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Steinhagen

Bei der TÜV-Abnahme vor dem Start – Schwertransport vor dem Start

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Rund 186 Tonnen bringt jeder der Schwertransporter insgesamt auf die Waage. - © Kreis Gütersloh
Rund 186 Tonnen bringt jeder der Schwertransporter insgesamt auf die Waage. - © Kreis Gütersloh

Steinhagen. 6,14 Meter hoch, knapp 5,60 Meter breit, 46 Meter lang und ein Gesamtgewicht von 186 Tonnen – die Schwertransporter auf dem Hof der Firma Gronemeyer & Banck in Steinhagen beeindrucken mit Zahlen. Am Mittag nahm der TÜV Nord die beiden Schwertransporter ab, die zwei Behälter für eine Fernwärmeheizung Richtung Mittellandkanal transportieren sollen. Auch die Abteilung Straßenverkehr des Kreises ist vor Ort, schließlich ist es der erste Transport seit April dieses Jahres, als ein Schwertransporter auf der Osningstraße in Werther verunglückte.

Der Transport startet erst nach 22 Uhr, die TÜV-Abnahme ist so früh, damit die Fahrer ausreichend Ruhezeit bekommen, bevor es los geht. 14 Achsen hat der Schwertransporter, 630 PS die Zugmaschine – an diesem Tag ist es ein anderes Unternehmen als im April, das den Schwertransport durchführen wird: Viktor Baumann Schwertransporte und Autokrane (Bornheim), einer der großen der Branche. Der TÜV kontrolliert an diesem Tag vor allem ob der Transport mit dem übereinstimmt, was auf dem Papier genehmigt wurde. Die Ladung wiegt jeweils rund 100 Tonnen. In der Regel sind stets zwei Transporter an einem Abend unterwegs, die Transporte von Montag bilden den Auftakt von insgesamt sieben in den nächsten drei Wochen. Der Kreis Gütersloh, zuständig für die Verkehrslenkung und -sicherheit, hatte die Wiederaufnahme der Schwertransporte unter Auflagen wieder genehmigt. Für Behälter dieser Größe gibt es keinen anderen Weg – die riesigen Behälter passen unter keine Brücke. Zunächst soll der Schwertransport in der Gefällestrecke in Werther eine zweite Zugmaschine ankoppeln – und zwar hinten. Dazu wird der Konvoi halten, einen Tieflader samt Behälter abstellen, dann mit zwei Zugmaschinen den ersten Tieflader durch die Gefällestrecke fahren, dann diesen abstellen und die Prozedur mit dem zweiten Tieflader wiederholen. Doch schon am Montagmittag bei der Tüvabnahme zeichnet sich ab, dass es auch alternative Lösungen gibt, die Sicherheit versprechen. Der Kreis Gütersloh wird sich dazu mit anderen Genehmigungsbehörden, mit denen das Schwertransportunternehmen zusammenarbeitet, austauschen.

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1 Kommentar

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  1. Helga

    7. November 2018 at 18:19

    Danke für lehrreiche Erfahrungen! Unser Schwertransport sollte erst zum Hafen und dann über die Grenze kommen. Nach dem glücklichen Ankommen in den Hafen wurde erst ein Verwiegeprotokoll ausgestellt und dann aufs Schiff endlich geladen! Sogar vom Chef prämiert! Danke!

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Steinhagen

Zeugen melden Graffitisprayer – Jugendliche an Eltern übergeben

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Sprayer beim Graffiti
Symbolfoto - © Envato Elements

Steinhagen – Am Montagabend (19.08., 20.15 Uhr) meldeten Zeugen jugendliche Graffitisprayer an einer Brücker der A33 am Jückemühlenweg.

Durch die Polizei konnten vor Ort zwei Jugendliche angetroffen werden. Zwei rannten zunächst davon, fanden sich im weiteren Verlauf des Einsatzes allerdings wieder an dem Brückenpfeiler ein. An dem Pfeiler waren zwei frische Graffitis erkennbar.

