulären 60 Euro. Terminvereinbarungen sind möglich unter 0211 / 33 996
555, und www.verbraucherzentrale.nrw/energieberatung.

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Ratgeber

Biotonne fit für den Sommer, aber bitte Plastikfrei!

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B.Tyce
Kompost
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Nicht nur bei hohen Temperaturen, sondern auch bei gemäßigten Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit stellen sich sehr schnell Faulprozesse mit unliebsamen Gerüchen und „Besuch“ durch Fliegen und Maden in der Biotonne ein. Viele Menschen ekeln sich vor den kleinen, weißen in Scharen auftretenden Maden – sie sind aber nicht gesundheitsgefährdend.

Aber es muss gar nicht soweit kommen, wenn Sie diese praktischen Hinweise zum Umgang mit der Biotonne an heißen Tagen beherzigen:

  • Stellen Sie die Biotonne möglichst an einen schattigen, luftigen Standplatz auf, damit der Inhalt sich nicht aufheizen kann.
  • Fügen Sie möglichst grobes Material (z.B. Zweige) dazu, damit sich genügend Sauerstoff zwischen den Bioabfällen befindet. Geknülltes Zeitungspapier kann das Fehlen von grobem Material ersetzen und zusätzlich Feuchtigkeit aufsaugen.
  • Bevor Sie Rasenschnitt in die Biotonne geben, lassen sie diesen erst antrocknen. Dadurch vermeiden Sie Gärungsprozesse und Sickerwasser.
  • Wickeln Sie Lebensmittelreste (z.B. Fleisch- und Fischreste) in Zeitungspapier ein.
  • Halten Sie die den Vorsortierer und die Biotonne geschlossen, um die Eiablage von Fliegen zu vermeiden.
  • Halten Sie den Deckelrand möglichst sauber, damit er nicht zum bevorzugten Eiablageplatz wird.
  • Treten trotz aller vorbeugenden Maßnahmen Maden auf, hilft eine Handvoll Gesteinsmehl, das in Gartencentern oder Baumärkten erhältlich ist. Gesteinsmehl bindet Wasser und entzieht den Maden die lebensnotwendige Feuchtigkeit.
  • Papier statt Plastik. Legen Sie ihr Sammelgefäß in der Küche mit Zeitungspapier oder mit Papiertüten aus. Gerade im Sommer verhindern sie so, dass die Abfälle ins „Schwitzen“ geraten und unangenehm riechen.

Doch nicht nur deshalb hat Plastik nichts im Biomüll zu suchen. Plastiktüten verrotten nicht und können auch nicht vollständig aus dem fertigen Kompost entfernt werden. Die Tüten zerreißen bei der Kompostierung und werden beim Umschichten zu kleinen Plastikfetzen, die den Kompost verunreinigen. Enthält der Kompost kleinste Plastikteilchen, so gelangen diese auf unsere Äcker oder in unsere Gärten. Dort werden sie weiter zerrieben, es entsteht Mikroplastik, das in unsere Nahrungskette gelangt. Die Auswirkungen von Mikroplastik in der Umwelt und auf die Gesundheit sind noch weitgehend unbekannt.

Mehr zum Thema „Kein Plastik in die Biotonne“ und praktische Tipps rund um die Biotonne finden Sie auch unter www.wirfuerbio.de/kavg-mloder bei der KAVG unter der Service-Nummer 0571 6456 6277.

Sammeltüten, die als kompostierbar gekennzeichnet sind oder aus Bio-Kunststoff bestehen, sind keine Alternative für den Biomüll. Denn die kompostierbaren Plastik-Tüten zersetzen sich oft nicht in der angegebenen Zeit im Kompostwerk und können von den normalen Plastiktüten nicht unterschieden werden, sodass sie als Fremdstoffe aufwändig entfernt werden müssen. Selbiges gilt für Einweg-Geschirr und Verpackungen aus sogenanntem kompostierbarem „Bio“-Plastik.

