Soziale Medien

Lügde

Opferstock aufgebrochen

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Kirche - © Pixabay
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Lügde – Am Donnerstag ist in der Kirche an der „Mittlere Straße“ ein Opferstock aufgebrochen und daraus das vorhanden Münzgeld in unbekannter Höhe gestohlen worden. Der Täter muss sich zwischen 09.00 Uhr und 16.30 Uhr in der Kirche bewegt und das Behältnis geknackt haben. Darüber hinaus wurde noch versucht, in die verschlossene Sakristei einzubrechen. Entsprechende Spuren sind vorhanden. Wer Beobachtungen im Zusammenhang mit der Tat gemacht hat, der wird gebeten sich unter 05235 / 96930 an die Kripo in Blomberg zu wenden.

Pressekontakt:

Polizei Lippe
Pressestelle
Uwe Bauer
Telefon: 05231/609-5050 o. 0171-3078230
Fax: 05231/609-5095
www.polizei.nrw.de/lippe

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Bielefeld

Missbrauchsfälle in Lippe: Fortgang der Ermittlungen

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Pressekonferenz- © Envato Elements
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Bielefeld / Lippe / Lügde – Die Ermittlungskommission „Eichwald“ des Polizeipräsidiums Bielefeld arbeitet mit Hochdruck an der Aufklärung des schweren sexuellen Missbrauchs an Kindern.

Bislang sind 31 minderjährige Opfer identifiziert. Dabei handelt es sich um 27 Mädchen und vier Jungen. Die meisten Opfer waren zur jeweiligen Tatzeit zwischen vier und 13 Jahren alt.

Über das Hinweistelefon gingen beim Polizeipräsidium Bielefeld seit Donnerstag, 31.01.2019, bis Freitag, 08.02.2019, insgesamt 63 Hinweise ein. Allen Hinweisen wird akribisch nachgegangen. Das Hinweistelefon beim Polizeipräsidium Bielefeld ist unter Telefon 0521/545-4215 zu erreichen.

Die Ermittlungskommission „Eichwald“ besteht derzeit aus 51 Ermittlern. Dazu zählen auch Polizeibeamte anderer Behörden aus dem Regierungsbezirk Detmold sowie aus ganz NRW. Die IT-Auswertung findet dabei auch teilweise dezentral und nicht im PP Bielefeld statt. Neben den Ermittlungen initiiert die Polizei Bielefeld Opferschutzmaßnahmen für die Geschädigten und bietet psychosoziale Unterstützung für eingesetzte Polizeibeamte an.

Vorrangige Ziele der Ermittlungskommission sind eine beweiskräftige Sicherung des Strafverfahrens und die Identifizierung von möglichen weiteren Opfern und Tatverdächtigen sowie die Verhinderung von möglichem weiterem Missbrauch. Dazu finden aktuell IT-Auswertungen, Vernehmungen, Durchsuchungen und sonstige weitere Ermittlungen statt. Außerdem ermittelt das Polizeipräsidium Bielefeld wegen des Verdachts der Strafvereitelung im Amt gegen Polizeibeamte und wegen des Verdachts der Verletzung der Fürsorgepflicht gegen Mitarbeiter von Jugendämtern.

Wie berichtet, befinden sich nach Ermittlungen der Polizei Lippe drei Männer – ein 56-Jähriger aus Lügde, ein 48-Jähriger aus Stade und ein 33-jähriger aus Steinheim – in Untersuchungshaft, weil sie im Verdacht stehen, in einer Vielzahl von Fällen Kinder sexuell missbraucht zu haben. Durchsuchungen der Polizei Lippe hatten zur Auffindung von zahlreichen Beweismitteln, darunter verschiedene Datenträger und Speichermedien, geführt.

Aufgrund der laufenden Ermittlungen und aus Opfer- und Persönlichkeitsschutzgründen werden derzeit zu einzelnen Hinweisen und Einzelsachverhalten sowie zur Herkunft der identifizierten Opfer oder zum persönlichen Umfeld von Tatverdächtigen und Opfern keine Angaben gemacht. Das PP Bielefeld bittet Medienvertreter, von Anfragen zu Hintergrundgesprächen und Interviews mit Ermittlern zunächst abzusehen, da die originäre Aufgabenwahrnehmung oberste Priorität hat.

