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Der Moloch

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Kerze, Hand - © Envato Elements

Eine Tragödie (1849-50) von Friedrich Hebbel.

Personen

Hieram, ein uralter Greis
Rhamnit, Oberpriester des Moloch, gleichfalls ein Greis beide aus Karthago
Teut, der alte, König von Thule
Teut, der junge, sein Sohn
Velleda, die Königin
Theoda, ein junges Mädchen
Bär. Wolf. Hund. Hase. Adler

Erster Akt

Wald und Meer. Im Walde der Moloch.

Hieram (vom Meere kommend).
Ich hab‘ das Schiff, das uns durchs Weltmeer trug, In Brand gesteckt. Tatst du, was ich gebot?

Rhamnit (ihm aus dem Walde entgegentretend).
Sieh hin!

Hieram. Durch wilder Eichen krauses Laub
Blickt starr und ehern mich der Moloch an.
Mir deucht, hier steht er besser, als er je
Noch in Karthagos goldnen Mauern stand!

Rhamnit. Karthago!

Hieram. Willst du weinen? Weine nicht!
Das tat der Römer Scipio für dich!
Das Feuer hatte seinen Dienst getan,
Nun hätt‘ er’s gerne ausgeweint, damit
Kein Feuer übrigbleibe für sein Rom! —
Der Moloch glüht noch nicht!

Rhamnit. Er tut es bald.
Wo aber ist das Opfer?

Hieram. Schon bereit!

Rhamnit. Du Sprichst in Rätseln!

Hieram. Ist’s zum erstenmal?

Rhamnit. Nein! Doch man wird es müde mit der Zeit.

Hieram. Du hast mich nie befragt.

Rhamnit. So frag mich jetzt.

Hieram. Dir wird die Antwort werden, die du willst!

Rhamnit. So sprich, was sinnst du?

Hieram. Wer ich bin, nicht erst?

Rhamnit. Das weiß ich!

Hieram. Weißt du?

Rhamnit. Ja, du bist der Greis,
Von dem es heißt, daß er nicht sterben kann.

Hieram. Daß er nicht sterben kann, bevor er Rom
In Flammen stehen, wie Karthago, sah!
Das glaub‘ ich selbst! Die Rache lebt in mir,
Wie sollt‘ ich sterben, eh die Rache stirbt,
Und eh sie satt ist, stirbt die Rache nicht.

Rhamnit. Mit Haaren, silberweiß, doch lang und voll,
Mit Zügen, die der Grimm versteinert hat,
So sah ich schon, da ich noch Knabe war,
Dich auf dem Markt, so seh‘ ich dich noch heut.
Wir Kinder starrten dich mit Schaudern an,
Die ältern flüsterten den jüngern zu:
Der hat an Romas Pforten mitgeklopft!
Und wenn der Wind in deinen Locken sich
Verfing und sie bewegte, war es uns,
Als ob wir etwas wunderbares sähn.
Doch als ich hörte, daß dich einst ein Wurm
Gestochen, ohne daß du es bemerkt,
Da kam’s mir vor, als müßte es so sein.

Hieram. Du weißt mit alledem nicht, wer ich bin!

Rhamnit. Du bist ein Unterfeldherr Hannibals!

Hieram. Ich bin sein Bruder, bin Hamilkars Sohn!

Rhamnit. Der bist du nicht! Denn Hamilkars Geschlecht,
Das kenn‘ ich, wie die Finger meiner Hand.

Hieram. Vernimm! er hat im fernen Spanien
Mit einer Königstochter mich gezeugt,
Die er gewaltsam für sein Lager warb;
Sie aber, eh sie meiner noch genas,
Ist wieder zu den Ihrigen entflohn,
Und erst, als sie im Sterben lag und viel
Vom Hamilkar im Traum des Fiebers sprach,
Hat ihre Dienerin es mir entdeckt.
Da eilt‘ ich nach Karthago, trat ins Heer
Des Hannibal —

Rhamnit, Und wie empfing er dich?

Hieram. Wie jeden, welcher kam mit einem Schwert
Und fragte, gegen wen zu kämpfen sei!

Rhamnit. So sagtest du ihm nicht —

Hieram. Ich sagt‘ ihm nichts!
Die Arme über seine Brust gekreuzt,
Mich überfliegend mit dem flücht’gen Blick,
Den keine Narbe noch zum Weilen zwang,
Stand er vor mir und sprach: Es geht nach Rom,
Und wenn du etwas dort zu suchen hast,
Ein Weib, ein Haus, ein Königreich vielleicht,
So folge mir, ich geh‘ den nächsten Weg!
Ich aber schwur mir zu: Ich sag’s erst dann,
Daß ich der Sohn von seinem Vater bin,
Wenn er zu wünschen anfängt, daß ich’s Sei,
Und Sollte er mir seine Arme auch
Erst öffnen, wenn ich Romas Tor gesprengt
Und in den Brand das Kapitol gesteckt!
Wir kamen nicht nach Rom, und keine Tat,
Die ich vollbrachte, zwang den hohen Neid
Ihm ab, durch den ein Halbgott anerkennt.
Drum hat er nie erfahren, wer ich bin;
Nicht einmal, als er seines Bruders Kopf,
Den ihm der Römer Hohn, wie einen Ball
Ins Lager warf, begraben ließ, und ich
Dem Sklaven, der ihn forttrug, ihn entriß.
Ich küßte ihn, er sah mich an und schwieg.

Rhamnit. Er war –

Hieram. Nichts mehr von ihm! Gedenk‘ ich sein,
So hass‘ ich dieses Rom nicht mehr wie sonst!
Ich dank‘ ihm auch, daß er in Sturm und Flut,
So wenig wir’s verdienten, uns beschirmt,
Denn ohne ihn wär‘ unsre Nuß von Holz
In jener bösen Nacht – du wirst, wie ich,
Sie nie vergessen! — doch gewiß zerschellt!

Hieram. Das glaub‘ ich selbst. Er wiegt an tausend Pfund,
Und die sind viel auf meinem kleinen Schiff,
Das zwischen Felsen hin und wieder treibt
Und scheitern muß, wenn ihm der Ballast fehlt.
Rhamnit. Ist dies das Opfer, das du bringen willst?

Hieram. Sei sicher, Freund, du schmähst mein Opfer nicht,
Dein Gott will Menschenblut, und sei gewiß,
Er dürstet nicht umsonst, ich geb‘ es ihm.

Rhamnit. Dein eignes?

Hieram. Nein!

Rhamnit. Woher denn nimmst du Blut?

Hieram. Ich bin in diesem Walde nicht allein!

Rhamnit. Auch ich bin da!

Hieram. Ja!

Rhamnit. Ja?

Hieram. Und andre mehr.
Du sahst sie.

Rhamnit. Von der Höhle aus, die uns
Verbarg. Doch Riesen sind es. Hoch und lang,
Wie um die Abendzeit mein Schatten ist.
Sie reißen Bäume aus der Erde aus,
Wie Knaben Kräuter, und wie sonst der Mensch
Im Wald am Löwen hinschleicht, schleichen hier
Die zott’gen Löwen, die du Bären nennst,
Am Menschen sich vorbei, am schlafenden
Sogar, und blicken froh, wenn’s ihnen glückt.

Hieram. Nicht wahr, es wird dem Römer schlecht ergehn,
Wenn ihn der Deutsche heimsucht?

Rhamnit. Schlechter nicht,
Wie dir auf deiner Opferjagd, wenn du
Die bei dem Deutschen anzustellen denkst.

Hieram. Der Moloch will nicht glühn!

Rhamnit. So schilt nicht mich,
Denn treu, wie stets, hab‘ ich den Dienst versehn.
Schilt nur das Holz, es wird hier in der Luft
So naß, wie anderwärts im Wasser kaum.
Oh, welch ein Land! Aus ew’gem Nebel quält
Die matte Sonne mühsam Sich hervor
Und sieht so Schreckliches, daß sie’s verdrießt,
Die Nacht verscheucht zu haben, die es barg.
Und wenn sie auch, aus Mitleid ober Stolz,
Der, was er einmal anfing, enden will,
Am Himmel dann verweilt, so ist’s umsonst,
Die Erde dankt ihr keinen Liebesblick.
Da tut sich keine Blume auf und trinkt
Ihr Licht und kocht es still zur Farbe aus,
Da quillt aus keinem Baum ein Blütenknopf,
Dem ihre Glut die Frucht entlocken kann;
Nur ernstes, dunkles Grün, das kaum vom Grau
Des Stamms sich unterscheidet, den es kränzt,
Ein Vogel, dumm und häßlich, der’s besingt,
Und rauhe Winde, die ich loben muß,
Weil sie’s so lange schüttelt, bis es fällt!

Hieram. Ich seh‘, das Land, wo deine Väter sich
Den edlen Bernstein holten, reizt dich nicht,
Und dennoch siehst du es zur Sommerzeit,
Was sagtest du, wenn du’s im Winter sähst!
Da wird das Wasser fest wie Stein, du kannst
Dein Haus darauf erbauen, ja, daraus;
Da wird der Nebeldunst des Meers zu Schnee,
Zu weißem Staub, der in der Luft sich ballt,
Und, endlos fallend, Wald und Tal bedeckt,
Und Stürme, stark genug, die Erde selbst
Aus ihrer Bahn zu schleudern, blasen drein
Und türmen heulend ihn zu Bergen auf!

