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Rödinghausen

Vom Rohr ins weitläufige Gewässerbett – Offenlegung der Schierenbeke im Bereich Tannenhöhe

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Gruppe vor der Schierenbeken Offenlegung
v. l. Karl-Heinz Diekmann (Kreis Herford), Karin Bohrer (Kreis Herford), Lutz Thieheuer (Ingenieurbüro Kuhlmann), Ulf Thürnau (Gemeinde Rödinghausen), Klaus Nottmeyer (Biologische Station Ravensberg), Seyfi Akman (WWE), Carsten Vogt (Projektleiter WWE), Hamut Nahmet (WWE), Torsten Hübner (WWE), Michael Beinke (Beinke Tiefbau) und Jürgen Heinrichs (WWE). - © Kreis Herford

Kreis Herford / Rödinghausen. Die Schierenbeke ist ein Nebengewässer der Großen Aue in Rödinghausen. Im Ober- und Mittellauf fließt sie durch das gleichnamige Naturschutzgebiet und hat hier einen sehr naturnahen Charakter. Dieser gute ökologische Zustand, der auch Zielsetzung der europäischen Wasserrahmenrichtlinie ist, ändert sich aber abrupt im Bereich der Straße Tannenhöhe. Hier fließt die Schierenbeke durch einen Feuerlöschteich, um anschließend in 3 Metern Tiefe über eine Länge von 115 Metern verrohrt durch eine Altlast und unter der Straße Tannenhöhe durchgeführt zu werden. Der ökologische Zustand wurde daher dort als „sehr schlecht“ eingestuft. Um das zu ändern, wird die Schierenbeke in diesem Abschnitt seit April offengelegt.

Nun wird der neue Straßendurchlass für die Schierenbeke an der Straße Tannenhöhe gelegt. „Die neue Länge der Schierenbeke wird nach den Maßnahmen etwa 240 Metern betragen“, erklärt Carsten Vogt, Projektleiter des Weser Werre Else Projekts, „Durch die Arbeiten wird im Gewässerbett der Schierenbeke zukünftig kein belasteter Boden mehr vorhanden sein.“ Die Aufgabe ist sehr anspruchsvoll, denn der Bach muss an dem Feuerlöschteich und an der Altlast vorbei geführt werden. Im Vorfeld wurden Bodenuntersuchungen durchgeführt und unter Beteiligung der Bezirksregierung Detmold, der Gemeinde Rödinghausen, der Bodenschutzbehörde des Kreises Herford und der Biologischen Station Ravenberg mehrere Varianten untersucht.

Die Natur profitiert von dieser Offenlegung

Die gefundene Lösung sieht vor, die Schierenbeke am nördlichen Ende des Feuerlöschteiches entlang zu führen und die Straße Tannenhöhe durch einen neuen, größer dimensionierten Straßendurchlass zu queren. Im weiteren Verlauf wird sie dann durch ein mit Erlen bestandenen Talraum in das alte Gewässerbett geleitet. Aber auch hier ist der Untergrund schwierig, denn der Talraum wurde in früheren Zeiten mit allerlei Bauschutt aufgefüllt. „Die Natur profitiert von dieser Offenlegung, es können sich wieder heimische Tierarten ansiedeln, die im verrohrten Gewässer bisher keinen Platz finden.“, sagt Karl-Heinz Diekmann vom Kreis Herford. Zum Beispiel der Eisvogel oder auch Insekten und Amphibien finden im neuen Gewässerverlauf Platz.

Offenlegung der Schierenbeke

Die Schierenbeke, die bisher verrohrt geflossen ist, soll wieder in einem natürlichen Gewässerbett verlaufen. – © Kreis Herford

Durch das Beschäftigungsprojekt „Weser-Werre-Else“ (WWE) ist die Umsetzung der komplexen Maßnahme möglich gewesen. Im Rahmen des Beschäftigungsprojektes wurden ganze 560 Tonnen Bauschutt aus dem anfallenden Boden aussortiert und gesondert entsorgt. Auch die Baggerarbeiten konnten von Mitarbeitern des WWE-Projektes durchgeführt werden. Der Durchlass unter der Straße Tannenhöhe wird auf der Grundlage von Planungen des Ingenieurbüros Kuhlmann von dem örtlichen Bauunternehmen Beinke umgesetzt.

