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Rheda-Wiedenbrück

Problemfall Plastiktüte: Nicht in die Biotonne!

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Die GEG rät – kein Plastik in die Biotonne! - © Thorsten Ulonska
Die GEG rät – kein Plastik in die Biotonne! - © Thorsten Ulonska

Rheda-Wiedenbrück (pbm). Der Handel bietet „kompostierbare“ Plastiktüten an, die aus einer Mischung herkömmlicher Kunststoffe und pflanz¬licher Stärke bestehen. Im Kompostwerk in Gütersloh führen diese Tüten, wie auch jede herkömmliche Tüte aus Plastik, zu großen Problemen.

Grundsätzlich sind die speziellen Beutel zwar biologisch abbaubar, brauchen dafür aber viel länger als die Zeitspanne, in der die moderne Technik den Kompost herstellt. „Im Gütersloher Kompostwerk verrotten die Tüten nicht komplett“, weiß Umweltberaterin Dorothee Kohlen. Die Folge: Sie verunreinigen den fertigen Kompost.

„Es ist einfach schade, wenn Bürger mit dem Kauf der teuren Tüten etwas Gutes tun wollen, darin auch richtig sortieren, aber die wertvollen Bioabfälle gar nicht kompostiert werden können“, erläutert Kohlen. Bei der Vorsortierung des Bioabfalls werden die biologisch abbaubaren Tüten genauso wie normale Plastikbeutel aussortiert: Da sie dieselben Eigenschaften wie normale Mülltüten aufweisen, ist eine Trennung technisch nicht möglich. Der wertvolle Inhalt geht verloren.
Die biologisch abbaubaren Tüten landen gemeinsam mit normalen Plastikbeuteln und anderen Störstoffen im aussortierten Restmüll, der vom Kompostwerk nicht verarbeitet werden kann und teuer entsorgt werden muss – als Restmüll.

Die Verwendung von kompostierbaren Plastiktüten, sogenannten biologisch abbaubaren Wertstoffen (BAW) in der Biotonne, ist laut Abfallsatzung des Kreises Gütersloh verboten. Kohlen rät: „Anstatt der biologisch abbaubaren Tüten können in geringen Mengen Küchenkrepp oder Zeitungspapier genutzt werden, um feuchte Bioabfälle einzuwickeln.“ Ihr Tipp: Abfälle einfach in einem preiswerten Müllbeutel sammeln, den Beutel in die Biotonne entleeren und ihn selbst in dir Restmülltonne werfen. Für Fragen steht die Abfallberatung gerne zur Verfügung, Tel. 963-233.

Hintergrund Mikroplastik

Kleinste Plastikpartikel verstecken sich nicht nur in Kosmetika (Peeling oder Glitzer in Duschgels etc.), sondern können auch aus der Biotonne stammen. Kleine Plastikteile wie Stäbchen von Q-Tipps oder Strohhalme können nicht aus dem Biomüll aussortiert werden. Sie verbleiben im Prozess und werden im Kompostwerk zusammen mit dem Biomüll immer weiter zerkleinert. Später verunreinigen sie den Kompost und landen auf den Feldern, werden dort von Kleinstlebewesen mitgefressen und können in der Nahrungskette landen. Darum: Kein Plastik in die Biotonne!

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Rheda-Wiedenbrück

Zeugen verfolgen unfallflüchtige Fahrerin – Alkohol

mm

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Frau, Auto - © Envato Elements
Symbolfoto - © Envato Elements

Rheda-Wiedenbrück – Eine bis dahin unbekannte Ford-Fahrerin befuhr am Samstagabend (23.03., 18.55 Uhr) den Ostring in Fahrtrichtung Bielefelder Straße.

In Höhe der Hausnummer 11 beabsichtigte die Ford-Fahrerin nach links auf den Parkplatz eines Supermarktes abzubiegen. Dabei kam es zu einem Zusammenstoß mit einem entgegenkommenden VW-Passat.

Die Ford-Fahrerin entfernte sich danach ohne anzuhalten vom Unfallort, ohne ihren Pflichten als Unfallverursacherin nachzukommen.

Mehrere Zeugen konnten den Unfall beobachten und verfolgten die Frau teils zu Fuß, teils auf dem Fahrrad. Auf der Triftstraße konnten die Männer die Fahrerin schließlich stoppen und dazu bewegen, mit zur Unfallstelle zurückzukehren.

Die dort zwischenzeitlich eingetroffenen Polizeibeamten bemerkten dann deutlichen Alkoholgeruch in der Atemluft der 42-jährigen Frau aus Rheda-Wiedenbrück. Ein an Ort und Stelle durchgeführter Alkoholtest verlief positiv. Daraufhin wurde die Entnahme einer Blutprobe angeordnet und der Führerschein der Frau sichergestellt.

Ein Ermittlungsverfahren wegen Unfallflucht und Gefährdung des Straßenverkehrs durch Fahren unter Alkoholeinfluss wurde eingeleitet.

