Soziale Medien

Langenberg

Amerikanische Faulbrut gefährdet Bienenvölker

mm

Stand:

Nahaufnahme von Bienen
Symbolfoto - © Envato Elements

Gütersloh. Bei einer Routineprobe hat die Abteilung Veterinärwesen und Lebensmittelüberwachung des Kreises Gütersloh Faulbrutsporen bei einem Bienenstand im Bereich Rietberg-Mastholte nachgewiesen. Die Amerikanische Faulbrut ist eine anzeigepflichtige, bakterielle Infektionskrankheit. Für Menschen ist sie ungefährlich, doch sie verbreitet sich schnell unter den Bienenvölkern und kann einen großen Tierverlust zur Folge haben. Um die Verbreitung der Krankheit im Kreisgebiet einzudämmen, hat die Abteilung Veterinärwesen und Lebensmittelüberwachung um den betroffenen Standort ein Untersuchungsgebiet im Umkreis von zirka zwei Kilometern eingerichtet. Es umfasst Teile der Stadt Rietberg und der Gemeinde Langenberg.

Die Amerikanische Faulbrut befällt die Brut von Bienenvölkern, sodass diese größtenteils absterben. Das hat zur Folge, dass das infizierte Bienenvolk immer kleiner wird und letztendlich nicht mehr die nötige Stärke aufweist, um zu überwintern. Die Seuche verbreitet sich schnell, insbesondere wenn mehrere Bienenvölker im jeweiligen Fluggebiet aktiv sind. Bei einem geschwächten und kranken Bienenvolk kann es zudem zum Eindringen von anderen Bienenvölkern kommen, die dann den infizierten Honig rauben. Auf diese Weise schleppen die Tiere die Erreger auch in ihre eigenen Bienenstöcke ein und infizieren diese.

Das betroffene Untersuchungsgebiet umfasst Teile der Stadt Rietberg und der Gemeinde Langenberg

Das betroffene Untersuchungsgebiet umfasst Teile der Stadt Rietberg und der Gemeinde Langenberg – © Kreis Gütersloh

Alle Imker, dessen Bienenstöcke sich in dem ausgewiesenen Gebiet befinden, sind verpflichtet, ihre Bienenvölker auf die Amerikanische Faulbrut testen zu lassen. Dazu entnimmt ein Bienensachverständiger sogenannte Futterkranzproben und schickt sie zur Untersuchung ins Labor. Falls dabei Sporen festgesellt werden, raten die Experten, die Völker einem Kunstschwarmverfahren zu unterziehen. Dabei wird das Bienenvolk umgesetzt, damit der Bienenstock gereinigt und desinfiziert werden kann. Die Beprobung und das Kunstschwarmverfahren werden von der Tierseuchenkasse durch Beihilfen unterstützt.

Das exakte Untersuchungsgebiet ist auf den Internetseiten des Kreises Gütersloh unter www.kreis-guetersloh.de im Amtsblatt Nummer 615 ausgeschrieben. Die Experten weisen ausdrücklich darauf hin, dass die entsprechende Region kein Sperrbezirk ist: Die vorgeschriebenen Untersuchungen sind eine Vorsichtsmaßnahme, um den Erreger der Amerikanischen Faulbrut frühzeitig zu entdecken und eine eventuelle Weiterverbreitung zu verhindern. Die Infektionskrankheit überträgt sich nicht auf den Menschen, sodass der gewonnene Honig bedenkenlos weiter verzehrt werden kann.

Imker, deren Bienenvölker im Untersuchungsgebiet leben, jedoch weder bei der Tierseuchenkasse noch bei der Abteilung Veterinärwesen des Kreises Gütersloh gemeldet sind, sollten schnell reagieren: Die jeweiligen Standorte müssen der Abteilung Veterinärwesen per Fax unter 05241 851335 oder per Telefon unter 05241 851303 gemeldet werden.

Weiterlesen
Kommentieren

Diskutieren Sie mit

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Langenberg

Verkehrsunfall in Langenberg – 25-Jähriger schwer verletzt

mm

Stand:

Zusammengestellt durch:

B.Tyce
Motorrad
Symbolfoto - © Envato Elements

Langenberg – Am Dienstagnachmittag (14.05., 17.15 Uhr) ist es auf der Lippstädter Straße in Höhe des Holbrinks zu einem Verkehrsunfall gekommen, bei welchem ein 25-jähriger Motorradfahrer schwer verletzt wurde.