Verpackungen oder auch Bioabfallsammeltüten aus „Bio“-Plastik sollten deshalb auf keinen Fall in die Biotonne oder auf den Kompost gegeben werden.

Noch Fragen?

Umweltberatung der Verbraucherzentrale, Portastr. 9, 32423 Minden, Tel.: (0571) 386379-05

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Ratgeber

Praktisch und preiswert: Leitungswasser gibt´s frisch frei Haus

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B.Tyce
Frau hält ein Glas Wasser
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Es hat keine Lieferzeit und ist unschlagbar günstig. „Leitungswasser ist im Preis nicht zu toppen – fünf Liter gibt es schon für einen einzelnen Cent“, sagt die Leiterin der Beratungsstelle Detmold.
Trotzdem schleppen viele Menschen in Deutschland Tag für Tag Wasser nach Hause, meistens in Einwegplastikflaschen. Günstiges Flaschenwasser kostet etwa 13 Cent pro Liter – und ist damit ein Vielfaches teurer als das Wasser aus der Leitung. Manche Premium-Marken versprechen besondere Qualität, preisen ihr Wasser aus entlegenen Regionen der Welt an und verlangen schon mal 70 Cent und mehr pro Liter. Lohnt sich das?.

„Wir empfehlen Wasser aus der Leitung zu trinken“, sagt Beratungsstellenleiterin Brigitte Dörhöfer. Das spart Nerven, Zeit und Geld und ist auch besser für die Umwelt – denn Wasser aus der Leitung kommt unverpackt. Die Umweltberatung gibt folgende Tipps:

  • Mineralien gibt´s auch aus der Leitung: Anders als der Name erwarten lässt, muss Mineralwasser keinen Mindestgehalt an Mineralstoffen haben. Vergleiche zeigen, dass einige Mineralwässer sogar weniger Mineralstoffe liefern als das Leitungswasser an vielen Orten. Der Gehalt an Mineralien ist abhängig davon, wo das Wasser gewonnen wird. Für Mineralwasser gilt: es stammt aus unterirdischen Wasservorkommen, muss natürlichen Ursprungs sein und direkt an der Quelle abgefüllt werden. Die Brunnenbetriebe dürfen es praktisch nicht mehr aufbereiten. Erlaubt ist nur, einige Stoffe wie Eisen zu entfernen oder Kohlensäure zusetzen. „Was Mineralwasser an Mineralien liefern kann kann, kann Leitungswasser in den meisten Regionen in Deutschland auch“, sagt die Beratungsstellenleiterin Dörhöfer. Wer sich ausgewogen ernährt, deckt seinen Mineralienbedarf ohnehin über das Essen ab. Auskunft über den Mineralgehalt des Leitungswassers geben die örtlichen Wasserversorger.
  • Leitungswasser wird gut geprüft: Für Wasser aus der Leitung gelten mehr Vorschriften als für Mineralwasser, etwa was Rückstände von Pestiziden oder Uran betrifft. Die Trinkwasserverordnung legt strenge Kriterien an und die Qualität des Leitungswassers wird in Deutschland gut überwacht. Für Mineral- und Leitungswasser gilt gleichermaßen: sie dürfen keine Krankheitserreger, Spuren von Schwermetallen oder andere gesundheitsschädigende Stoffe enthalten.
  • Leicht sparen statt schwer schleppen: Jeder Mensch in Deutschland kauft laut Statistik rund 150 Liter Mineral- oder Heilwasser. Das macht bei 13 Cent pro Liter im Jahr rund 20 Euro, für ein teureres Wasser sind es rund 105 Euro. Der Aufwand für die Zeit zum Einkaufen, die Transportkosten für den Weg nach Hause und die Abgabe des Leergutes sind hier nicht mitgerechnet. 150 Liter Leitungswasser dagegen kosten durchschnittlich 30 Cent im Jahr! Für eine Familie kommt da schon einiges an Ersparnissen zusammen.
  • Und unterwegs? Wasser to go muss nicht aus der Einwegflasche kommen. Eine eigene Flasche lässt sich an Trinkbrunnen oder auch an sogenannten Refillstationen. auffüllen. Restaurants, Läden oder Einrichtungen, die kostenlos Wasser abfüllen, sind an Aufkleber mit einem blauen Tropfen-Symbol zu erkennen. Auch die Beratungsstelle in Detmold, Lemgoer Str.5, 32756 Detmold lädt zum kostenlosen Nachfüllen ein. Unter www.refill-deutschland.de gibt es eine Übersicht für ganz Deutschland.