Die Maßnahme wird im Rahmen des Weser-Werre-Else-Projektes durchgeführt. Träger der Gesamtmaßnahme ist die Untere Naturschutzbehörde des Kreises Herford. Die Summe der Einzelmaßnahmen des Gesamtprojekts beläuft sich auf 110.000 €. Davon werden 80% vom Land NRW über die WWE-Förderung übernommen, der Rest vom Kreis Herford. Der Durchlass soll in den nächsten Tagen fertig sein, der Abschluss aller Baumaßnahmen ist für Mitte 2019 geplant.

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Rödinghausen

Verkehrsunfall – Junger Fahrer verliert Kontrolle

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Autofahrer mit der Hand am Schaltknauf
Symbolfoto - © Envato Elements

Rödinghausen – Am Montag (20.8.), um 17:40 Uhr, fuhr ein 19-jähriger aus Rödinghausen mit dessen PKW auf der Ostkilver Straße in Richtung Heerstraße. Auf gerader Strecke kam der junge Fahrer aufgrund einer allgemeinen Unachtsamkeit in seinem schwarzen Golf nach rechts von der Fahrbahn ab. Er setzte seine Fahrt über einen Grünstreifen fort. Dabei überschlug er sich und kam schließlich zum Stehen. Der junge Mann verletze sich leicht. Ein eingesetzter Rettungswagen brachte ihn in ein benachbartes Krankenhaus. Der Wagen war nicht mehr fahrbereit und wurde abgeschleppt. Der entstandene Sachschaden beläuft sich auf mindestens 7.500 Euro.

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Rödinghausen

Einbruchdiebstahl – Unbekannte entwenden Gelbatterien und Warnleuchten von Anhängern

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Maschendrahtzaun
Symbolfoto - © Pixabay

Rödinghausen – Über die Zeit des vergangenen Wochenendes verschafften sich unbekannte Täter Zugang zu einem beschrankten Betriebshof an der Osnabrücker Straße. Vor der dortigen Halle parkten Spezialanhänger einer Baufirma. Die Unbekannten brachen ein Vorhängeschloss gewaltsam auf und entwendeten neben Werkzeugen auch eine Gelbatterie sowie Warnleuchten von den Anhängern. Anschließend verschafften sie sich auf unbekannte Weise Zugang zu der Halle und stießen dort lagernde Benzinkanister um. Anschließend konnten sie unbemerkt fliehen. Der entstandene Gesamtschaden beläuft sich auf mindestens 480 Euro. Hinweise zu dieser Tat nimmt die Direktion Kriminalität unter 05221 – 888 0 entgegen.

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Rödinghausen

Motorradfahrer stürzt – Keine Fahrerlaubnis vorhanden

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Unfallstelle an der Bruchstraße in Rödinghausen
Unfallstelle - © Polizei Herford

Rödinghausen – Am Samstagabend (27.7.) um 23:30 Uhr kam es auf der Bruchstraße in Rödinghausen zum Sturz eines Motorradfahrers. Der 17-Jährige Fahrer einer schwarzen Kawasaki fuhr auf der Bruchstraße aus Richtung Holsen kommend in Richtung Bruchmühlen. Plötzlich erkannte er auf einen Grundstück zwei Personen, welche für ihn den Anschein erweckten, dass sie in Richtung Fahrbahn laufen wollten. Um einen möglichen Verkehrsunfall zu vermeiden, vollzog er eine Vollbremsung. Aufgrund vermutlich überhöhter Geschwindigkeit verlor er die Kontrolle über sein Motorrad. Er stürzte zu Boden, rutschte ca. 100m über die Fahrbahn und stieß dann neben der Straße gegen eine Ortstafel. Zum Unfallzeitpunkt trug der Motorradfahrer keine entsprechende Schutzkleidung und verletzte sich beim Sturz. Er wurde mittels Rettungswagen einem örtlichen Krankenhaus zugeführt. Das Motorrad war nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden. Es entstand ein Sachschaden von ca. 2200 Euro. Vor Ort wurde durch die eingesetzten Polizeibeamten festgestellt, dass der 17-Jährige weder in Besitz der erforderlichen Fahrerlaubnis, noch das die Kawasaki ordnungsgemäß zugelassen und versichert ist. Das Verkehrskommissariat Bünde übernimmt die weiteren Ermittlungen.

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