Der 25-Jährige fuhr auf dem Hof eines Zweiradhändlers mit dem Motorrad. Eigenen Angaben nach, gelang es dem Mann nicht mehr rechtzeitig vor der Ausfahrt das Zweirad zu stoppen. In der Folge kam es zu einem Zusammenstoß mit einem 66-jährigen VW-Fahrer, welcher die Lippstädter Straße in Richtung Lippstadt entlang fuhr.

Der 25-Jährige stürzte und verletzte sich dabei schwer. Mit einem Krankenwagen wurde er in ein nahegelegenes Krankenhaus gefahren. Der Autofahrer wurde durch den Zusammenstoß nicht verletzt.

An beiden Fahrzeugen entstand Sachschaden. Der entstandene Gesamtsachschaden beläuft sich auf schätzungsweise 6500 Euro.

Während Unfallaufnahme stellte sich heraus, dass der 25-Jährige nicht in dem Besitz der erforderlichen Fahrerlaubnis für das Zweirad war und das Motorrad nicht für den Öffentlichen Straßenverkehr zugelassen war. Ein entsprechendes Ermittlungsverfahren wurde eingeleitet.

Weiterlesen

Langenberg

Junger Radfahrer beschädigt geparkten VW

mm

Stand:

Zusammengestellt durch:

B.Tyce
Angelehntes Fahrrad
Symbolfoto - © Pixabay

Langenberg – Ein bis dahin unbekannter Radfahrer befuhr am frühen Montagmorgen (22.04., 1.50 Uhr) mit seinem Fahrrad die Mühlenstraße in Fahrtrichtung Wiedenbrück.

Der Radfahrer übersah einen am Fahrbahnrand geparkten VW und beschädigte die Heckscheibe des VWs, so dass diese zu Bruch ging.

Ermittlungen führten zu einem 17-jährigen Rheda-Wiedenbrücker, der augenscheinlich unter Alkoholeinfluss stand.

Der 17-Jährige wurde in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht, wo ihm eine Blutprobe entnommen wurde.

Entsprechende Strafverfahren wurden gegen den Jugendlichen eingeleitet.

Weiterlesen

Langenberg

Kreis bezuschusst Miete für Wohnung in Langenberg – Tagesmütter und -väter gesucht

mm

Stand:

Zusammengestellt durch:

B.Tyce
Larissa Markgraf, Isabel Greßhöner (beide Kreis Gütersloh) und Marion Hoffmann vom kreisfamilienzentrum Langerberg (Caritas) vor dem Haus an der Stettiner Straße, in dem die Großtagespflegestelle entstehen soll. Sie suchen Tagespflegepersonen, die sich hier zusammenschließen wollen. - © Kreis Gütersloh
Larissa Markgraf, Isabel Greßhöner (beide Kreis Gütersloh) und Marion Hoffmann vom kreisfamilienzentrum Langerberg (Caritas) vor dem Haus an der Stettiner Straße, in dem die Großtagespflegestelle entstehen soll. Sie suchen Tagespflegepersonen, die sich hier zusammenschließen wollen. - © Kreis Gütersloh

Langenberg. Im Flur steht schon der Erste-Hilfe-Kasten nach neuester DIN-Norm, ansonsten sieht es noch nach Renovierung aus: In Langenberg soll es demnächst an der Stettiner Straße eine neue Großtagespflegestelle für Kinder geben – also eine familiäre Betreuungsform für kleine Jungen und Mädchen. Meist ist es so, dass sich zwei oder drei Tagespflegepersonen zusammen tun, um eine solche Großtagespflege zu gründen und suchen dann eine Wohnung. Dieses Mal ist es umgekehrt: Die Wohnung gibt es schon, die Tagesmütter oder -väter fehlen noch, die bis zu neun Kinder, die hier betreut werden können, kommen von ganz allein. Die Abteilung Jugend und das Familienzentrum Langenberg suchen jetzt zukünftige oder schon bestehende Tagespflegepersonen, die sich in der 90-Quadratmeter-Wohnung von Udo Leweling einrichten wollen. Mit Mietkostenzuschuss, versteht sich, denn den hat der Kreis Gütersloh jüngst beschlossen und führt ihn zum August dieses Jahres ein.

