Soziale Medien

Ratgeber

Pfifferlinge, die ihr Geld wert sind – Beim Kauf auf Frische und Qualität achten

veröffentlicht

 am

Pfifferlinge - © Envato Elements
Symbolfoto - © Envato Elements

Ab Spätsommer bis in den Herbst hinein stehen Pfifferlinge bei vielen Pilzfreunden auf dem Speiseplan. Pfifferlinge aus Deutschland dürfen nur für den Eigenbedarf in geringen Mengen gesammelt und nicht verkauft werden. Deshalb stammt die Ware, die hierzulande appetitlich in Körbchen verpackt in Supermärkten, bei Discountern und auf Wochenmärkten angeboten wird, überwiegend aus Osteuropa – und zwar aus Russland, Litauen, Polen und der Ukraine. Doch vom Sammeln, übers Sortieren, Verpacken und Transportieren vergehen mehrere Tage, bis die aromatischen Speisepilze in den hiesigen Gemüseständen angeboten werden. „Die importierte Ware wird oft zu lange gelagert. Bilden sich Schimmel und Fäulnis sind die Speisepilze in puncto Qualität und Frische keinen Pfifferling mehr wert“, kritisiert die Verbraucherzentrale NRW: „Kunden sollten deshalb beim Einkauf die Pilze genau unter die Lupe nehmen und statt zum verpacktem Körbchen lieber zum losem Angebot greifen – auch wenn’s teurer ist.“ Bei der Pfifferlingssuche im Handel helfen folgende Hinweise:

  • Geruch- und Sehtest: Frische Pfifferlinge duften aromatisch, sehen prallgelb und saftig aus. Das Fleisch sollte fest und nicht verfärbt oder ausgetrocknet sein. Die Pilze sind einwandfrei, wenn beim Anschnitt die Stiele innen weiß bis cremefarben sind und die Hüte keine Ränder und Flecken aufweisen. Sand und schwarze Erdteilchen sind dagegen unbedenklich.
  • Problem Folienverpackung: Werden Pfifferlinge in Holzkörbchen unter perforierter Folie verpackt, kann sich innen Kondenswasser bilden, das die Pilze nach einiger Zeit feucht, schleimig und schimmelig werden lässt. Kunden sollten darauf achten, dass sich keine Feuchtigkeit in der Packung ansammelt oder die Folie beschlägt.
  • Verdorbene Ware: Problematisch ist auch, dass verdorbene Pilze das gesamte Angebot verderben können. Falls einzelne Exemplare feucht und schmierig sind, schwarze Stellen oder weiße Schimmelspuren aufweisen, die Lamellen zusammenpappen und die Hüte sich zersetzen, ist es ratsam, die gelben Hutträger lieber stehen lassen. Denn der Verzehr verdorbener Pfifferlinge kann Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Fieber auslösen.
  • Mögliche Schadstoffbelastung: Auch mehr als 30 Jahre nach dem Unfall im Atomreaktor von Tschernobyl können Wildpilze Radioaktivität enthalten. Deshalb wird bei den Importen regelmäßig kontrolliert, ob der zulässige Grenzwert von 600°Becquerel pro Kilogramm überschritten ist.
  • Tipp zum Verzehr: Liebhaber sollten grundsätzlich nicht mehr als 250 Gramm Wildpilze pro Woche essen. Denn Pilze haben die Eigenschaft, Cadmium und Quecksilber in ihren Fruchtkörpern anzureichern. Deshalb ist der Gehalt an Schwermetallen bei Pilzen höher als bei anderen pflanzlichen Lebensmitteln.

Weitere Hinweise zur radioaktiven Belastung in Waldböden und Pilzen gibt’s im Internet unter www.verbraucherzentrale.nrw/radioaktiv.

Ratgeber

Drei Policen decken am Anfang das Nötigste ab – Unerlässliche Versicherungen für junge Leute

veröffentlicht

 am

By

Jugendliche - © Envato Elements
Symbolfoto - © Envato Elements

School’s out forever: Und nun planen und probieren Schulabgänger ihre ersten Schritte in ein selbstständiges Leben: Neben Reisen, sozialem Jahr, Job, Ausbildung oder Studium steht auch die Absicherung von Alltagsrisiken mit auf der To-do-Liste. Versicherungsunternehmen locken die künftige, aber noch unerfahrene Kundschaft mit scheinbar maßgeschneiderten Paketen. „Doch viele Versicherungen sind oft zu teuer, bieten unsinnigen Schutz und decken wirklich riskante Lücken nicht ausreichend ab“, warnt die Verbraucherzentrale NRW. „Am Anfang sind es Kranken-, Haftpflichtund Berufsunfähigkeitsversicherung die Berufs- und Ausbildungsstarter als Basis-Trio wirklich brauchen, um Leib und Teilhabe am Leben sinnvoll abzusichern“, erklären die Verbraucherschützer: „Der weitere Schutz ist erst sinnvoll, wenn der Nachwuchs flügge wird, einen Haushalt gründet oder ein Auto auf eigenem Ticket fährt.“ Um die drei Basisversicherungen zum Start der Eigenständigkeit kundig abzuschließen, helfen folgende Tipps:

  • Krankenversicherung: Dieser Gesundheitsschutz ist verpflichtend für jeden! Während Berufsanfänger meist automatisch in einer gesetzlichen Krankenversicherung pflichtversichert sind, genießen viele Studienanfänger noch bis zum Alter von 25 Jahren den Schutz über die Eltern in der beitragsfreien Familienversicherung. Wer beim Studentenjob jedoch mehr als 450 Euro im Monat verdient, muss selbst in die Krankenversicherung einzahlen. Für den Job in den Semesterferien gelten aber Ausnahmen, da darf auch mal mehr verdient werden. Angehende Erstsemester, die über ihre Eltern privat krankenversichert sind, stehen vor der Qual der Wahl, ob sie während des Studiums weiter umfassend privat versichert bleiben wollen oder nicht. Globetrotter, die den Ausbildungsstart noch hinauszögern, oder Studenten, die ein paar Semester im Ausland studieren, sollten zusätzlich eine Auslandskrankenversicherung abschließen. Denn die gesetzliche Krankenkasse zahlt nur für erforderliche Behandlungen in europäischen und einigen fernen Ländern. Die private Zusatzversicherung hingegen übernimmt die Kosten weltweit – also etwa in den USA, Asien und Australien – und dann auch für den Rücktransport.
  • Private Haftpflichtversicherung: Diese Police ist ein absolutes Muss ebenfalls für jeden! Sie deckt Schäden ab, die man bei anderen verursacht – zum Beispiel wenn die Gesundheit eines anderen durch die eigene Unachtsamkeit dauerhaft stark beeinträchtigt wird. Azubis und Studenten sind, bis sie ihre Ausbildung abgeschlossen haben, in der Regel bei ihren Eltern mitversichert und müssen keine eigenen Beiträge für die private Haftpflichtpolice zahlen. Das gilt übrigens auch für die Zeit des Bundesfreiwilligendienstes (BFD). Den Haftpflichtschutz über den Vertrag der Eltern sollte sich der flügge werdende Nachwuchs jedoch von der zuständigen Versicherungsgesellschaft bestätigen lassen.
  • Berufsunfähigkeitsversicherung: Auch die frühzeitige Absicherung des Verlustes der eigenen Arbeitskraft über eine private Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) ist für Azubis und Studenten gleichermaßen wichtig. Denn Betroffene, die aufgrund eines Unfalls oder einer schweren Erkrankung ihren Beruf nur noch eingeschränkt oder gar nicht mehr ausüben können, bekommen nur eine knapp bemessene und nach strengen Vorgaben gestaffelte gesetzliche Rente. Der Extra-Abschluss einer privaten Berufsunfähigkeitsrente trägt hingegen dazu bei, den eigenen Lebensunterhalt zu einem erheblichen Teil zu sichern, ohne sich nur auf die geringen Leistungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung verlassen zu müssen. Hierzu darf der BU-Schutz jedoch nicht zu knapp bemessen sein. Ihn an eine teure  Kapitallebensversicherung zu koppeln, wie es Versicherungsberater immer wieder empfehlen, macht finanziell keinen Sinn. Junge Versicherungsnehmer sollten beim Vertragsabschluss auf eine Nachversicherungsgarantie und eine dynamische Anpassung des Versicherungsschutzes achten, um im Fall von Berufsunfähigkeit tatsächlich ausreichend abgesichert zu sein.

Kostenloses Info-Material oder eine kostenpflichtige Versicherungsberatung erhalten junge Ratsuchende in der Beratungsstelle Detmold, Lemgoer Str. 5, 32756 Detmold.
Kontaktadressen, Kosten und Terminvereinbarung unter www.verbraucherzentrale.nrw/beratung-vor-ort.
Telefonisch gibt’s diesen Service auch donnerstags von 10 bis 12 Uhr unter der Rufnummer 0900-1-89 79 67 für 1,86 Euro pro Minute. Mobilfunkpreise variieren.

