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Paderborn

Verkehrsunfall, Geschwindigkeitsverstoß und zwei Autos stillgelegt

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Ein 21-jähriger Fahrer kam mit seinem Mercedes AMG in Paderborn-Sennelager von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen Telekommunikationsverteiler. - © Polizei Paderborn
Ein 21-jähriger Fahrer kam mit seinem Mercedes AMG in Paderborn-Sennelager von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen Telekommunikationsverteiler. - © Polizei Paderborn

Paderborn – Die Kreispolizeibehörde Paderborn zieht zur Saisoneröffnung der Paderborner Auto-Tuningszene auf dem Parkplatz des Südring-Centers eine positive Bilanz. Abgesehen von zwei stillgelegten Autos, vereinzelten Ordnungswidrigkeiten und Verwarngeldern, blieb es am Sonntag ruhig. Auffälligkeiten gab es hingegen im Laufe des Abends und in der Nacht auf Montag aus dem Umfeld der Tuningszene.

Rund 400 Teilnehmer und 1.000 Besucher kamen am Sonntag zur Tuningveranstaltung am Südring. Die Polizei kassierte im Laufe des Tages zehn Verwarnungsgelder, zum Beispiel wegen abgelaufener TÜV-Plaketten und Parkverstößen. Dazu erstatteten die Einsatzkräfte zehn Ordnungswidrigkeitsanzeigen wegen technischer Veränderungen an Fahrzeugen. Am Pohlweg mussten deshalb ein BMW und ein Golf stillgelegt werden. Die Fahrzeuge müssen nach der Beseitigung der Mängel einem Sachverständigen vorgeführt werden.

Weitere Ordnungswidrigkeiten rund um die Veranstaltung waren Fahren ohne Gurt und Ablenkung durch Handys am Steuer. Letztgenannter Verstoß wird mit einem Bußgeld von 100 Euro und einem Punkt in Flensburg geahndet. Im Laufe des Sonntags stellte die Polizei zudem 250 Geschwindigkeitsübertretungen fest. Etwa 40 dieser Verstöße sind der Tuningszene zuzuordnen. Auch die Stadt Paderborn hatte Radargeräte eingesetzt. Die Ergebnisse liegen noch nicht vor.

Die unberechenbaren Gefahren von Ablenkung durch Smartphones am Steuer und überhöhte Geschwindigkeit sind Teil des Behördenschwerpunkts der Kreispolizeibehörde Paderborn. Sie nimmt unter dem #PassAuf! diese besonderen Unfallgefahren im Straßenverkehr verstärkt in den Fokus.

Mit einem getunten Auto kam es am Sonntag gegen 17.10 Uhr in Paderborn-Sennelager zu einem Verkehrsunfall mit hohem Sachschaden. Ein 21-jähriger Mann aus Verl befuhr mit einem hochmotorisierten Mercedes AMG die Otto-Hahn-Straße. Er beschleunigte auf gerader Strecke stark und verlor dabei die Kontrolle über das Auto. Das Fahrzeug kam nach links von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen Telekommunikationsverteiler. Der Fahrer wurde nicht verletzt. Der Sachschaden liegt bei über 20.000 Euro.

Ein 21-jähriger Mann aus Bad Wünnenberg fiel nachts als Raser auf. Er war am Montag um 01.15 Uhr mit seinem Golf auf der B1 von Bad Lippspringe in Richtung Paderborn-Elsen unterwegs. Erlaubt sind dort 100 km/h pro Stunde. Abzüglich der Toleranzen wurde der junge Mann mit 167 km/h gemessen. Auf ihn kommen nun ein Bußgeld von 440 Euro, zwei Punkte in Flensburg und ein zweimonatiges Fahrverbot zu.

Für den in der Tuning-Szene beliebten Karfreitag hat die Stadt Paderborn wie auch schon im letzten Jahr eine Allgemeinverfügung erlassen. In der Zeit von Freitag, 19.04.2019, 00.00 Uhr, bis Samstag, 20.04.2019, 06.00 Uhr, werden demnach jedwede Treffen der Autotuning-Szene – mit oder ohne Fahrvorführungen – im Gebiet der Stadt Paderborn auf öffentlichen und privaten Flächen untersagt.