Rhamnit. Und dies ist unser Ziel?
< Hieram. Je schrecklicher Das Land ist, um so eher wird's der Mensch, Der es bewohnt, verlassen, wenn man ihm Von einem Paradies die Kunde bringt, Das er durch seine Faust erobern kann. Ja, Thule rächt Karthago einst an Rom!Rhamnit. Durch Bären oder Menschen, sag's mir an! Sie wissen beide wohl von Rom gleichviel Und schulden an Karthago gleichen Dank.Hieram. Merk auf! Dies Volk verehrt noch keinen Gott, Doch hat der Schauer, der des Menschen Herz In tiefer Einsamkeit beschleicht, die Angst, Die seinen Geist erfaßt, wenn's über ihm In Wolken laut wird, wenn der Donner rollt Und Blitze zucken, ihm auch hier die Brust Mit ungewisser Ahnung einer Macht, Der seine weicht und jede, längst erfüllt, Und dunkle Sagen, um so heil'ger nur Geglaubt, als keiner ihren Ursprung kennt, Gehn unter ihnen um und prophezein, Daß bei den Schrecken des Gewitters einst Ein Gott herniedersteigen und der Welt, Was ihr noch fehle, bringen oder sie Vertilgen werde, wenn sie es verdient. Wohlan, der Gott erschien!Rhamnit. Der Gott erschien?Hieram. Und beides, Fluch und Segen, bringt er mit! Für sie den Segen, Korn und Wein und mehr; Du weißt, dies alles lud ich mit ins Schiff; Für Rom den Fluch, den Fluch durch ihren Arm, Den er bewaffnen, den er lenken wird!Rhamnit. Du bist ein Barcas, bist aus dem Geschlecht, Das schon die Kinder ew'gen Römerhaß Beschwören läßt!(Ein Donnerschlag.)Doch horch! Vernahmst du das, Und weißt du, was es für ein Zeichen ist?Hieram. Ein Zeichen, daß der Himmel mich nicht täuscht. Er hält, was er versprach, ein Wetter kommt, Und nun fängt auch der Moloch an zu glühn, Als hätte er den Blitz, der fiel, verschluckt!Rhamnit. Ich schweige, denn vor deinem Geist entsetzt Der meine sich. Nur eins noch sage mir! Warum gabst du den Schiffern, die so treu Dir dienten auf der langen Fahrt durchs Meer, In ihrem ersten Schlaf auf festem Sand Den Tod zum Lohn? Ich hätte nicht geglaubt, Daß ich, der ich den Brand Karthagos sah, Noch schaudern könne. Doch ich schauderte, ' Als ich beim Dämmerlicht des Mondes dich Erblickte, wie du ruhig Brust nach Brust, Als schlügst du Nägel ein, mit deinem Dolch Durchstießest und so fest und sicher trafst, Daß keinem Schläfer auch zum letzten Ach Nur noch der Odem blieb, ja, daß sich kaum Noch hie und da ein Auge öffnete Und aufwärts stierte mit verdrehtem Stern. Ich selbst erwartete das gleiche Los, Mir aber schien's nicht bitter, denn mir war Dies öde Land verhaßter als der Tod, Und ich blieb rücklings liegen, wie ich lag, Und schob sogar zur Seite mein Gewand, Damit der Weg zum Herzen offen sei. Allein ich hatte mich in dir getäuscht, Du tratst zuletzt zwar auch zu mir heran, Jedoch du rütteltest mich auf und sprachst: Die Männer hier sind tot, wir wollen sie Begraben, komm! Nun hingst du einen Stein An eines jeden Hals, dann schleppten wir Sie fort zum Strand und warfen sie ins Meer. Wozu dies alles? Seltsam scheint es mir, Wenn man sich in die Löwenhöhle wagt Und erst sein Schwert zerbricht. Du hast's getan!Hieram. Aus Himmelshöh'n erwartet dieses Volk Den Gott, du hörst es, aus Karthago nicht, Drum mußten sterben, die ihn hergeführt, Denn nur der Toten halt' ich mich gewiß!(Stärkerer Donner, der Blitz schlägt in einen Baum.)Rhamnit. Hei! Welch ein Schlag!Hieram. Die höchste Eiche raucht, Sie ist gespalten!Rhamnit. Bis zur Wurzel, ja!Hieram (mit einem Blick gen Himmel). So fort! So fort! dann beug' auch ich vielleicht Das Knie noch einmal!Hund (aus dem Dickicht stürzend). Oh! (Er springt ins Gebüsch zurück.)Hieram. Sie nahn! Und dies Ist mehr für sie als ein gespaltner Baum, Es ist der Anfang eines Weltgerichts!Hund (kommt mit mehrerem Volk zurück, worunter sich der junge Teut, Theoda und Velleda befinden). Stimmen aus dem Volk (durcheinander, Entsetzen und Erstaunen ausdrückend). Oh! Oh!Hieram (auf den Moloch blickend). Sogleich!Rhamnit. Wer sprach?Hieram. Vernahmst du's nicht? Der Gott!Rhamnit. Der Gott?Hieram (dicht an Rhamnit herantretend). Er will sein Opfer jetzt! Wir bringen's ihm, was meinst du, es ist Zeit!(Er erfaßt und durchstößt Rhamnit. Dieser fällt ohne einen Laut.)Stimmen aus dem Volk (wie vorher).Hu! Hu!Hieram wieder auf den Moloch blickend). Auch ich?(Er setzt sich selbst den Dolch auf die Brust.)Stimmen aus dem Volk (wie vorher). Schau! Schau!Hieram. Ich nicht? (Er schleudert den Dolch fort.) So war's Genug an meinem Bruder?Stimmen aus dem Volk (wie vorher). Bruder! Horch!Hieram (legt dem Moloch den toten Rhamnit zu Füßen).Du siehst, ich weine nicht! Wer sonst? ein Kind? Wo ist ein Kind? (Zu einem Weibe, welches ein Kind trägt.) Gib du das deine her! (Er nimmt das Kind.) Nimm's hin! (Er legt es dem Moloch in die Arme.)Das Weib (lacht, wie im Wahnsinn). Haha! Haha!Hieram. Hinweg mit ihr!Das Weib (wird abgeführt).Hieram (zum Volk). Und ihr, zurück! Ihr seht ihn!Teut, der junge (zum Volk). Auf die Knie!(Er kniet vor dem Moloch nieder, alle knien mit ihm.)Hieram (für sich). Wer ist der Jüngling? Unter diesem Volk, Wo jeder in des Waldes höchsten Baum Sein Vorbild sieht, ragt er noch hoch hervor, Und dennoch möcht' er mit dem Niedrigsten Jetzt eifern in der Unterwürfigkeit, Denn in den Boden grüb er, wie es scheint, Sich gerne ein, und machte sich zum Wurm. Den hab' ich!Teut, der junge (mit geschlossenen Augen gegen die Erde). Schau doch, schau doch! rief ich aus, Da ist er! Aber wild und zornig stieß Mein Vater mit gekrümmtem Arm mich an Und sprach: Was störst du mich? - Ob er mich jetzt Wieder so stoßen wird? Und ob ich mich Dann wiederfinde auf dem Bärenfell, Den Vater schlafend neben mir und nichts Zu sehen und zu hören, als ein Stern Am Himmel und der Wind? (Er steht auf, frohlockend.) O nein! o nein! Er ist noch da! Nun werde ich doch nicht Mehr sterben, eh ich ihn gesehn!Hieram. Sieh auf!Teut, der junge (tut es langsam). Doch, damals war er anders, hatte Haar Und Bart, glich meinem Vater etwas, war Nicht ganz so fürchterlich wie heut. (Zu Hieram.) Nicht wahr, Er hat nicht stets dies Feuerangesicht?Hieram. Was fragst du?Teut, der junge. Weil ich ihn schon einmal sah!Hieram. Du sahst ihn?Teut, der junge. Ja, im Schlaf! Da seh' ich viel! Doch seltsam ist's! Was mir bei Nacht erscheint, Das ist am Morgen immer wieder fort, Und frag' ich meinen Vater, wo es blieb, Und ob auch er's gesehn, so schilt er mich Und glaubt nicht einmal, daß ich selbst was sah!Hieram. Wer ist dein Vater?Teut, der junge. Wie? Das weißt du nicht?Hieram. Ihr seid mir das, was euch die Tiere sind. Was geht's mich an, ob ihr euch unter euch Noch wieder unterscheidet? Namen will Ich euch verleihn, wenn ihr durch Taten sie Verdient, denn Namen sind der Taten Lohn. Dem Nichts gebührt kein Name!Teut, der junge. Oh, danach Verhalten wir's schon längst! Drum darf bei uns Auch keiner Wolf sich nennen, wenn er nicht Ein volles Hundert Wölfe schon erschlug, Und diese Zahl erreicht man nicht so leicht. Den Bärennamen hat ein Mann für zehn, Doch wenn ein andrer dann mit zwanzig kommt, So muß er dreißig bringen oder sich Des Namens wieder abtun. Manchen hat Man auch umsonst. Der da (zeigt auf Hase) fiel auf der Jagd Einst über einen Hasen. Hase! schrie Ihm fein Gefährte zu, er stach ihn tot, Und dennoch heißt er Hase fort und fort.Hieram. Wer hat das so geordnet?Teut, der junge. Wer? So war's Nicht immer so?Hieram. Und welchen Namen führt Dein Vater denn?Teut, der junge. Von diesen Namen führt Mein Vater keinen! Aber Wolf und Bär Und all die andern großen Jäger warf Er nieder mit gewalt'ger Faust und ließ Nicht eher ab von ihnen, bis sie ihn Als ihren Herrn und König anerkannt.Hieram. So ist er König?Teut, der junge. Ja! Doch nicht allein, Weil er den stärksten Arm hat. Nein! Es galt Noch einen zweiten Sieg. Sie stellten ihm Heimliche Schlingen, sannen Listen aus Und suchten ihn zu fangen. Doch umsonst, Er fing sie selbst. Ein jeder schämte sich Zuletzt und sprach: Schon gut, du bist's, wir sehn's!Hieram. So wirst auch du wohl König?Teut, der junge. Ich? Warum?Hieram. Weil du der Sohn von deinem Vater bist!Teut, der junge. Ei was!Hieram. Du lachst?Teut, der junge. Du spottest meiner ja! Weil ich der Sohn von meinem Vater bin, Bin ich der Stärkste drum, der Listigste? Dann müßte ja des schönsten Mannes Sohn Auch wiederum der Schönste sein. Das ist Doch nicht der Fall. Sieh jene beiden dir Nur an, die um den Stumpf der Eiche knien! Der eine ist des alten Königs Sohn, Er rang mit meinem Vater, dieser hat Ihm was im Leib entzweigedrückt, er hinkt Seit jenem Tag. Der andre aber stammt Von einem Manne, der das hellste Haar, Die blausten Augen hatte. Hat er's auch?Hieram. Gleichviel jetzt, wer hier König war und ist, Es gibt hier keinen König mehr. Der Herr Erschien in eigner Kraft und Majestät, Er nimmt nun selbst die Zügel in die Hand.Teut, der junge. Ich weiß! Und längst erwartete ich's schon!Hieram. Du weißt es. Wohl. Doch weiß dein Vater auch? Hat's ihm der Geist vorausgesagt wie dir? Wird er Sich beugen, wie Sein Sohn sich beugt?Teut, der junge. Wär's möglich, daß er trotzte seinem Gott?Hieram. Vielleicht verhüllt der Gott Sich ihm, um dich zu prüfen, ob du selbst der Rechte bist!Teut, der junge. Um mich zu —Hieram. Um zu sehen, ob du den Platz Zu finden weißt, wohin du treten mußt, Wenn zwischen ihm und einem Sterblichen, Und wär's dein Vater auch, ein Kampf entbrennt!Teut, der junge. Mein Vater wird - er hat ihn nie gesehn!Hieram. Und wenn er ihn auch jetzt nicht sieht?Teut, der junge. Nicht sieht?Hieram. Wenn er, anstatt das Knie zu beugen, frech Den Arm erhebt?Teut, der junge. Dann wend' ich schnell mich ab, Denn nimmer möcht' ich schaun, was dann geschieht!Hieram. Und wenn nun nichts geschieht? Und wenn der Gott Durch dich gerächt sein, oder ungerächt Dein Volk, dich selbst, vielleicht die ganze Welt Vertilgen will, hast du den feigen Mut, Dich seinem Dienst, um einen schnöden Wurm Zu schonen, der dich Sohn nennt, zu entziehn?Teut, der junge. Den hab' ich nicht!Hieram. Hier steht's schon, wie es muß! Ich kam zur rechten Zeit!König Teut (tritt hastig auf, ihm folgen Wolf und Bär).Teut, der junge (ruft ihm triumpierend entgegen). Nun, Vater, nun? Siehst du?König Teut. Ich seh'! Wer nahm dem Weib das Kind?Hieram. Ich!König Teut. Und wo ist es?Hieram. Asche ist's!König Teut (zum Schwert greifend). So zahl's Mit deinem Leben!Teut, der junge (schaudernd). Vater!König Teut. Schweig! - Das Weib Hat sich ins Meer gestürzt!Velleda. Ins Meer? Das tat Noch nie ein Weib!König Teut. So wenig, als ein Mann Noch mit dem Spieß sich selbst durchstieß! Doch jetzt Geschah's, und darum — (Er zieht.)Teut, der junge (warnend). Vater! Daß, wer der letzte ist, dem Tod verfällt. Wie sollt' ich's nicht mehr wissen!König Teut. Dennoch -Hieram. Wär's Ein Stück Metall, und weiter nichts als das, So ließ ich's dir! Jetzt fordre ich's!König Teut. Noch hat Ein jeder, der mir trotze, es geküßt! Das sollst auch du! (Dringt auf Hieram ein.)Teut, der junge (Schwingt seine Streitaxt und tritt vor Hieram ). Wag's!Velleda (stürzt sich zwischen beide. Zum Sohn). Teut! (zum Vater) Teut!König Teut (stützt sich auf sein Schwert). Ich bin Dein Vater!Teut, der junge (senkt die Streitaxt). Ich -König Teut. Du? - Was?Teut, der junge. Ich bin dein Sohn!König Teut. So geh wie ich, wenn mich's mein Vater hieß!Teut, der junge. Sobald du kniest vor dem, der mehr als du!König Teut. Geh! Ich bin durstig! Bring mir einen Trunk!Teut, der junge. Erst kniee, und ich gebe dir mein Blut!König Teut (zu Velleda). Das ist die Frucht der Winternächte, Weib! Der Fabeln, die du ihm —Velleda. Ich habe ihm Erzählt, was meine eigne Mutter mir!Teut, der junge. Und seine ihm!König Teut. Ergreift ihn! Schleppt ihn fort! Ich folg' euch, wenn ich hier mein Werk vollbracht, Dann richt' ich ihn!Velleda (zum König). Teut!Teut,der junge. Mutter! Schweige doch! (Deutet auf die Knienden.)' Steht einer auf?König Teut. Dem Tode weih' ich den, Der sich nicht gleich erhebt!Hieram. Wer wagt's? Wer ist Der erste?Alles Volk (bleibt liegen, wie es lag).Hieram. Senkt die Stirnen tiefer noch, Bis auf die Erde! Denn ihr kniet vor dem, Der, eh die Sonne morgens leuchten kann, Sie angesehen haben muß! Vor dem, Auf dessen Wink das Meer den schmutz'gen Ball, Den es auf blankem Rücken ungern trägt, Vielleicht schon in dem nächsten Augenblick Hinunterknirscht, wenn ihr ihn nicht versöhnt! Stimmen aus dem Volk (bittend und verhalten drohend). Knie, König, knie!Hieram. Ja, der zum Himmel sich Aufrichten und mit einem einz'gen Tritt Die Erde und euch selbst zerstampfen wird, Wenn ihr ihn nicht an dem Empörer rächt!Stimmen aus dem Volk (drohend). Nun, König, nun?König Teut. Wolf! Bär! Heran zu mir!(Er schaut sich nach ihnen um.) Wolf und Bär (knien ebenfalls nieder).König Teut. Was - ihr - ihr auch?Hieram. Dein Schwert!Stimmen ans dem Volk (wie vorher). Dein Schwert!Hieram. Steht auf!Das Volk (erhebt sich).König Teut (für sich).Noch ist mir jeder treu, der nichts von dem Gesehn, was hier geschah. So gibt's denn noch Ein sichres Mittel! Dieses wend' ich an, Und das sogleich! Jetzt, Hunde, (er haut links und rechts um sich) freien Weg! Mein Wort, ich kehr' zurück! (Ab.)(Stimmen aus dem Volk (wild durcheinander). Das Schwert! Das Schwert! (Viele wollen ihm nachstürzen.)Hieram. Nur einer darf es bringen, wenn er's selbst Nicht tut, und das (zum jungen Teut) bist du!Velleda (kreischt auf). Mein Sohn!Teut, der junge. Ich bring's!Velleda. Das heißt: du tötest ihn, wenn er nicht dich!Teut, der junge (zu Hieram ). Mich graust! Lebendig läßt er's nicht!Hieram (deutet auf Rhamnit). Dort liegt Mein Bruder!Teut, der junge. Komm' es, wie es kommen will. Ich muß!Theoda. Du mußt nicht!Hieram. Zögre nicht! Er will Sein drittes Opfer!Teut, der junge (zu Velleda). Mutter, fluch mir nicht! Vielleicht bin ich das selbst! - Er hat das Schwert, Ich nur die Art!Hieram. Du hast ein Schwert wie er! Nimm es nur auf! Dort liegt's!Teut, der junge (hebt Hieram s Schwert auf). Das deinige?Hieram. Ich bracht' es mit für dich!Theoda (zu Teut). Das beste Kraut Für Wunden grünt noch nicht! Doch, wenn es das Auch täte: pflücken würd' ich's nicht für dich), und keiner kennt's als ich!Teut, der junge. Ich bin ja auch Dein Bruder nicht! (Zu Hund und Hase.) folgt mir, damit ihr mich zurücktragt, wenn ich selbst nicht gehen kann. Dann legt mich (deutet auf den Moloch) ihm zu Füßen! Neben den! Mutter!Velleda (wendet sich von ihm ab)..Teut, der junge. Hast du es mich denn nicht gelehrt, Daß man die Götter fürchten muß? - Leb wohl! (Ab)Velleda (zu Hieram ). Ich fleh' dich an!Hieram. Um was?Velleda. Entsetzlich wär's!Theoda (zu Velleda). Ich hab' noch von dem Kraut, und sage dir, Wie du es brauchen mußt!Hieram (zu allen). Hinweg mit euch! Dürft ihr sein Antlitz einmal wieder schaun, So künd' ich's euch! Doch, wer sich früher naht, Den trifft der Tod!Bär (zum Wolf). Ich folg' dem jungen Teut!Wolf, Ich auch.Stimmen aus dem Volk. Wir alle.Velleda. Aber ich?Theoda. Und ich! (Sie küßt Velleda.) Die Lippen hat er selbst geküßt, dies sei Mein einz'ges Teil an ihm! — — —.(Alle ab. Bär und Wolf voran. Velleda und Theoda zuletzt.)Hieram (stellt sich mit über die Brust gekreuzten Armen vor Moloch hin). Ich stehe jetzt zum drittenmal vor dir, Und endlich, wie ich soll! Das erstemal Warf mich der grimm'ge Schmerz um Hannibal, Um seinen ganz unwürdig-schnöden Tod, Zu deinen Füßen hin. Da fleht' ich dich, Ha! Ha! um Rache an! Ich trug es nicht, Daß nur das Gift der Viper, rasch verschluckt, Nicht seine göttergleiche Unnahbarkeit, Ihn hatte schützen können vor der Schmach, In Ketten, wie ein weggelaufner Sklav', Nach Rom geschleppt und schwertlos dort dem Volk Zur Schau gestellt zu werden. Ja, mir war, Als müßte solch ein Mißbrauch eines Siegs Nicht dich allein, nein, einen jeden Gott Empören, selbst den röm'schen Zeus, der ihn Verliehen, und als müßte unter euch, Wie unter Menschen, wenn es Ehre gilt, Ein edler Zwst ums Rächeramt entstehn, Ich war ein Tor! Du schliefst so fest wie Zeus, Und Zeus so fest wie du, und zwischen euch Lag unberührt der träge Donnerkeil. Da hätt' ich's wissen sollen, was du bist! Und dennoch trieb's mich noch einmal zu dir Zurück, und das in jener grausen Nacht, Wo's plötzlich Tag ward, eh die Sonne kam, Wo Flammenzungen mir verkündeten: Nun ist es mit Karthago aus, wenn nicht Ein Gott noch hilft, denn Scipio zieht ein! Da stürzt' ich hin vor dir! Da grollt' ich mir, Daß ich mein lebelang kein Weib berührt, Weil mir das Kind nun fehlte und mit ihm Das Opfer! Da - Doch alles war umsonst! Dein Priester stopfte mehr dir in den Schlund, Als du verzehren könntest, kaum versengt, Noch zappelnd, entfiel der letze Säugling dir, Und doch erlosch kein Funke drob, der Brand Ergriff des Tempels Zinnen, ja, du selbst Warst nicht mehr sicher vor des Feuers Wut! Da kannte ich dich endlich, Eisenklump, Da knirscht' ich, daß wir in der höchsten Not, Die uns sogar die Nägel sammeln ließ, Nicht auch das Erz in deinem faulen Bauch Zu Schwertern ausgeschmiedet. Dennoch war Das gut, und dies erkannt' ich gleich darauf. Denn, wär's geschehn, was hätt' es noch gefrommt? Du aber sollst, das schwör' ich dir, als Knecht Für das genug tun, was der Gott verbrach! Drum schützt' ich dich vor dem! (Er deutet mit dem Fuß auf Rhamnit.) Du hast als Gott Karthago nicht geschirmt: Wie könntest du? Doch als mein Knecht sollst du das freche Rom Zerstören! Halte dich denn wacker, Knecht! Dann will ich mit der Art, der du entgingst, Den röm'schen Zeus zerschlagen und für dich Ein Postament erbauen aus dem Schutt, Auf dem du thronen magst in Ewigkeit!