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Rheda-Wiedenbrück

Ein Fahrt, zwei Unfallfluchten – geklärt

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Innenraum, Audi - © Envato Elements
Symbolfoto - © Envato Elements

Rheda-Wiedenbrück – Ein bis dahin unbekannter BMW-Fahrer verursachte am Donnerstagabend (21.03., 21.30 Uhr und 22.20 Uhr) gleich zwei Unfälle und flüchtete anschließend vom Unfallort, ohne sich um eine Schadensregulierung zu kümmern.

Zunächst befuhr der Mann mit seinen zwei Beifahrern die Neuenkirchener Straße, wo es in Höhe des Heidewegs zu einem “Spiegelunfall” mit einem entgegenkommenden Opel-Corsa einer Frau kam.

Beide Unfallbeteiligten hielten zunächst an. Ein Beifahrer des BMW-Fahrers äußerte gegenüber der Frau, dass jeder seinen Schaden selbst zahlen könnte und setzte dann zusammen mit seinen beiden Begleitern die Fahrt fort, obwohl die Frau die Polizei bereits informiert hatte.

Als die zwischenzeitlich eingetroffenen Polizeibeamten mit der Unfallaufnahme beschäftigt waren, bemerkten sie drei Männer in einem Audi, die sich auffällig für die Maßnahmen am Unfallort interessierten und der Beschreibung der unfallflüchtigen Männer entsprachen.

Daraufhin überprüften die Polizeibeamten die drei Männer.

Parallel dazu wurde der Polizei bekannt, dass es zuvor in der Straße Berliner Wall zu einer weiteren Unfallflucht mit einem beteiligten BMW gekommen war. Hier hatten aufmerksame Zeugen das rumänische Kennzeichen abgelesen.

Die polizeilichen Ermittlungen fügten dann ein Puzzleteilchen zu dem anderen:

An der Halteranschrift des zuvor kontrollierten Audis wurde durch die Polizeibeamten dann auch der beschädigte BMW nebst Fahrern und zwei Beifahrern angetroffen.

Diese gaben dann den Polizeibeamten gegenüber die beiden Unfallfluchten zu.

Gegen den Fahrer, einen 38-jährigen Mann, der in Gütersloh lebt, wurden Ermittlungsverfahren wegen der Unfallfluchten eingeleitet.

Auch gegen seinen 47-jährigen Beifahrer aus Rheda-Wiedenbrück wurde ein Strafverfahren wegen Beihilfe zu dieser Straftat eingeleitet.

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Rheda-Wiedenbrück

Rhedaer Rapper Piton produziert Musik im „Studio 78“

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Alex Steinert (Stoneart Productions), Piton und Nahir Aslan (Emstorschule) im hauseigenen Tonstudio „Studio 78“. - © Stadt Rheda-Wiedenbrück
Alex Steinert (Stoneart Productions), Piton und Nahir Aslan (Emstorschule) im hauseigenen Tonstudio „Studio 78“. - © Stadt Rheda-Wiedenbrück

Rheda-Wiedenbrück (pbm). Erfolgreiche Musikschmiede im städtischen Jugendzentrum: Der 16-jährige Samir Shala hat im hauseigenen „Studio 78“ seinen Song „Sie will mich“ aufgenommen. Vor kurzem wurde in der Emstorschule auch das dazugehörige Video gedreht.

Piton“, wie sich Samir Shala als Rapper nennt, macht seit fünf Jahren Musik. Sein neues Lied „Sie will mich“ hat er selbst getextet und im Musikstudio des Jugendzentrums aufgenommen. Mitarbeiter Nahir Aslan hat ihn dabei eng begleitet, weitere Unterstützung gab es von Sarah Gök, einer Sängerin aus Marienfeld. Das Video zu „Sie will mich“ läuft auch auf Pitons eigenem YouTube-Kanal (Piton Official) und auf Spotify (Piton). Weitere Songs kommen bald dazu: Insgesamt vier Tracks hat er im „Studio 78“ aufgenommen. Zum Rappen kam Piton durch seine Cousins: „Die haben mich auf den Geschmack gebracht und unterstützen mich auch weiterhin.“ Der 16-Jährige ist Stammbesucher des Jugendtreff „Indoor“ und findet die Möglichkeit, sich musikalisch im hauseigenen Studio auszuprobieren, toll. Leiterin Melanie Wiebusch und Mitarbeiter Nahir Aslan sind stolz auf Pitons Fortschritte und freuen sich auf weitere Jugendtreff-Besucher.

„Studio 78“

Das „Studio 78“ ist für Kinder und Jugendliche aus Rheda-Wiedenbrück seit fünf Jahren kostenlos nutzbar. Die Nachfrage ist hoch – auch viele Jugendliche und junge Erwachsene aus dem Umkreis haben Interesse daran, ihre eigenen Songs aufzunehmen. Im Studio selbst sind verschiedene Tonaufnahmen wie Rap und Gesang möglich. Genutzt wird auch das Programm Auto-Tune, das eine automatische Tonhöhenkorrektur leistet und als beliebter Effekt in der Musikindustrie genutzt wird. Aufnahmetermine sind mittwochs und donnerstags möglich. Die Terminvergabe läuft über die Mitarbeiter des Jugendzentrums, die den Besuchern auch fachlich zur Seite stehen, Input geben, Texte überarbeiten und gemeinsam Beats produzieren.

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