Alle vier wurden an ihre Erziehungsberechtigten übergeben. Gegen die drei 14-jährigen und den 15- jährigen Steinhagener wurden Ermittlungsverfahren eingeleitet.

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Steinhagen

Notfallversorgung in Steinhagen – Neuer Rettungswagen im Einsatz

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Das Team
Das Team: (v. l.) Stefan Sussiek, Arne Brunkhorst, Viviane Theilmann, Kristin Kipker, Tobias Bärenwaldt, Fabian Luber, Michael Katschko, Jens Vahle (Leiter der Rettungswache Steinhagen) und Marc Winkler (stellv. Rettungswachen-Leiter Steinhagen) vor dem neuen und modern ausgestatteten RTW. - © Kreis Gütersloh

Steinhagen. Wenn der Notruf eingeht, zählt jeder Augenblick. Das Retter-Team hat keine Zeit zu verlieren, auf geht’s zum Rettungswagen! Der leuchtrot-weiße Sprinter ist das wichtigste Hilfsmittel im Rettungsdienst und gehört zur festen Ausstattung in jeder Wache. Das neunköpfige Rettungs-Team, das seit Anfang des Jahres in Steinhagen-Amshausen positioniert ist, hat ein brandneues Einsatzfahrzeug bekommen und kann damit eine optimale Notfallversorgung im 24-Stunden-Dienst garantieren.

Mit dem neuen Rettungswachen-Standort in Steinhagen hat der Kreis Gütersloh das Netz der Notfallversorgung verdichtet. Das neue Team vor Ort ist vorerst in den Räumlichkeiten der Feuerwehr untergebracht. „Die Kollegen von der Feuerwehr haben uns herzlich aufgenommen und uns sogar fast das komplette Erdgeschoss überlassen“, erklärt Marc Winkler, stellvertretender Rettungswachenleiter. Auch der RTW hat seinen festen Platz in der Fahrzeughalle bekommen.

Neuer RTW

Der neue RTW mit seiner modernen Ausstattung ist das wichtigste Hilfsmittel im Rettungsdienst. – © Kreis Gütersloh

Das Mercedes-Modell verfügt über eine moderne, technische Ausstattung. Winkler: „Das Keyless-Go-System beschleunigt den Start noch um einige Sekunden. Außerdem entspricht das gesamte Cockpit samt Ausstattung eher dem eines Pkws als dem eines typischen Sprinters.“ Wie auch bereits seine Vorgängermodelle verfügt der RTW über ein spezielles Navigationssystem, das direkt mit der Kreisleitstelle für den Rettungsdienst, Feuer- und Katastrophenschutz verbunden ist. Das bedeutet: Sobald der Notruf eingeht, sendet der Computer die einsatzrelevanten Daten an den RTW. Wenn die Retter aufbrechen, hat das Navi bereits die schnellste Route errechnet. Dabei berücksichtigt es die aktuelle Verkehrslage, mögliche Straßensperrungen oder Umleitungen. „Wir haben ein sehr sicheres Fahrgefühl in dem RTW und dank seiner guten Straßenlage ist auch der Patiententransport angenehmer und vor allem auch schonender“, hebt Winkler hervor. Der Patientenbereich ist ähnlich wie bei den Vorgängermodellen aufgebaut.

Patientenraum RTW

Der Patientenraum im neuen RTW ähnelt dem des Vorgängermodells. Durch die gute Straßenlage des Fahrzeuges ist der Patiententransport jedoch angenehmer und vor allem schonender. – © Kreis Gütersloh