Zur Autotuning-Szene gehören Fahrzeugführer, deren Fahrzeuge gegenüber der Serienproduktion individuelle Modifikationen aufweisen, die dem Zweck dienen, die Leistung, die Fahreigenschaften oder auch das optische bzw. akustische Design zu verändern. Mitarbeiter der Stadt Paderborn und die Polizei kontrollieren, ob die Maßgaben des Verbotes eingehalten werden.

Sollten sich Tuner trotz des Verbots in Paderborn treffen, müssen sie damit rechnen, dass ihre Identität festgestellt, Platzverweise erteilt und Ordnungswidrigkeiten-Anzeigen erstattet werden. Sollte dem Platzverweis nicht nachgekommen werden oder wird der Fahrzeugführer trotz entsprechender Ansprache der Ordnungshüter wiederholt im Stadtgebiet angetroffen, wird das Fahrzeug sichergestellt.

Die Stadt Paderborn und die Kreispolizeibehörde Paderborn betonen ausdrücklich, dass mit den Maßnahmen keine „Kriminalisierung“ der Szene erfolgen soll, sondern der Schutz von Anwohnern und die Einhaltung der Rechtsvorschriften im Vordergrund stehen. Es gilt der Appell an Karfreitag erst gar nicht nach Paderborn anzureisen.

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Paderborn

Mengenweise illegale Feuerwerkskörper beschlagnahmt – 25-jährige Frau tatverdächtig

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Polizist von hinten
Polizist - © Pixabay

Paderborn – Im Keller einer Wohnung in der Stadtheide hat die Polizei ein Lager illegaler Feuerwerkskörper entdeckt und eine Europalette voll mit Böllern und unbekannten Sprengstoffen beschlagnahmt. Eine 25-jährige Hausbewohnerin steht im Verdacht, mit den nicht in Deutschland klassifizierten Feuerwerksartikeln sowie Drogen gehandelt zu haben.

Der Verdacht auf Straftaten gegen das Sprengstoffgesetz ergab sich aufgrund eines anderen Ermittlungsverfahrens gegen die Tatverdächtige in der Nacht zu Sonntag. Noch in der Nacht wurden Staatsanwaltschaft und Gericht eingeschaltet und eine Durchsuchung der Doppelhaushälfte durchgeführt. Dabei fanden die eingesetzten Polizisten kistenweise ausländische Feuerwerkskörper mit unbekannter Sprengwirkung, die ungesichert in Schränken und Regalen aufbewahrt wurden. Darüber hinaus entdeckten die Beamten Tüten mit Marihuana und größere Bargeldsummen. Sämtliche Beweismittel wurden beschlagnahmt. Die Feuerwehr transportierte die Feuerwerkskörper zur Polizeiwache, von wo sie noch am Sonntag von Sprengstoffexperten des Landeskriminalamts zur Vernichtung abgeholt wurden.

Gegen die 25-jährige Tatverdächtige laufen jetzt Strafanzeigen wegen Verstößen gegen das Sprengstoffgesetz und wegen des Verdachts des Drogenhandels. Die Ermittlungen der Polizei dauern an.

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Paderborn

Paderborner Polizei priorisiert Ermittlungen bei Sexualdelikten zum Nachteil von Kindern

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Trauriger Junge
Symbolfoto - © Envato Elements

Kreis Paderborn – Die Themen sexueller Missbrauch von Kindern und Kinderpornografie werden nach den Vorfällen in Lügde und den derzeit anlaufenden Gerichtsverfahren politisch und gesellschaftlich diskutiert. Viele Schlagzeilen aus diesem Themenkomplex bestimmen die Medien. Die Polizei steht mit Defiziten bei Personal, Technik und Ermittlungen in der Kritik. Das NRW-Innenministerium hat reagiert und setzt in der „Chefsache“ auf kluge Prioritätensetzung bei der Personaldisposition.

„Im Kreis Paderborn sind die Prioritäten klar. Fälle von Kinderpornografie und sexuellem Missbrauch von Kindern werden zeitnah aufgearbeitet“, stellt Landrat Manfred Müller als Leiter der Kreispolizeibehörde Paderborn klar. Die Personaldebatte sei längst geführt und umgesetzt. Zwei neue Mitarbeiter aus IT-Berufen sind bereits eingestellt. Einer arbeitet schon in der Datenauswertung – der zweite neue Mitarbeiter startet Mitte Juli. Müller: „Unsere beiden speziell ausgebildeten Kriminalbeamten bekommen damit kompetente Unterstützung, denn die intensive Datenauswertung nimmt viel Zeit der Ermittlungsarbeit in Anspruch.“ „Auch bei der Vollstreckung von Durchsuchungsbeschlüssen sind wir auf aktuellem Stand“, so Müller weiter. Ihm sei es trotz aller Personalnot in der Polizeibehörde ein persönliches Anliegen, dass diese Ermittlungen zügig laufen.