Zweiter Akt

Vor dem Molochhain, der von Kriegern mit Streitäxten umstellt ist.

König Teut. Habt ihr den Ring geschlossen?

Adler. Rund herum!
Vom Meere an bis zu der Felsenwand!

König Teut. So kann kein Mensch heraus?

Adler. Nein! Dicht, wie hier,
Sind überall die Recken aufgestellt.

König Teut. Vernehmt denn mein Gebot! (Er erhebt sein Schwert.)
Wer diesen Hain
Betritt, der ist des Todes! Wer ihn schon
Betreten hat und ihn verlassen will,
Der ist es auch!
(Er geht zu den Kriegern und richtet das Folgende an den
ersten, zweiten, dritten usw.)
Und wär’s dein eignes Weib,
Wär‘ es dein Bruder, war’s dein Sohn sogar,
Du streckst sie nieder mit der Axt, wenn ich
Dich nicht mit meinem Schwert durchstoßen soll!

Adler. Herr!

König Teut. Wollt ihr’s besser haben als ich selbst?
Mein Weib ist auch im Hain, dazu mein Sohn!
Und ich verlange nichts von euch, als was
Ich selbst vollbringen werde, wenn an mich
Die Reihe kommt!

Adler. Wir haben dich erwählt
Und müssen dir gehorchen! Aber sprich:
Was ist es denn auf einmal mit dem Hain?
Du weißt, der einz’ge Salzquell sprudelt drin,
Warum soll niemand länger schöpfen gehn?

König Teut. Ich will dir Antwort geben, wenn das Werk
Getan ist! (Für sich.) Nun erdrück‘ ich sie. Denn klein
Ist ihre Zahl, und unsre Zahl ist groß!

Teut, der junge, erscheint mit seiner Schar und will aus dem
Hain hervorbrechen.

Adler (tritt ihm entgegen).
Zurück!

Teut, der junge. Zurück! Jawohl! zurück mit dir!

(Er gebraucht sein Schwert und bricht (sich Bahn.)
Ihm folgen Velleda und Theoda; die übrigen werben zurückgedrängt.

König Teut. Ganz recht! Dies Werk ist mein! Ich bin bereit!
Merkt auf und macht’s wie ich!

(Er tritt seinem Sohn mit gezogenem Schwert gegenüber.)

Velleda (stürzt sich zwischen beide). Erst mich! Ich will
Das Ende nimmer sehn!

König Teut (zu Teut, dem jungen). Nun? Bittet sie
Umsonst? (Zu Adler.) Was sagst du? Siehst du diesen Sohn?
Er will den Vater töten, und er wird
Beginnen mit der Mutter, wenn Sie ihm
Den Weg vertritt! So kommt er aus dem Hain!
Nun weißt du, was du fragtest!

Teut, der junge. Nein doch, nein!
So kommt er nicht! Ich komme —
Seht nur selbst! (Er kniet nieder)
Ich küsse dir die Füße!

König Teut. Niemals tat
Das noch ein Sohn! Unwürdig scheint es mir!
Es ziemt dem Knecht nur, der den Leib verspielt,
Wie’s denn der erste auch gewiß erfand.
Doch, wie der Frevel, muß die Buße sein,
Drum mag es sich gebühren, daß du’s tust.
Nun, da du schnell bereust, so darf ich dir
Auch halb verzeihn! Erbeb dich denn und zieh
Das Schwert, das dir der arge Fremdling gab,
Durchbobre ihn damit und wirf’s ins Meer —

Teut, der junge (steht auf).

König Teut. Dann gehe, ohne dich nur umzusehn,
Ja, ohne eine Beere unterwegs
Zu pflücken oder auch aus einem Quell
Zu trinken, vorwärts bis zum Totental,
Wo man begräbt, was ausgeatmet hat.
Dort, unterm Felsenabhang, den du kennst,
Ist eine Höhle, unterirdisch-dumpf
Und nächtlich finster, von Gebüsch versteckt,
Die außer mir noch nie ein Mensch betrat.
In diese Höhle schließe schweigend dich
Mit deinem Hunger ein und harre dort,
Ob Sich ein Tier zu dir verirrt, dem du
Das Fleisch vom Leibe reißen kannst, ob sich
Von den Gefährten einer dein erbarmt.
Dem will ich’s nicht verbieten! (Zu Velleda.) Dir allein
Ist’s untersagt!

Teut, der junge. Ha!

König Teut. Was bedeutet das? (Mit Gebärden.)
Erst So? Dann So?

Teut, der junge. Wohl kniete ich vor dir,
Wohl küßt‘ ich dir die Füße, aber nicht
Aus Reue, wie du meinst, aus Angst allein,
Aus Angst um dich und auch um mich! Wenn du
Mich tötest, sprich, was sagst du wohl zu der? (Er deutet auf Velleda.)
Und wenn ich dich: wie sollt‘ ich mit der Hand
Je wieder essen, die dein Blut vergoß?
Drum flehe ich noch einmal: beuge dich,
Beharre nicht im Trotze, gib dein Schwert!

König Teut. Wann Sagt‘ ich nein! und nahm das Wort zurück?

Teut, der junge. Noch nie, noch nie! Du kannst es ruhig tun,
Des Wankelmutes wird dich keiner zeihn! (Zu Velleda.)
O Mutter, flehe du mit mir, du weißt
Ja, was ihn rühren kann, beschwöre ihn
Und schütze mich vor einer grausen Tat!

König Teut. Er spricht, als läg‘ ich schon! (Zu Adler.)
Du, sieh mich an!
Hat dieser Arm noch Mark? Wie lange ist’s,
Daß vor dem Faustschlag mir der Mann nicht mehr
Zum Nimmer-Wiederauferstehen sinkt?

Adler. Die Zeit kommt nie!

König Teut (zu Teut, dem jungen, drohend). Dann, Knabe, wehe dir!

Velleda, Stand eine Mutter jemals da wie ich!

König Teut. Der Gott erschien! Das ist die neue Welt!

Velleda. Sie wäre anders, wenn du selbst es wärst!

König Teut. Ich bin derselbe, der ich immer war!

Velleda. Das bist du nicht! Hat’s dich nicht auch durchzuckt,
Wenn alle Wolken Feuerschlangen spien?

König Teut. Wie sollt‘ es nicht!

Velleda. Hast du nicht auch gebebt,
Wenn’s krachte, wie hier unten nichts mehr kracht?

König Teut. Wer leugnet das?

Velleda. Und war nun alles aus:
Gingst du nicht auch und sahst dich zitternd um
Und fragtest dich: Sind wir auch noch allein?

König Teut. Gewiß! Ich aber seufzte nicht wie der,
Wenn ich den Gast aus Himmelshöh’n nicht fand,
Ich starrte niemals stundenlang hinauf
Und harrte sein. Ich freute mich und hieb
Den ersten Bären nieder, den ich traf,
Denn ich war gern allein!

Velleda. Nun ist er da!

König Teut. Und eher, als ihn selbst noch, habe ich
Gesehn, was er uns bringt. Ein Weib, das sich
Ins Meer hinunterstürzt! Ein Klippenfisch,
Der sie zerfleischt, und eine Schwester, die
Ihr nachgesprungen wär‘, hätt‘ ich sie nicht
Zurückgehalten! Hei! Man ißt und trinkt,
Man wehrt sich, wenn man angegriffen wird,
Wer gibt (ich selbst den Tod?

Teut, der junge. Ich, wenn der Gott
Mich, wie das Kind, verlangt!

König Teut. Du! Ja, du tust,
Was keiner tut, und kannst, was keiner kann!
Du führst mit Wind und Wellen ein Gespräch;
Du glaubst, es seien Worte, die das Meer
Hervorstößt, wenn es seine Wogen rollt;
Du sagst, die Eiche schreie, wenn der Sturm
Sie schüttelt, bis sie knackt; du hättst den Stein
Gern auf den Knien verehrt, dem meine Hand
Den Funken einst entlockte; du, ja du,
Ich glaub’s dir, tust auch das! Ich aber, ich,
Ist Sag‘ dir, dieser Gott –

Velleda. Teut, halte ein,
Ich zittre!

König Teut. Und wovor? Was wäre noch
Zu fürchten? Ist nicht schon das Ärgste da?
Gibt’s etwas Ärgeres als diesen Sohn?

Teut, der junge. Ja, diesen Vater!

Velleda. Schweig doch!

Teut, der junge. Ist’s nicht So?
Bin ich’s, der sich empört?

König Teut (erhebt sein Schwert, senkt es aber wieder).
Noch nicht! Nur zu!
Ich säh‘ dich gern erst ganz!

Teute, der junge (tritt dem König näher).

Theoda (stürzt zwischen beide). Teut!

Teut, der junge. Hab‘ ich was
Mit dir zu Schaffen?

Theoda. Nein? So hab‘ ich auch
Nichts mehr mit dir zu Schaffen!

Teut, der junge, Junge Maid,
Was redest du? Ich kenne dich ja kaum
Und sprach noch nie mit dir!

Theoda (gegen Velleda). Noch nie!

Teut, der junge (gegen Velleda). Ei nun,
Sie sprach einmal mit mir! Und das geschah,
Als ich im Walde, ohne sie zu sehn,
An ihr vorbeigegangen war. Da warf
Sie mich mit einem frischen Blütenzweig!

Theoda. Dich?

Teut, der junge. Nun, wenn dich’s verdrießt: du warfst den Zweig
Nach einem Eichhorn, und du trafest mich!

Theoda. So war’s.
Teut, der junge. So sagtest du zu mir, als ich
Mich nach dir umsah. Dann —

Theoda. Nichts mehr!

Teut, der junge. Doch! Doch!
Dann botest du mit glühendem Gesicht —

Theoda (ihn unterbrechend).
Ich war vom Bücken heiß!

Teut, der junge. Mir eine Hand
Voll roter Beeren!

Theoda. Weil ich selber sie
Wohl pflücken, doch nicht essen mag!

Teut, der junge. Ich griff
Danach, weil ich gerade durstig war,
Doch ich vergaß es gleich Den nächsten Tag!

Theoda. Ich noch denselben!

Teut, der junge. Nun denn!

Theoda. Daß ich einst,
Als deine Mutter unterm Busche schlief,
Die Schlange, die schon nach ihr züngelte,
Zertrat, das weißt du nicht, nicht wahr?

Teut, der junge. Ich hör’s
Erst jetzt, Sonst hätte ich’s dir längst gedankt!

Theoda. Wärst du’s gewesen, hätt‘ ich’s nicht getan!

Teut, der junge. Hab‘ ich denn je ein Leid dir zugefügt?

Theoda. Du? Oh! (Sie ballt krampfhaft die Hand.)
Ja, ja! Du hast einmal so viel
Nach mir gesehn!

Teut, der junge. Nach dir? Du irrst! Doch nein!
Ich sah einst wirklich mehr nach dir als sonst.
Da hattst du eine Wunde an der Stirn.

Theoda. Von einem Sturz!

Teut, der junge. Das wußt‘ ich nicht! Mir schien
Es seltsam, daß ein Mädchen Wunden trug,
Und nach der Wunde sah ich, wenn ich dir
Begegnete!

Theoda. Verfluchter!