Weiterlesen

Ratgeber

So bleiben Obst und Gemüse länger frisch – Tipps für die richtige Lagerung

veröffentlicht

 am

By

Obst und Gemüse - © Envato Elements
Symbolfoto - © Envato Elements

Mehr als ein Drittel (34 Prozent) der Lebensmittel, die im Haushalt weggeworfen werden, sind Früchte und Gemüse. Meist ist die frisch gekaufte Ware unappetitlich geworden oder sogar verdorben. Dass Möhren schrumpeln, Bananen matschig werden, Kartoffeln keimen und Orangen schimmeln, liegt jedoch häufig an der falschen Lagerung. „Bei manchen Obst und Gemüsesorten ist das Aufbewahren im Kühlschrank eine gute Idee, andere verlieren bei Kälte ihren Geschmack oder verderben nur noch schneller“, sagen Cornelia Franke-Röthemeyer und Anke Schiermeyer, Umweltberaterinnen der Verbraucherzentrale in Minden. Auch scheiden einige Früchte ein Gas aus, das anderes Obst und Gemüse rascher reifen und faulen lässt. Damit der Einkauf nicht vorzeitig ein Fall für die Biotonne ist, hat das Projekt Mehr-Wert NRW der Verbraucherzentrale folgende Tipps zusammengestellt:

  • Äpfel mögen’s kühl und dunkel. Bunte Äpfel in der Obstschale sehen dekorativ aus. Besser aufgehoben sind sie jedoch im Kühlschrank, im Keller oder in einer kühlen Vorratskammer. Ein Folienbeutel mit kleinen Luftlöchern sorgt dafür, dass die Früchte nicht austrocknen. Weil Äpfel das Reifegas Ethylen abgeben, sollten sie immer gesondert gelagert werden – es sei denn, man wünscht sich den reifefördernden Effekt, zum Beispiel für unreife Tomaten.
  • Kartoffeln sind anspruchsvoll. Die Kartoffel wirkt sehr robust. Dabei ist sie bei der Lagerung ziemlich anspruchsvoll. Sie braucht einen kühlen Lagerplatz, der nicht zu kalt sein darf, denn bei Kälte verwandelt sich die Kartoffelstärke in Zucker. Wer keinen
    Keller hat, kann die Knollen in einer dunklen, gut belüfteten Box unterbringen. Auch wenn die Kartoffel schon gekeimt hat, ist sie noch essbar. Allerdings sollten die Keime ebenso wie grüne Stellen großzügig herausgeschnitten und keinesfalls verzehrt werden, denn sie enthalten das gesundheitsschädliche Solanin.
  • Bananen reifen nach. Bananen reifen bei Zimmertemperatur noch nach. Kleine dunkle Punkte auf der Schale zeigen, dass die Frucht ihre optimale Süße erreicht hat. Wer jedoch reife Bananen einige Tage lang aufbewahren möchte, legt sie am besten an einen nicht zu warmen Ort ohne direkte Sonneneinstrahlung. Im Kühlschrank verliert die Banane ihr Aroma und die Schale verfärbt sich dunkelbraun. Wem die reife Frucht schon zu weich ist, der kann sie zum Beispiel in einem Milchshake verarbeiten.
  • Möhren halten besser ohne Grün. Wer ein Bund Möhren kauft und nicht sofort verarbeiten will, sollte das Grün abschneiden. Die Blätter entziehen dem Wurzelgemüse sonst Flüssigkeit. Dies gilt auch bei Radieschen. Aufbewahrt werden Möhren dann am besten im Kühlschrank – entweder in einem Folienbeutel mit Löchern zur Belüftung oder in einem feuchten Tuch. Wichtig: Möhren nicht waschen, bevor sie in den Kühlschrank kommen, denn sonst werden sie braun.
  • Tomaten nicht in den Kühlschrank. Tomaten sind echte Sensibelchen. Zu warme Temperaturen beschleunigen das Verfaulen, zu kalte führen zu Geschmacksverlust. Am günstigsten für reife Tomaten ist ein dunkler Platz im Vorratsregal oder -schrank. Um die Früchte vor Druckstellen zu schützen, können sie auf Küchenpapier gebettet werden. Noch unreife Tomaten vertragen auch einen hellen Platz, zum Beispiel auf der Fensterbank. Dort reifen sie, ebenso wie in der Nachbarschaft von Äpfeln, noch nach.

Weitere Tipps gibt es im Lagerungs-ABC des Projekts MehrWert NRW. Es kann kostenlos im Internet heruntergeladen werden unter www.mehrwert.nrw/richtiglagern