Mehr zum Thema TrinkWasser finden Sie unter www.verbraucherzentrale.nrw/leitungswasser. Hier gibt es Tipps zur Gesundheit und Rezepte, um Leitungswasser geschmacklich aufzupeppen.

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Ratgeber

Neukunden sind eine begehrte Spezies im Onlinehandel

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Neukundenrabatt
Neukundenrabatt - © Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen

Neukunden sind eine begehrte Spezies im Onlinehandel. Der wetteifert mit Belohnungen um eine erste Geschäftsbeziehung. Es winken Gutscheine und Boni, Geld- und Sachprämien. Und das wiederholt bei vielen Unternehmen. Zu diesem Ergebnis kam eine Umfrage der Verbraucherzentrale NRW bei 110 Firmen sowie ein Check von 40 weiteren Anbieterseiten. Ärgerlich nur: Viele Pferdefüße trübten die Einkaufsfreude.

„Freundschaft fordert nicht, sie schenkt“: Nach dieser Devise umschmeichelt ein Parfümverkäufer seine Kundschaft. Dass vor allem Erstkäufer – wohl auch aus geschäftlichem Interesse – bezirzt werden, belegt eine Umfrage der Verbraucherzentrale NRW bei 110 Firmen. Während 50 davon keinen Unterschied zur Stammkundschaft machen wollten, gab eine Mehrheit von 60 Unternehmen bereitwillig Extrawürste aus.

Dabei waren Onlineshops und Banken. Geldwerte Vorteile versprachen Versorger aus den Bereichen Gas, Strom und Telekommunikation. Hinzu kamen Lottoanbieter und Zeitschriftenverlage.
Es galt das Motto: Jeder macht, was er will. So unterbreiteten nahezu zwei Drittel der 60 Firmen ein permanentes Neukunden-Angebot. Dabei konnte die Höhe der ausgerufenen Belohnung in ein und demselben Shop jedoch schwanken: Eine Zeit lang winkten zehn Euro Nachlass für den ersten Onlinekauf, später 15 Euro.

Das restliche Drittel spielte seine Boni sporadisch aus. Die Angebote waren auf einen Aktionszeitraum von wenigen Wochen oder Monaten im Jahr beschränkt. Erstkäufer konnten so leer ausgehen – oder sie mussten auf die nächste Aktion warten.

Unterschiede gab es auch bei den verschiedenen Belohnungsvarianten. Onlineshops verwöhnten Erstbesteller beispielsweise mit einem Abzug vom Kaufpreis. Mal in Form fester Euro-Beträge, mal als Prozente.

Gutscheine waren per Code beim ersten Kauf einzulösen (etwa QVC) oder kamen als Warengutscheine daher: beispielsweise für ein Essen im Restaurant (etwa Hamburger Sparkasse). Spendiert wurden gern auch fixe Geldbeträge (etwa Spiegel-Verlag), die später in diversen anderen Shops verprasst werden durften („Best-Choice“).

Bei der Eröffnung von Bankkonten winkte die Gutschrift eines Geldbetrags oder eine Freifahrt im Flixbus. Gratistipps und Freispiele sollten bei Lottogesellschaften die Spielfreude wecken.