Teut, der junge. Aßest du
Die schwarzen Beeren, die der grüne Sumpf
Erzeugt, daß du so sprichst? Du kennst sie doch,
Dein Vater starb ja dran, und seit der Zeit
Flieht jedes Kind Sie!

Theoda. Hätte ich sie dir
Doch statt der andern dargereicht!

Velleda. Mein Kind,
Sei still!

König Teut. Lächle den Bären lieber an
Und streichle ihn, als den! Nimmt der ein Weib,
So tut er’s nur, weil er den Tag ersehnt,
Wo er ihr Kind ins Feuer werfen kann!

Teut, der junge. Du irrst dich! Aber hätte ich ein Kind,
So gäb‘ ich’s ohne Widerstreben hin
Und fragte nicht, ob’s schwer sei oder leicht.

König Teut. Hätt‘ ich’s doch so mit dir gemacht!

Teut, der junge. Tu’s noch!
Ich bin bereit! Wenn du nur opfern willst:
Ich biete mich als Opfer dar! Doch kann’s
Nicht hier geschehn! (Er wendet sich gegen den Hain.)

König Teut. Kehr dich nicht wieder um!
Zurück mit dir!

Teut, der junge. Du mahnst mit Recht, es währt
Zu lange! Also: her mit deinem Schwert!
In deiner Väter Namen fordre ich’s,
Sie stehen hinter mir und treiben mich!
Ich tat, was Sie geboten, und du sollst,
Wie ich, gehorchen, denn du bist ihr Sohn,
Wie ich der deinige, und was ich dir,
Das bist du ihnen schuldig.

König Teut, Nimm mir’s ab!

Teut, der junge. Das wird geschehn!

Theoda, Tu’s! Tu’s! Das nächste Mal
Wird dich der Ur zerreißen, wenn du jagst,
Ich seh‘ den Stein schon, über den du fällst.
Oh, wär‘ ich doch dabei!

König Teut. Feig?

Teut, der junge. Das ist Schmach!‘
Feig? Ward dies Wort für mich gemacht? Ich hab’s
Noch niemals brauchen hören, wenn sich nicht
Der Hase zeigte. Feig! (Er schlägt sich selbst.) Ein Hund, ein Hund,
Wer’s so weit kommen ließ! Vater, du bist
Mein Feind, mein einz’ger Feind! Komm an! Doch nein,
Nicht so, nicht so! (Er wirft fein Schwert von sich.)
Wer dieses Wort vernimmt,
Dem wachsen Krallen, und auf seinem Haupt
Wird jedes Haar zu einem starren Spieß,
Daß er auch waffenlos sich rächen kann!
(Er dringt auf seinen Vater ein.)

König Teut. Auch das ist Schmach!
(Er wirft gleichfalls sein Schwert weg.)
So mach‘ ich’s wieder wett!

Das ist das erstemal! Nun will ich dich
zusammendrücken, daß das rote Blut
Dir aus dem Halse springt! (Sie packen sich zugleich und ringen.)

Adler. Merkt auf! Merkt auf!
Wer siegt, hat recht!

Teut, der junge (im Ringen). Und beugt sich!

König Teut (im Ringen). Wenn er lebt!

König Teut (fällt).

Adler. Der König fällt!

Velleda. Muß ich das sehn und darf
Den Sieger nicht verfluchen? Welch ein Tag!
(Sie kniet neben dem König nieder.)

Die Krieger (senken ihre Äxte, ohne ihre Reihen jedoch aufzulösen).
Wolf, Bär, Hund und andere (dringen mit Jubelgeschrei herein).
Hallo!

Teut, der junge. Du liegst!

König Teut. Wer liegt, den tötet man!

Teut (springt auf).

Er liegt! Mein Vater liegt! Was nun? – Das Schwert!
(Er nimmt das Schwert des Königs auf.)

Mutter, ich hätt‘ es nie gedacht!

Bär. Er steht
Schon wieder auf, und stärker als zuvor,
Wenn du nicht schnell mit ihm ein Ende machst!

Teut, der junge. Das kann ich nicht!

Bär. Dann wird’s dir schlecht ergehn!

Wolf. Hoho! Wer hat in einem Spiel bei uns
Zwei Würfe! Wenn er sich nicht fügen will,
So zwingt man ihn!

König Teut (wie aus tiefem Schlaf erwachend). Wer bin ich?

Velleda. Stehe auf!

König Teut. So lieg‘ ich? (Er richtet sich etwas auf.)
Ha! Ist denn die Nacht schon da?
Nein doch, es ist noch hell! – Mein Kopf ist heiß!
Ich glaub‘, er birst mir noch! Kennst du das auch?
Das ist wie Schmerz! (Er befühlt sich den Kopf.)
Doch, woher kommt mir Schmerz?
Gibt’s Schmerzen ohne Wunden? Könnte ich
Doch bitten: macht mir eine mit der Art,
Ich brauche eine Wunde!

Velleda. Steh nur auf!

König Teut, War das ein Tier, das mich daniederwarf?
Ein Tier! Was für ein Tier? Der Bär? Ei, ei,
Ich mach‘ ja zwei aus einem, wenn sich der
Hervorwagt aus dem Dickicht! Eber? Ur?
Wolf? Maulwurf? Hase? (Er lacht.)

Velleda, Höre jetzt auf mich!

König Teut. Wenn das ein Tier tat, war es fürchterlich,
So fürchterlich wie — Nun, was war denn noch
So fürchterlich? (Er fährt sich über die Stirn.)
Weg, weg! Auf, jagen wir’s!
Und das Sogleich! Wenn sich dies Tier vermehrt,
Vertilgt’s uns miteinander! (Er springt auf.) Folgt mir nach!
Wer’s Schwert hat, muß voran! (Er macht eine Bewegung,.)

Bär. Er schwingt den Arm,
Als hätt‘ er’s in der Hand!

König Teut. Wer hat mein Schwert?
(Er kehrt sich um und erblickt Teut.)
Du? (Er bricht furchtbar aus.)
Ha, ich ward besiegt von meinem Sohn!

Bär, Von unsrem Gott durch ihn!

König Teut. Bär, hüte dich!
Der konnte mich besiegen, weil ich ihn
Ins Leben rief und meine eigne Kraft
Ihm in die Adern goß! Das merke dir!
Ich fiel nur durch mich selbst! Ihr werdet mich
Nicht überwinden, darum trotzt mir nicht!
Auch dieser wird es nicht zum zweitenmal! (Er tritt vor Teut hin!)
Versuch es, wenn du’s wagst!

Wolf. Halt ein, halt ein!
Wohnt nicht das Recht beim Sieg?

König Teut. Das glaubten wir!

Wolf. Und glauben’s noch!

König Teut. So fallt ihr alle ab?

Auch das noch! Doch nur der Regenwurm kriecht fort,
Wenn man ihn halb zertreten hat, der Bär
Braucht seine Tatze im Verenden noch,
Bis ihm sein Feind den letzten Stoß versetzt.
Ich will des Bären Recht! Seit wann ist’s Brauch,
Daß der Besiegte wieder aufstehn muß?
Soll ich der erste unter allen sein,
Der seine Schande täglich wiederkäut?
Mir stünde eine blut’ge Rache zu
Für jeden Atemzug, zu dem du mich
Verdammtest, seit ich lag, ich will sie nicht,
Doch nun verlange ich den schnellsten Tod!

Velleda. Nicht weiter, Teut! Er warf des Fremdlings Schwert
Weit von sich, und mit ihm den halben Steg,
Er wollte unterliegen!

König. Teut (zu Teut). Hast du mich
Dahingestreckt? Wie! Oder Bin ich nur
Gefallen über Steine und Gestrüpp?
Mach rasch, Sonst glaub‘ ich dies!

Velleda. Du hast mich nie
Geliebt!

König Teut. O wär‘ das wahr! (Zu Teut.) Muß ich dich erst
Mißhandeln wie vorher?

Teut, der junge. Tu’s, wenn du willst,
Ich rühr‘ dich nicht mehr an! Ich hab‘ vollbracht,
Was mir geboten war, dein Schwert ist mein!
Nun überschütte mich mit Schmach, wirf mich
Zu Boden, tritt mich, heilig bist du mir,
Und stumm erdulden werd‘ ich’s wie ein Stein!

König Teut. Fehlt dir der Mut? So war Bei deinem Sieg
Auch nicht das Recht, und kommen wird der Tag,
Wo das Gefühl, das jetzt den Arm dir lähmt,
Dich mir zu Füßen niederwerfen wird,
Dann werde ich dir zeigen, was ich kann!
Ja, ja! Ich schließe jetzt an deiner Statt
Mich in die Höhle ein und scheide mich
Von Licht und Luft! (Zu Velleda.) Du wirst mich nicht dahin
Begleiten! Sprich nicht ja! Ich wiese dich
Zurück, auch wenn du wolltest!

Theoda. Aber ich!

König Teut. Du?

Theoda. Ja! Wo wär‘ mein Platz noch auf der Welt,
Wenn nicht bei dir? Er hat ja keinen Feind
Als dich! Wer ballt noch gegen ihn die Hand?

König Teut. So folge mir! – (Zu Teut.)
Mit keinem einz’gen Schritt
Verlass‘ ich sie, bevor du selbst mich holst,
Und würd‘ ich lahm und blind, eh das geschieht!
Doch, wenn du kommst — und daß du kommen wirst,
Ist So gewiß, wie eines Vaters Recht! —
Dann sprech‘ ich nicht: Es ist nun alles gut,
Du hast bereut! und reiche dir die Hand!
Dann räch‘ ich mich für jeden Sonnenstrahl,
Den ich entbehrt, Für jeden Hauch der Luft;
Dann straf‘ ich dich, daß nie auf dieser Welt
Der Vater mehr den Sohn zu strafen braucht! (Zum Volk.)
Ihr aber schweigt und harrt des großen Tags,
Der zwischen Sohn und Vater richten wird! (Ab.)

Theoda. Nun hör auch mich! Ich gehe mit dem Greis
Und Sorge, daß ihm nie die Speise fehlt,
Damit er dir das alles halten kann!
(Sie will gehen, kehrt aber wieder um.)
Ja, das noch! Lächelt dir ein Mädchen zu,
So töt‘ ich Sie! Dies merke jede sich,
Der langgelocktes Haar vielleicht gefällt,
Ich dulde keine, die sich so vergißt! (Sie geht, kehrt aber nochmals um.)
Dem Hund sogar, der deinen Spuren folgt,
Zerschmettre ich den Kopf mit einem Stein! (Ab.)

Wolf. Mir ist, als seh‘ ich die zum erstenmal!
Die wär‘ für mich!

Bär, Man hätte was an ihr
Zu zähmen, meinst du?

Wolf. Nicht doch!

Adler (zu Teut, auf den Hain deutend). Führ uns jetzt!

Teut, der junge. Das darf ich nicht! – Das Schwert wird
heiß und schwer
In meiner Hand, ich trag’s an seinen Ort!
(Er geht in den Hain. Ihm tritt Hieram entgegen.)

Hieram. Hast du’s?

Teut, der junge. Ich bring’s!

Hieram (für sich). Ich seh‘ kein Blut an ihm.
So hätte auch der König sich gefügt?
Ich hätt‘ es nicht gedacht! (Zu Teut) Dein Vater?

Teut, der junge. Ging
In eine Höhle, die er niemals mehr
Verlassen will!

Hieram, Der Tod ihm, wenn er’s tut,
Und nicht um anzubeten kommt! Wer ihn
Zuerst erblickt, vollziehe dies Gebot.
Sonst stirbt er selbst! (Er deutet auf die Krieger.)Was wollen aber die?

Teut, der junge. Mein Vater hat sie aufgestellt!

Hieram. Zum Kampf!
(Schreitet vorwärts und bleibt zwischen den Kriegern stehen.)
Äxte? Gut! Für die Wälder! (Er schreitet hindurch.)

Adler (ängstlich zu Wolf). Ist er des?

Wolf. Knien wir?

Adler. Mich treibt’s!

Wolf. Das ist sein Diener nur!
Er selbst – Stell dir ein düstres Feuer vor,
Doch eins, das Arme hat und einen Kopf!
I
Adler (nähert sich Hieram, scheu).
Greis – diese –

Hieram. Was?

Adler. Sie haben ihn gesehn,
Und wir — wir möchten auch —

Hieram. Verdient’s zuvor! L

Wolf. Wir kamen erst! Ihr steht mit Recht zurück!

Adler. Was sollen wir? Gebeut!

Hieram (auf die Äxte deutend). Rund um euch her
Die Wälder fällen! Dieser Eichenhain
Ist unantastbar bis aufs letzte Blatt.
Doch alle andern rottet ans! Euch soll
Die mächt’ge Flamme helfen, wo sie kann!

Adler, Bär, Wolf. Die Wälder!

Hieram. Stutzt ihr? Scheint es euch zu schwer?
Und sag‘ ich euch: Ihr tragt die Berge ab
Und dämmt das Meer damit, so fängt ihr an.

Adler. Das tun wir auch!

Hieram. Was denn?

Wolf. Wir meinen nur —

Bär. Wenn wir die Wälder fällen, sterben ja
Die Tiere mit! Wir aber leben nur
Von ihrem Fleisch, denn selten finden wir
Nabrhafte Wurzeln, Honig niemals fast!
Was essen wir, wenn’s uns an Fleisch gebricht?

Hieram (nimmt einen Kloß Erde auf, hält ihn in die -Höhe).

Adler. Was wir mit Füßen traten?

Hieram. Wehe euch,
Daß ihr nichts andres tatet! (Er deutet gen Himmel.) Schaut hinauf!
Was seht ihr droben?

Adler. Nichts!

Hieram. Was siehst du, Teut?

Teut, der junge. Was ich so gern sah: Farben, bunt und schön,
Wie immer, wenn die Sonne untergeht.

Hieram. Viel schönre Farben birgt der schwarze Kloß!
Kein Blau am Himmel ist so rein und klar,
Kein Rot so brennend, daß die Blumen es
Nicht überträfen, die er treiben wird,
Zahlloser, wie das Sternenheer bei Nacht!

Teut, der junge. Wann? Bald?

Hieram. So bald ihr wollt! Je schneller ihr
Die Wälder fällt, je rascher wird’s geschehn!