Es ist beabsichtigt, dass Ermittlungsergebnisse von Staatsanwaltschaft und Polizei Bielefeld in den nächsten Wochen regelmäßig in gemeinsamen Presseerklärungen zusammenfassend berichtet werden.

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Lügde

Aufarbeitung der Missbrauchsfälle in Lippe

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Vor Ort in Lügde-Elbrinxen: (v.l.) Bürgermeister Heinz Reker und Hermann Wenneker, Ortsbürgermeister von Lügde-Elbrinxen sowie Landrat Dr. Axel Lehmann. - © Kreis Lippe
Vor Ort in Lügde-Elbrinxen: (v.l.) Bürgermeister Heinz Reker und Hermann Wenneker, Ortsbürgermeister von Lügde-Elbrinxen sowie Landrat Dr. Axel Lehmann. - © Kreis Lippe

Anlässlich eines Besuchs in Lügde-Elbrinxen erklärte Landrat Dr. Axel Lehmann: „Der Missbrauch eines Kindes ist ein furchtbares Verbrechen, jeder einzelne Fall ist ein unfassbarer Übergriff. Mich machen die Nachrichten sehr betroffen, die Opfer müssen durch Hilfe- und Beratungsangebote unterstützt werden. Wir wollen nicht zur Tagesordnung übergehen. Vor uns liegt ein langer Weg.“ Das Gespräch mit Bürgermeister Heinz Reker und Hermann Wenneker, Ortsbürgermeister von Lügde-Elbrinxen, verdeutlichte den Schockzustand in der Kommune Lügde, im lippischen Südosten und im gesamten Kreis Lippe.

Hilfen, die angeboten werden

Der Kreis Lippe bietet ein Beratungstelefon für Eltern, Familien und pädagogische Fachkräfte an. Die Anrufer können sich anlässlich der Geschehnisse und der medialen Berichterstattung für Fragen und Sorgen im Zusammenhang mit sexualisierter Gewalt oder sexuellem Missbrauch an das Beratungstelefon wenden. Das Beratungstelefon ist von Montag bis Freitag von 9 bis 18 Uhr unter 05231 / 62 16 33 erreichbar. Es ist mit erfahrenen psychologischen und pädagogischen Fachkräften und Therapeuten besetzt. Neben telefonischen Beratungen werden auch weitere Unterstützungsleistungen vermittelt.

Neben der Beratung durch das Jugendamt des Kreises Lippe steht vor Ort auch das SOS-Beratungszentrum für ein weiteres Angebot bereit. Dadurch wird das Hilfsangebot direkt vor Ort erweitert. Diese Beratung ist freiwillig, kostenfrei und vertraulich. Die Termine im Rathaus in Lügde: Am Mittwoch, 6. Februar, 9 bis 12 Uhr sowie an den Montagen, 11., 18., 25. Februar und 4. März, jeweils 14 bis 16 Uhr. Bei Bedarf werden weitere Termine angeboten.

Die KiTas und Schulen in Lügde verteilen Elternbriefe. Diese geben Tipps, wie sich Eltern in der aktuellen Situation verhalten können und weisen auf das Beratungstelefon und Hilfsangeboten hin.

Kreis Lippe und Polizei Lippe unterstützen die Aufklärung

Es besteht behördenübergreifend eine große Bereitschaft, die Vorgänge selbstkritisch aufzuarbeiten und mit der Staatsanwaltschaft zu kooperieren. „Die Beurteilung des Verhaltens einzelner Behördenmitarbeiter in dieser Angelegenheit liegt bei den Ermittlungsbehörden. Das Ergebnis bleibt abzuwarten“, erklärt Landrat Dr. Lehmann. Die erforderlichen Unterlagen liegen den Ermittlern vor. „Zur Aufarbeitung arbeiten wir mit allen Behörden zusammen und werden durch das Landesjugendamt NRW begleitet.“