Doch bevor der RTW seinen ersten Einsatz fahren konnte, war Teamarbeit gefragt. Drei Tage lang hatte sich das gesamte Rettungswachen-Team um die Ausstattung des Fahrzeuges gekümmert. Elektrische Geräte wurden installiert und mussten anschließend auf ihre Betriebsfähigkeit geprüft werden. Außerdem müssen alle Medikamente und Instrumente stets griffbereit an vordefinierten Stellen liegen. „Wir arbeiten nach einem strikten Organisationsmuster, damit wir im Ernstfall schnell alle Utensilien zur Hand haben.“ Das gilt für den Behandlungsraum im RTW wie auch für die Einsatzrucksäcke. Auch die müssen immer komplett gepackt sein. Ihr fester Platz ist die Schublade im Außenbereich des Fahrzeuges. Dort finden die Einsatzkräfte übrigens auch andere mobile Instrumente wie zum Beispiel einen Defibrillator. Ausziehbare Trittstufen erleichtern den Team-Mitgliedern, auch die höher gelegenen Schubladen zu erreichen. Sobald der RTW komplett ausgestattet und bepackt war, kam die Labelmaschine zum Einsatz. Denn jede einzelne Schublade erhielt eine Beschriftung.

Mit ihrem modernen und top ausgestatteten RTW sind die Rettungskräfte bei Notfällen in Steinhagen sowie in Teilen von Halle (Westf.), Künsebeck, Gütersloh-Isselhorst und über die Kreisgrenzen hinaus auch in Bielefeld-Quelle unterwegs.

Zum Thema: Die neue Rettungswache in Steinhagen

Seit Anfang des Jahres ist der Rettungsdienst des Kreises Gütersloh mit einem eigenen Team in Steinhagen vertreten. Vorerst dürfen die Rettungskräfte die Räumlichkeiten der Feuerwehr in Amshausen mit nutzen. Langfristig wird an der Bahnhofstraße/ Ecke Liebigstraße in Steinhagen eine Rettungswache eingerichtet werden.

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Steinhagen

Prüfung der Kreuzung Bielefelder Straße / Auffahrt A33 – Rote Markierung erhöht Verkehrssicherheit

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Kreuzung Bielefelder Straße / Auffahrt A33
Knotenpunkt Bielefelder Straße / A33: An der Kreuzung erhalten rechtsabbiegende Fahrzeuge in zwei Phasen grünes Licht. Eine davon teilen sie sich mit den Fußgängern und Radfahrern. Um die Verkehrssicherheit an dieser Stelle zu fördern, wird die Furt künftig rot eingefärbt. - © Kreis Gütersloh.

Steinhagen. Achtung: Toter Winkel! Bei einem schweren Unfall an der Bielefelder Straße Ende April hat ein Lkw-Fahrer beim Rechtsabbiegen auf die A33 eine Fahrradfahrerin übersehen. Zwar konnte der Unfallhergang nicht eindeutig rekonstruiert werden, dennoch prüfte die Abteilung Straßenverkehr des Kreises Gütersloh intensiv wie die Sicherheit an der Kreuzung verbessert werden kann. Das mit dem Straßenbaulastträger Straßen.NRW abgestimmte Ergebnis: Die Furten, auf denen Radfahrer und Fußgänger unterwegs sind, werden an dieser und an weiteren im Straßenverlauf befindlichen Kreuzungen rot markiert. Diese Maßnahme soll noch vor Beginn des neuen Schuljahres Ende August erfolgen. Die Ampelschaltungen an der Bielefelder Straße/ A33 sowie an allen umliegenden Kreuzungen sind bereits entsprechend der Verkehrsbelastung und der Sicherheitsfaktoren optimal eingestellt.

Seit der Freigabe der Autobahn-Anschlussstelle in Steinhagen im April 2018 ist weder am Knotenpunkt Bielefelder Straße/ A33 noch an den benachbarten Kreuzungen mit gleichen Ampelschaltungen ein weiterer vergleichbarer Unfall passiert. Es handelt sich demnach nicht um eine Unfallhäufungsstelle. Dennoch haben die Experten im Zuge der Unfalluntersuchung sehr intensiv geprüft, ob eine Änderung der Ampelschaltung die Verkehrssicherheit erhöhen würde, ohne dabei ihre Leistungsfähigkeit unvertretbar zu beeinträchtigen.