Teut, der junge (zum Volk).
Auf! Tag und Nacht! Nicht wahr?
(Alle erheben die Äxte.)

Hieram. Auch strotzt der Kloß
Von tausendfält’gen Früchten, alle reich
An Kraft und Nahrung, und verschieden doch
An Würze, wie an Farbe und Gestalt.

Ihr kennt nur Wurzeln, die der Hase einst
Verschmähen wird, und die die Erde bloß ‚
Erzeugt, damit ihr graben lernen sollt.
Doch kommen wird die Zeit, wo euch ihr Schoß
Von unten mit der roten Beere fromm
Entgegenschwillt, indes der güt’ge Baum
Das goldne Obst von oben fallen läßt,
So daß, wer sich nicht niederbücken mag,
Nur über sich hinauf zu greifen braucht.
Dann wird für euch ein wunderbarer Trank
Auch fließen, welcher euch des Durstes Qual
Zur Wonne macht, nur muß die Sonne erst
Die Trauben reifen, denen er entquillt!

Teut, der junge. Hört ihr’s?

Velleda. Oh, hätt’s dein Vater auch gehört!

Hieram. Dem allen wehrt der dicke Wald, er schluckt
Die Sonnenstrahlen ein und bringt euch nichts
Als bittre Eicheln, darum muß er fort!

Teut, der junge (zum Volk)
Holt Feuerbrände!

Adler, Bär, Wolf und andere (eilen ab).
Hieram. Aus den Bäumen sollt
Ihr Häuser baun, daß ihr den Bären nicht
Aus seiner Höhle mehr zu jagen braucht,
Wenn ihr euch vor dem Regen ducken wollt!
Auch Schiffe sollt ihr zimmern, Fische, die
Von Holz sind. daß das bodenlose Meer
Euch tragen und der allgewalt’ge Sturm,
Dem ihr den Odem abfangt, wenn er bläst,
Euch Knechtesdienste leisten muß! Denn euch
Ist alles untertan, solange ihr
Dem Gott euch beugt und jede Tat vollbringt,
Die er durch (mit einer Handbewegung gegen seine Brust)
Seines Priesters Mund gebeut.
Ja, wie die Milch in eine Mutterbrust,
So trat, als er zu euch herunterstieg,
In eure alte Erde neuer Saft,
Der nie versiegen und aus jedem Halm
Euch jung und frisch entgegenspritzen wird,
Wenn ihr ihm niemals trotzt und euch empört!

Teut, der junge. Mutter! (Er umarmt Velleda.)

Velleda. So dachte ich’s mir stets: Zuerst
Ein zornig Angesicht, und dann, nur halb
Geöffnet, eine übervolle Hand,
Die fallen läßt, was sie nicht geben mag.

Adler, Bär, Wolf usw. (kehren mit Feuerbränden zurück).
Hallo! Hallo!

Teut, der junge. Nun auf!

Hieram. Zuvor vernehmt
Noch ein Geheimnis! Werft euch auf die Knie
Und hört den.Namen, den die Sterne hell
Erklingen lassen, seit sie ihren Tanz
Begonnen haben, Wind und Welle dumpf,
Den Namen eures Gottes! (Alle knien nieder.)

Hieram, Was ihr tut,
Das tut in diesem Namen, und es wird
Gedeihen; wenn ihr euch ermattet fühlt,
So ruft ihn, und ihr werdet wieder stark;
Und wenn er auch nur in den Sinn euch kommt,
So beugt euch still und schlagt euch an die Brust!
Horcht auf! Sein Nam‘ ist Moloch!
(Er schlägt sich an die Brust, die übrigen tun es ebenfalls,
dann erheben sie sich.)

Teut, der junge. Jetzt?

Hieram. Du legst
Zu seinen Füßen erst das Königsschwert,
Dort ist sein Platz in alle Ewigkeit!

Teut, der junge (mit dem Schwert in den Hain ab).

Hieram (tritt vor).
Jetzt bin ich Herr! Und das ist ganz so viel,
Als ob das Blut, das all den Tausenden
Die Adern schwellt, in meine eignen sich
Ergösse, und die jugendliche Kraft,
Die sie durchglüht, in meine Greisesbrust
Hinüberströmte, wie der Wasserschwall

Der wilden Flüsse in das stille Meer!
So bin ich alt und jung zugleich: ich will,
Was ein Jahrhundert in mir zeitigte
Und keine Ewigkeit mehr knickt, weil es
Den Winterfrost bestand, doch feurig führt’s
Ein taufendarm’ger Jüngling für mich aus.
Wenn’s Götter gebe, wär‘ das Götterart,
Allein die gibt’s nicht, und dem Menschen fehlt,
Wenn er auch Herr ist und, wie ich, ein Volk
An (ich geknüpft hat, die Unsterblichkeit!
Doch, wie das Leben auf ein Kind, so kann
Er den Gedanken auch, der ihn erfüllt,
Auf den vererben, der zumeist ihm gleicht.
Das will auch ich, damit der dunkle Tod
Nur mich, und nicht mein Werk, zertreten kann,
Und meine Wahl ist Teut! Doch muß ich ihn
Noch härten, muß das Herz in seiner Brust
Ausbrennen, dies Geschwür vom Weibe her,
Damit er stark und kalt wird wie ich Selbst!

Teut, der junge (kehrt zurück).
Was du gebotst, geschah!

Hieram. So hört noch eins!
Flieht diesen Hain! In jeder Mitternacht
Spricht er zu mir! Dann ist sogar das Ohr
Des Vogels fest versiegelt, und ein Mensch,
Der in den Hain sich wagte, fiele um
Beim ersten Schritt und stünde nie mehr auf!
Nur ich kann seiner Stimme Donnerlaut
Vernehmen, ohne daß der Tod mich rührt,
Ich sterb‘ erst, wenn sein letztes Wort erscholl.
Mir tut er kund, was morgen schon durch dich,
Mir, was durch deiner Enkel spätesten
Erst nach Jahrtausenden geschehen soll;
Ich seh‘ den ganzen Lauf der Zeit voraus!
Dir sagt mein Mund, was er von dir verlangt,
Dem Enkel sag’s das Buch!

Teut, der junge. Was ist das Buch?

Hieram. Ein Wunderwesen, das nicht lebt, und doch
Darum nicht tot ist, dem ich meinen Geist
Einhauchen werde, eh er mich verläßt,
Das keine Zunge hat und dennoch spricht,
Und das zu dem, der mit den Augen hört!
Einst werdet ihr das fassen: Nun ans Werk!
Mann, Weib und Kind gemeinsam! Ist’s vollbracht,
So geb‘ ich jeglichem nach seinem Sinn
Ein eigenes Geschäft! Euch führe Teut!
Ich sprech‘ durch ihn, wie Moloch spricht durch mich!

Teut, der junge (auf Hierams Wink das weggeworfene Schwert
wieder aufnehmend und schwingend).
So hütet euch, ihr Eichen, vor der Axt,
Ihr Tannen, vor dem Feuer! Auf denn, auf! (Er eilt voran.)
Im Namen Molochs!

Das Volk (die Äxte und Feuerbrände schwingend). Im Namen
Molochs, auf!
(Sie verbreiten sich im Walde und beginnen ihr Werk. Eichen
werden gefällt, Tannen angezündet.)

Hieram. Erzittre, Rom! Wie auf die Bäume jetzt,
So werden sie, vertaufendfacht, dereinst
Auf dich sich stürzen und dein Kapitol
Zertrümmern bis auf seinen letzten Stein!
(Er wendet sich gegen den Hain.)
Du aber, Hand, die du das Schwert verschenkt,
Nimm jetzt den Griffel auf und schreib das Buch,
Durch das ich sie, auch wenn ich nicht mehr bin,
Beherrschen will in alle Ewigkeit! (Er geht in den Hain.)

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Allgemein

Die gemütlichsten Osterfeuer in Ostwestfalen-Lippe

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Osterfeuer - © Pixabay
Symbolfoto - © Pixabay

Wir haben für euch die gemütlichsten Osterfeuer in Ostwestfalen-Lippe in Form einer interaktiven Liste zusammengestellt. Die Liste wird fortlaufend aktualisiert.

Welche Osterfeuer dürfen in unserer Zusammenstellung nicht fehlen? Bei Anmerkungen und Anregungen schreibt uns doch einfach ein E-Mail an info@kukon.net oder eine Nachricht via Facebook.

Bielefeld

Über das gesamte Stadtgebiet verteilt gibt es zum diesjährigen Osterfest wieder 24 genehmigte Osterfeuer. Sie haben eine lange Tradition, bedeuten aber auch durch die Rauch- und Qualmentwicklung eine erhebliche Luftverschmutzung. Deshalb hat der Rat der Stadt schon 2013 die Osterfeuer-Verordnung ergänzt.

Als Brennmaterialien dürfen ausschließlich Gehölzschnitte wie Hecken-, Strauch- und Baumschnitt, Schnittholz oder unbehandeltes Holz verwendet werden. Stroh darf nur in kleinen Mengen zum Anzünden des Osterfeuers genutzt werden. Nicht zulässig ist beschichtetes oder behandeltes Holz. Auch Staudenschnitt aus dem Garten oder Laub und Abfälle aller Art dürfen nicht in das Osterfeuer.

Umweltamt und Ordnungsamt bitten die Veranstalter, nur trockenes und schadstofffreies Brennmaterial zu verwenden und nicht mehr als die maximal erlaubten 100 Kubikmeter zu verbrennen. Das Abbrennen von privaten, nicht genehmigten Feuern ist nach der Osterfeuerverordnung verboten und wird geahndet.

Weitere

Eine Liste aller Osterfeuer in Bielefeld sortiert nach Stadtbezirken.

Brackwede

Osterfeuer in Brackwede

  • Osterfeuer Quelle, Hofgelände Meyer zu Bentrup, Sonntag ab 17:00 Uhr
  • Osterfeuer am Bockschatzhof, Freifläche hinter der Festwiese, Samstag ab 17:00 Uhr
  • Osterfeuer Brackwede, Gleisdreieck, Samstag ab 17:00 Uhr
  • Osterfeuer Ummeln, Ackerfläche südlich der Korbacher Straße, Sonntag ab 17:00 Uhr
Dornberg

Osterfeuer in Dornberg

  • Osterfeuer Hoberge-Uerentrup, Freifläche Feuerwehrgerätehaus, Samstag ab 18:00 Uhr
  • Osterfeuer Niederdornberg-Deppendorf, Freifläche Feuerwehrgerätehaus, Sonntag ab 18:00 Uhr
  • Osterfeuer Großdornberg, Feuerwehrgerätehaus, Sonntag ab 16:00 Uhr
  • Osterfeuer Babenhausen, Hof Möller, Samstag ab 18:00 Uhr
Gadderbaum

Osterfeuer in Gadderbaum

  • Osterfeuer Gadderbaum, Quellenhofweg , Sonntag ab 21:00 Uhr
Heepen

Osterfeuer in Heepen

  • Osterfeuer Oldentrup, Freifläche in der Kleingartenanlage, Samstag ab 18:00 Uhr
  • Osterfeuer Altenhagen, Zirkelstraße / Altenhagener Straße, Sonntag ab 17:00 Uhr
  • Osterfeuer Heepen, Feuerwehrgerätehaus, Samstag ab 19:00 Uhr
  • Osterfeuer Junge Union, Hofgelände Meyer zu Bentrup, Samstag ab 17:00 Uhr
Jöllenbeck

Osterfeuer in Jöllenbeck

  • Osterfeuer Vilsendorf, Feuerwehrgerätehaus, Samstag ab 19:00 Uhr
  • Osterfeuer Theesen, Im Teilholz, Sonntag ab 17:30 Uhr
  • Osterfeuer Schildesche, Obersee, Sonntag ab 16:00 Uhr
  • Osterfeuer Jöllenbeck, Feuerwehrgerätehaus, Sonntag ab 17:00 Uhr
Mitte

Osterfeuer in Sieker

  • Osterfeuer Sieker, Gelände der GAB, Samstag ab 17:00 Uhr
Schildesche

Osterfeuer in Schildesche

  • Osterfeuer Schildesche, Obersee, Sonntag ab 16:00 Uhr
Senne

Osterfeuer in Senne

  • Osterfeuer Reit- und Fahrclub e.V., Springplatz des BRFC, Samstag ab 18:00 Uhr
  • Osterfeuer Senne, Parkplatz Am Waldbad, Sonntag ab 17:00 Uhr
Sennestadt

Osterfeuer in Sennestadt

  • Osterfeuer Sennestadt, An der Maiwiese, Samstag ab 18:00 Uhr
  • Osterfeuer Eckardtsheim, Paracelsusweg / Verler Straße, Sonntag ab 18:00 Uhr
Stieghorst

Osterfeuer in Stieghorst

  • Osterfeuer Ubbedissen, Naturfreundehaus Ubbedissen, Samstag ab 15:00 Uhr
  • Osterfeuer Lämershagen, Feuerwehrgerätehaus, Sonntag ab 18:00 Uhr

Kreis Gütersloh

Gütersloh. Damit das Osterfeuer nicht zum warmen Abbruch für viele Tierbehausungen wird, erinnert die Abteilung Umwelt des Kreises Gütersloh an die Belange des Artenschutzes und des Abfallrechtes, die unbedingt zu berücksichtigen sind. Reisighaufen, besonders wenn sie schon länger liegen, sind beliebte Schlafverstecke für Kleinsäuger wie Mäuse und Igel. Wenn diese Haufen vor dem Anzünden nicht umgeschichtet werden, gibt man die Tiere, die dort Zuflucht und Unterschlupf gesucht haben, dem Feuer preis. Es ist auch gar nicht so unwahrscheinlich, dass Rotkehlchen an einem Wurzelstubben, der im Osterfeuer liegt, schon begonnen haben, ein Nest zu bauen. Wird der Haufen umgeschichtet, so kann wenigstens das Rotkehlchen fliehen.