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Lügde

Schwerer sexueller Missbrauch an Kindern

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Einsatzleitung - © Polizei
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Kreis Lippe / Lügde / Stade / Steinheim – Die lippischen Ermittlungsbehörden arbeiten momentan akribisch an einer Vielzahl von Fällen, in denen Kinder schwer sexuell missbraucht wurden. Bislang stehen 23 Opfer fest. Hierbei handelt es sich überwiegend um Mädchen, die zu den jeweiligen Tatzeiten im Alter von 4 bis 13 Jahren waren. Die bisherigen Ermittlungen lassen befürchten, dass die Täter sich in mehr als 1.000 Fällen an den Kindern vergangen haben. Der bislang erste nachgewiesene Fall geht auf das Jahr 2008 zurück. Zum damaligen Zeitpunkt war eine 8-Jährige das Opfer eines heute 56-jährigen Mannes aus Lügde. Dieser sowie zwei weitere Tatverdächtige wurden festgenommen und sitzen in Untersuchungshaft. Das bei den Tatverdächtigen sichergestellte Beweismaterial ist sehr umfangreich. Neben 10 Computern und 9 Mobiltelefonen wurden über 40 Festplatten und über 400 weitere Datenträger sichergestellt. Die Auswertung der sich darauf befindlichen Daten dauert an.

In mehr als 1000 Fällen an Kindern vergangen

Eine Zeugin gab im November 2018 Hinweise auf einen 56-jährigen Mann aus Lügde. Dieser hatte seit dem Jahr 2016 ein damals noch 5-jähriges Kind in Betreuung und sollte eine 6-jährige Freundin seines Pflegekindes sexuell missbraucht haben. Bereits in den ersten Anhörungen der Kinder verdichteten sich die Hinweise darauf, dass der Mann sich nicht nur an der 6-jährigen Freundin, sondern auch an seinem mittlerweile 8-jährigen Pflegekind mehrfach vergangen haben könnte. Der 56-Jährige wurde bereits am 6. Dezember 2018 festgenommen und sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Durchsuchungen in den Wohnräumen des Mannes sowie auf einem Campingplatz in Lügde, führten zum Auffinden von umfangreichen Beweismaterialien. Die Auswertungen elektronischer Datenträger sowie weitergehende Anhörungen führten die Ermittler zu weiteren Taten und Opfern, so dass die Polizei eine Ermittlungskommission gründete. Diese besteht aus insgesamt neun Beamtinnen und Beamten.

23 Opfer im Alter von 4 – 13 Jahren

„Bei der Auswertung der sichergestellten Beweismittel und bei den Anhörungen der Kinder kamen perfide Einzelheiten zu Tage, die mich und die anderen Kolleginnen und Kollegen noch lange nach Dienstende beschäftigen“, beschreibt der Leiter der Ermittlungskommission, Kriminalhauptkommissar Gunnar Weiß, die Ermittlungen.

Im Rahmen der Ermittlungen gelangten zwei weitere Tatverdächtige in den Fokus. Diese standen mit dem bereits festgenommenen 56-Jährigen in Kontakt und tauschten auch Material mit kinderpornografischen Inhalten aus. Zum Teil begingen die Tatverdächtigen den Missbrauch unter Beteiligung der anderen.

Im Januar beantragte die Detmolder Staatsanwaltschaft zwei weitere Haftbefehle, die das Amtsgericht Detmold erließ. Daraufhin wurde am 10. Januar 2019 ein 48-jähriger Mann aus Stade an seiner Wohnanschrift in Niedersachsen festgenommen. Ein 33-jähriger Steinheimer (Kreis Höxter) wurde am 11. Januar 2019 in Lügde festgenommen. Beide Männer befinden sich seitdem in Untersuchungshaft.

Alle 23 Opfer sind in Sicherheit

Neben den Ermittlungen wegen schweren sexuellen Missbrauchs haben sich weitere Ermittlungsstränge ergeben. Ein Strang umfasst die Kinderpornografie, die sich auch auf eine Verbreitung im Internet erstreckt. Weiterhin wird das Verhalten der für die Jugendfürsorge zuständigen Ämter im Kreis Hameln / Pyrmont und im Kreis Lippe auf ein eventuelles strafrechtlich relevantes Handeln oder Unterlassen überprüft.

Alle 23 Opfer sind in Sicherheit, die Polizei hat umfangreiche Opferschutzmaßnahmen eingeleitet. „Dem Opferschutz und der Opfernachsorge räumen wir einen hohen Stellenwert ein“, betont der Erste Kriminalhauptkommissar Achim Tietz als Leiter des zuständigen Kriminalkommissariats. „Wir haben entsprechende Hilfen für die Kinder, für betroffene Angehörige aber auch für unsere Kolleginnen und Kollegen der Ermittlungskommission Camping angeboten.“

Sachdienliche Hinweise nimmt die Kreispolizeibehörde Lippe unter der Rufnummer 05231 / 609 – 30 56 entgegen.

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