Soziale Medien

Höxter

Die Plagegeister lauern überall: Jetzt kommen die Mücken

mm

Stand:

Mücke
Die aktuelle Wetterlage im Kreis Höxter ist ideal für Mücken, um sich rasch zu vermehren. Bei einem Mückenstich sollte Kratzen unbedingt vermieden werden. - © AOK

Kreis Höxter (04.07.2019). Mücken lauern jetzt überall im Kreis Höxter. Hauen und Stechen aller-orten ist derzeit angesagt. Denn die Wetterlage ist seit Wochen ideal für die Plagegeister, um sich rasch zu vermehren: Viel Regen und jetzt die heißen Temperaturen. Von einer regelrechten Plage kann allerdings nicht die Rede sein, auch wenn es von dem einen oder anderen so empfunden wird. Doch was tun, wenn die Mücke zugestochen hat? „Mückenstiche sind für die meisten Menschen harmlos. Gefährlich wird es jedoch, wenn der Körper allergische Reaktionen zeigt. Dann sollte immer ein Arzt aufgesucht werden“, sagt AOK-Serviceregionsleiter Matthias Wehmhöner.

Über 50 Arten von Stechmücken soll es geben in Deutschland, zumindest sind so viele den Insektenforschern im Laufe der Vergangenheit irgendwann schon einmal begegnet. Es sind aber nur die Stechmücken-Weibchen, die Blut aufnehmen, weil sie das in der Blut-Mahlzeit enthaltene Protein, also das Eiweiß, für ihre eigene Ei-Bildung brauchen. Die Ernährung findet über Pflanzensäfte und Nektar statt.

Bei einem Mückenstich wird durch den Speichel der Mücke die Einstichstelle betäubt und die Blutgerinnungsfähigkeit vermindert, damit die Mücke das Blut aufsaugen kann. Dadurch wird der Botenstoff Histamin freigesetzt, der dazu führt, dass sich bei mindestens 75 Prozent der Bevölkerung Quaddeln oder Papeln an der Stichstelle bil-den. Häufig kommt es dabei zu ausgedehnteren Schwellungen, Rötungen oder Juck-reiz. Deshalb macht Kratzen es auch schlimmer, denn der Stoff wird durch die damit verbundene stärkere Durchblutung erst recht verteilt.

Hier hilft vor allem kühlen. Manche setzen auf Hausmittel wie eine Quarkpackung oder das Einreiben mit einer Zwiebel. Bei starken Symptomen hilft ein Antihistaminikum oder eine cortisonhaltige Salbe aus der Apotheke. Entzünden kann sich ein Mückenstich, wenn etwa durch Kratzen, Bakterien in tiefere Schichten gelangen. Dann droht eine massive Umgebungsinfektion. „Diese muss im Einzelfall sogar mit einem Antibiotikum behandelt werden. Auf jeden Fall gilt: Wenn eine zunehmende und langanhaltende gerötete Schwellung auftritt, sollte ein Arzt aufgesucht werden“, so Wehmhöner.

Mücken fliegen in erster Linie auf das von uns produzierte Kohlendioxid, also unsere Ausatem-Luft. Das hat also nichts damit zu tun, welche Blutgruppe jemand hat. Die Mücken registrieren einfach, in welcher Stärke wir diese Ausatem-Luft produzieren und welchen Schweißgeruch wir abgeben. Und das in der Kombination macht uns für manche Mücken attraktiver oder eben auch nicht.

Der beste persönliche Schutz ist durch lange, hautbedeckende Kleidung gegeben. Zur Vermeidung von Mücken sollten im heimischen Garten vor allem Regentonnen abgedeckt und Gießkannen mit Wasser entleert werden. Gerade hier vermehren sich die Mücken derzeit schlagartig. „Von der Regentonne zum Schlafzimmer ist es meist nicht weit. Insektennetze vor den Fenstern und Türen können helfen, dass die Plagegeister nicht ins Haus kommen“, sagt Wehmhöner.

Um mehr über Mücken rauszufinden, wo sich welche Art zu welcher Zeit herumtreibt, gibt es den Mückenatlas. Auf einer interaktiven Karte kann herausgefunden werden, ob und aus welchen Orten schon Mücken beim Leibnitz-Zentrum für Agrarlandforschung (ZALF) eingeschickt worden sind. „Jeder einzelne hat die Möglichkeit, Mücken in seinem persönlichen Umfeld zu fangen und einzuschicken. Er bekommt dann natürlich eine Rückantwort, um welche Mücke es sich gehandelt hat. Für uns ist es natürlich spannend, wo wann welche Mücke vorkommt und wann diese aktiv sind. Und auf der anderen Seite möchten wir herauszufinden, welche von unseren einheimischen Mücken als Überträger von Krankheitserregern fungieren kann“, sagt Diplom-Biologin Dr. Doreen Werner vom Leibnitz-Zentrum für Agrarlandforschung (ZALF). Mehr Infos unter mueckenatlas.com im Internet.

Weiterlesen
Kommentieren

Diskutieren Sie mit

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Höxter

Kreis Höxter überprüft richtige Nutzung der Abfallbehälter

mm

Stand:

Zusammengestellt durch:

B.Tyce
Mülltonnen
Symbolfoto - © Pixabay

Der Kreis Höxter führt zurzeit großflächige Kontrollen der Abfallbehälter durch. „Immer häufiger wird bei der Müllabfuhr festgestellt, dass Abfälle falsch sortiert werden“, erläutert Michael Werner, Leiter des Fachbereichs Umwelt, Bauen und Geoinformationen beim Kreis Höxter. „So finden sich zum Beispiel Kunststoffe und Metalle im Bioabfall oder Rest- und Hygieneabfälle in der Wertstofftonne wieder.“ Für eine umweltfreundliche Entsorgung sei die ordentliche Trennung aber Grundvoraussetzung.