Konzentriert beobachtet Ulrich Elfers vom Kreis Gütersloh den Verkehrsfluss an der Bielefelder Straße auf seinem Monitor. Mit der Simulationssoftware kann der Verkehrsingenieur die Sicherheit und Leistungsfähigkeit von allen Kreuzungen im Kreisgebiet testen. Um die Verkehrsbelastung möglichst genau darzustellen, arbeitet er mit den von der Abteilung Straßenverkehr sowie vom Landesbetrieb erhobenen Zahlen. Demnach biegen pro Stunde während der Hauptverkehrszeit etwa 270 Fahrzeuge an der Bielefelder Straße rechts auf die A33 Richtung ab – das sind fast drei Mal so viel wie prognostiziert wurde. „Die Kreuzungen an der A33 sind hochbelastet und haben nur noch wenige Kapazitäten. Die gilt es nun voll auszuschöpfen“, erklärt Bernhard Riepe, Sachgebietsleiter Verkehrslenkung des Kreises Gütersloh.

Die Ampelschaltung gibt den Rechtsabbiegern in zwei Phasen grünes Licht. Das Hauptsignal erlaubt ihnen, gemeinsam mit den Fußgängern und Radfahrern zu fahren. Die bekommen allerdings einen Vorsprung von drei Sekunden. Ein Zusatzsignal gibt für die Rechtsabbieger dann ein zweites Mal Grün, wenn der Verkehr von der Autobahn einbiegt. So wird das hohe Verkehrsaufkommen auf der Rechtsabbiegespur geregelt und ein Rückstau vermieden. Bei welcher der beiden Schaltphasen sich der Unfall im April ereignete, konnte nicht ermittelt werden.

Doch würde eine alternative Ampelprogrammierung mehr Sicherheit garantieren? „Nein, denn egal an welcher Schraube ich drehe, mit ihr dreht sich das gesamte Konstrukt und beeinträchtigt den Verkehrsfluss“, betont Elfers. Um das zu demonstrieren, tippt der Experte neue Werte in das Programm ein und startet die Testversion: Die virtuellen Rechtsabbieger dürfen in der Simulation nun nicht mehr zeitgleich mit den Fußgängern und Radfahrern die Straße überqueren und bekommen ein gesondertes Grünsignal. In dieser Alternative kommt es bald zu einem knapp zwei Kilometer langen Rückstau, der bis zur B 68 reicht. Elfers: „Die geänderte Schaltung würde deutliche Nachteile für die Rechtsabbieger bedeuten. Damit wären neue Konflikte und Gefahrenpotenziale verbunden.“ Andere Alternativen zeigen ähnliche Ergebnisse: Rückstau, Konfliktpunkte und ein erhöhtes Unfallrisiko. „Das Ziel ist, eine grüne Welle unter möglichst sicheren Verkehrsbedingungen zu programmieren. Dafür muss auch immer das umliegende Verkehrsnetz berücksichtigt werden“, fasst Riepe zusammen.

Eine Änderung der Signalschaltung würde den Verlust der grünen Welle bedeuten und gleichzeitig das Risiko neuer Gefahrenpunkte erhöhen. Stattdessen soll der Knotenpunkt an der Bielefelder Straße/ A33 sowie die umliegenden Kreuzungen an der östlichen Autobahn-Anschlussstelle und an der Bielefelder Straße/Lange Straße/ Meschers Hof optisch aufeinander abgestimmt werden. Die Ampelsignale sind bereits gleich geschaltet. Um den Fuß- und Radweg noch deutlicher hervorzuheben, wird die Furt rot eingefärbt. Die Kreuzung Bielefelder Straße/ Liebigstraße/Borsigstraße ist bereits mit den Rotmarkierungen ausgestattet und erhält künftig eine Ampelanlage mit gleicher Signalschaltung. „Das gleiche Erscheinungsbild und die gleiche Ampelschaltung sind zwei Maßnahmen, mit denen bereits Unfallhäufungsstellen – also hochbelastete Kreuzungen, an denen mehrere, ähnliche Unfälle passiert sind – entschärft werden konnten“, erläutert Riepe.

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