Grundsätzlich sollen Osterfeuer so angelegt werden, dass nebenstehende Bäume durch Hitze oder Funkenflug nicht in Mitleidenschaft gezogen werden. Selbstverständlich sind Osterfeuer keine Sperrmüllverbrennungsanlagen. Größere Mengen Schlagabraum aus Nadelhölzern oder Gartenrodungen sind in der Kompostieranlage besser untergebracht. Alle Städte und Gemeinden im Kreis Gütersloh haben im Rahmen des Ortsrechts Anforderungen an das Abbrennen von Osterfeuern gestellt. Auskünfte geben die örtlichen Ordnungsämter.

Osterfeuer nur mit Tradition

Auch in diesem Jahr gilt: Im Stadtgebiet von Gütersloh werden ausschließlich Osterfeuer genehmigt, die Geschichte haben und die der Öffentlichkeit zugänglich sind.

36 sind es noch im gesamten Stadtgebiet, darunter als größere unter anderem das Osterfeuer des Schützenvereins Pavenstädt, das des Löschzugs Avenwedde in der Röhrheide, das der Hubertus-Schützen auf dem Hof Hagenlüke oder das auf dem Meierhof Rassfeld. Auf dem Festplatz an der Bruder-Konrad-Straße in Spexard veranstaltet der Heimatverein sein Osterfeuer, der Bürgerverein Sundern lädt zum traditionellen Osterfeuer an die Buschstraße ein.

Mitarbeiter des Ordnungsamtes nehmen die Feuer in Augenschein und achten dabei darauf, dass alle erforderlichen Abstände zu Gebäuden und Wegen eingehalten werden. Überprüft wird auch, ob – wie vorgeschrieben – nur Baum- und Strauchschnitt zum Abbrennen aufgeschichtet wird. Pflicht ist auch, einen Tag vor dem Abbrennen das Material nochmals komplett umzuschichten, um zu verhindern, dass Tiere, die im Holz Unterschlupf gesucht haben, zu Schaden kommen.

Weitere

Eine Liste aller Osterfeuer im Kreis Gütersloh sortiert nach Gemeinden.

Borgholzhausen

Osterfeuer in Borgholzhausen

  • Osterfeuer Borgholzhausen, Feuerwehrgerätehaus, Samstag ab 18:00 Uhr
Gütersloh

Osterfeuer in Gütersloh

  • Osterfeuer Isselhorst, Krullsweg
  • Osterfeuer Pavenstädt, Pavenstädter Weg / Gartenhof
  • Osterfeuer Avenwedde, Röhrheide
  • Osterfeuer Spexard, Festplatz Spexard
  • Osterfeuer Sundern, Buschtraße
  • Osterfeuer Blankenhagen, Nottenbrocksweg
  • Osterfeuer Avenwedde-Friedrichsdorf, Hof Hagenlüke
  • Osterfeuer Gütersloh, Berliner Straße
  • Weitere kleinere Osterfeuer: Fritz-Blank-Str.,Gestüt Ebbesloh, Am Röhrbach, Reithallenweg, Am Stellbrink, Haller Str., In der Worth, Reitschule Borkenhof, Brentanoweg, Pavenstädter Weg
Halle (Westf.)

Osterfeuer in Halle (Westf.)

  • Osterfeuer Hörste, Voßheide, Samstag ab 18:30 Uhr
  • Osterfeuer Hesseln, Sportplatz, Samstag ab 18:300 Uhr
  • Osterfeuer Kölkebeck, Feuerwehrgerätehaus, Samstag ab 18:00 Uhr
Harsewinkel

Osterfeuer in Harsewinkel

  • Osterfeuer Harsewinkel, Pfarrhaus St. Lucia, Samstag ab 19:30 Uhr
  • Osterfeuer Marienfeld, Sportplatz Kuhteich, Samstag ab 20:00 Uhr
  • Osterfeuer Greffen, Römerweg, Samstag ab 20:00 Uhr
Herzebrock-Clarholz

Osterfeuer in Herzebrock-Clarholz

  • Osterfeuer Heerde, Schützenplatz, Samstag ab 18:00 Uhr
Langenberg

Osterfeuer in Langenberg

Rheda-Wiedenbrück

Osterfeuer in Rheda-Wiedenbrück

  • Osterfeuer „Grüne Funken“, Hof Potthoff, Sonntag ab 19:00 Uhr
  • Weitere kleinere Ostefeuer: Am Frankenbrink / Theodor, Am Postdamm, Emser Landstraße, Hammersenstraße, Hubertushalle Batenhorst, Kernekampstraße, Lichtestraße, Neuenkirchener Landstraße, Nonenstraße, Pohlmannstraße, Röckinghauser Straße, Stromberger Straße, Varenseller Straße, Winkelstraße, Wösteweg
Rietberg

Osterfeuer in Rietberg

  • Osterfeuer Westerwiehe, Alter Germania Sportplatz, Sonntag ab 18:00 Uhr
  • Osterfeuer Bokel, Dorfplatz, Sonntag ab 18:30 Uhr
  • Osterfeuer Mastholte, Miniburg, Sonntag ab 18:30 Uhr
  • Osterfeuer Neuenkirchen, KJG, Sonntag ab Sonnenuntergang
  • Osterfeuer Varensell, Katholische Landjugend, Sonntag ab 17:00 Uhr
Schloss Holte-Stukenbrock

Osterfeuer in Schloss Holte-Stukenbrock

Steinhagen

Osterfeuer in Steinhagen

  • Osterfeuer Amshausen, Am Butterweg, Samstag ab 19:30 Uhr
  • Osterfeuer Brockhagen, Feuerwehrgerätehaus, Sonntag ab 17:00 Uhr
Verl

Osterfeuer in Verl

  • Osterfeuer Verl, Stiegenweg, Samstag ab 19:00 Uhr
  • Osterfeuer Kaunitz, Schützenhalle, Montag ab 18:30 Uhr
Versmold

Osterfeuer in Versmold

  • Osterfeuer Oesterweg, Hof Fiener, Samstag ab 17:30 Uhr
  • Osterfeuer Versmold, Alte Landwehr, Samstag ab 18:00 Uhr
  • Osterfeuer Bockhorst, Am Eschkamp, Samstag ab 19:00 Uhr
  • Osterfeuer Knetterhausen, Schießstand, Samstag ab 19:00 Uhr
Werther (Westf.)

Osterfeuer in Werther (Westf.)

  • Osterfeuer Häger, Hof Giesselmann, Samstag ab 18:00 Uhr
  • Osterfeuer Langenheide, Feuerwehrgerätehaus, Samstag ab 18:00 Uhr

Kreis Herford

Kreis Herford. Wie in jedem Jahr sieht man jetzt in der Landschaft wieder die großen Reisig- und Holzhaufen für die Osterfeuer liegen. Und dem alten germanischen Brauchtum des Frühlingsfeuers gemäß werden sie an Ostern angesteckt, um mit hellem Feuerschein über große Entfernungen weit sichtbar zu verbrennen und damit die Winterdämonen zu vertreiben und die hellere Jahreszeit – den Frühling – einzuleiten. Somit sind Osterfeuer ein altes Sinnbild der neu erwachten Natur.

„Dieses Jahr liegt Ostern sehr spät. Deshalb kann es sein, dass Zaunkönig, Rotkehlchen oder Heckenbraunelle den Haufen für das Osterfeuer schon für die Brut belegt haben. Oder der Igel, Spitzmäuse, oder ein Hase oder Kaninchen können bereits dort eingezogen sein.“, erklärt Hannelore Frick-Pohl von der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises Herford. Um diesen Einzug zu verhindern ist es sinnvoll, das Holz und die Zweige dünn und großflächig auszubreiten und erst kurz vor dem Abbrennen als Haufen aufzuschichten.

Wenn das Material übers Jahr angesammelt wird, siedeln sich holzzersetzenden Tiere an, diese locken wiederum Kriechtiere, Vögel und Säuger an, denen sie als Nahrung dienen. Einen besonderen Wert hat Totholz für die Insektenwelt. Viele Käfer und ihre Larven ernähren sich von zerfallenem Altholz, zahlreiche Hautflügler legen ihre Eier in von anderen Insekten vorgebohrten Holzgängen ab. Säugetiere und Reptilien finden in einem Reisighaufen einen optimalen Überwinterungsplatz und Unterschlupfmöglichkeiten.

Deshalb: Vor dem Abbrennen einen Haufen unbedingt umschichten, um den meisten Tieren die Möglichkeit zur Flucht geben.

Grundsätzlich sollten beim Osterfeuer einige Punkte beachtet werden

  • Osterfeuer dürfen nicht in Naturschutzgebieten abgebrannt werden. Dort ist das Feuermachen grundsätzlich verboten. Wer sich nicht dran hält, muss mit Bußgeldern rechnen.
  • Wann und wo Osterfeuer abgebrannt werden dürfen, klärt das Ordnungsamt der jeweiligen Stadt oder Gemeinde. Die jeweilige Stadt- oder Gemeindeverwaltung informiert auch über zulässige Größen und Auflagen, Sicherheitsabstände und zum Beispiel auch, ob die Feuerwehr informiert werden muss.
  • Auch wenn die Kommune Osterfeuer grundsätzlich erlaubt, bleibt dies in allen Naturschutzgebieten des Kreises Herford verboten.
  • Grundsätzlich dürfen nur Holz- und Reisigabfälle verbrannt werden, keine anderen Abfälle, vor allem kein behandeltes Holz. Denken Sie bitte auch daran, dass nach der neuen Abfallverordnung das Verbrennen von Pflanzenmaterialien grundsätzlich verboten ist, und zwar in allen Städten und Gemeinden des Kreises. Das Osterfeuer stellt als Brauchtumsfeuer eine Ausnahme dar.
  • Tiere wie Igel, Kröten, Vögel oder Insekten, überwintern im Reisig oder suchen dort kurzzeitig Unterschlupf. Um diese zu vertreiben, muss der Haufen vor dem Verbrennen umgeschichtet werden, damit die Tiere nicht mitverbrennen.
  • Vermeiden Sie Rauchbelästigung gegenüber Dritten. Lassen Sie das Feuer nicht unbeaufsichtigt, löschen Sie Feuer und Glut am Ende sorgfältig und benutzen Sie keine Brandbeschleuniger.
  • Zünden Sie bitte keine Feuer in Waldnähe an.

Weitere

Eine Liste aller Osterfeuer im Kreis Herford sortiert nach Gemeinden.

Bünde

Osterfeuer in Bünde

  • Osterfeuer Holsen, Parkplatz Am Sportplatz, Samstag ab 16:00 Uhr
  • Osterfeuer Hunnebrock, Grasweg an der Dorfstraße, Samstag ab 18:00 Uhr
  • Osterfeuer Muckum, Wiese des Bauern Gerhard Potthoff, Sonntag ab 17:00 Uhr
  • Osterfeuer Ahle, Karrenbruch / Urbanstraße, Sonntag ab 18:00 Uhr
  • Osterfeuer Spradow, Hof Wibbeler, Sonntag ab 18:00 Uhr
Enger

Osterfeuer in Enger

  • Osterfeuer Oldinghausen, Schützenheim, Samstag ab 19:00 Uhr
  • Osterfeuer Höke, Eierhof Höke, Sonntag ab 15:00 Uhr
  • Osterfeuer Enger, Schützenplatz, Sonntag ab 18:00 Uhr
  • Osterfeuer Nord, Familie Lange, Sonntag ab 18:00 Uhr
Herford

Osterfeuer in Herford

  • Osterfeuer am Bootshaus, Gelände des Herforder Kanu Klubs, Sonntag ab 18:00 Uhr
  • Osterfeuer Homberg, Vereinsheim, montag ab 17:00 Uhr
Hiddenhausen

Osterfeuer in Hiddenhausen

  • Osterfeuer Eilshausen, „Storck´s Wiese“, Samstag ab 16:00 Uhr
  • Osterfeuer Schweicheln, Sportplatz, Sonntag ab 18:00 Uhr
  • Osterfeuer Oetinghausen, Oetinghauser Alm, Sonntag ab 17:00 Uhr
  • Osterfeuer Lippinghausen, Hinter dem Bauhof, Sonntag ab 17:00 Uhr
Kirchlengern

Osterfeuer in Kirchlengern

  • Osterfeuer Klosterbauerschaft, Oberbauerschafter Straße, Samstag ab 16:00 Uhr
  • Osterfeuer SPD Kirchlengern, Grillhütte Südlengern, Samstag ab 16:00 Uhr
  • Osterfeuer VfL Klosterbauerschaft, Heenfeld, Samstag ab 18:00 Uhr
  • Osterfeuer Kirchlengern, Feuerwehrgerätehaus, Sonntag ab 17:00 Uhr
Löhne

Osterfeuer in Löhne

  • Osterfeuer Auszeit e.V., Stadtrandweg / Turlakweg, Samstag ab 17:00 Uhr
  • Osterfeuer Mennighüffen, Feuerwehrhaus, Samstag ab 17:00 Uhr
  • Osterfeuer Mennighüffen, Hofstelle Meier-Ellerbrock, Samstag ab 17:30 Uhr
  • Osterfeuer Obernbeck, Grundstück Kostede, Samstag ab 18:00 Uhr
  • Osterfeuer Gebrauchshundesportverein, Vereinsheim, Samstag ab 18:00 Uhr
  • Osterfeuer Mennighüffen, Alter Salzweg / Langenfohrn, Samstag ab 18:30 Uhr
  • Osterfeuer Löhne-Bahnhof, Wiese an der Schierholzstraße, Sonntag ab 17:00 Uhr
  • Osterfeuer Gohfeld-Wittel, Feuerwehrhaus, Sonntag ab 17:00 Uhr
  • Osterfeuer Mennighüffen, Gutshof Haus Beck, Sonntag ab 10:00 Uhr
Rödinghausen

Osterfeuer in Rödinghausen

  • Osterfeuer Gut Bökel, Samstag ab 17:00 Uhr
  • Osterfeuer Traditionsnachbarschaft, Meierhofstraße Samstag ab 17:00 Uhr
  • Osterfeuer Ferienhof Quest, Steinbrinkweg, Sonntag ab 17:00 Uhr
  • Osterfeuer Kirchengemeinde Westkilver, Feld an der Westkilverstraße, Sonntag ab 18:30 Uhr
Spenge

Osterfeuer in Spenge

  • Osterfeuer CDU Spenge, Hof Dingerdissen, Samstag ab 18:00 Uhr
  • Osterfeuer Bardüttingdorf, Feuerwehrgerätehaus, Samstag ab 18:00 Uhr
  • Osterfeuer Wallenbrück, Bürgertreff Wallenbrück, Sonntag ab 18:00 Uhr
  • Osterfeuer Lenzinghausen, Parkplatz am Bürgerbad, Sonntag ab 18:00 Uhr
  • Osterfeuer Hücker-Aschen, Dieckmanns Wiese, Sonntag ab 18:00 Uhr
Vlotho

Osterfeuer in Vlotho

  • Osterfeuer Uffeln, Feuerwehrgerätehaus, Donnerstag ab 18:30 Uhr
  • Osterfeuer Vlotho, Gerätehaus Steinbründorf, Samstag ab 18:00 Uhr
  • Osterfeuer Exter, Feuerwehrgerätehaus, Sonntag ab 18:00 Uhr

Kreis Höxter

Brauchtumsfeuer sind vor ihrer Durchführung bei der örtlichen Ordnungsbehörde anzuzeigen. Brauchtumsfeuer sind Feuer, deren Zweck nicht darauf gerichtet ist, pflanzliche Abfälle durch schlichtes Verbrennen zu beseitigen. Brauchtumsfeuer dienen der Brauchtumspflege und sind dadurch gekennzeichnet, dass eine in der Ortsgemeinschaft verankerte Glaubensgemeinschaft, Organisation oder ein Verein das Feuer unter dem Gesichtspunkt der Brauchtumspflege ausrichtet und es im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung für jedermann zugänglich ist. Hierzu gehören z.B. Osterfeuer oder Martinsfeuer.