Weiterlesen

Ratgeber

Hohe Handyrechnungen umschiffen – Sparsam telefonieren und surfen an Bord

veröffentlicht

 am

By

Kreuzfahrtschiff - © Pixabay
Symbolfoto - © Pixabay

Das Handy reist mit auf dem Kreuzfahrtschiff: Auch auf See wollen Passagiere ihren Lieben daheim von ihren Eindrücken berichten und Urlaubsfotos schicken. Was viele nicht wissen oder missachten:Telefonieren und Surfen an Bord kann enorm ins Geld gehen. „Wer sich über seinen Handy- oder Tablet-Gebrauch während einer Schiffsreise keine Gedanken macht und unterwegs munter drauflos telefoniert und Nachrichten verschickt, den erwartet nach seiner Rückkehr eine horrend hohe Handy-Rechnung von bis zu mehreren hundert Euro“, warnt die Verbraucherzentrale NRW. Ohne Beachtung der folgenden Hinweise sollten Schiffsreisende und Kreuzfahrtpassiere am besten nicht an Bord gehen:

  • Mobilfunknutzung auf dem Meer: Zu Wasser sind die Mobilfunkstationen an Land nicht erreichbar. Damit der Kontakt zur Außenwelt nicht abbricht, unterhalten Reedereien auf ihren Kreuzfahrtschiffen und Fähren eigene Mobilfunknetze und verlangen für diesen Service happige Entgelte. Eine Verbindung in die weltweiten Telefon- und Datennetze stellen die Schiffe per Satellit her. Dazu haben die Schifffahrtsunternehmen Verträge mit den Betreibern von Satellitennetzen geschlossen, die auf Grundlage weiterer Vereinbarungen eine Verbindung mit der terrestrischen Basisstation von Mobilfunkanbietern herstellen. Diese Verkettung macht es möglich, dass Passagiere auf See per Handy oder Smartphone telefonieren, SMS-Nachrichten senden oder empfangen und im Internet surfen können.
  • Keine EU-Roaming-Regeln auf See: Die Vorgaben der Europäischen Union, die inzwischen preisgünstiges Telefonieren und Surfen im EU-Ausland ermöglichen, gelten nur an Land. Viele Handy-Kunden wissen daher nicht, dass auf See besondere Tarife gelten. Die Preisgestaltung für Netzentgelte und die Tarife für Minuten, SMS und Megabytes unterliegen unterwegs auf Schiffen keinen Beschränkungen: Tarife der Mobilfunkanbieter für Telefonate nach Deutschland schwanken zwischen drei und sieben Euro für eine Gesprächsminute. Ein Megabyte (MB) Datenvolumen für Urlaubsfilme und -fotos kann bis zu 30 Euro kosten. Auch die weltweite Trennung der Datenverbindung ab 59,50 Euro gilt zu Wasser meist nicht. Um sich vor Schockrechnungen zu schützen, sollten sich Schiffspassagiere vor Antritt der Reise bei ihrem Provider, dem Schifffahrtunternehmen sowie in ihren Reiseunterlagen über die Angebote und Konditionen der Telefonund Internetnutzung an Bord informieren und diese miteinander vergleichen. Unter Umständen kann sich die Buchung von speziell geschnürten Telefon- und Surfpaketen der Reedereien lohnen.
  • Kosten auch bei Handy-Abschaltung: Wer Handy, Smartphone und Tablet an Bord abschaltet, nicht aktiv telefoniert und seinen mobilen Datendienst samt Roamingfunktion ausschaltet, kann sich dennoch vor ungewollten Aufwendungen nicht schützen. Ankommende Telefonate etwa – auch wenn sie auf der Mailbox landen – verursachen im Schiffsverkehr Kosten. Um auf Nummer sicher zu gehen, schaltet man seine Mailbox am besten vor der Kreuzfahrt oder Schiffsreise ab. Wer nicht telefonieren, aber dennoch surfen möchte, kann auf seinem Gerät den Flugmodus aktivieren und das WLAN separat einschalten oder die SIM-Karte gleich zu Hause lassen und am Urlaubsort eine günstige Prepaid-Karte kaufen. Um zu verhindern, dass sich das Handy unterwegs ungewollt in irgendwelche Netze einbucht, muss die Funktion „automatische Netzwahl“ in den Einstellungen des Telefons abgeschaltet werden. Denn selbst beim Landgang in der Nähe des Hafens kann es sein, dass sich abgeschaltete Mobilgeräte in Nähe zum Hafen in das Bordnetz des Schiffes einwählen und die hergestellte Verbindung über den teuren Satellit den Gebührenzähler ans Rattern bringen.

Ausführliche Informationen und Tipps rund ums Handy an Bord hält die Verbraucherzentrale NRW im Internet bereit unter www.verbraucherzentrale.nrw/handy-an-bord. Mobilfunkrechnungen mit hohen Roamingkosten können mit Hilfe einer örtlichen Rechtsberatung der Verbraucherzentrale NRW , Beratungsstelle Detmold, Lemgoer Str.5, 32756 Detmold geprüft und reklamiert werden. Kontakt und Kosten ebenfalls online unter www.verbraucherzentrale.nrw/beratung-vor-ort.

Weiterlesen

Meistgelesen

X