Mit Geld- und Sachprämien buhlten vor allem Zeitschriftenverlage um Abonnenten.

Verblüffend: Rund die Hälfte der 60 Unternehmen mit Herz für Erstbesteller in der Umfrage verteilte wiederholt den Titel „Neukunde“. Dem Stromversorger E-wie-Einfach reichte es, wenn Altkunden zwischenzeitlich auch nur „einen Tag bei einem anderen Anbieter“ waren.

„Direkt“ nach dem Ablauf eines Vertrages stand ein Dutzend Unternehmen mit einem erneuten Willkommensgeschenk parat. Beim Versandhändler Otto hingegen mussten Kunden eine Kaufabstinenz von 24 Monaten üben.

Doch im Potpourri der Prämien und Prozente zwickte und zwackte es ungemein. Ganz vorne rangierten die Mindestlaufzeit oder der Mindestbestellwert, die jedes zweite Unternehmen einforderte. So brauchte es in der Spitze für einen Nachlass von 10 Prozent einen Einkaufswert von satten 150 Euro. Andere Shops beließen es bei moderateren 15 Euro und gaben 20 Prozent.
Immer wieder, das zeigte vor allem der Webbesuch bei 40 Firmen, bezog sich der versprochene Preisnachlass lediglich auf Teile des Sortiments. Eine Einschränkung, die sich etwa bei Onlinekaufhäusern wie Baur und Schwab fand.

Besonders tricky: Belohnungen konnten auch als Luftnummer verpuffen. Etwa wenn ein Dessous-Laden „eine gratis Rückgabe bei der ersten Bestellung“ auslobte. Denn trotz hoher Quoten in der Branche wird nicht jeder die Einstands-Order retournieren.

Ebenso fragwürdig agierte ein Mode-Shop, der massiv zur Eile drängte. Dessen nicht überprüfbare Bedingung: Ein 50-Euro-Bonus war „limitiert auf 1000 Einlösungen“.
Skurril war die Aktion zweier Stadtwerke im Rheinland. Sie lockten mit einem Wechselbonus „für Neukunden in der Region“. Verbraucher am Hauptsitz der beiden Unternehmen sollten leer ausgehen.

Lästig konnte es werden, wenn als Gegenleistung für Belohnungen der Newsletter abonniert werden musste. Abmelden war erst wieder nach dem Kauf gestattet.
Noch mehr Biss zeigte ein Verkäufer von Hundenahrung. Für seinen 10-Euro-Gutschein verlangte er die „Einwilligung für Telefonanrufe“. Eine Lottogesellschaft buhlte mit „zwei Freispielen“ um die „Werbeeinwilligung“.

Auf die Spitze trieb das die Commerzbank. Ein 100-Euro-Startguthaben bei Eröffnung eines Girokontos wollte sie nur ausschütten, wenn Kontoinhaber E-Mail- und telefonischer Werbung zustimmten. Dieses Einverständnis durfte „danach mindestens 3 Monate“ nicht widerrufen werden.

Merkwürdig war das Versteckspiel einer Handvoll Internetläden. Auf ihren Seiten fanden die Tester keinerlei Hinweise auf spezielle Neukunden-Vorteile. Die kannten allerdings externe Gutscheinportale. Nachfragen und Checks an der Kasse offenbarten, dass die Rabattcodes der Geheimniskrämer funktionierten.

Deshalb der Tipp der Verbraucherzentrale: Vor Bestellungen in Onlineshops stets nach einem Vorteil für Neukunden Ausschau halten – und das nicht nur beim ersten Kauf. Lohnenswert kann auch der Besuch von Gutscheinportalen sein oder die direkte Anfrage beim Unternehmen.

Informationen gibt es bei der örtlichen Beratungsstelle in Detmold, Lemgoer Str. 5, 32756 Detmold, Tel.05231 7015901, E-Mail detmold@verbraucherzentrale.nrw .

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