Neben den Untersuchungen rund um den Fall Lügde lief auch in Paderborn die Arbeit an umfangreichen Ermittlungsverfahren aus dem Bereich der Kinderpornografie uneingeschränkt weiter. Müller: „Wenn wir erkennen, dass solche Verfahren nur mit mehr Personal zu stemmen sind, bilden wir eine Ermittlungsgruppe. Das heißt, weitere Kriminalbeamtinnen und -beamte aus anderen Kommissariaten oder Dienststellen werden zusammengezogen, um die Ermittlungen gemeinsam schnell voran zu bringen. Obwohl wir zeitweise vier Kolleginnen und Kollegen zur Unterstützung der ‚Lügde-Kommission‘ abgeben mussten, liefen die Ermittlungen der hiesigen Fälle mit Hochdruck weiter. Sämtliche Durchsuchungsbeschlüsse wurden mit Unterstützung unseres eigenen Personals zeitnah umgesetzt.“ Dieses Verfahren nutzt die Polizei nicht nur bei Sexualdelikten. Im Bereich der Drogenkriminalität sind Ermittlungsgruppen (EG) verantwortlich für Aufklärungserfolge. Die EG Wohnung, seinerzeit gegründet als die Zahl der Wohnungseinbrüche im Jahr 2015 deutlich angestiegen war, hat hervorragende Aufklärungserfolge erzielt. Einige kriminelle Banden wurden zerschlagen und viele Täter verhaftet.

Im Jahr 2018 wurden in der Kreispolizeibehörde Paderborn 218 Sexualdelikte bearbeitet – davon 41 Fälle sexuellen Missbrauchs von Kindern und 25 Fälle von „Verbreitung, Erwerb, Besitz und Herstellung kinderpornographischer Schriften“.

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Paderborn

Rat stimmt für neue Marketingkampagne: Stärken Paderborns werden mit Analogien aus dem Fußball verknüpft

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Stadt Paderborn
Marketing Paderborn - © Stadt Paderborn

In der Ratssitzung von Donnerstag, 11. Juli, hat sich die Mehrheit des Rates für eine Intensivierung des Stadtmarketings im Zusammenhang mit dem Aufstieg des SC Paderborn 07 in die Bundesliga ausgesprochen.

Jens Reinhardt, Leiter des Amtes für Öffentlichkeitsarbeit und Stadtmarketing: „Ziel der geplanten Kampagne ist es, die Stärken der Stadt in der bundesweiten Öffentlichkeit herauszustellen und damit zur Imagebildung beizutragen“. Dazu sollen wichtige, typische oder auch außergewöhnliche Aspekte, die Paderborn ausmachen – etwa in den Bereichen Digitalisierung, Bildung, Kultur oder Tourismus – in den Mittelpunkt gerückt und mit Analogien aus dem Fußball verbunden werden.

Bereits nach dem erstmaligen Aufstieg des SC Paderborn 07 in der Fußball-Saison 2014/2015 hatte das Amt für Öffentlichkeitsarbeit und Stadtmarketing gemeinsam mit dem SC Paderborn 07, dem Verein „Paderborn überzeugt“ und der Tourist-Information eine Marketing-Kampagne ins Leben gerufen. Die sehr erfolgreiche Kampagne „Paderborn ist erstklassig“ führte dazu, dass Paderborn in den Medien und auch in der Öffentlichkeit deutlich an Stellenwert gewann.
Auf diesem Erfolg will das Amt für Öffentlichkeitsarbeit und Stadtmarketing jetzt aufbauen: Gemeinsam mit Partnern aus dem Sport, der Wirtschaft, dem Tourismus, dem Einzelhandel und dem Verein „Paderborn überzeugt“ soll die Strahlkraft des Fußballs erneut dazu genutzt werden, die vielfältigen Stärken Paderborns bundesweit bekannt zu machen, Neugier auf die Stadt zu wecken und auch die Bürgerinnen und Bürger Paderborns als positive Botschafter für ihre Stadt zu gewinnen.

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