Die Anzeige des Brauchtumsfeuers muss folgende Angaben enthalten:

  • Name und Anschrift der verantwortliche(n) Person(en), die das Brauchtumsfeuer durchführen möchte(n),
  • Alter der verantwortlichen Person(en), die das Brauchtumsfeuer beaufsichtigt/beaufsichtigen,
  • Beschreibung des Ortes, wo das Brauchtumsfeuer stattfinden soll,
  • Entfernung des Brauchtumsfeuers zu baulichen Anlagen und zu öffentlichen Verkehrsanlagen,
  • Höhe des zu verbrennenden, aufgeschichteten Pflanzenmaterials und
  • getroffene Vorkehrungen zur Gefahrenabwehr (z.B. Feuerlöscher, Mobiltelefon für Notruf).

Im Rahmen von Brauchtumsfeuern dürfen nur unbehandeltes Holz, Bau- und Strauchschnitt sowie sonstige Pflanzenreste verbrannt werden. Das Verbrennen von beschichtetem oder behandeltem Holz
(einschließlich behandelte Paletten, Schalbretter, usw.) und sonstigen Abfällen (z.B. Altreifen) ist verboten. Andere Stoffe, insbesondere Mineralöle, Mineralölprodukte oder andere Abfälle, dürfen weder zum Anzünden noch zur Unterhaltung des Feuers genutzt werden. Die Feuerstelle darf nur kurze Zeit vor dem Anzünden aufgeschichtet werden, damit Tiere hierin keinen Unterschlupf suchen können und dadurch vor dem Verbrennen geschützt werden.

Das Brauchtumsfeuer muss ständig von zwei Personen, davon eine über 18 Jahre alt, beaufsichtigt werden. Diese Personen dürfen den Verbrennungsplatz erst dann verlassen, wenn das Feuer und die Glut erloschen sind. Das Feuer darf bei starkem Wind nicht angezündet werden. Es ist bei aufkommendem starken Wind unverzüglich zu löschen.

Das Feuer muss folgende Mindestabstände einhalten:

  • 100 m von zum Aufenthalt von Menschen bestimmten Gebäuden
  • 25 m von sonstigen baulichen Anlagen
  • 50 m von öffentlichen Verkehrsflächen
  • 10 m von befestigten Wirtschaftswegen

Weitere

Eine Liste aller Osterfeuer im Kreis Höxter sortiert nach Gemeinden.

Bad Driburg

Osterfeuer in Bad Driburg

  • Osterfeuer Bad Driburg, Am Eggekrug, Sonntag ab 19:00 Uhr
Beverungen

Osterfeuer in Beverungen

Borgentreich

Osterfeuer in Borgentreich

Brakel

Osterfeuer in Brakel

Höxter

Osterfeuer in Höxter

Marienmünster

Osterfeuer in Marienmünster

Nieheim

Osterfeuer in Nieheim

Steinheim

Osterfeuer in Steinheim

Warburg

Osterfeuer in Warburg

Willebadessen

Osterfeuer in Willebadessen

Kreis Lippe

Weitere

Eine Liste aller Osterfeuer im Kreis Lippe sortiert nach Gemeinden.

Augustdorf

Osterfeuer in Augustdorf

  • Osterfeuer Schlingbruch, Schlingsbruch, Samstag ab 18:00 Uhr
  • Osterfeuer Bögerhof, Bögerhof, Sonntag ab Sonnenuntergang
Bad Salzuflen

Osterfeuer in Bad Salzuflen

  • Osterfeuer Wüsten, Sportplatz SV Wüsten, Samstag ab 17:00 Uhr
  • Osterfeuer Werk, Hof Busse, Samstag ab 18:00 Uhr
  • Osterfeuer Biemsen-Ahmsen, Feuerwehrgerätehaus, Sonntag ab 18:00 Uhr
  • Osterfeuer Ehrsen-Breden, Sonntag ab 18:00 Uhr
  • Osterfeuer Holzhausen, Am Jugendhaus, Sonntag ab 18:00 Uhr
  • Osterfeuer Lockhausen, Sportplatz, Sonntag ab 19:00 uhr
  • Osterfeuer Retzen, Festweise am Feuerwehrgerätehaus, Sonntag ab 18:00 Uhr
  • Osterfeuer Schötmar, Festplatz am Schützenhaus, Sonntag ab 17:30 Uhr
Barntrup

Osterfeuer in Barntrup

  • Osterfeuer Sonneborn, Hohler Weg, Samstag ab 20:00 Uhr
  • Osterfeuer Lebenshilfe, An den Wohnheimen „Paradiesmühle“, Samstag ab 18:00 Uhr
  • Osterfeuer Alverdissen, Feuerwache, Sonntag ab 18:00 Uhr
  • Osterfeuer Selbeck, Selbecker Grillhütte, Sonntag ab 18:00 Uhr
  • Osterfeuer Sommersell, Grillhütte, Sonntag ab 18:00 Uhr
Blomberg

Osterfeuer in Blomberg

  • Osterfeuer Brüntrup, Hof Niedermeier, Samstag ab Sonnenuntergang
  • Osterfeuer Donop, Glauters Feld, Samstag ab Sonnenuntergang
  • Osterfeuer Eschenbruch, Am Festplatz „Unter den Eichen“, Samstag ab Sonnenuntergang
  • Osterfeuer Mossenberg, Osterfeuerplatz, Samstag ab Sonnenuntergang
  • Osterfeuer Wellentrup, Dorfgemeinschaft, Samstag ab Sonnenuntergang
  • Osterfeuer Borkhausen, Rittergut Freismissen, Sonntag ab Sonnenuntergang
  • Osterfeuer Tintrup, Wiese am Sportplatz, Sonntag ab Sonnenuntergang
Detmold

Osterfeuer in Detmold

  • Osterfeuer Bentrup, Gretberg, Samstag ab Sonnenuntergang
  • Osterfeuer Heiligenkirchen, Grillplatz am Schling, Samstag ab 19:30 Uhr
  • Osterfeuer Herberhausen, Freizeitfläche am Schlingenbusch, Samstag ab Sonnenuntergang
  • Osterfeuer Hiddesen, Grillplatz Mufflonkamp, Samstag ab 17:00 Uhr
  • Osterfeuer Jerxen-Orbke, Grillplatz, Samstag ab 18:30 Uhr
  • Osterfeuer Meiersfeld, SV Meiersfeld, Samstag ab 18:00 Uhr
  • Osterfeuer Pivitsheide, gegenüber der Gaststätte Kohlpott, Samstag ab Sonnenuntergang
  • Osterfeuer Remmighausen, Reiterhof Betge, Samstag ab 18 Uhr
  • Osterfeuer Schönemark, Schönemarker Weg / Wildberger Straße, Samstag ab Sonnenuntergang
  • Osterräderlauf Brokhausen, Am Almberg, Sonntag ab 18:00 Uhr
  • Osterfeuer Klüt, Sportplatz, Sonntag ab Sonnenuntergang
  • Osterfeuer Nienhagen, Sünkelsweg, Sonntag ab 18:00 Uhr
  • Osterfeuer Liebhart’s Fachwerkdorf, Liebhart’s Fachwerkdorf, Sonntag ab 18:00 Uhr
  • Osterfeuer Vahlhausen, Austermanns Hof, Sonntag ab Sonnenuntergang
Dörentrup

Osterfeuer in Dörentrup

  • Osterfeuer Bega, Sportplatz, Samstag ab 18:00 Uhr
  • Osterfeuer Schwelentrup, Bergstadion, Samstag ab 18:30 Uhr
  • Osterfeuer Hillentrup, Sportplatz, Samstag ab 18:00 Uhr
  • Osterfeuer Wendlinghausen, Remise am Pferdekamp, Samstag ab 18:30 Uhr
  • Osterfeuer Humfeld, Feuerwehrhaus, Sonntag ab 19 Uhr
Extertal

Osterfeuer in Extertal

  • Osterfeuer Almena, Sportplatz, Samstag ab Sonnenuntergang
  • Osterfeuer Göstrup, Am Backhaus, Sonntag, 19:30 Uhr
  • Osterfeuer Silixen, Festplatz, Samstag, 17:00 Uhr
  • Osterfeuer Kükenbruch, Sportplatz, Sonntag, 18:00 Uhr
Horn-Bad Meinberg

Osterfeuer in Horn-Bad Meinberg

  • Osterfeuer Billerbeck, Auf der Haseloh, Samstag ab 19:30 Uhr
  • Osterfeuer Fromhausen, Am Bolzplatz, Samstag ab 19:30 Uhr
  • Osterfeuer Holzhausen, Grillhütte Holzhausen-Externsteine, Samstag ab Sonnenuntergang
  • Osterfeuer Leopoldstal, Steinmetzhütte, Samstag ab 18:00 Uhr
  • Osterfeuer Vahlhausen, Steinheimer Straße, Samstag ab 19:00 Uhr
  • Osterfeuer Belle, Oberer Westerkamp, Sonntag ab 18:00 Uhr
  • Osterfeuer Feldrom, Am Bolzplatz, Sonntag ab 18:00 Uhr
  • Osterfeuer Wehren, Wiese am Wällenweg, Sonntag ab 19:00 Uhr
Kalletal

Osterfeuer in Kalletal

  • Osterfeuer Asendof, Schusterberg, Samstag ab 19:00 Uhr
  • Osterfeuer Bavenhausen, Sportplatz, Sonntag ab Sonnenuntergang
  • Osterfeuer Bentorf-Hakemissen, Sportplatz, Samstag ab 18:00 Uhr
  • Osterfeuer Erder, Wendehammer, Samstag ab 17:00 Uhr
  • Osterfeuer Hohenhausen, Sportplatz, Samstag ab 18:00 Uhr
  • Osterfeuer Kalldorf, Feuerwehrgeräte, Samstag ab 18:00 Uhr
  • Osterfeuer Stemmen, Parkplatz des Kindergartens, Samstag ab 18:30 Uhr
  • Osterfeuer Stemmen, Sportplatz am Osterbrink, Samstag ab 18:00 Uhr
  • Osterfeuer Langenholzhausen, Feuerwehrgerätehaus, Samstag ab 17:00 Uhr
  • Osterfeuer Lüdenhausen, Feuerwehrhaus, Sonntag ab 19:00 Uhr
  • Osterfeuer Talle, Feuerwehrgerätehaus, Samstag ab 17:00 Uhr
  • Osterfeuer Westorf, Sportplatz, Samstag, 18:00 Uhr
Lage

Osterfeuer in Lage

  • Osterfeuer Ohrsen, Reitsportanlage Windhof, Donnerstag ab Sonnenuntergang
  • Osterfeuer Billinghausen, Sporthalle, Samstag ab 19:00 Uhr
  • Osterfeuer Heiden, Festwiese, Samstag ab 20:00 Uhr
  • Osterfeuer Ehrentrup, Wiese an der Dorfstraße, Samstag ab 18:00 Uhr
  • Osterfeuer Pottenhausen, Reinholdi-Platz, Samstag ab 19:00 Uhr
  • Osterfeuer Hagen, Ziegeleimuseum, Sonntag, 18:00 Uhr
  • Osterfeuer Hiddentrup, Grundstück auf der Hörster Egge, Sonntag ab Sonnenuntergang
  • Osterfeuer Hörste, Am Feuerwehrgerätehaus, Sonntag ab 19:00 Uhr
  • Osterfeuer Kachtenhausen, Sportplatz, Sonntag ab 18:30 Uhr
Lemgo

Osterfeuer in Lemgo

  • Osterfeuer Entrup, Sportplatz, Samstag, 19:30 Uhr
  • Osterfeuer Hörstmar, Sportplatz, Sonntag, 17:00 Uhr
  • Osterfeuer Lieme, hinter dem Gerätehaus, Samstag, 19:00 Uhr
  • Osterfeuer Lüerdissen, in der Burmäne, Samstag ab 17:30 Uhr
  • Osterfeuer Brüntorf, Stränger Weg, Sonntag ab 18:00 Uhr
  • Osterfeuer West, Sportplatz Westalm, Sonntag ab 17:00 Uhr
  • Osterfeuer Wahmbeck, Feuerwehrgerätehaus, Sonntag ab 15:30 Uhr
Leopoldshöhe

Osterfeuer in Leopoldshöhe

  • Osterfeuer Bexterhagen, Sportplatz, Samstag ab 18:30 Uhr
  • Osterfeuer Asemissen, Sportzentrum Greste, Sonntag ab 17:00 Uhr
  • Osterfeuer Am Heimathof, Heimatverein Leopoldshöhe, ab Sonntag ab 17:00 Uhr
Lügde

Osterfeuer in Lügde

  • Osterfeuer Elbrinxen, Sportplatz am Freibad, Samstag ab 17:00 Uhr
  • Osterräderlauf Lügde, Emmerauenpark, Sonntag ab 20:00 Uhr
  • Osterfeuer Henkenbrink, Sonntag ab 18:00 Uhr
  • Osterfeuer Hummersen, Unterm Osterhagen, Sonntag ab 18:00 Uhr
Oerlinghausen

Osterfeuer in Oerlinghausen

  • Osterfeuer Helpup, Lortzingstraße, Sonntag ab 19:00 Uhr
  • Osterfeuer Lipperreihe, Hellweg / Tunnelstraße, Sonntag ab 19:00 Uhr
  • Osterfeuer Am Tönsberg, Kumstonne, Sonntag ab 19:00 Uhr
Schieder-Schwalenberg

Osterfeuer in Schieder-Schwalenberg

  • Osterfeuer Brakelsiek, Sportplatz, Samstag ab 19:00 Uhr
  • Osterfeuer Lothe, Alte Schule, Samstag ab 18:00 Uhr
  • Osterfeuer Ruensiek, Ruensiek, Samstag ab 19:00 Uhr
  • Osterfeuer Wöbbel, Wiese am Hohlen Weg, Samstag ab 19:00 Uhr
  • Osterfeuer Glashütte, Wiese am Winterbergweg, Sonntag ab 19:00 Uhr
  • Osterfeuer Siekholz, Wiese am Schützenhaus, Samstag ab 19:00 Uhr
Schlangen

Osterfeuer in Schlangen

  • Osterfeuer Kohlstädt, Schützengelände, Samstag ab 18:00 Uhr
  • Osterfeuer Oesterholz-Haustenbeck, Osterfeuerplatz, Sonntag ab 17:00 Uhr

Kreis Minden-Lübbecke

Feuer zur Osterzeit können genehmigt werden, wenn sie eindeutig und zweifelsfrei der Brauchtumspflege dienen und im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung jedermann zugänglich sind.