Kurz vor der eigentlichen Abfuhr werden die Kontrolleure des Kreises Höxter deshalb nun einen Blick in die Abfalltonnen werfen. „Wird dabei eine massive Fehlbefüllung festgestellt, bleibt der Abfallbehälter stehen“, erläutert Michael Werner. Informationen zum Behälter mit Fotos von der Fehlbefüllung werden von den Kontrolleuren in Echtzeit über eine eigens hierfür eingerichtete App an den Kreis Höxter übermittelt und dokumentiert. „Wir werden die Kontrollen in allen 120 Ortschaften im Kreisgebiet durchführen“, sagt er, wohlwissend, dass dies einige Monate in Anspruch nehmen wird. „Im Fokus der Kontrollen stehen zunächst die Wertstofftonnen und Bioabfallbehälter“, so Werner.

„Um die Qualität unserer Abfälle nicht zu verschlechtern, ist es wichtig, die Abfallbehälter korrekt zu befüllen“, ergänzt Hubertus Abraham von der Abfallberatung des Kreises Höxter. „Elektrogeräte, Altreifen oder Windeln haben in der Wertstofftonne nichts zu suchen, denn nur aus Wertstoffen können neue Materialen hergestellt werden“, sagt er und appelliert an die Bürgerinnen und Bürger, die Mülltrennung wieder etwas ernster zu nehmen. Gleiches gelte nämlich auch für die Bioabfälle. „Hier hat sich die Qualität leider in den letzten Jahren massiv verschlechtert“, so Abraham. Hauptproblem im Bioabfall sind Plastiktüten und Verpackungsmaterial. „Diese lassen sich im Kompostwerk nicht vollständig von den Küchen und Gartenabfällen trennen und sind dann im späteren Endprodukt wiederzufinden“, erklärt Abraham. Selbst sogenannte Biokunststoffbeutel würden im Kompostwerk zu Problemen führen, da sie sich während des Kompostierungsprozesses nicht vollständig zersetzen. Stattdessen könnten Zeitungspapier oder Papiertüten verwendet werden.

„Wir würden auf die Kontrollen gerne verzichten“, erläutert Michael Werner, „doch die Probleme können wir nicht ignorieren.“ Er weist darauf hin, dass massiv fehlbefüllte Behälter grundsätzlich nicht mehr geleert und mit einer „Roten Karte“ versehen werden. Bei leichteren Fehlbefüllungen wird der Behälter mit einer „Gelben Karte“ gekennzeichnet. Der Eigentümer wird dazu aufgefordert, seine Abfälle besser zu sortieren. „Im Wiederholungsfall ist davon auszugehen, dass das Restabfallvolumen für die Abfallmenge vor Ort nicht ausreicht, sodass eine zusätzliche Restmülltonne oder ein größeres Restabfallvolumen vorgeschrieben werden können.“ Informationen zur richtigen Abfalltrennung gibt es im Internet www.abfallservice.kreis-hoexter.de oder unter der kostenlosen Abfallservice-Nummer 0800-1000637.

Weiterlesen

Höxter

Mit Anhängerkupplung Auto beschädigt

mm

Stand:

Zusammengestellt durch:

B.Tyce
Parkplatz
Symbolfoto - © Pixabay

Höxter – Nach einer Fahrerflucht in Höxter ermittelt die Polizei in Höxter. Auf dem Parkplatz eines Fachhandels in der Straße Zur Lüre hatte am Samstag, 10. August, ein bislang unbekannter Fahrzeugführer offenbar beim Rückwärtsfahren mit seiner Anhängerkupplung einen parkenden VW Golf beschädigt, sich dann aber von der Unfallstelle entfernt, ohne eine Schadensregulierung einzuleiten. Der Sachschaden an der Heckschürze des schwarzen Golf beträgt geschätzt 1.500 Euro. Der Unfall muss sich in der Zeit zwischen 9 und 10 Uhr ereignet haben. Zeugen werden gebeten, sich mit der Polizei in Höxter unter Telefon 05271/962-0 in Verbindung zu setzen.

Weiterlesen

Höxter

Mit Drogen, aber ohne Führerschein unterwegs

mm

Stand:

Zusammengestellt durch:

B.Tyce
Drogen-Wisch-Test
Symbolfoto - © Shutterstock, 236688025

Höxter – Im Rahmen einer allgemeinen Verkehrskontrolle ist den Beamten der Polizei Höxter der Fahrer eines Opel Agila aufgefallen, der am Montag, 12. August, gegen 11.30 Uhr auf der Eugen-Diesel-Straße in Höxter unterwegs war. Bei der Kontrolle zeigte der 31-jährige Fahrer aus Beverungen typische Auffälligkeiten, die auf Drogenkonsum hindeuteten. Ein vor Ort durchgeführter Urintest schlug positiv auf Amphetamine an, eine Blutprobe wurde anschließend auf der Polizeiwache vorgenommen. Im Rahmen der weiteren Überprüfung stellte sich heraus, dass der Fahrer nicht mehr im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis ist. Gegen den Fahrer und auch gegen den Halter des Fahrzeuges wurden Anzeigen erstellt.

Weiterlesen

Wappen Höxter

Veranstaltungen

Keine Veranstaltungen zu dieser Zeit

Meistgelesen

X