„Der Bedarf an Tagespflegeplätzen ist groß in Langenberg“, bestätigt Marion Hoffmann vom Kreisfamilienzentrum der Caritas. Jahrelang lag die Geburtenrate bei rund 50 Kindern im Jahr, zuletzt waren es annähernd 100. Und das ist nicht nur durch Zuzug bedingt. Aber auch – in der Langenberger Siedlung scheinen in allen Himmelsrichtungen neue Häuser zu entstehen. Vor der Wohnung gibt es eine kleine Rasenfläche, der Spielrasen für die Kinder, hinter dem Haus wird es eine geschlossene Terrasse geben. Drinnen verteilen sich die 90 Quadratmeter auf eine Küche samt Einbauküche, eine modernes Bad, einen großen Wohnraum mit Verbindungstür und den künftigen Ruheraum, in dem die Kinderbettchen stehen werden. „Bei uns in der Siedlung gibt es noch Mittagsruhe“, unterstreicht Vermieter Leweling, dem Mittagschlaf steht also nichts entgegen.

Auf die Idee, die Wohnung als Großtagespflege anzubieten, ist er in Gesprächen mit einer guten Bekannten gekommen, die in Gütersloh eine Großtagespflegestelle betreibt. „So eine Wohnung hätten wir gerne gehabt“, habe die sich an ihren Start erinnert. Leweling dachte nach, die Idee ließ ihn nicht mehr los. Er entschied sich und hat jetzt seinen Renovierungskalender im Kopf, es gibt noch einiges zu tun. Sogar kindersichere Fenstergriffe hat er schon bestellt – und die Nachbarn informiert. Die sind angetan von der Idee, betont er. Marion Hoffmann und Isabel Greßhöner sowieso. Hoffmann ist im örtlichen Kreisfamilienzentrum unter anderem für die Vermittlung von Tagespflegeplätzen zuständig, Greßhöner arbeitet in der Abteilung Jugend, Fachbereich Kindertagespflege. „Der Flur ist klasse“, meinte Hoffmann bei einem Ortstermin und sieht schon die Bobbycars durch die Wohnung flitzen. Vier Kinderspielplätze gibt es übrigens in der Nähe, nur der Vollständigkeit halber.

Tagesmütter- und -väter, die sich zu einer so genannten Großtagespflegestelle zusammentun, werden vom Kreis Gütersloh gefördert: Die Hälfte der Kaltmiete – maximal 300 Euro – übernimmt der Kreis. Greßhöner: „Um dem Bedarf an Kindertagespflegeplätzen in Langenberg gerecht zu werden, ist eine Vermietung für fünf Jahre vorgesehen.“ Die Tagespflegepersonen haben auch die Möglichkeit, Investivmittel für die Ausstattung zu beantragen. „Bezuschusst werden zum Beispiel Wickelkommoden, Hochstühle, Bettchen oder sogar Steckdosensicherungen.“ Für die Betreuung werden zwei Tagespflegepersonen gesucht, die an der Stettiner Straße die Wohnung anmieten und zusammen die Großtagespflegestelle betreiben. Mindestens eine Person muss bereits Berufserfahrung in der Kindertagespflege oder eine abgeschlossene Erzieherausbildung mit entsprechender Berufserfahrung haben.

Für Rückfragen zur Qualifizierung stehen Isabel Greßhöner von der Abteilung Jugend des Kreises Gütersloh unter Telefon 05241/85-2482 und Marion Hoffmann vom Kreisfamilienzentrum Langenberg (Tel. 05248-823982) zur Verfügung. Hoffmann vermittelt vor Ort die Plätze in der Kindertagespflege.

Zum Thema: Kindertagespflege

Aus Elternsicht ist gerade für jüngere Kinder eine Betreuung bei einer Tagesmutter oder einem -vater eine gute Alternative zum Kindergarten. Die Betreuung findet im häuslichen Umfeld oder wie bei einer Großtagespflege häufig in eigens dafür angemieteten Räumen statt. 657 Betreuungsplätze bei Tagesmüttern und -vätern gibt es derzeit in den zehn Kommunen, in den die Abteilung Jugend die Kindergartenbedarfsplanung macht. In dieser werden die Plätze in der Tagespflege mit berücksichtigt, um den Bedarf zu decken, da auch sie den Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz erfüllen. Es gibt viele Parallelen zwischen Kita und Tagespflege: Die Betreuungszeiten 25, 35 und 45 Stunden etwa und die identischen Elternbeiträge, die sich nach dem Einkommen und der Betreuungszeit richten.

Weiterlesen

Meistgelesen

X