Brauchtumsfeuer sind Feuer, deren Zweck nicht darauf ausgerichtet ist, pflanzliche Abfälle durch Verbrennen zu beseitigen.

Wegen möglicher Gefährdungen oder erheblicher Belästigungen der Nachbarschaft oder der Allgemeinheit sind aus immissionsrechtlichen und ordnungsrechtlichen Gründen folgende Mindestabstände unbedingt einzuhalten:

Der Verbrennungsort muss mindestens

  • 100 m von bewohnten Gebäuden, Wäldern, Mooren und Heiden
  • 50 m von öffentlichen Verkehrsflächen
  • 25 m von Hecken, Gebüschen, ähnlichen Anpflanzungen und sonstigen Gebäuden
  • 10 m von Wirtschaftswegen entfernt liegen. Sollten die genannten Mindestabstände nicht eingehalten werden, kann ein Osterfeuer untersagt werden.

Der Veranstalter ist vor Ort für die Einhaltung aller Sicherheitsvorschriften verantwortlich, insbesondere

  • darf der Verbrennungsort erst verlassen werden, wenn das Feuer vollständig erloschen und auch bei aufkommendem Wind ein Funkenflug ausgeschlossen ist. Gegebenenfalls ist eine Brandwache einzurichten.
  • sind alle erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen zu treffen, damit Personen insbesondere Kinder und auch der Straßenverkehr nicht gefährdet werden.

Es dürfen ausschließlich trockene pflanzliche Rückstände verbrannt werden. Das Verbrennen von Müll, Altreifen, Altöl, Benzin, Kunststoffen usw. ist gesetzlich verboten und ordnungswidrig, ggf. strafbar. Auch zum Anzünden dürfen nur Stroh, Reisig usw. verwendet werden.

Weitere

Eine Liste aller Osterfeuer im Kreis Minden-Lübbecke sortiert nach Gemeinden.

Bad Oeynhausen

Osterfeuer in Bad Oeynhausen

  • Osterfeuer Werste, Stüherstraße / Kirchbreite, ab 16:30 Uhr
  • Osterfeuer Lohe, Dembergs Hof
  • Osterfeuer Eidinghausen, Wöhrenerstr. / Im Meerbruch, ab 17:30 Uhr
Espelkamp

Osterfeuer in Espelkamp

  • Osterfeuer Espelkamp, Festplatz an der General-Bishop-Str., Sonntag ab 17:00 Uhr
  • Osterfeuer Frotheim, Auf Rohlfings Wiese
  • Osterfeuer Gestringen, Gerätehaus, Samstag ab 18:00 Uhr
Hille

Osterfeuer in Hille

  • Osterfeuer Hille, Ritterbruch, Sonntag ab 17:00 Uhr
  • Osterfeuer Eickhorst, am Gerätehaus, Sonntag ab 16:00 Uhr
  • Osterfeuer Unterlübbe, Sonntag ab 17:30 Uhr
Hüllhorst

Osterfeuer in Hüllhorst

  • Osterfeuer Holsen, Festplatz am Sportplatz, Samstag ab 18:00 Uhr
Lübbecke

Osterfeuer in Lübbecke

  • Osterfeuer Obermehnen, auf der Wiese am Herzog-Wittekind-Weg, Sonntag ab 18:00 Uhr
  • Osterfeuer Gehlenbeck, Sonntag ab 19:00 Uhr
  • Osterfeuer Stockhausen, Grönemeiers Wiese, Samstag ab 18:00 Uhr
Minden

Osterfeuer in Minden

  • Osterfeuer Biemke, Bergkirchener Straße 183, Samstag
  • Osterfeuer Bölhorst, Parkplatz DGH Bölhorst, Samstag
  • Osterfeuer Dankersen, In der Grümmersch / Gnadenbach, Samstag
  • Osterfeuer Dützen, Bürgerpark Dützen, Samstag
  • Osterfeuer Dützen, Wiesenstraße, Samstag
  • Osterfeuer Häverstädt, Alter Bahndamm, Samstag
  • Osterfeuer Häverstädt, Bergstraße 39, Samstag
  • Osterfeuer Königstor, Schumannstraße 23, Samstag
  • Osterfeuer Kutenhausen, Herrendienstweg, Samstag ab 18:15 Uhr
  • Osterfeuer Leteln, Ringkuhle, Samstag
  • Osterfeuer Minden, Friedrich-Wilhelm-Straße 89, Samstag
  • Osterfeuer Minden, Am Alten Weserhafen 16, Samstag
  • Osterfeuer Meißen, Meißener Bruch 7, Samstag
  • Osterfeuer Meißen, Alte Furth 25, Samstag ab 18:00 Uhr
  • Osterfeuer Stemmer, Bürgerzentrum Nord, Samstag
  • Osterfeuer Stemmer, Lannerweg / Schünenbusch, Samstag
  • Osterfeuer Haddenhausen, Sportplatz, Sonntag
  • Osterfeuer Hahlen, Sportplatz, Sonntag ab 18:15 Uhr
  • Osterfeuer Meißen, Sportplatz Alte Grundschule, Sonntag
  • Osterfeuer Minderheide, Am Scheibenstand 13, Sonntag ab 18:00 Uhr
  • Osterfeuer Päpinghausen, Schaffahrt, Sonntag
  • Osterfeuer Stemmer, Föhrthofweg 2, Samstag ab 18:00 Uhr
  • Osterfeuer Uphausen, hinter Landhaus Rohlfing, Sonntag
Petershagen

Osterfeuer in Petershagen

  • Osterfeuer Seelenfeld, an der Königsmühle, Sonntag ab 19:00 Uhr
  • Osterfeuer Eldagsen, auf der Wiese am Mühlenweg, Sonntag ab 19:00 Uhr
  • Osterfeuer Döhren, Schießstand, ab 18:30 Uhr
  • Osterfeuer Petershagen, am Feuerwehrgerätehaus
  • Osterfeuer Lahde, Festplatz, ab 18:00 Uhr
  • Osterfeuer Quetzen, Dorfplatz, ab 19:00 Uhr
Porta Westfalica

Osterfeuer in Porta Westfalica

  • Osterfeuer Hausberge, Sonntag ab 16:30 Uhr
  • Osterfeuer Kleinenbremen, Sportplatz Kleinenbremen, Sonntag ab 18:00 Uhr
  • Osterfeuer Eisberge, „Meiers Wiese“, Sonntag ab 16:30 Uhr
  • Osterfeuer Neesen, auf Horstmanns Wiese, Samstag ab 16:00 Uhr
  • Osterfeuer Lerbeck, Schulhof Gesamtschule, Samstag ab 18:00 Uhr
  • Osterfeuer Barkhausen, Osterfeldstraße, Samstag ab 18:00 Uhr
  • Osterfeuer Holtrup, Sportplatz, Samstag 17:00 Uhr
  • Osterfeuer Nammen, Schützenhaus, Samstag 18:00 Uhr
Preußisch Oldendorf

Osterfeuer in Preußisch Oldendorf

  • Osterfeuer Schröttinghausen, am Gerätehaus, Sonntag ab 19:00 Uhr
  • Osterfeuer Niedermehnen, Hof Osterwisch, Samstag ab 18:30 Uhr
  • Osterfeuer Bad Holzhausen, Backhaus, Samstag 19:00 Uhr
  • Osterfeuer Hedem, Hof Rahe, Samstag 18:00 Uhr
Rahden

Osterfeuer in Rahden

  • Osterfeuer Sielhorst, am Göpelhaus, Sonntag ab 20:00 Uhr
Stemwede

Osterfeuer in Stemwede

  • Osterfeuer Twiehausen, Alte Schule, Sonntag ab 19:00 Uhr

Kreis Paderborn

Weitere

Eine Liste aller Osterfeuer im Kreis Paderborn sortiert nach Gemeinden.

Altenbeken

Osterfeuer in Altenbeken

  • Osterfeuer Altenbeken, Feldmark, Sonntag ab 10:00 Uhr
Bad Lippspringe

Osterfeuer in Bad Lippspringe

Bad Wünnenberg

Osterfeuer in Bad Wünnenberg

Borchen

Osterfeuer in Borchen

Büren

Osterfeuer in Büren

Delbrück

Osterfeuer in Delbrück

Hövelhof

Osterfeuer in Hövelhof

Lichtenau

Osterfeuer in Lichtenau

Paderborn

Osterfeuer in Paderborn

  • Osterfeuer Paderborn, Sachsenweg, Sonntag ab 19:00 Uhr
Salzkotten

Osterfeuer in Salzkotten

  • Osterfeuer Scharmede, Geflügelzuchtanlage, Sonntag ab 19:00 Uhr

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Allgemein

OWL fest im Griff – Der Winter kommt mit eisigen Temperaturen

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B.Tyce
Frost - © Kukon, Bartosz Tyce
Symbolfoto - © Kukon, Bartosz Tyce

Der polare Atem von Hoch „Brigida“ hängt über Deutschland und kühlt sich weiter ab. In den nächsten Tagen fallen die Temperaturen an einigen Stellen teilweise auf bis zu minus 10 Grad ab.

In Deutschland breitet sich der kalte Winter weiter aus. Bereits für heute prognostizierten Meteorologen durchgehend Frost für weite Teile des Landes. Nachts können die Temperaturen sogar auf minus 10 Grad sinken, wie vom Deutschen Wetterdienst angekündigt. Nur im Südwesten, an der Küste und am Rhein bleibt es zunächst frostfrei.

Die Ursache für die eisige Kälte ist Hoch „Brigida“. Das verursacht laut DWD, dass die polare Luft, die nach Deutschland geflossen ist, kaum noch bewegt wird. Das Ergebnis: Es kühlt sich nachts durch den meist klaren Himmel stark ab.

Wie weit es bei den tiefen Temperaturen geht, ist noch ungewiss. Ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes sagte jedoch voraus: „Die Winterperiode könnte nach aktuellen Prognosen mehrere Wochen andauern und hüllt weite Teile Europas ein.“

Blutmond für Frühaufsteher

Diejenigen, die am Montagmorgen vor dem Morgengrauen aufstehen, können zum letzten Mal in 10 Jahren eine totale Mondfinsternis, ggf. sogar einen Blutmond erleben. Ab 5.41 Uhr befindet sich der Mond etwa eine Stunde lang vollständig im Schatten der Erde. Durch die elliptischen Bahn, die aktuell besonders nah an der Erde verläuft, wirkt er optisch ungewöhnlich groß. Die besten Wetterbedingungen werden wahrscheinlich in der Mitte Deutschland herrschen.

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Allgemein

Obstbaumschnitt in Humfeld – NaTourErlebnisführung zur Gutshof Brennerei Begatal

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B.Tyce
Damit die Obstbäume in der kommenden Saison wieder gut treiben, müssen sie im Herbst oder Winter beschnitten werden. - © NaTourEnergie
Damit die Obstbäume in der kommenden Saison wieder gut treiben, müssen sie im Herbst oder Winter beschnitten werden. - © NaTourEnergie

Nach der reichen Ernte im vergangenen Jahr müssen die Obstbäume nun wieder beschnitten werden. Daher lädt Friedhelm Begemann von der Gutshof Brennerei Begatal zur NaTourErlebnisführung Obstbaumschnitt am Samstag, 9. Februar, auf seinen Obsthof nach Humfeld ein. Nach einer kurzen Einführung in die Geschichte des Gutshofes geht es mit dem Ackerwagen zum Obsthof. Dort erklärt Begemann, worauf es beim Obstbaumschnitt ankommt. Die Teilnehmer erwartet eine Vielzahl von Bäumen zum Üben: Auf dem gutseigenen Obsthof wachsen 35 Apfel-, 12 Birnen-, 10 Kirsch-, 13 Pflaumen- und Zwetschgensorten auf gut sechs Hektar Streuobstwiese. Als Dank für die Hilfe beim Baumschnitt erhalten die Teilnehmer in der kommenden Apfelsaison einen vollen Apfelkorb geschenkt.

Treffpunkt für die Erlebnisführung ist 10 Uhr am Innovationszentrum in Dörentrup. Von dort aus geht es für die Teilnehmer mit Elektro-Autos zur Gutshof Brennerei Begatal. Inhaber eines gültigen Führerscheins können das Elektro-Auto selbst fahren. Die Führung dauert ungefähr dreieinhalb Stunden und kostet acht Euro. Eine Anmeldung unter www.natourenergie.de ist erforderlich.

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